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Der USA Bären-Thread


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wawidu:

zu # 622 - Netflix

2
19.07.17 22:23
Netflix liefert immer so wunderschöne Income Statements, doch diesen ist bei genauerer Betrachtung nicht recht zu trauen. Betrachtet man nämlich die Cash Flows, ergibt sich ein ganz anderes Bild:

finance.yahoo.com/quote/NFLX/cash-flow?p=NFLX
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 1002402
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Anti Lemming:

Netflix verbrennt laufend Geld

4
20.07.17 08:04

(Screenshot unten ist aus Wawidus Link im letzten Posting.)

Der operative Cash-Flow von Netflix ist negativ - siehe rote Umrahmung von mir). Um die Verluste klein zu halten, werden neue Kredite aufgenommen (orange Umrahmung, vermutlich durch Emission von Bonds). Nur aus der Kreditaufnahme resultiert der positive "Total Cash Flow Form Financing Activities" (lila Umrahmung). Dieser kompensiert jedoch nicht den um 50 % höheren negativen "Total Cash Flow From Operating Activities" (rot).

Die Parallelen zum Dot.com-Bubble-Budenzauber sind offensichtlich.

Netflix finanziert offenbar auf Kredit eine massive Expansion. Das ist die gleiche Schneeball-Strategie, die Tesla (und m. E. Amazon) verfolgt. Das KGV von Tesla ist rund 20 Mal höher als das von traditionellen Autofirmen wie GM.

(Verkleinert auf 70%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 1002434
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Anti Lemming:

Trump überwirft sich mit Justizminister Sessions

 
20.07.17 08:29
www.spiegel.de/politik/ausland/...nister-jeff-sessions-a-1158806.html

www.faz.net/aktuell/politik/ausland/...inister-sessions-15114021.html

www.nytimes.com/2017/07/19/us/politics/...essions-russia.html
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Anti Lemming:

Tritt Draghi heute bei EZB-Sitzg. auf die Bremse?

 
20.07.17 08:51
Das ist denkbar. Die Bremsung wird allerdings, wenn überhaupt, zunächst nur "verbal" erfolgen. Doch auch Draghis Worte allein können schon erhebliche Macht entfalten, wie ja 2012 sein berühmt-berüchtigtes "whatever it takes" gezeigt hat.

Bei bullischen Zentralbanker-Anmerkungen wie 2012 springt der Markt freilich immer "gewillter" an.

[Verschwörungstheorie (VT) on]☺

Aber wer weiß. Im Zeitalter "kapitalistischer Zentralplanung" durch die Zentralbanken würde es mich nicht wundern, wenn Draghi, Fed, BoJ und Wall Street sich in Hinterzimmern darauf verständigen, dass jetzt (oder demnächst) die Zeit für eine "Herbstkorrektur" gekommen sei.

Denn ja, auch Kursrücksetzer sind planbar. Sie "dienen dazu", den Jahres-Chart glaubwürdiger aussehen zu lassen. Käme jetzt nämlich ein kleiner Rücksetzer, sähe der Jahres-Chart (der wegen der Boni natürlich auf ATH schließen muss) scheinbar viel gesünder aus, als wenn er dort ohne Korrektur in Fahnenstangen-Manier hinliefe.

[VT off]

www.onvista.de/news/...ise-auf-ein-ende-der-geldflut-67616943

Frankfurt/Main (dpa) - Noch zögert die Europäische Zentralbank (EZB) mit dem Einstieg in den Ausstieg aus ihrer ultralockeren Geldpolitik. Doch der Druck auf die Währungshüter wächst - zumal die Konjunktur im Euroraum besser läuft und die Mini-Inflation vorerst gebannt ist.

Heute könnte die Notenbank nach der Sitzung des EZB-Rates in Frankfurt weitere vorsichtige Hinweise geben, was in den nächsten Monaten zu erwarten ist.

