Nur, wenn man in absehbarer Zeit keinen Crash/Bärenmarkt erwartet, dann ist die Diskussion hier vielleicht überflüssig. Dass es irgendwann wieder mal runter gehen wird, das liegt in der Natur der Sache, und ist keine Diskussion wert.
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Börsenausblick
US-Bankgewinne testen Aktienrally
von Mark Böschen, Doris Grass (Frankfurt) und Jennifer Lachman (New York)
Konzernergebnisse aus Übersee werden in der kommenden Woche die jüngste Erholung am Aktienmarkt auf die Probe stellen. Besonders von den Quartalsberichten großer US-Banken erhoffen Börsenstrategen Hinweise auf die Folgen der Hypotheken- und Finanzmarkt-Turbulenzen.
Für Anleihen sehen Experten nach den Kursverlusten der vergangenen Tage nur wenig Aufwärtspotenzial. Die Rally des Euro zum Dollar sollte vorerst an Fahrt verlieren.
Die europäischen Rentenmärkte haben die schlechteste Woche seit Ende Mai hinter sich. Zum einen dämpfen die Kursgewinne bei Aktien und Rohstoffen die Nachfrage nach Festverzinslichen Wertpapieren. Zum anderen hat zumindest die kurzfristige Zinssenkungsphantasie vor allem für die USA weiter nachgelassen.
Den viel beachteten Wall-Street-Index Dow Jones hatten die starken Konjunkturdaten dagegen zeitweise auf ein Rekordhoch getrieben. Er ging mit einem Plus von 0,56 Prozent bei 14.093,08 Punkten aus dem Handel. Der Dax legte 0,09 Prozent auf 8041,26 Punkte zu. Der japanische Nikkei überwand erstmals seit Wochen die 200-Tage-Durchschnittslinie und beendete den Handel 1,4 Prozent höher bei 17.331,17 Zählern.
Hoffnung auf beruhigende Daten
Nach den jüngsten Turbulenzen nimmt die Verunsicherung an der Wall Street ab. "Die Leute beginnen, sich wieder ein wenig zurückzulehnen", beobachtet James Paulsen, Chefinvestmentstratege bei Wells Capital. Er nennt hierfür zwei Gründe: Positive Daten vom US-Arbeitsmarkt und über das Konsumentenverhalten hätten nahegelegt, dass die Konjunktur möglicherweise nicht so schwer angeschlagen sei wie zunächst befürchtet. Paulsen hofft auf weitere beruhigende Daten: Am Dienstag wird die aktuelle industrielle Produktion der USA veröffentlicht, am Mittwoch folgt der Konsumentenpreisindex (CPI).
Entscheidend für die US-Börse werden in der kommenden Woche Unternehmensergebnisse sein - und hier vor allem die Quartalsgewinne der großen Finanzhäuser. So legt am Montag die weltgrößte Bank Citigroup Zahlen vor, gefolgt von JP Morgan (Mittwoch), Bank of America (Donnerstag) und Wachovia (Freitag). Richard Bove, vom US-Brokerhaus Punk Ziegel gibt sich skeptisch: Das Geschäft mit Subprime-Hypotheken und komplexen Finanzinstrumenten habe den Banken "hunderte von Millionen von Dollar", eingebracht, die nun vorerst entfielen, urteilt er: "Nur weil sich die Märkte auf einem niedrigen Niveau stabilisiert haben, bedeutet noch lange nicht, dass die Banken höhere Profite machen werden."
Nullwachstum im dritten Quartal
Die Quartalsergebnisse aus Übersee geben in der kommenden Woche auch Europas Börsen die Richtung vor, sagen die Aktienstrategen der DZ Bank - und erkennen bei den Gewinnprognosen für die Unternehmen des S&P 500 "ein verblüffendes Bild": Analysten erwarten im dritten Quartal ein Nullwachstum bei den Gewinnen, ab dem vierten Quartal aber wieder zweistellige Gewinnwachstumsraten. "Sind das die Vorboten für ein Abrutschen der US-Konjunktur in eine Rezession mit entsprechenden Gefahren für die europäischen Aktienindizes?", fragen die Strategen - verneinen dies aber sofort. Die Stagnation werde gespeist von Gewinnrückgängen bei den Finanzwerten und den Titeln, die direkt mit der Rezession im Baugewerbe verbunden seien. Bei Technologie- und Pharmawerten sollten die Gewinne im dritten Quartal hingegen kräftig ansteigen, heißt es weiter.
Trotz der Rally gibt es auch am Aktienmarkt noch Skeptiker: Die Anlagegesellschaft des französischen Versicherers Axa stufte Aktien kürzlich von "Übergewichten" auf "Neutral" herunter, riet zur Flucht in Cash-Produkte und warnte vor "Euphorie an den Märkten". Die Wirtschaftsnachrichten aus Industrieländern wiesen eher auf eine Konjunkturabkühlung, begründete Stratege Sebastian Paris-Horvitz. Die Spannung am Geldmarkt und der Druck auf die Geldversorgung der Banken habe nachgelassen, sei aber nicht behoben. "Unserer Ansicht nach sind sowohl Aktien als auch Unternehmensanleihen günstig bewertet", sagte er. "Bei einer unerwartet starken Konjunkturabkühlung, die derzeit nicht ausgeschlossen werden kann, wird das jedoch nur wenig nutzen."
Angesichts des steigenden Risikoappetits der Anleger, die ihr Geld lieber in Aktien anlegen, erwarten die meisten Bond-Strategen aktuell eine Fortsetzung der Kursverluste bei den Staatspapieren und geben den Kursen höchstens kurzfristiges und nur ein sehr geringes Aufwärtspotenzial. "Wir denken, solange dieses Umfeld so bleibt, hält der Druck auf die Anleihen an", sagte Karsten Linowsky, Bond-Stratege bei Credit Suisse. Allerdings könnten Indikatoren, die eine Konsumschwäche in den USA zeigen, sich unterstützend auf die Bonds auswirken.
Der Grund für die schwindende Hoffnung auf eine Zinssenkung ist, dass die Ängste vor einer deutlichen Wachstumsabschwächung in Amerika nach den jüngsten positiven Konjunkturdaten erheblich gesunken sind. Erst am Freitag waren unerwartet hohe Erzeugerpreisdaten gemeldet worden, außerdem stiegen die monatlichen Einzelhandelsumsätze stärker als vorhergesagt. Beides spricht gegen eine Zinssenkung der Fed im Oktober. In Europa wird aktuell gar nicht mehr auf eine Zinssenkung der EZB gewettet.
Strategen rechnen mit weiteren Kursgewinnen
Die Unsicherheit über die weitere Zinsentwicklung in den USA ist an den Rentenmärkten derzeit sehr viel ausgeprägter als an den Aktienmärkten. Linowskys Arbeitgeber erwartet im Oktober keine Zinssenkung der US-Notenbank. Doch diese Erwartung anderer Marktteilnehmer stecke immer noch in den Kursen, was Rückschlagspotenzial für die Bonds beinhalte.
Am Devisenmarkt rechnen Strategen kurzfristig mit weiteren Kursgewinnen des Euro zum Dollar, auch wenn der Spielraum nach oben nicht mehr sehr groß ist. "Das meiste haben wir gesehen", sagte Linowsky. Der gestiegene Risikoappetit der Investoren, der schon vergangene Woche die Carry Trades stark beflügelte, dürfte Niedrigzinswährungen wie den Yen und Schweizer Franken zum Euro weiter unter Druck halten. Der Euro war vergangene Woche zum Franken an mehreren Tagen in Folge auf neue Rekordhochs über 1,68 Franken gestiegen. Einen Dämpfer für die Carry Trades könnten allerdings diese Woche Statements von der G7-Zusammenkunft in Washington bereit halten.
Quelle: faz.net
www.destatis.de: Die deutsche Wirtschaft ist in hohem Maße exportorientiert und damit auch exportabhängig. Gleichzeitig ist Deutschland als rohstoffarmes Land aber auch auf Importe – insbesondere im Energiebereich (Erdöl, Erdgas) – angewiesen. Im Jahr 2006 wurden nach vorläufigen Ergebnissen von Deutschland Waren im Wert von 893,6 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 731,5 Milliarden Euro eingeführt. Damit waren sowohl die Ausfuhren als auch die Einfuhren so hoch wie nie zuvor. Der Außenhandelssaldo erreichte den "Rekordüberschuss" von 162,2 Milliarden Euro.
Schwacher Euro ist gut für unsere Wirtschaft? Möchte ich bezweifeln. Dabei gibt es keinen starken Euro sondern nur einen schwachen $. Die wirtschaftlichen Beziehungen (Volumina) mit der BeNeLux sind größer als mit den USA. Wenn der Euro gegenüber dem US-$ wirklich zu stark wäre, stünden wir schon alle an der Suppenküche an. Eine Aufwertung von fast 80% in wenigen Jahren ist nämlich schon ein Hammer. Die Unfähigkeit mancher Euroländer im Süden ihre Strukturprobleme zu lösen ist eine andere Problematik. Von der eigenen Unfähigkeut lenkt die Politik gerne ab. Da muss dann eben der Euro her.
Kleine Anmerkung: Unser Import auf Basis von US-$ (Rohstoffe, Ernergie) ist wesentlich höher als unser Export in den $-Raum (Asien, Amerika). Der größte Teil unserer Exporte verbleibt in der EU.
wenn China aufwertet? Der Dollar abstürzen?
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China bricht Rekord im Außenhandel

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Damit hat das asiatische Land schon im September seinen Rekord aus dem Vorjahr gebrochen. Im vergangenen Jahr betrug der Überschuss in der Handelsbilanz 177,5 Milliarden Dollar. Im September betrug der Überschuss 23,9 Milliarden Dollar (17 Milliarden Euro).
Druck auf die Zentralbank
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| Besorgter Blick auf die Kurse: Die Börsen in China haben schwächer geschlossen |
Der steile Anstieg erhöht den Druck auf die chinesische Zentralbank, die Leitzinsen anzuheben und den Wechselkurs des Yuan steigen zu lassen, um eine Überhitzung der Wirtschaft abzuwenden. Die Erwartung einer weiteren Zinserhöhung - es wäre die sechste in diesem Jahr - hat die chinesischen Aktienmärkte am Freitag belastet.
Die hohen Einnahmen aus der boomenden Exportwirtschaft haben reichlich Kapital in die am stärksten wachsende Volkswirtschaft der Welt fließen lassen und die Hausse am Aktienmarkt zusätzlich beschleunigt. Sie haben aber auch zugleich den Preisanstieg am Immobilienmarkt und die Teuerungsrate insgesamt angeheizt.
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| Warten auf den Kongress der Kommunistischen Partei in China |
„Die chinesische Regierung kann die Zinsen zwar erhöhen, aber den Anstieg des Yuan-Kurses zu beschleunigen oder die Mindestreservesätze der Banken anzuheben, wären die effizienteren Mittel“, sagte Glenn Maguire, Chef-Volkswirt für Asien bei der französischen Bank Société Générale in Hongkong. Der Yuan hat um 10 Prozent gegenüber dem amerikanischen Dollar zugelegt, seitdem der festgesetzte Wechselkurs im Juli 2005 gelockert worden ist.
Kongress der Kommunistischen Partei
„Angesichts der hohen Inflationsrate werden die Zinsen wahrscheinlich weiter steigen“, sagte Yao Maogong, Chef-Wertpapierhändler bei Shanghai Securities Co. in Schanghai. Der Ausleihesatz auf Sicht von einem Jahr stieg im vergangenen Jahr auf 7,29 Prozent. Die chinesischen Aktienmärkte schlossen am Freitagmorgen europäischer Zeit schwächer und beendeten damit einen sechs Tage währenden Kursanstieg. Der CSI 300, der Leitindex für die sogenannten A-Aktien an den beiden chinesischen Börsen, fiel in der Spitze um 4,8 Prozent und schloss 0,4 Prozent niedriger beim Stand von 5737 Punkten.
Die Spekulation auf weitere Zinsanhebungen fällt mit dem Kongress der Kommunistischen Partei Chinas zusammen, der alle fünf Jahre ausgerichtet wird und nächste Woche wieder stattfindet.
Text: AFP / Bloomberg
Die Ergebnisschätzungen sind schon stark gesenkt, trotzdem könnte es zu Entäuschungen kommen, gerade beim Ausblick. Interessant auch der vorletzte Abschnitt. Die Ergebnissteigerung für 2008 soll aktuell 13% betragen. Bei einem KGV von 18 im SP500 sind die Aktien damit klar überteuert.
Offensichtlich wird darauf spekuliert, dass die Firmen alles Schlechte in das Q3 packen, um im Q4 wieder gut dazustehen. Daher wird es mehr auf die Ausblicke ankommen, als auf die Ergebnisse.
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Corporate Earnings Worry Wall Street
Saturday October 13, 6:05 am ET
By Joe Bel Bruno, AP Business Writer
NEW YORK (AP) -- Inside major Wall Street firms and across their trading floors, concerns about corporate earnings are getting difficult to ignore.
America's blue chip companies -- big business stalwarts like Merrill Lynch & Co. and International Business Machines Corp. -- will release third-quarter results in the coming weeks. After a quarter marked by tightening credit conditions and concerns about a slowing economy, profit reports are expected to be the worst since 2001.
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Money managers in charge of multi-million dollar portfolios believe much more weight will be put on performance this quarter. Not only will individual results be a good indication of the health of corporate profits, but what companies say about the future will be the best indication yet about the economy.
"Right now people are flailing around trying to find out what the economy really is doing," said Kim Caughey, equity research analyst at Fort Pitt Capital Group. "I am really looking forward to getting on the conference calls that companies have with investors -- that is what is going to bring us clarity."
While most economic data released is backward looking, outlooks by major companies give investors a glimpse of what might lie ahead. Some analysts believe companies are trying to get bad news out in the open, take their lumps during the third quarter and return to double-digit profit growth in the fourth quarter and beyond.
"When you're going to take a hit, take it," said Howard Silverblatt, senior index analyst at Standard & Poor's. "This shows that they are cleansing themselves and will probably get a tail wind next year."
For instance, Merrill Lynch -- which reports results on Wednesday -- already warned it will take a $5 billion write-down for the third quarter. Earlier this month, Citigroup Inc. said it lost $3.3 billion in the credit market turmoil, and a similar warning is expected out of rival JPMorgan Chase & Co. in the coming days.
That's important because financial stocks -- which were the hardest hit during the summer's volatility -- represent about 25 percent of the S&P 500's overall earnings. The reduction in their results could shave about $7 billion from the index's overall profit number, which is usually about $200 billion, according to the rating agency.
While financial stocks are expected to have fared poorly, that could be somewhat offset from strength in health care and technology companies. But cyclical consumer companies such as electronics retailer Best Buy Co. are also expected to have had a tough quarter as consumers, mindful of falling home values and the summer's turbulence on Wall Street, watched their spending.
It would also not be a complete surprise if earnings came in stronger than analysts expect. In fact, earnings growth has exceeded expectations by about 4 percent since 2004, according to a report from Deutsche Bank.
That might not be hard to do for the third quarter as forecasts put out by analysts have been slashed during the past three months -- the latest downward revisions coming this past week.
David Dropsey, senior research analyst at Thomson Financial, said analysts' project S&P 500 members will have had a 0.10 percent growth rate during the quarter. That number was cut from the 6.2 percent forecast on July 1 and 3.9 percent on Oct. 1 as Wall Street analysts began to trim their expectations.
But, he also cautions that the big focus for most market players will be what they say about the future. Right now, both S&P and Thomson project about a 13 percent growth rate for 2008.
"Looking forward is the nature of the business," he said. "And, it is a good thing if the credit crisis was contained and we only took one quarter to get over it."
finance.yahoo.com
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