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Versicherer von Krediten geraten in Not |
Nach einer Welle von Pleiten bei US-Hypothekenbanken rückt nun eine weitere Spezialbranche aus dem Immobilienbereich ins Blickfeld: die Kreditversicherer. So schnellte die Anzahl privater Kreditausfälle im Vormonat in die Höhe – doch der Höhepunkt der Ausfälle dürfte noch bevorstehen. |
HB NEW YORK. So hat der US-Anbieter Radian Group in der vergangenen Woche einen horrenden Quartalsverlust von 704 Mill. Dollar bekannt gegeben. Das verstärkt die Sorgen, dass sich die Subprime-Krise auf immer mehr Sektoren der Finanzbranche ausbreitet. Die Verluste im Geschäft mit Hypothekenkrediten würden die Ergebnisse bei Radian „in der absehbaren Zukunft weiter belasten“, räumte dessen Vorstandschef Sanford A. Ibrahim ein. Der Radian-Aktienkurs ist im laufenden Jahr um 80 Prozent in die Tiefe gestürzt, auch weil der ausgewiesene Verlust im dritten Quartal fast die Größenordnung eines Jahresumsatzes erreicht. Die beiden größten US-Kreditversicherer, MBIA und Ambac, berichten ebenfalls von außergewöhnlichen Problemen. Ambac hat innerhalb weniger Wochen mehr als vier Mrd. Dollar Börsenwert eingebüßt, indem der Aktienkurs um fast 60 Prozent absackte. Das Unternehmen schrieb in der Vorwoche 743 Mill. Dollar auf Kreditderivate (CDO) ab und wies einen Quartalsverlust von 361 Mill. Dollar aus. Nach Informationen des Branchenverbands Mortgage Insurance Companies of America ist die Anzahl privater Kreditausfälle im Vormonat um 22 Prozent in die Höhe geschnellt. Dabei verweisen Experten darauf, dass der Höhepunkt der Ausfälle erst noch bevorstehen dürfte. Zahlen der Deutsche Bank Securities zufolge stehen bis Jahresende bei US-Hypotheken im Volumen von gut 200 Mrd. Dollar Zinserhöhungen an. 2008 sind demnach sogar Baudarlehen über mehr als 350 Mrd. Dollar von Ratenerhöhungen betroffen. Ökonomen sehen viele der ohnehin hoch verschuldeten US-Verbraucher nicht mehr in der Lage, diese finanzielle Last zu stemmen. Zwar ist die Branche der Kreditversicherer vergleichsweise klein. Analysten warnen jedoch vor einem Dominoeffekt, falls diese Firmen im Zuge der scharfen Immobilienkrise noch stärker in die Bredouille geraten und sich aufgrund ihrer schlechteren Bonität teurer refinanzieren müssen. Das schlägt sich zudem auch in dem Wert der Bonds nieder, die sie versichern. Für die Anleihemärkte, die ohnehin bereits in Aufruhr sind, ist das ein weiteres Alarmsignal. Die Risikoaufschläge von Unternehmensanleihen sind in den vergangenen Wochen erneut deutlich gestiegen. Die großen Ratingagenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch warnen bereits vor weiter steigenden Ausfälle, weil hoch verschuldete Firmen entweder gar keine Kredite mehr bekommen oder nur noch sehr teuer. Quelle: www.handelsblatt.com
5. November 2007, 15:43, NZZ Online
Weitere Unruhe um GrossbankenDie Unruhe um die Schweizer Grossbanken wegen der US-Hypothekenkrise nimmt nicht ab. Analytiker befürchten nun weitere Abschreiber in Milliardenhöhe. Die Kurse von UBS und CS sackten am Montag weiter ab.
(sda) Unter Finanzanalysten kursierten am Montag Schätzungen über weitere Abschreibungen der Grossbank UBS im vierten Quartal. Ein Analyst von Helvea schätzte den Abschreibungsbedarf der Bank für das vierte Quartal auf 8 Mrd. Franken. Die Aktien von UBS wie auch der CS sanken am Montagvormittag auf ein Jahrestief.
Auch der Zürcher Professor Hans Geiger vom Swiss Banking Institute sieht die Krise als noch nicht ausgestanden an, wie er am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte. Die UBS habe Positionen im Subprime-Markt in den USA in der Höhe von gegen 40 Mrd. Dollar, die sie nicht verkaufen könne: «Die Bank muss jetzt einfach beten.»
Letzte Woche hatte die UBS für das 3. Quartal einen Verlust von 4,2 Mrd. Fr. im US-Hypothekengeschäft vermeldet. Bei einem von der UBS angegebenen Bestand an Subprime-Positionen von fast 40 Mrd. Dollar würde eine weitere Wertkorrektur um 10 Prozent gerade noch einmal einem Betrag 4 Mrd. Dollar ausmachen, stellt Geiger fest.
Überrascht habe ihn beim Quartalsabschluss, dass die UBS das Engagement im US-Subprimemarkt nach bisher rund 20 Mrd. plötzlich mit fast 40 Mrd. Dollar angab, sagte der Professor für Bankwesen. An einen Totalausfall der Subprime-Positionen glaube er allerdings nicht.
Derzeit gebe es allerdings einfach keinen Markt für solche Subprime-Papiere. Früher oder später werde sich ein solcher aber wieder etablieren, meint Geiger: «Vielleicht kommt irgendwann ein Hedge Fund und bezahlt 50 Prozent des Werts.» Ob etwa die UBS darauf auch einsteigen würde, sei allerdings nicht sicher.