Dabei geht es jedoch zunächst nur um Worte: Volkswirte rechnen damit, dass die EZB weitere Formulierungen in den Beschlüssen des obersten Entscheidungsgremium leicht verändern wird, um so ein Signal für eine absehbare Normalisierung der Geldpolitik zu geben. Im Juni hatte es erste Hinweise in dieser Richtung gegeben.
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wawidu:

Wie sich der Netflix-Vorstand über Optionen

3
20.07.17 15:21
reich beschenkt:

finance.yahoo.com/quote/NFLX/insider-transactions?p=NFLX

de.wikipedia.org/wiki/Reed_Hastings
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wawidu:

Ein Lehrstück aus der Börsengeschichte

 
20.07.17 16:05
Aeterna Zentaris ist aktuell eine "Biotech-Klitsche"; doch dies war nicht immer so, wenn man einmal die Börsenbewertungen zugrunde legt. Doch über die Jahre agierte das Unternehmen jedoch permanent glücklos: keinerlei Erfolg bzgl. marktreife Präparate - das Geld der hoffnungsvollen Anleger wurde massiv verbrannt.

finance.yahoo.com/quote/AEZS/key-statistics?p=AEZS

www.wallstreet-online.de/nachricht/...ntaris-m-pharmaceutical

Hier der Wochenchart:



(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 1002527
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lifeguard:

bye bye türkei

 
20.07.17 19:15
europa (oder besser: deutschland) wendet sich ab von der türkei. durch den drohenden wegfall von hermes bürgschaften (exportrisikoversicherungen) werden investitionen in das land nicht mehr empfohlen. das wird sicher wirtschaftliche auswirkungen haben, zum beispiel beim kurs der lira. es wird kalt in den beziehungen, bye bye türkei.

Der USA Bären-Thread 23040713
Berlin will sich nicht länger gefallen lassen, wie die Türkei mit Deutschen und Deutschland umgeht. Nach viel Langmut ist das völlig richtig.
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Anti Lemming:

US-Staatanleihen: VIX auf Allzeittief

4
20.07.17 19:45
Auch für US-Staatsanleihen gibt es einen Vola-Index, und der ist heute auf ein Allzeit-Tief gefallen (Chart unten).

Das "Non-Vola-Geschiebe" lullt daher nicht nur den Aktienmarkt (# 624) ein, sondern auch den Bondmarkt.

Eigentlich eine gute Ausgangslage für Anti-Zykliker: Hier wartet ein labberig durchhängendes Gummiband (VIX auf Allzeittief) darauf, beim nächsten größeren Rücksetzer am Aktien-/Bondmarkt bis zum Reißen überspannt zu werden. Und zwar auch deshalb, weil viele Hedgefonds den VIX durch shorten gedrückt haben. Den HFs droht daher ein VIX-Shortsqueeze.

Vor einiger Zeit hatte Wawidu mal einen Trade "long VIX" vorgeschlagen. Das war beim VIX-Stand von ungefähr 20, nach einem Rücksetzer von 30. (Ich hatte damals abgeraten, und zu recht).

Jetzt wäre mMn eine Wette auf "long VIX" - als klassisch antizyklischer Trade - aussichtsreicher. Es wäre eine Wette auf "kommende Marktdynamik".

In London gibt es einen Trader mit dem Spitznamen "50 Cent", der vor Monaten große Summe in kurz laufende VIX-Calls gesteckt hat (hatte ich im BT gepostet). Mr. "50 Cent" dürfte inzwischen pleite sein (Timing ist alles...). D.h. die Idee war/ist im Prinzip gut, aber das Tief zu erwischen ist Glückssache.
(Verkleinert auf 47%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 1002567
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Anti Lemming:

Drastische Einbrüche Im Türkei-Tourismus

 
20.07.17 19:48
Das Ausbleiben der Touristen (vor allem Deutscher) könnte zusammen mit den Wirtschaftssanktionen (# 634) zu Erdogans Sargnagel werden.

www.spiegel.de/karriere/...in-der-tuerkei-vor-dem-ruin-a-1158892.html
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Anti Lemming:

Wie die Finanzialisierung alles kaputt macht

 
20.07.17 20:46

Schöner Artikel von Charles Hugh Smith aus seinem Blog (und im übrigen kein "Tea-Party-Dreck", wie anderswo bei Ariva über Smith

... (automatisch gekürzt) ...

