A.L.: Das wundert mich nicht, siehe # 814: Die US-Verbraucher konsumieren auf Pump, um ihren schwindenden Lebensstandard zu halten. Freigiebige Kreditvergabe, auch bei Autos (Subprime 2.0) und Studentenkrediten hilft die Lücken zu schließen, hat aber auch langfristig dieselben Folgen wie Subprime 1.0: Schuldner brechen irgendwann unter der Last ihrer Schulden zusammen. Das scheint bei den Kreditkartenschulden nun allmählich zu beginnen.
Die "guten" US-Stellenzahlen von Freitag (209.000 neue Jobs) sagen nichts über die Qualität dieser Stellen (Stundenlohn, Stundenzahl pro Woche, Einkommens-Segment) aus. Der Trend geht dahin, dass gut bezahlte Vollzeitstellen durch schlecht bezahlte Teilzeitstellen ersetzt werden. Viele Amis haben jetzt statt eines Vollzeitjobs zwei oder mehr Teilzeitjobs - und weniger Geld in der Tasche. Was fehlt, ziehen sie sich aus dem Geldautomaten.
Deshalb ist der folgende Satz in # 814 auch eine Lüge: ""More Americans working and bringing home paychecks has spawned higher consumer spending...". Nein, höhere Konsumentenausgaben kommen aus höheren Krediten, und das ist waghalsig.