Bedrohlich sei die Situation für die UBS noch nicht, meint Geiger: Die Grossbank mache ja normalerweise rund 10 Mrd. Gewinn pro Jahr. Solange die Verlust diese Summen nicht übersteigen, schwinde ja auch das Eigenkapital der Bank nicht. Allerdings würden wohl künftig Aktienrückkäufe ausgesetzt werden müssen.
Der Kurs der UBS-Aktie erreichte am Montagvormittag mit 54.40 Fr. den tiefsten Stand des laufenden Jahres. Seit dem Höchststand von 80.60 Fr. im Frühsommer liegt die Aktie damit um rund ein Drittel tiefer. Auch die Börsenkapitalisierung ist entsprechend gesunken, sie liegt damit um über 51 Mrd. Fr. tiefer bei noch rund 106 Mrd. Franken.
Bis um 15 Uhr lag der Kurs der UBS-Aktie mit 54.50 Fr. leicht über dem Jahrestief, aber noch um 3,9 Prozent unter dem Schlusskurs vom Freitag. Auch die CS-Aktie erreichte den tiefsten Stand seit einem Jahr und lag um 2,7 Prozent tiefer bei 70.50 Franken.
Quelle: www.nzz.ch
by Peter Gumbel
Thursday, November 1, 2007provided by
This past summer's subprime meltdown involved about $900 billion in now-suspect securitized debt, reckless lending, and consumers who buckled under the weight of loans they couldn't afford. Now another link in the consumer debt chain - credit cards - is starting to show signs of strain. And the fear that the $915 billion in U.S. credit card debt (an uncannily similar figure) may blow up has major financial institutions like Citigroup, American Express, and Bank of America strapping on their Kevlar vests.
Last month, as banks reported their worst quarterly results since 2001, concerns about rising credit card delinquencies began to make their way onto earnings announcements alongside mentions of subprime woes.
First Citigroup, reporting a 57% decline in earnings, cited higher consumer credit costs and said it would put aside $2.24 billion in loan-loss reserves to cover future defaults.
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In describing the situation to analysts, CFO Gary Crittenden said Citi's credit card holders were beginning to increase the balance on their cards or take cash advances on those cards for the first time - behavior that, in his experience (which includes seven years as CFO of American Express), can translate into future trouble. Citi said the change in loan losses was "inherent in the portfolio but not yet visible in delinquencies."
Then American Express said that it too was seeing "signs of stress" and would boost its loss reserves in its core U.S. card unit by 44%. Capital One, Bank of America, and Washington Mutual all said they are bracing for a 20% or higher increase in credit card losses over the near and medium term.
So are U.S. credit cards going to be the catalyst for the next seizing up of the global credit markets? It depends on whom you ask.
"We are in a heightened state of alert to monitor a potential domino effect," says Michael Mayo, Deutsche Bank's U.S. banking analyst.
Dennis Moroney, an analyst at TowerGroup, expects credit card delinquencies will rise as consumers, who have until now used home-equity lines of credit to pay off their cards, start ratcheting up higher card debt. When housing prices were rising, it was easy for consumers to tap the escalating values of their homes to keep borrowing. With the home-equity spigot turned off, over-leveraged consumers may have trouble keeping up with payments.
The doomsday scenario would play out something like this: Just like CDOs and other asset-backed securities, credit card debt is sliced, diced, and sold off again as packages of securities. Rising delinquencies would hurt not only the banks involved but the securities backed by the credit card receivables. Those securities would decline in value as consumers defaulted, leading to bank losses as well as portfolio losses in the hedge funds, institutions, and pensions that own the securities. If the damage is widespread enough, it could wreak havoc on the economy much as the subprime crisis has done.
To be sure, there are key differences between the subprime market and the problems brewing with credit cards. The first is that while rising mortgage delinquencies were apparent for months before the subprime market blew up, credit card delinquencies are actually coming off unusually low levels.
"This is absolutely not the next one to blow," says Meredith Whitney, banking analyst at CIBC. Christopher Marshall, CFO of Fifth Third Bancorp in Cincinnati, points out that the U.S. has a long history of credit card securitization, "so it's fairly well understood." The securitization of the subprime sector, by comparison, "got blurry, and people didn't focus on what it meant."
Credit agencies that monitor credit cards in the asset-backed securities market share that confidence. "The performance in the core consumer [asset-backed securities] sectors is expected to deteriorate modestly, but not enough to cause substantial downgrades," says Kevin Duignan, managing director at Fitch.
But credit card debt is different from subprime debt in another way: Unlike mortgages, credit card debt is unsecured, so a default means a total loss. And while missed payments are at a historical low, they show signs of an uptick: The quarterly delinquency rate for Capital One, Washington Mutual, Citigroup, J.P. Morgan Chase, and Bank of America rose an average of 13% in the third quarter, compared with a 2% drop in the previous quarter.
What's more, consumers and the people who market financial services to them may not have learned their lesson. Klaus-Peter Müller, CEO of Germany's Commerzbank, told Fortune he was stunned on a recent trip to the U.S. to see TV ads still aggressively touting no-questions-asked credit. In Germany he's calling for tighter standards.
"I'm speaking out on the ethical questions about consumer lending," he says.
If there is an international precedent the U.S. should be watching, it's actually that of the U.K. British consumers are just as overstretched as Americans, but since the real estate market there rose faster and fell earlier, they're about 18 months ahead in the credit cycle. Since the last quarter of 2005, credit card delinquencies and charge-off rates in Britain have risen as much as 50%, forcing banks to take huge write-offs.
It's a sign of the times that, according to one survey last month, 6% of British homeowners have been using their credit cards to pay their mortgages. That's suicidal, of course, given that credit card interest rates are more than double even the heftiest mortgage. Keep your fingers crossed that it's not a trend that crosses the Atlantic.
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