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(Ergänzend zu # 639, roter Satz). Weiterer Kommentar von mir unten.
Why A Melt Up Is Imminent: Another Fund Is Caught In A "Short Gamma" Trap
Remember when the catalyst for the relentless, seemingly inexplicable broad market melt-up in mid-February was revealed to be an overeager short-biased hedge fund, which had been caught in a "short gamma" feedback loop, forced to buy more S&P futures the higher the market went? Well, as RBC's Charlie McElliggott writes, the "short gamma" feedback loop appears to have returned as yet another fund is now caught in the same trap, and the market will soon test just what the fund's point of margin call max pain is, potentially taking the S&P to 2,400 - if not far higher - on short notice.
As McElligott laments, "It’s awkward to write about this…AGAIN" which however won't stop him from doing just that, and explains as follows:
GUESS WHO'S BACK...MORE 'SHORT GAMMA' COCKROACHES, from RBC's Charlie McElliggott
The same dynamic at play during our last equities ‘melt-up’ is seemingly back ‘in-play.’ Remember the hypothetical story on the multi-billion dollar open-ended futures fund which found itself ‘synthetically short’ size SPX due to its strategy where it sells multiple upside calls for every in-the-money long call? Well the macro ‘relief rally’ yesterday reintroduced that very same ‘gap risk’ which this type of strategy hates....
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A.L.: Das Schöne an einem großen Shortsqueeze ist (sofern man nicht gerade in K.O.s oder Futures short ist), dass Neu-Bullen auf die Pein des im Artikel genannten, auf dem falschen Fuß erwischten Hedgefonds aufsatteln (via ETF), so dass einer waschechten Milchmädchen-Hausse nichts mehr im Wege steht. Bei Nachlassen des Eindeckungs-Kaufdrucks droht dann allerdings eine Reversalkerze, die sich so lange nach unten fortsetzen könnte, bis der Margin-Kredit an der NYSE wieder auf Normalniveau gesunken ist (d.h. 30 % Absacker wäre drin, zumindest kurzfristig).
Ich stimme zu, dass eine solche Fahnenstange ein klassischer Abschluss einer langjährigen Bullenphase wäre (# 636).
"der dollar sinkt und die us zinsen steigen..., als ich dies vor einem halben jahr hier im bärenthread vorausgesagt hatte..."
A.L.: Der Dollar stand vor einem halben Jahr wie heute bei 1,09 zum Euro.
"der dollar sinkt und die us zinsen steigen..., als ich dies vor einem halben jahr hier im bärenthread vorausgesagt hatte..."
A.L.: Maßgeblich für die Märkte (Kreditaufnahme, Hypothekenzinsen) sind die Renditen der US-Langläufer. Unten der Rendite-Chart der US-10-jährigen. Wie man sieht, stand deren Rendite vor einem halben Jahr bei 2,35 % - GENAU WIE HEUTE. Lediglich die Leitzinsen sind durch die Zinserhöhungen der Fed gestiegen, mit aktuell 0,75 % gemessen an der US-Inflation von 2,2 % (offiziell, inoffiziell deutlich höher) aber immer noch viel zu niedrig.
Da die Leitzinsen stiegen, während die Langlauf-Renditen seitwärts liefen, ist die US-Zinskurve abgeflacht, was ein bärisches Zeichen ist.
Es gibt im Detail allerdings erhebliche Probleme und "Haken": Der US-Kongress muss Trumps "Tax plan" erst noch bewilligen. Was Trump heute vorschlägt bzw. realisiert sehen will, ist nicht entscheidend. Man sah es bei der von ihm sehnlichst gewünschten Abschaffung von Obamacare, mit der er ebenfalls im Kongress scheiterte.