http://charleshughsmith.blogspot.de/2017/07/...-financialization.html
Moderation
Zeitpunkt: 21.07.17 11:29
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen

Link: Nutzungsbedingungen

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Dreiklang:

Mit 584% Geldblase in die Finanzialisierung

2
20.07.17 23:39
Wir leben zum ersten Mal in der Geschichte in einer reinen Fiat-Geld-Blase, ohne dass es wie bei einer gewöhnlichen Münzverschlechterung (auch: Gelddrucken mit Papiergeldinflation) zu einer Steigerung des Geldumlaufs gekommen ist. Früher wurde Verschuldung rein durch besicherten Kredit genieriert - mit Fiat kommt man ohne jedes "Kollateral" aus. Ein Traum für jeden Monetaristen.

Verschuldung USA 1980:   79% (Privat/Kommerziell + Staat)
Verschuldung USA 2016: 584% (Privat/Kommerziell + Staat)

1980 und 36 Jahre später im Vergleich: Faktor 7,3 !!!

Zahlen von:
www.zerohedge.com/news/2017-07-14/...ur-all-consuming-dependence-debt


Die riesige Fiatgeld-Blase hat , wie schon im letzten Beitrag vorgerechnet, eine weitere Giralgeld-Blase mit inflationären Tendenzen ausgelöst bzw überhaupt erst möglich gemacht. Es spielt dabei keine Rolle, wie die Inflation genau definiert wird, denn es ist aus naheliegenden Gründen stets das Interesse der FED, die Inflationsstatistik so hinzudrehen, dass die Inflation möglichst gering ausgewiesen wird. Andererseits ist eine Steigerung des Kreditgeldes über 6 bis 8 % pro Jahr ohne Inflation gar nicht möglich.

=> Diese Inflation generiert ihr eigenes Momentum. Weil die Preise steigen, wird auch erwartet, dass die Preise weiter steigen, so dass die Kreditmengen bislang stets angepasst werden. Die FED ist hilflos, weil die FED Zentralbankgeld nur zur Steuerung einsetzen kann, wenn Zentralbankgeld knapp ist. Bernanke hat die Bilanz der FED aber aufgeblasen wie einen Luftballon.

=> Infolge dessen fällt der Dollar-Index und EURUSD steigt trotz SuperWeichDraghi. Der Markt preist allerdings immer noch große Ausgabenprogramme Trumps mit ein (Mauer, Rüstung, Infrastruktur) und es könnte sein, dass dieses Momentum bald austoppt. Dann könnte der Dollar-Index wieder drehen, wenn die Erwartungen bzgl. US-Inflation zurückgehen.

Wer in den letzten 8 Jahren für den Anstieg der US-Indizes am meisten verantwortlich war:

Firmen also über Buy-Backs

www.zerohedge.com/news/2017-07-17/...ne-buyer-stocks-financial-crisis

=> damit verschaftt man sich und dem Markt den ersehnten "Long-Bias", zugleich aber verlieren die Firmen mit den Buy-Backs massiv Eigenkapital. Außerdem werden Kapitalerhöhungen praktisch verunmöglicht: Jedesmal gibt es "Überraschungen", wenn die IPO kurz nach Auflage zu Abverkäufen führen. Mit der Logik der Buy-Backs dürfte es eig. gar keine IPO's mehr geben (" es kann doch alles per Kredit geregelt werden" )



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Katzenpirat:

Sears kurz abgehoben

 
21.07.17 00:35
Der angeschlagende US-Detailhändler Sears macht einen 23 % Sprung nachdem ein Deal mit Amazon bekanntgegeben wurde. Dieser soll es Sears ermöglichen, die hauseigene Haushaltsgerätemarke Kenmore via amazon.com zu vertreiben. Die Euphorie ist inzwischen wieder auf 10 % abgekühlt.
Vermutlich ist dem einen oder anderen bewusst geworden, dass es im Prinzip nichts zu feiern gibt. Solche Deals sind Ausdruck der Unterwerfung und des Konzentrationsprozesses. Der Veuve Cliquot ist noch im Glas verdunstet.
Sears Holdings Corp's shares soared as much as 24 percent after the struggling retailer said it would sell its Kenmore home appliances on Amazon.com and integrate the brand's smart gadgets with the online giant's Alexa digital assistant.
(Verkleinert auf 46%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 1002618
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Katzenpirat:

Sears & Alexa

3
21.07.17 01:30
Die "smarten" Haushaltsgeräte von Sears sollen zudem in das Sprachsteuerungssystem von Amazon (Alexa) integriert werden. Amazon gewinnt somit auch noch die persönlichen Daten der User, wenn die ihre Kühlschränke und Backofen aus der Ferne dirigieren. Alle Sprachbefehle und Sprachbotschaften werden nämlich dauerhaft in der Amazon-Cloud gespeichert. Unglaublich was die Leute alles mitmachen...
https://de.wikipedia.org/wiki/Amazon_Echo


Der USA Bären-Thread 1002620
Der Online-Händler Amazon will dafür sorgen, dass seine Käufer sich nicht mehr nur auf ihren eigenen Geschmack verlassen müssen. Künftig...
(Verkleinert auf 82%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 1002620
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Anti Lemming:

Wenn die Ehefrau dann

 
21.07.17 08:05
beim Verkehr sagt: "Sam, the ceiling needs painting" schickt Amazon dank Echo gleich einen Eimer neue Farbe.
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Anti Lemming:

EZB wird zur "Mutter aller Bad Banks"

3
21.07.17 08:44
Draghi kauft seit März 2016 auch in großem Umfang Unternehmensanleihen. Die EZB besitzt inzwischen Corporate Bonds im Volumen von über 100 Milliarden Dollar. Jeden Monat kommen 7 Mrd. neu hinzu.

Dabei soll die Wirtschaft in der Eurozone angeblich brummen. Wozu dann weiteres QE, und wozu ausgerechnet Käufe von Unternehmensanleihen?

Noch schlimmer ist, dass rund ein Drittel dieser Unternehmensanleihen Junk-Bonds (mit Rating unter BBB) oder Bonds ohne Rating sind - siehe Grafik unten. Ich habe den Anteil der Junk- und NR-Bonds in der Grafik unten grün eingerahmt.

Dabei hatte Draghi im März 2016, als das Unternehmensanleihen-
"Kaufprogramm" anlief, ausdrücklich zugesichert, nur Anleihen mit Investmentgrade (Rating BBB und höher) kaufen zu wollen. Wer bestraft Draghi für diese dreisten Lügen? Später hat die EZB die Junkbond-Käufe damit begründet, dass sie im Falle einer Bonitäts-Abstufung der Firmen die Junkbonds ja nicht verkaufen müsse. Sie kann sie bis zur Maturität halten. Aber was ist, wenn die Firma bis dahin über den Jordan geht? Bei Banken z. B. ist das gut denkbar. Downgrades kommen schließen nicht von ungefähr.

Die EZB wird so zur "Mutter aller Bad Banks", meint Wolfstreet:

wolfstreet.com/2017/07/20/the-ecb-morphs-into-the-mother-of-all-b­ad-banks/

The ECB Morphs into the Mother of All “Bad Banks”

As part of its QE operations, the ECB continues to pour billions of freshly created euros each month into corporate bonds – and sometimes when it buys bonds via “private placements” directly into some of Europe’s biggest corporations and the European subsidiaries of non-European transnationals. Its total corporate bond purchases recently passed the €100 billion threshold. And it’s growing at a rate of roughly €7 billion a month. And it’s in the process of becoming the biggest “bad bank.”

When the ECB first embarked on its corporate bond-buying scheme in March 2016, it stated that it would buy only investment-grade rated debt. But shortly after that, concerns were raised about what might happen if a name it owned was downgraded to below investment grade. A few months later a representative of the bank put such fears to rest by announcing that it “is not required to sell its holdings in the event of a downgrade” to junk, raising the prospect of it holding so-called “fallen angels.”...

...The ECB is clearly loading up on risk and possibly bad credit that Draghi’s successor is going to have to eat at some point further down the road....  the ECB is becoming a dumping ground for risky corporate debt that is paying super-low yields.

