Wegen natürlicher Gesetzmäßigkeiten.
Man kann es am
Beispiel China gut erklären. Als China noch ein aufstrebendes Schwellenland war, konnte es anderen Ländern wie Japan Marktanteile abnehmen. 2006, bei einem BIP von 3 Billionen (siehe Chart unten), was dem deutschen BIP entspricht, waren für China noch Wachstumsraten von 9 % und mehr pro Jahr drin.
Je größer aber die Basis wird - 2016 lag Chinas BIP bei rund 11,3 Billionen -,
desto schwieriger wird es, das Wachstum prozentual in dieser Höhe beizubehalten. Offiziell liegt es in China jetzt bei nur noch 6 %, abzüglich "Schönrechnung" durch die Regierung dürfte es real wohl eher bei 4 % liegen.
Ebenso konnte Amazon als Wachstumswert auf Kosten der verdrängten "brick & mortar"-Konkurrenz anfangs schnell wachsen. Je größer aber die Basis wird, desto schwieriger wird es auch für Amazon, prozentual die alten Wachstumsraten beizubehalten. Geringeres Wachstum geht jedoch zwangsläufig mit einer Absenkung des KGV auf Normalwerte einher - d.h. von den jetzt wahnwitzigen 175 auf langfristig reale 25. Der Kurs könnte dabei entsprechend fallen, also von jetzt 800 Dollar auf vielleicht 120 Dollar (in 2030).
Ähnlich war die Entwicklung bei den wenigen "Geldbringer-Aktien" der Dot.com-Blase wie Intel und Cisco. Intel und Cisco hatten um das Jahr 2000 als "Wachstumswerte" sehr hohe KGVs (um die 100). Aktuell ist das KGV von Intel auf nur noch 16,8 gefallen. Der Kurs von Intel ist von damals knapp 100 Dollar auf aktuell 35 Dollar gefallen. Parallel dazu mutieren solche ex-Wachstums-Aktien, sofern das Geschäftsmodell langfristig tragfähig ist, zu "Bonds": Intel zahlt seit einigen Jahren eine Dividende, die aktuell bei 3 % liegt, und die Aktie wird (träge) wie ein Bond gehandelt.
Cisco war ein weiterer Highflyer der Dot.com-Blase und notierte damals, wenn ich mich recht erinnere, bei Kursen um 100 Dollar. Aktuell steht Cisco bei 33 Dollar und zahlt 3,4 % Dividende. Der Kurs hat sich also ebenfalls (wie bei Intel) in den letzten 17 Jahren gedrittelt.
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Entwicklung von Chinas BIP: