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Meldung des Tages: Die USA schlagen Alarm: Dieses kritische Metall könnte der nächste Rohstoff-Superzyklus werden
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Der USA Bären-Thread


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Anti Lemming:

Comex, sehr seltsam

9
25.12.10 22:14
Wie kann es sein, dass sich die Goldbestände an der Comex (größte Warenterminbörse der Welt) seit 2002 verzwölffacht haben (von 1 Mio. auf 12 Mio.) und sich im gleichen Zeitraum der Goldpreis verfünffacht hat?

Handelt es sich bei den Gold Stocks (übersetzbar mit: Gold-Lagerbestände) der Comex womöglich nur um eine drastisch aufgeblasene Zahl von Gold-Futures (ohne physische Hinterlegung)?

Wir wissen, dass beim Öl die Zahl der Kontrakte an den Warenterminbörsen seit 2000 ebenfalls drastisch gestiegen ist, ohne dass die physische Ölmenge auf der Welt auch nur annähernd mitgewachsen wäre. Experten schätzen, dass auf Future-Basis inzwischen 20 mal so viel Öl gehandelt wird wie überhaupt physisch vorhanden ist.

Ist das beim Gold vielleicht auch so? WÄRE es so, könnten "Papiergold"-Anleger bei fallenden Kursen plötzlich eine Madoff-Offenbarung erleben. Gold-ETFs könnten sich als Ponzi-Popanz entpuppen, der lediglich mit heißen Furzen von der Fed hinterlegt sind.

In den 1930er Jahren musste Gold von der US-Regierung beschlagnahmt werden. Per Gesetz wurde jeder Ami gezwungen, es zum damaligen Kurs in Dollar zu tauschen. Heute funktioniert das "Intellgenter": US-Anleger kaufen Papiergold-ETFs, und wenn es ernst wird, sagt die Börse: Tut uns leid, es gab leider nicht genügend Gold auf der Welt, um all die ETFs, die Zocker, Chinesen und Pensionsfonds kaufen wollten, physisch zu hinterlegen.

Flöge dieses Ponzi-System auf, stürzte das "Madoff-Derivate-Gold" ins Bodenlose. Es gäbe keinen dahinterstehenden Wert, der den Kurs stabil hielte. Nur in der Anstiegsphase ist alles ganz toll, weil sich Papiergold und zugehörige ETFs beliebig drucken lassen. Das ist aber genau nicht im Sinne des Erfinders...
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wawidu:

AL # 73351

3
25.12.10 23:37
Die Hinterlegung an physischem Gold bei den Gold-ETFs hat sich seit Mitte 2005 rund versiebenfacht! Dies entspricht in etwa der Preisentwicklung des Gold-ETF GLD.
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 368411
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Malko07:

ETF's entwickeln sich

10
26.12.10 09:37
immer zu einem größeren Schwindel. Ob es sich um Rohstoffe, Anleihen oder Aktien handelt, in immer mehr ETF's ist immer weniger an realer Ware hinterlegt. Ein immer größerer Anteil wird durch Wetten abgebildet. Es werden z.B.  Aktien-ETF's herausgegeben, da ist keine einzige reale Aktien hinterlegt. Aber die Gier kombiniert mit der Faulheit der Menschen ermöglicht es den wenigsten die Produktbeschreibungen solange zu studieren bis sie sie verstanden haben - aber auf die bösen Banken schimpfen.

Oft ist zu wenig reale Ware vorhanden um die ETF's zu füllen. Gerade bei Rohstoffen kann man die Ware nicht nur annähernd in der Zeit umschagen wie oft börsengehandelte ETF's vorlügen. Da der Preis in der oft längeren Bezugsphase weiter schwankt muss es schon sehr gläubige Käufer geben. Sowohl bei Aktien (Umschlagszeit 2 bis 3 Tage) als auch bei Rohstoffen (Umschlagszeit oft im Wochenbereich und länger) kann man die Menge auch noch Aufblasen. Es ist eben immer mehr unterwegs. Nicht nur ein Problem des nackten Leerverkaufs.

Ob nun ETF oder Depotbank, alle dürfen auch noch fleißig verleihen, manche unbegrenzt. Man glaubt gar nicht wie stark man die Menge nur durch Bewegung aufblasen kann, das ist nicht nur beim Geld so.