Die 4,3 Billionen Euros, die die EZB bereits verballert hat stecken in

- Toxic Greek sovereign debt
- Dubious other periphery sovereign debt
- 242 junk-rated or non-rated corporate bonds
- 149 negative-yielding bonds. The main reason those bonds bear negative yields
  is Draghi’s massive multi-year bond buying binge.



Der USA Bären-Thread 1002646
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Anti Lemming:

Wie das Finanzsystem trotz allem solide bleibt

 
21.07.17 09:12
Anti Lemming:

deutsche Übersetzung:

 
21.07.17 09:25
"Keine Sorge, ich korrigiere das mit Photoshop."
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Anti Lemming:

Dreiklang # 638

 
21.07.17 09:40
"Infolge dessen fällt der Dollar-Index und EURUSD steigt trotz SuperWeichDraghi. Der Markt preist allerdings immer noch große Ausgabenprogramme Trumps mit ein (Mauer, Rüstung, Infrastruktur) und es könnte sein, dass dieses Momentum bald austoppt. Dann könnte der Dollar-Index wieder drehen, wenn die Erwartungen bzgl. US-Inflation zurückgehen"

Wie du (vermutlich) weißt, agiert der Devisenmarkt häufig irrational. Er flieht nicht vor Inflation, weil diese zur Geldentwertung führt, sondern SUCHT sie sogar, weil es dann auch höhere Zinsen gibt. Dass der Nettonutzen (Inflation frisst Zinsgewinne auf) gegen Null geht, wird ignoriert. Unter diesen Prämissen kann Inflation den US-Dollar sogar attraktiver machen. (Sieh Dir als Orientierung die Wechselkurse aus den 1970er an, als in USA die Inflation galoppierte, da ging der Dollar sogar zum Mond (für 1 Dollar gab es 3,50 DM.)  Aber auch bei Deflationserwartung wird der Dollar oft gesucht, vor allem dann, wenn infolge der Deflation eine Rezession/Crash droht. Bei Crashs gilt der US-Dollar als "sicherer Hafen". Er zog z. B.  Im Zuge der Lehman-Krise stark an: In den sechs Monaten ab Sommer 2008 fiel EUR/USD von 1,60 auf 1,25 (= erstarkender Dollar), OBWOHL USA Auslöser dieser Krise war.

FAZIT: Die Euro-Rallye steht auf tönernen Füßen.
Antworten
Anti Lemming:

Korrektur zu # 642

 
21.07.17 10:22

Die EZB besitzt inzwischen Corporate Bonds im Volumen von über 100 Milliarden Dollar  Euro.

Antworten
Anti Lemming:

"Lasst uns tanzen" - wie vor 10 Jahren

2
21.07.17 11:02
Zehn Jahre ist es nun her, dass der ehemalige CEO von Citibank, Chuck Prince, seinen ominösen Satz sagte: "Man muss tanzen, so lange die Musik spielt." (Es stand im Bärenthread).

Damit meinte Prince eigentlich: Man muss zocken, solange die Märkte dies hergeben. 2008 gaben die Märkte dies wegen Risikoscheu nicht mehr her, und die Bankenkurse stürzten wie Steine. Viele Banken-Kurse haben sich bis heute kaum erholt (siehe Fannie Mae unten).

Zu diesem "Jubiläum" zitiert und kommentiert Daniel Stelter einen süffisanten aktuellen Artikel aus der britischen FT.

https://think-beyondtheobvious.com/...anzen-wie-vor-10-jahren/

Die FT nimmt sich erneut der Party an den Finanzmärkten an:

   „It is 10 years, almost to the day, that Chuck Prince, then chief executive of Citigroup, told the Financial Times: “When the music stops, in terms of liquidity, things will be complicated. But as long as the music is playing, you’ve got to get up and dance. We’re still dancing.”- bto: genau wie wir auch heute getrieben von der Liquidität der Märkte weiter tanzen.

....„When a bull market is as long in the tooth as this one there remains a question as to whether further policy tightening will expose underlying economic weaknesses or financial fissures that could ultimately sour the party. The most obvious threat concerns the accumulation of debt since the financial crisis. The central banks’ pursuit of asymmetric monetary policy whereby they have eased aggressively when confronting collapsing markets, but chosen not to lean against booms has led to a downward bias in interest rates and an upward bias in debt.“- bto: auch das ist bekannt und ist schädlich für die Finanzstabilität.

Anything remotely approaching a normalisation of policy interest rates could cause a spike in bond market yields, which could in turn spur financial fragility, especially in the eurozone where bank balance sheets are overloaded with sovereign debt and still undercapitalised. Meantime, global growth has been unbalanced, with dismal productivity performance and low investment.“- bto: auch das bekannt. Wir haben boomende Finanzmärkte bei immer schlechteren Fundamentals.

„…central bankers have been consistently bad at reading their economies. The German philosopher Hegel said that experience and history teach us that people and governments have never learned anything from history. I would argue, per contra, that trying to navigate financial markets without some understanding of history is a potentially forlorn endeavour.“- bto: und die Geschichte lehrt: was nicht gut gehen kann, geht nicht gut....

---------------------

LANGZEITCHART des US-Immobilienfinanzierers Fannie Mae. Nach 2008 (Zwangsverstaatlichung) hat sich der Kurs kaum mehr von den Krisen-Tiefs lösen können - egal wie stark Benanke und Yellen "pumpten".

(Verkleinert auf 96%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 1002684
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Anti Lemming:

Erklär-Comic zu # 641

 
21.07.17 11:07
"Sam, die Zimmerdecke muss neu gestrichen werden"


Der USA Bären-Thread 1002687
Antworten
Anti Lemming:

Das Lügen-Biotop - wie Fake-News entstehen

 
21.07.17 14:36
Latent off-topic. Da der Bärenthread aber von manchen als Fake-News-Verbreiter kritisiert wird, auch wieder nicht.

Interessant ist, dass Fake-News im Grunde ein uraltes Phänomen sind ("Zeitungsenten" wie Hitler-Tagebücher des Stern), in sozialen Medien aber als Klick-Baits besonders starke Blüten treiben.

www.heise.de/ct/ausgabe/...ine-Gefahr-darstellen-3775058.html
Antworten
Anti Lemming:

Kartell-Verdacht: Deutsche Autoaktien brechen ein

 
21.07.17 14:39
www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/...lverdacht-ein-a-1159117.html
Antworten
Anti Lemming:

US-Bürger sollen Nordkorea sofort verlassen

3
21.07.17 15:01
Vorzeichen eines geplanten Militärschlags gegen Nordkorea?

www.zerohedge.com/news/2017-07-21/...mediately-bans-tourists-visiting
Antworten
gogol:

Ich habe es vor ca 2 Wochen geschrieben

 
21.07.17 18:08
und bin dann auch selber raus ( habe ALLES verkauft ) wie es heute scheint, war der Zeitpunkt ,,RICHTIG " dazu passt auch die Werbung der ARD

Deutsche denken wegen Niedrigzinsen um

Die Niedrigzinsen haben offenbar doch zu einer Veränderung des Sparverhaltens der Deutschen geführt. Laut einer Studie von Fidelity stecken heute fast ein Viertel mehr Bundesbürger mehr Geld in Aktien oder Fonds als 2012.......
...Die neue Lust auf Aktien........
boerse.ard.de/anlagestrategie/geldanlage/...gzinsen-um100.html

so fing auch der letzte/ vorletzte Abflug an, mit positiven Nachrichten für Kleinanleger ( raus aus dem Sparbuch u.s.w. ) und heute ? wird wieder der Kleinsparer mit Panik weichgekloppt damit die Großen ihren Schrott los werden ? man könnte es meinen ,wenn man in dem Artikel reinschaut
Flossbach.........Aktien bleiben für ihn und auch andere Experten weiter erste Wahl.
....... Renditevorsprung von Aktien gegenüber Anleihen ist immer noch hoch genug, um selbst moderat steigende Zinsen wegzustecken...........

na dann , wenn die ,,positiven Nachrichten" für Aktien immer mehr werden, ist Vorsicht geboten, und die erste Gruppe fällt ja schon raus , wenn am Spiegelbericht über Absprachen etwas dran ist
auf unserem Planeten gibt es nur Propheten
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