Gleiches droht nun beim Tax Plan. Die Teaparty-Fraktion der Reps (Freedom Caucus) könnte Trump erneut einen Strich durch Trumps Rechnung machen. Denn gemäß Trumps aktuellem Steuerplan soll die Senkung der US-Unternehmenssteuer von derzeit 35 auf 15 % (so sein höchst eigennütziger Vorschlag) nicht durch Einsparungen anderswo ausgeglichen werden. Im Gegenteil hat Trump kürzlich mehr Polizisten eingestellt. Die Finanzierung müsste somit über steigende Staatsverschuldung erfolgen. So etwas ist dem Tea-Party-Flügel der Reps höchst zuwider. Der will zwar ebenfalls weniger Steuern, aber zugleich weniger Staat und auch weniger Staats- bzw. Neuverschuldung. Die Tea Party will im Grunde klassisch rechte ("konservative") US-Politik wie damals unter Ronald Reagan: Das heißt die Senkung der Unternehmenssteuer soll durch Streichung von Sozialleistungen refinanziert werden, und NICHT durch aufufernde Staatsverschuldung. Damit geriete Trump freilich in Konflikt mit seinen Wahlversprechen. Er wollte den Losern im Mittleren Westen ja unter die Arme greifen.
Weiterhin sieht Trumps Steuerplan mehr steuerliche Absetzungsmöglichkeiten für Millionen mittelständische US-Bürger vor. Ein "Geldregen auf Staatskosten", der offenbar die Obama-Variante des "Helikopter-Geldes" - nämlich "Studentenkredite" für Jedermann - ersetzen soll. Auch das wird den rechten Reps nicht schmecken.
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FAZIT: Ich rechne damit, dass Trump mit seinen Steuerplänen erneut keine Mehrheit in der eigenen Partei (und damit im Kongress) finden wird. Gleichwohl werden die Börsen seine hohlen Worte heute gebührend feiern. Am Ende dürfte es einen schalen Kompromiss geben, der den Status Quo nicht wesentlich verändert. Alles läuft dann im Prinzip so weiter wie unter Obama/Clinton, inkl. aggressive Außenpolitik. Trumps Bombengeschmeiße (Monsterbombe in Afghanistan), seine nicht UN-legitimierte Cruise-Missile-Attacke in Syrien sowie sein Nordkorea-Showdown (= hohe Kriegsgefahr unter Einbeziehung Chinas) zeigen, wo es unter Trump lang geht. Neu an der US-Politik ist im Wesentlichen die Unberechenbarkeit von Trumps cholerisch-narzisstischem Charakter.
"Millennials" trotz ihre hohen Kreditlasten (meist Studentenkredite) dennoch eine US-Immobilie kaufen können.
Helikopter-Geld läuft weiter...
www.zerohedge.com/news/2017-04-25/...ent-debt-laden-millennials-buy-h
www.zerohedge.com/news/2017-04-26/...impossible-pass-through-congress
JPMorgan: "Trump's Tax Plan Will Be Virtually Impossible To Pass Through Congress"
...today everyone's attention will be focused on three things to come out of Washington: taxes, healthcare, spending.
And while we did our best to summarize what is known and unknown last night, this morning JPM has released what may be the best summary assessment, one which comes to a predictable conclusion, namely that Trump's tax plan "will be virtually impossible to pass through Congress", in other words it is merely a gambit, or as Trump would see it, a first step in a negotiating process with Congress....
Der Kurs des größten kanadischen Hypotheken-Verleihers "Home Capital Group" ist heute brutal abgestürzt (Chart unten). Im Jahr 2014 markierte die Aktie ihr ATH bei knapp 60 Dollar. Heute fiel der Kurs erdrutschartig auf 6,87 - das Kursniveau von 2003. Anfang 2017 stand die Aktie noch bei 30.
Das riecht nach Pleite.
Zerohedge bezeichnet das Fiasko - vermutlich zu recht - als Kanadas "New Century"-Moment. In Analogie dazu, dass das Platzen der US-Immobilienblase im April 2007 mit der Pleite von "New Century" gleichsam seinen Startschuss erhielt.
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