Nur ein Stillstand in der Art, dass eine begrenzte Zeit nicht gehandelt werden dürfte aber weiter abgewickelt werden müsste würde das Gesamtsystem implodieren lassen.

Naja, Golf-ETF's dienen ja angeblich nur der Sicherheit .... Selig sind die Gläubigen, denn ihnen ist die Pleite sicher.
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Anti Lemming:

Wawidu - # 352 Fake-Hinterlegung a la Madoff

6
26.12.10 11:35
"Die Hinterlegung an physischem Gold bei den Gold-ETFs hat sich seit Mitte 2005 rund versiebenfacht! Dies entspricht in etwa der Preisentwicklung des Gold-ETF GLD. "

Dein neuer Chart in # 352, der nun auch Volumen enthält, lässt immer noch offen/unklar, ob es sich um reales Gold handelt oder nur um (unzureichend physisch hinterlegte) Gold-Futures. Die Volumenangabe bezieht sich mMn auf die "Menge" der gehandelten Futures-Kontrakte, was aber nicht (zwingend) der Menge des faktisch hinterlegten Goldes entsprechen MUSS.

Idealerweise sollte die hinterlegte Menge - vom Kilo-Volumen her - in gleichem Maße steigen, wie die Zahl der ausstehenden Kontrakte im Handel steigt. Der Preis spielt dabei im Prinzip keine Rolle. [Insofern macht Deine Aussage, dass die Hinterlegung "der Preisentwicklung" entspricht, wenig Sinn!]  Denn es kommt lediglich auf eine 1 zu 1 Relation an zwischen dem, was mengenmäßig (Kilogramm-Äquivalent) an Futures und "Underlying" gehandelt wird.

Mit anderen Worten: Wenn der Futures-Preis sich verfünffacht wie seit 2002, WÄRE (theoretisch) keine zusätzliche Hinterlegung erforderlich, WENN (theoretisch) immer noch dieselbe Zahl an Kontrakten im Markt wäre.

Wir wissen freilich, dass sich seit 2002 nicht nur der Gold-Preis verfünffacht hat, sondern auch die Kilo-Menge entsprechend den ausstehenden Kontrakten um den Faktor 12 zugenommen hat. Der Gesamtwert der offenen Kontrakte ist damit um den Faktor 60 gestiegen.

Dies würde, wenn alles mit rechten Dingen zugeht, eine Aufstockung der hinterlegten Kilo-Menge um den Faktor 12 erfordern (unabhängig vom Preis!). Dein Chart in # 350 zeigt lediglich, dass die Kilo-Menge entsprechend den offenen Kontrakten seit 2002 um den Faktor 12 zugenommen hat. Wo aber ist der Beweis, dass dabei der Hinterlegungspflicht in vollem Umfang genüge getan wurde?

Du selbst schreibst, die Hinterlegung habe sich versiebenfacht seit 2005. Ich nehme an, dass Du dies Deinem Chart in # 352 entnimmst, in dessen X-Achse die "total ounces" - also die Gesamtmenge per Gewicht - eingetragen ist.

Dieser Chart offenbart bzw. beweist aber mMn nicht, ob es sich WIRKLICH um physisch hinterlegtes Gold handelt. Ist womöglich nur dessen "Futures-Äquivalent" gestiegen, das ja ebenfalls - hedonistisch - in "Ounces" angeben wird?

Vergleichen wir das mal mit Madoff. Anleger glaubten bis zum Tag X, Madoff hielte für die 50 Mrd. Dollar, die sie ihm anvertraut hatten, TATSÄCHLICH die entsprechende Menge Aktien und Wertpapiere. Wie kamen sie darauf? Es wurde schlicht und einfach in den Kontoauszügen "ausgewiesen". Alle vertrauten darauf, dass diese Wertpapiermenge real vorhanden war. Tatsächlich aber waren die Kontoauszüge eine einzige Lüge. Madoff hatte längst alles verhurt.  Die Auszüge wiesen Phantasie-Bestände aus, die er nicht besaß - ein "head fake", der allein dazu diente, die Anleger bei Laune und in gutem Glauben zu lassen.

