Eisman wurde vor 10 J. wegen seiner erfolgreichen Wetten auf den Verfall von US-Subprime-Schrott bekannt. Bei den britischen Banken könnte er ebenfalls richtig liegen. Er hält einen "harten Brexit" für den Weg des geringsten Widerstands.
Allerdings haben sich die GB-Banken (wie bei uns Deutsche Bank und Commerzbank) größtenteils bis heute nicht vom 2008/2009-Debakel erholt. Sieht man sich z. B. den Chart von Lloyds an (unten), scheint nach unten nicht mehr allzu viel Platz bzw. Luft zu sein.
Sehr viel aufgeblähter - und daher als Shorts prinzipiell interessanter - scheinen mir US-Banken, gerade nach den aktuellen Fake-"Rekordgewinnen", die teils auf eine fragwürdige 38,5-Mrd.-Ausschüttung der Fed an US-Banken zurückgehen (siehe # 460). Doch nützten Wetten gegen US-Banken, auch wenn sie fundamental schwächer dastehen als Wall Street weis machen will, wenig, wenn die Fed auch weiterhin mit planwirtschaftlichen Geschenken und Hokuspokus die US-Banken mästet. Dabei wird a) den Markt stark nach oben verzerrt (Obergrenze lässt sich bei Manipulation kaum vernünftig bestimmen) und b) eine schamlose Umverteilung von unten nach oben (von geprellten Sparern/Steuerbürgern zu Bank-CEOs- und -Aktionären) betrieben.
www.marketwatch.com/story/...omic-impact-of-brexit-2019-01-16
Investor Steve Eisman said he’s betting against U.K. banks amid a testy Brexit negotiation. The prominent hedge-fund manager and investor who garnered prominence on Wall Street for his bets against dicey mortgage products engineered by some of the world’s biggest banks, says uncertainty about the outcome surrounding Britain’s planned divorce from the European Union is underpinning his recent bearish bank bets.
Speaking to BBC radio on Tuesday, Eisman said “the path of least resistance” is a hard Brexit, or a British split from Europe’s trade bloc without a negotiated agreement — a scenario viewed as a potentially the most calamitous for global markets.
To be sure, Eisman believes that is nearly impossible for anyone to know the implications of Brexit from an economic standpoint. (aha, A.L.)...
...Eisman didn’t specify the U.K. banks he was placing short bets against but said uncertainty swirling around the country had emboldened his thesis on the matter.
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Chart von Lloyds TSB, einer der größten Banken Großbritanniens. Nach dem L-Boden, der sich 2008/2009 eingestellt hat (über 90 % Minus), scheint mir bei dieser Bank die Short-Luft bereits weitgehend raus zu sein. Seit dem Krisentief läuft der Lloyds-Chart - trotz kurzzeitigem Höhenflug von 2014 bis 2016 - per saldo seitwärts.
Ebensowenig würde ich auf die Idee kommen, in D. die Deutsche Bank oder die Commerzbank zu shorten. Bei weit über 90 % Minus seit 2008 lässt sich wohl auch bei diesen beiden Banken kein Short-Blumentopf mehr gewinnen, es sei denn man rechnet z. B. bei der Deuba mit Zwangsverstaatlichung (wie in der 2008-Bankenkrise bei der Hypo-Realestate, HRE) und nur geringfügiger staatlicher Abfindung für die Aktionäre.
(Verkleinert auf 59%)

