dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 157

Sperrzone an Polens Grenze zu Belarus bleibt bestehen

WARSCHAU (dpa-AFX) - Polen hat die Gültigkeit der Pufferzone im Grenzgebiet zu Belarus verlängert. Die Regelung bleibe für weitere 90 Tage bis zum 3. Juni bestehen, teilte das Innenministerium in Warschau mit. Begründet wurde die Entscheidung mit dem "anhaltenden Migrationsdruck" an der polnisch-belarussischen Grenze. Viele Migranten, die über Belarus irregulär in die EU einreisen wollen, haben Deutschland als Ziel.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
Die Flagge Polens.
Quelle: - pixabay.com:

Das Innenministerium in Warschau gab aber noch einen weiteren Grund für seine Entscheidung an. In letzter Zeit sei die Zahl der Vorfälle gestiegen, bei denen Wetterballons mit Schmuggelzigaretten in den Luftraum über Polen eingedrungen seien, hieß es in der Mitteilung.

Polen und die Europäische Union beschuldigen den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Migranten aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze gebracht zu haben, um Druck auf den Westen auszuüben. Das autoritär regierte Belarus ist ein Verbündeter Russlands.

Im Sommer 2022 hatte Polen die Grenze zu Belarus mit einem 5,5 Meter hohen Zaun und einem elektronischen Überwachungssystem gesichert. Diese ist auch eine EU-Außengrenze. Trotz der Errichtung der Grenzbefestigung versuchen Migranten weiter täglich, die EU-Außengrenze irregulär zu überqueren.

Pufferzone soll Schleusern die Arbeit erschweren

Die Mitte-Links-Regierung von Ministerpräsident Donald Tusk hatte die Sperrzone im Juni 2024 eingerichtet. Ihr Ziel war es, die illegale Schleusung von Migranten über die polnisch-belarussische Grenze zu erschweren und die Arbeitsbedingungen für Grenzschutz, Armee und Polizei zu verbessern.

Die Sperrzone hat eine Tiefe von 200 Metern, an wenigen Stellen aber auch von bis zu vier Kilometern. Diese Zone darf nur von Anwohnern und uniformierten Diensten betreten werden. Vertreter von Hilfsorganisationen und Medien benötigen eine Genehmigung. Das EU- und Nato-Mitglied Polen hat eine rund 400 Kilometer lange Grenze zu Belarus./dhe/DP/mis

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend