"... Zwar gleicht derzeit der Staat die fehlende Nachfrage aus – Kurzarbeit wird gerade noch weiter erhöht, Überbrückungsgelder werden ausgezahlt, Sonderprogramme für Hotel und Gastronomie aufgelegt, Konzerne wie Adidas mit 2,5 Milliarden am Leben gehalten und bei der Lufthansa darf es gerne noch ein bisschen mehr sein. Die Mittel des Staates seien unbegrenzt, verspricht Finanzminister Olaf Scholz – eine gewagte Behauptung. Hobby-Ökonomen etwa von der ZEIT, erklären, dass Finanzminister Olaf Scholz niemandem die Mittel für Kurzarbeitergeld wegnehme – weil Steuern gewissermaßen nur geliehen seien: Wenn die Bezieher von Kurzarbeitergeld fleißig einkaufen, kommt der Laden wieder in Schwung und am Ende gewinnen alle, auch der dafür geschröpfte Steuerzahler. So einfach ist das.
Es ist der alte Keynesiansiche Traum, dass der Staat vorübergehende Nachfragelücken einfach ausgleichen könne, ergänzt durch die „New Monetary Economy“: Weil die Staaten längst überschuldet sind, wie Italien schon vor Corona ihre Zinsen nicht mehr finanzieren konnten, muss die Europäische Zentralbank Geld in den Kreislauf pumpen. Auch Corona vergeht, nur die Wirtschaft besteht, wenn man ihr genügend Geld gibt. Es klappt tatsächlich – wenn die Bürger nicht misstrauisch werden, den Glauben nicht daran verlieren, dass Baron Münchhausen sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zieht.
Aber wenn nicht? Was wenn der nächste Konsumrausch nicht nur verschoben ist – sondern ausfällt, weil man nicht an das ewige Geld vom Staat glaubt? Wenn der Kauf des Autos einfach auf die ganz lange Bank geschoben wird;......
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