Werbung
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender E.ON SE-Kurs | 5,09 | 10,02 | 13,27 | |
| Fallender E.ON SE-Kurs | 5,25 | 9,17 | 14,38 | |
|
Geschenkt. Richtig interessant wird es nämlich erst im Februar 2009 und 2010, wenn die Generalrevisionen für die Referenzdaten 2008 und 2009 anstehen.
Wieso? Nun ja, laut Firmenbefragung hat die US-Privatwirtschaft (ohne Landwirtschaft) über die vergangenen zwölf Monate den aktuellen Schätzungen zufolge 1,4 Millionen Arbeitsplätze geschaffen. Davon aber gehen 1,118 Millionen oder 80 Prozent auf die statistische Annahme zurück, dass bei neu gegründeten Firmen entsprechend mehr Stellen entstanden als bei Firmenschließungen entfallen sind (Net Birth/Death Model). Grundsätzlich nichts gegen diese Methode. Doch nur einmal zum Vergleich: Vor anderthalb Jahren lag der geschätzte jährliche Stellenzuwachs insgesamt noch bei 2,678 Millionen; davon entfielen 0,875 Millionen auf das Net Birth/Death Modell - oder 33 Prozent. Sehr plausibel ist es allerdings nicht, dass der gezählte und hochgerechnete Teil des Beschäftigungsaufbaus sich massiv verlangsamt und sich der unterstellte Teil gleichzeitig sogar noch beschleunigt - zumal die Wirtschaft inzwischen ja ziemlich deutlich nachgegeben hat.
Und selbst wenn man die derzeitigen Schätzungen zum Nennwert nimmt, wären über die vergangenen zwölf Monate sage und schreibe 35 Prozent des privaten Stellenaufbaus im Gesundheits- und Sozialwesen angefallen (vor anderthalb Jahren 15 Prozent), wo die Löhne überdurchschnittlich sind und steigen. Das kann man ebenso als erschreckend wie als ermutigend bezeichnen, nicht nur mit Blick auf die generellen Lohnnebenkosten in den USA.
<!--nop-->
Weiter kamen allein 29 Prozent des privaten Stellenzuwachses aus dem Niedriglohnsektor Freizeit (zwölf im Frühjahr 2006), während der Staat über die vergangenen zwölf Monate für 14 Prozent des Gesamtbeschäftigungsplus verantwortlich zeichnete (sechs). Keine Einwände gegen die Dienstleistungsgesellschaft, aber große Produktivitätsfortschritte sollte man sich von Künstlern, Kellnern, Altenpflegern und Beamten lieber nicht erwarten. Und zumindest zur Besserung des Warenhandelsdefizits, der Achillessehne der US-Wirtschaft, tragen diese Stellen eher wenig bei.
Neben den Niedriglohnsektoren Einzelhandel und Arbeitsvermittlung, der durchschnittlich zahlenden Industrie und dem gut entlohnenden Bau schwächelt die Beschäftigung derweil auch im Finanzwesen, wo hohe Gehälter entrichtet werden und jüngst zudem die Entlassungsankündigungen sprunghaft gestiegen sind. Diese Sektoren zeichnen vermutlich ein viel besseres Bild von der tatsächlichen Lage des (spätzyklischen) US-Arbeitsmarkts als der für September berechnete Gesamtstellenaufbau von 110.000. Gemäß der Umfrage unter den privaten Haushalten lag die Beschäftigung im September übrigens gerade einmal um 0,2 Prozent über dem Stand von Ende 2006, womit die Arbeitslosenquote seit März von 4,4 auf 4,7 Prozent gestiegen ist.
Insgesamt nehmen die Stundenlöhne - noch - um stattliche 4,1 Prozent zu, doch bei den gegenwärtigen Rohstoffpreisen würde auch die Inflation in den nächsten Monaten allein aufgrund eines Basiseffekts auf mehr als drei Prozent klettern. Alles in allem könnten jene Anleger mächtig enttäuscht werden, die nach den jüngsten Arbeitsmarktdaten darauf wetten, dass die defizitären US-Verbraucher den Hauspreisverfall und die Kreditverknappung locker wegstecken werden können. (...)
aus: ftd.de (Das Kapital)
www.ftd.de/boersen_maerkte/analysten/...0Gr%FCbeln/262609.html
Finanzinvestoren wittern Geschäft mit Northern Rock
Erst war sie fast pleite, jetzt scheint sie wieder lukrativ zu sein: Die Finanzinvestoren Blackstone und Apollo haben Interesse an der angeschlagenen britischen Bank Northern Rock angemeldet. Die Aktie der Bank sprang deutlich in die Höhe.
London - Es war die spektakulärste Rettungsaktion der vergangenen Wochen, aber das scheint die Investoren nicht zu schrecken: Sowohl der Finanzinvestor Blackstone als auch Konkurrent Apollo hätten unabhängig voneinander in der vergangenen Woche ihr Interesse an Northern Rock bekundet, berichtet das "Wall Street Journal Europe" unter Berufung auf Kreise. Die fünftgrößte britische Hypothekenbank war im September in Folge der weltweiten Finanzkrise in Zahlungsschwierigkeiten gekommen und musste die englische Zentralbank um einen Notfallkredit bitten. Sprecher von Blackstone und Apollo wollten den Bericht nicht kommentieren.
Die beiden Investmentfirmen sind allerdings nicht die einzigen, die die englische Bank interessant finden: Anderen Medienberichten zufolge haben bereits zwei weitere US-Firmen mit Northern Rock Gespräche aufgenommen: J.C. Flowers & Co. sowie Cerberus
Darüber hinaus plant die Citigroup laut "Sunday Times", der angeschlagenen Hypothekenbank mit einer Finanzspritze von zehn Milliarden Pfund (knapp 14,5 Milliarden Euro) zur Seite zu stehen. Dieser Schritt sei ein deutliches Zeichen, dass die Verfassung von Northern Rock besser sei als angenommen, hieß es.
Seit dem Einstieg der Bank von England hat die britische Regierung die Kontrolle über Northern Rock. Ein Bericht über weiteres Kaufinteresse an Northern Rock hat der Aktie der Hypothekenbank deutliche Kursgewinne beschert. Die Aktie der Bank legte in den ersten Handelsminuten um mehr als 13 Prozent zu.
sam/Reuters/dpa-AFX (spiegel.de)
Amerikanische Transportbranche
Ryder System nach Gewinnwarnung im Minus

![]() |
Der Optimismus leitet sich aus der Erwartung ab, die Kreditkrise sei schon völlig abgeschlossen sei und das Wachstum in Europa und den Schwellenländern werde weder von der konjunkturellen Flautezeichen in den Vereinigten Staaten noch von der Dollarschwäche nicht negativ beeinflusst werden. Gleichzeitig geht die Hoffnung um, die amerikanische Zentralbank werde die amerikanische Konjunktur mit einer lockeren Geldpolitik rasch wieder in Schwung bringen.
Deutliche Gewinnwarnung bei Ryder System
![]() |
In diesem Umfeld neigen sowohl Anleger als auch Analysten und Strategen dazu, hereinkommende Daten positiv zu interpretieren, obwohl sie es bei objektiver Betrachtung nicht unbedingt sein mögen. Das gilt auch mit Blick auf die am Freitag vorgelegten Arbeitsmarktzahlen. Im Gegensatz zur allgemeinen Darstellung waren sie nicht sonderlich gut. Denn das von der Statistik gezeigte Niveau der neu geschaffenen Stellen ist unterdurchschnittlich. Zudem drängt sich die Vermutung auf, die Krise am amerikanischen Immobilienmarkt spiegelte sich in ihnen noch nicht wider.
Das zeigt sich unter anderem daran, dass die Anzahl der Arbeitsplätze im Baubereich noch nicht deutlich zurückgegangen ist, obwohl die die Immobilienfinanzierer und auch die Bauunternehmen in den vergangenen Monaten drastisch zurückgefahren und dabei auch viele Arbeitnehmer von einem Tag auf den anderen auf die Straße gestellt haben. Aus diesem Grund dürfte man gerade die amerikanische Arbeitsmarktstatistik skeptisch betrachten müssen.
![]() |
Zum anderen kann der Blick auf die operative Entwicklung bei den Transportunternehmen in den Vereinigten Staaten zu denken geben. Denn sie ist ein gleichlaufender Indikator. Da diese Sparte praktisch unmittelbar und „live“ in das konjunkturelle Geschehen eines Landes eingebunden ist, spürt sie Auf- und Abschwung unmittelbar. Aus diesem Grund kann eine Gewinnwarnung interessant sein, die Ryder System am Montag vor der Öffnung der amerikanischen Börsen ausgegeben hat.
Die Aktie ist allenfalls fair bewertet
Das Transport- und Logistikunternehmen reduzierte die Gewinnprognosen für das dritte Quartal und auch für das Gesamtjahr. Im Jahr 2007 werde der Gewinn je Aktie nur noch zwischen 4,10 und 4,15 Doller liegen, hieß es. Bisher war man von 4,30 bis 4,35 Dollar ausgegangen. Der Grund für die Gewinnwarnung liege darin, dass die Konjunktur anhaltend schwächle.
![]() |
Die Aktie liegt am Montag mit einem Minus von sieben Prozent bei 45,85 Dollar. Schien sie auf Basis der bisherigen Gewinnschätzungen günstig gewesen zu sein, so ist sie nun allenfalls fair bewertet. Das aber nur, wenn der Gewinn nicht noch weiter zurückgehen sollte. Genau das dürfte nicht ausgeschlossen sein, zumal das Unternehmen den Gewinn im dritten Quartal mit Sondererlösen auch noch optisch aufpeppen kann. Auch der Chart mahnt zur Vorsicht: Er ist nicht nur schon seit Monaten nach oben gedeckelt, sondern er droht nun auch nach unten durchzubrechen. Das gilt nicht nur für die Amerika lastige Ryder System, sondern in ähnlicher Form auch für UPS und FedEx.
Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.
Text: @cri
|
Werbung
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender E.ON SE-Kurs | 5,09 | 10,02 | 13,27 | |
| Fallender E.ON SE-Kurs | 5,25 | 9,17 | 14,38 | |
| Wertung | Antworten | Thema | Verfasser | letzter Verfasser | letzter Beitrag | |
| 29 | 3.812 | Banken & Finanzen in unserer Weltzone | lars_3 | youmake222 | 03.03.26 11:06 | |
| 469 | 156.458 | Der USA Bären-Thread | Anti Lemming | ARIVA.DE | 02.03.26 18:00 | |
| 56 | PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE | 0815ax | Lesanto | 06.01.26 14:14 | ||
| Daytrading 15.05.2024 | ARIVA.DE | 15.05.24 00:02 | ||||
| Daytrading 14.05.2024 | ARIVA.DE | 14.05.24 00:02 |