Laut Schiff hat die Fed die Zinsen 2008 zu tief gesenkt und zu lange zu tief gehalten. Das hat die Aktienmärkte stark aufgeblasen. Medien fehlinterpretieren die Aktienanstiege als wirtschaftliche Erholung (wie schon von Bernanke erhofft).
In Wahrheit, so Schiff, sind die hohen Aktienkurse jedoch Symptom einer schwachen Wirtschaft. Denn nur weil die US-Wirtschaft so schwach war, konnte die Fed die Zinsen so lange so tief halten. Ohne diese schwache Wirtschaft (die zuhauf Midwest-Loser erzeugte) wäre auch Trump nicht gewählt worden.
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A.L.: Komplett schlüssig ist die Argumentation nicht. Die schwache Realwirtschaft, die Trump hochbrachte, wurde ja nicht von der Fed (mittels Tiefzinsen) erzeugt, sondern von den gesättigten und überschuldeten Märkten. Richtig ist, dass die Fed wegen der Wirtschaftsschwäche die Zinsen sehr lange sehr niedrig halten konnte (es gab kaum Inflationsgefahr). Richtig ist somit auch, dass die Aktienblase Symptom einer schwachen Realwirtschaft ist. Weiterhin ist korrekt, dass Trump gewählt wurde, weil die Realwirtschaft darbt.
Dass höhere Leitzinsen der Fed der US-Realwirtschaft indes geholfen - und damit Trump verhindert - hätten, wage ich zu bezweifeln. Schiffs Überschrift ("Fed trug zu Trumps Aufstieg bei") ist daher vermutlich unzutreffend.
Ich habe Schiffs Beitrag dennoch gepostet.
Das Interessanteste daran ist die These, dass die Aktienblase Symptom einer schwachen Wirtschaft ist. Damit würde sich die seit fast neun Jahren laufende Erholungspropaganda bei Marketwatch und Co. rückwirkend als Fake-News erweisen.
Im Umkehrschluss ließe sich daraus folgende - für Bären interessante - These ableiten: Wenn die Aktienblase Symptom einer schwachen Wirtschaft war/ist, dann müsste die jetzt zu beobachtende sich normalisierende US-Wirtschaft, die auch die Leitzinsen normalisiert (die Fed ist schon kräftig dabei...), zu deutlichen Kursrückgängen an den Aktienmärkten führen - eben weil es dann den "Nullzins-Fluch" auf Cash nicht mehr gibt.
Dies steht im Einklang mit der seit langem hier im Thread kursierenden These, dass die Aktienblase an Tiefzinsen hängt wie der Junkie an der Nadel. Das scheint auch die Fed selber zu wissen. Dass die Fed die Leitzinsen nun doch erhöht, könnte eine gezielte Attacke gegen Trump zu dessen Demontage sein (diese These von mir ist neu, ich trage sie erst seit einigen Monaten vor).
www.zerohedge.com/news/2017-02-23/...ould-blame-fed-trumps-rise-power
Peter Schiff recently appeared on CNBC’s “Future’s Now” letting millions of American voters know that if they’re frustrated with Trump, they should blame the Federal Reserve.
“If the economy was in good shape, not only would he have not been elected, he wouldn’t have been the Republican nominee.” (Stimmt, A.L.)
Peter explained why Fed Chairwoman Janet Yellen is reluctant to raise interest rates because of the fallout from removing cheap borrowing from investors and consumers.
“What was inappropriate was slashing rates in the first place. It was inappropriate to leave them as low as they were as long as they were. [Yellen’s] afraid of the consequences when she tries to remove this unprecedented accommodation.” (Fraglich, A.L.)
The show’s host presented a common question to Peter about justifying his bearish stance on an economy that’s realizing stock market gains. It’s a common misunderstanding from mainstream media that CPI numbers, record-setting stocks, and inflation are indicators of a “healthy” economy. In reality, these are symptoms of a struggling economy that’s being kept on life support through money printing and quantitative easing.
“The economy is very weak. That’s one of the reasons that the stock market has been strong. It’s the weak economy that has been the primary reason the Fed has been able to keep rates so low for so long.” (Stimmt, A.L.)