Übertragen auf die Comex bedeutet dies: Es werden Charts publiziert, die eine Mengensteigerung des hinterlegten Goldes um den Faktor 12 seit 2002 suggerieren. Tatsächlich aber könnte nur die Zahl der verkauften Gold-Kontrakte um den Faktor 12 gestiegen sein, die im Chart "hedonistisch" bzw. möglicherweise bewusst irreführend mit der äquivalenten Kilo-Menge angegeben wird. Niemand weiß, ob die Comex TATSÄCHLICH im gleichen Umfang physisches Gold zugekauft hat. Es wäre doch eine Madoff-Nummer per excellence, wenn da ein wenig oder sogar sehr stark bei den realen Zukäufen "geschwindelt" würde - oder?

Mit Enron, Worldcom, Madoff und dem Subprime-Beschiss hat USA für mich endgültig die "Kreditfähigkeit" bzw. das Vertrauen verloren. Ich glaube den "Angaben" nicht mehr. Du selber, Wawidu, tust es ja bezüglich der veröffentlichten Zahlen - zu Recht - ebenfalls nicht. Wieso vertraust dann auf der anderen Seite nahezu blind den "veröffentlichten" Kilo-Hinterlegungen?

USA war schon immer eine Wildwest-Nation, in der betrogen und hinterher der Betrogene auch noch erschossen wurde. Das fing in den Saloons und in Las Vegas an und hört an der Derivate-Börse nicht auf...



Interessant finde ich Malkos Anmerkungen zu Aktien-ETFs. Früher kauften alle Amis für ihre Altersversorgung große Fonds (mutual funds) wie Fidelity, die dann sorgfältiges Stockpicking betrieben. Man konnte nahezu sicher sein, dass diese Fonds tatsächlich Aktien kauften. Aber den Amis waren die hohen Gebühren von bis zu 3 % pro Jahr ein Dorn im Auge. Deshalb haben sie in diesem Jahr massenhaft ihre Fonds gekündigt, das Geld abgezogen, Online-Konten aufgemacht und "investieren" nun selber in ETFs  - oft auch Junkbonds-ETFs, Emerging Market-ETFs und vor allem Rohstoff-ETFs, weil hinter letzteren ja angeblich "realer Wert" stecken soll (Papier ist geduldig, s.o. ;-). Mit diesen ETFs, die die großen Indizes abbilden, fahren Kleinanleger nun zunächst mal besser als mit ihren großen Fonds, die - wegen hoher Gebühren - die Indizes logischerweise meist NICHT schlagen konnten.

Die Schattenseite ist, dass ETF-Käufer nun mysteriösen Firmen wie Blackrock vertrauen müssen. Blackrock gibt den Großteil aller ETFs in USA heraus. Die Firma hat von Barkleys die "iShares"-Sparte gekauft, die sämtliche ETF-Schwergewichte wie SPY, QQQQ und IWM enthält.

Wer garantiert denn nun, dass Blackrock seiner "Pflicht" genüge tut, die vielen Aktien-ETFs mit der äquivalenten Zahl von Aktien zu hinterlegen? Selbst unser gemäßigt-konservativer Malko schreibt in # 353: "Oft ist zu wenig reale Ware vorhanden um die ETF's zu füllen. Gerade bei Rohstoffen kann man die Ware nicht nur annähernd in der Zeit umschagen wie oft börsengehandelte ETF's vorlügen. "

Das sollte zumindest zu denken geben.

Und selbst wenn der Hinterlegungspflicht halbwegs genüge getan würde, ist die neue Aktionärsstruktur der ETF-Halter wacklig. Es sind zittrige Chartisten, die oft ohne nennenswerte Ahnung von Fundamentalem im Sessel sitzen und auf fragwürdige Signale oder windige News hin Buy- oder (selten) Sell-Knöpfe drücken. "Nach oben" läuft das alles wunderbar.

"Nach unten" kann allerdings schnell Hektik und "Aufregung" aufkommen, wie der Flash-Crash am 6. Mai zeigte. Es dürfte nicht der letzte Flash-Crash gewesen sein. Wenn alle tendenziell schwachen ETF-Halter durch die enge Tür aus dem brennenden Kino raus wollen, kann es fürchterlich in die Hose gehen. Die frühere "ruhige Hand" der großen Fonds-Profis, die ihr Handwerk halbwegs verstanden und nicht auf jeden News-Furz hin ihre Bestände auf den Markt warfen, fehlt nun. Man kann sich ausmalen, was geschieht, wenn nun mal eine wirkliche böse News über den Ticker huscht, z. B. "Nordkorea wirft Atombombe über Südkorea ab."
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permanent:

Manchmal könnte ich schreien vor Wut

11
26.12.10 11:55

"Manchmal könnte ich schreien vor Wut" Der USA Bären-Thread 9390227

Ein turbulentes Börsenjahr neigt sich dem Ende zu. Ein Blick in das fiktive Tagebuch eines typischen deutschen Privatanlegers. Von Frank Stocker mehr...

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Kicky:

Alltime High für Versicherung v.EU-Bonds

3
26.12.10 12:00
nach dem Fitch- Downgrade für Portugal ,Ungarn und  für 5 griechische Banken und nachdem Griechenland erklärte, eine Restrukturierung der Staatschulden nach 2013  zu beabsichtigen mit Zustimmung der EU und in Übereinstimmung mit den Bondhaltern.
www.telegraph.co.uk/finance/financetopics/...turing-scare.html

The cost of default insurance on eurozone bonds has surged to an all-time high on reports that Greece is preparing the way for a sovereign debt restructuring after 2013, with tacit support from the EU authorities.
The disputed claim came as Fitch Ratings downgraded both Portugal and Hungary and placed five Greek banks on negative review.

Fitch cut Portugal's rating one notch to A+, warning that the economy is caught in a low-growth trap.

Plans to cut the structural budget deficit by 4pc of GDP next year "will be extremely challenging especially if, as Fitch expects, the economy falls into recession next year".

The Greek newspaper Ta Nea said Athens was examining plans to impose a cut in interest rates on its debt and to extend maturities once the €110bn (£94bn) rescue deal from the EU and the International Monetary Fund expires in mid 2013.

The proposals stop short of "haircuts" on the principle of the debt and would be done in a co-operative fashion with bondholders. While this would qualify as an orderly restructuring of debt, it is tantamount to default.

Ta Nea said Brussels had given a "green light" to the idea, provided that Greece complies with the terms of its fiscal austerity package and carries out deep structural reforms.

The European Commission denied that it had given its blessing for "any restructuring of government bonds by Greece or anywhere else".

The claims caused a wild spike in credit default swaps for Greek debt, with ripple effects across the EMU periphery. Markit's iTraxx SovX Western Europe index measuring risk on sovereign debt in the region surged to a record 208 basis points in intra-day trading, though the moves may have been distorted by a lack of liquidity in the run-up to Christmas.

If Greece becomes the first country in developed Europe to restructure sovereign debt since the Second World War, it breaks a powerful taboo and risks opening the floodgates to serial defaults in southern Europe and Ireland.

"This is going to worry the markets a lot: if it is true, it changes the whole politics of the eurozone debt crisis," said Elizabeth Afseth, a bond expert at Evolution Securities.

She stressed that the EU authorities need to make it crystal clear that they will stand behind the sovereign debt of Portugal, Spain and other EMU states in trouble to avoid contagion. "If they don't do that, it is going to be difficult to see how Spain is going to get any financing next year," she said.

Spain's government, regional juntas, and banks must raise €300bn next year.

Asian investors, led by China, appear to have been large buyers of Spanish debt over recent months. Even so, the Spanish treasury had to pay the highest borrowing cost in a decade at auctions before Christmas.........

Fitch downgraded Hungary to BBB-, one notch from junk status. It said there had been a "material worsening" in underlying fiscal health under the populist Fidesz government, which has slammed the door on the IMF and begun to politicise its central bank.

Fitch said the true state of public accounts had been "flattered" by temporary revenues and a raid on the pension system. .....
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Kicky:

Anzahl d. Zwangversteigerungen steigt beängstigend

7
26.12.10 12:40
jeden Monat kommen neu ca 250000 hinzu während 100000 ausgeführt werden
Gretchen Morgenson hat in einem harmlos beginnenden Artikel namens "Das Happyend eines Hypotheken-Albtraums" die ganze Misere erneut geschildert und warum das Home Affordable Modification Program of the Treasury nicht greift, und MBIA hat hierzu auf deren Homepage Stellung bezogen.Ich zitiere aus der NYT:
www.nytimes.com/2010/12/26/business/...en+Morgenson&st=nyt
.....Some analysts and leading economists have cited a failure by banks to provide loan modifications as a signal reason that the foreclosure crisis continues to drag on so ruinously, years after it began. Each month, roughly 250,000 new foreclosures are started, while 100,000 are completed, according to a recent report by the Congressional Oversight Panel, which was created in 2008 to monitor financial markets and those who regulate them.
Figures like these have a huge effect on almost everyone in the country, experts say. Foreclosures blight neighborhoods, put financial pressure on families and drive down local real estate values. Investors who hold the loans in securitization trusts are also hurt by foreclosures, because recoveries on these properties are low. And consumers, made more cautious by a crippled housing market, spend less freely, curbing the economy’s growth.

SOME are prospering from foreclosures, particularly loan servicers that administer mortgages for banks and investors who own the underlying properties. As the report from the Congressional Oversight Panel noted, loan servicers can profit significantly by pushing borrowers into foreclosure. It gives the servicers more opportunities to keep charging lucrative fees and little incentive to seek a modification.

Another obstacle to loan modifications arises if imperiled borrowers have second liens, like home equity loans, on their properties. These liens are often held by lenders who are also servicers on the first mortgage. They, too, have little interest in seeing any modification because it would harm the value of their holdings and reduce their income from fees.

Because of these realities, the Home Affordable Modification Program of the Treasury has been largely ineffective when it comes to helping borrowers get loan modifications from their banks, according to the Congressional panel.
As of mid-December, HAMP had processed almost 520,000 permanent loan modifications. The panel estimated that by the time the program is finished, it will have prevented only 700,000 foreclosures over all — quite a contrast to the three million to four million modifications that the Treasury anticipated when it rolled out its plan. Up to 13 million foreclosures are expected to have occurred by 2012, the panel said.

Tim Massad, acting assistant Treasury secretary for financial stability, attributed the program’s results to three things: “The eligibility pool is smaller than we originally thought, and it has been much more difficult to contact borrowers,” he said. “Third, the banks have not executed these programs very well.”

Kurt Eggert, a professor at Chapman University School of Law in Orange, Calif., said: “I think it’s clear that while HAMP was well-intentioned, it hasn’t delivered nearly enough. I think a big part of the problem is that nobody is effectively holding servicers’ feet to the fire to say, ‘Where are the loan mods that you should be delivering that help both borrowers and investors?’ ” ...........

am Beispiel der Ahlemanns wird gezeigt wie es gehen könnte,wenn man Hilfe sucht und erhält.Aber die ,denen geholfen werden kann ,sind nur etwa 700000 von zu erwartenden 13 Millionen Zwangsversteigerungen

Yves Smith bei naked capitalism schreibt zu den Lügen von MBIA auf seiner Homepage:
www.nakedcapitalism.com/2010/12/...tack-on-new-york-times.html und zerpflückt sie akribisch genau
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pfeifenlümmel:

Beim Furture Handel

7
26.12.10 12:41
interessiert niemanden, wieviel an wirklicher Ware vorhanden ist. Zu jedem Kontrakt gehören zwei, der auf Termin verkauft und der auf Termin kauft. Die Margin ist das Sicherungspolster, nicht die wirkliche Ware. Lediglich bei einer hohen Anzahl von Kontrakten muss der Käufer oder Verkäufer dies der Börsenaufsicht melden. Die Zahl der Goldkontrakte hat nichts mit dem Goldvorrat zu tun. Ist die Nachfrage nach Longs ( aus welchen Gründen auch immer ) größer als die Bereitschaft zu geben, steigt der Preis und umgekehrt.
Antworten
Kicky:

Spanish Takeover Bid Rattles German Markets

4
26.12.10 12:48
in einem interessanten Artikel in der New York Times
www.nytimes.com/2010/12/25/business/global/...amp;ref=business

...few would believe that a debt-heavy construction conglomerate that relies on the stagnating Spanish economy for most of its revenue could take over a 137-year-old, cash-rich German blue chip. The offer has rattled the political and corporate establishment in Germany and comes against the backdrop of Germany, Europe’s strongest economy, perhaps having to lead an expensive rescue of Spain, thought to be the next casualty of the euro zone’s debt crisis.

The 4.9 billion euro, ($6.4 billion) all-share bid by A.C.S. has been rejected, with prejudice, by the management team at Hochtief. It has also drawn a reaction from the German chancellor, Angela Merkel, who has said that the company should not be moved from its headquarters in Essen.

None of that has deterred Florentino Pérez, the billionaire chief executive of A.C.S., who is also president of the Real Madrid soccer team. Mr. Pérez is a man who is used to getting what he wants, whether it is talent for his team (he recently paid top dollar for two of Germany’s outstanding young players, Sami Khedira and Mesut Özil) or accumulating the diverse range of companies that now make A.C.S. one of the largest building services companies in the world, with annual revenue of close to $21 billion.

On Thursday, Mr. Pérez moved a step closer to finishing off his biggest deal ever when A.C.S. announced that it had accumulated a 27.7 percent position in Hochtief. A spokeswoman for A.C.S. said the company was “very confident” that it would reach the 30 percent level by next week.Under German securities law, a 30 percent stake enables a potential acquirer to buy more shares of the target company on the open market without making public disclosures on its way to reaching 50 percent and assuming control. ........
Antworten
pfeifenlümmel:

Schrecken ohne Ende

10
26.12.10 12:52
statt Ende mit Schrecken, so kann man die Situation in den USA und bei uns im nächsten Jahr beschreiben. Die Arbeitslosigkeit in den USA wird hoch bleiben, weil die Werkbänke der großen Konzerne im Ausland stehen. Die Gewinne der US Aktiengesellschaften werden im nächsten Jahr steigen. Die Zinsen bleiben noch niedrig, weil sich am Strukturproblem der USA als Folge des Globalisierungswahns nichts ändern wird. Die Aktienkurse können, abgesehen von Korrekturen, im nächsten Jahr durchaus noch steigen. Bei uns traut sich Merkel nicht, Europa zu spalten. Entscheidungen werden nach hinten geschoben. Wenn´s demnächst wieder brennt, kommen die Euro-Bonds doch noch als Notrettung. Die Chaoten bleiben im Euro und Deutschland bleibt der Hauptzahler, in Zukunft dann in einer Transferunion. So bekommt der Titel von Sarrazins Verkaufsschlager eine neue Dimension.
Antworten
Anti Lemming:

Goldmans Käse-Tipps

14
26.12.10 13:07
Man kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die mit viel Tamtam veröffentlichten "Sell-Side"-Empfehlungen von Goldman-Sachs, wonach die US-Indizes in 2011 um weitere 20 % steigen sollen, das krasse Gegenteil davon ist, was die GS-internen Buy-Side-Analysen (deren Research streng geheim bleibt!) herausgefunden haben. Die Sell-Sider geben die "veröffentliche Meinung" zu Aktien raus, die das Anlegervieh in der Weise treiben soll, dass Goldman im Eigenhandel (dessen Prämissen die Buy-Side-Analysen festlegen) möglichst reibungslos seine Geschäfte abwickeln kann.

Mit anderen Worten: Wenn Goldman verkaufen will, weil die Rallye ausgelutscht ist, veröffentlichen die firmeneigenen "Sell-Sider" massenhaft Kaufempfehlungen für Idioten, die Goldman die überteuerten Bestände zu Höchstkursen abnehmen sollen (= "versteckte Distribution").

Im Juli 2008 lief es genauso: Goldman gab für Öl beim Kurs von 147 Dollar ein "Kursziel" von 200 Dollar raus und riet Anlegern zum "strong buy". Das war exakt am Olpreis-Top....

Auch mit seinen institutionellen Kunden verfährt Goldman in dieser (ekligen) Weise: GS bot der IKB und deutschen Landesbanken US-Housing-Schrott zu einem Zeitpunkt an, als GS selbst bereits SHORT auf dem wertlosen Zeug war. Es ist ein Skandal, dass dies bislang weder zivil- und strafrechtlich geahndet wurde. Die SEC hat sich in einem "Schauprozess" einen GS-Mann aus der dritten Reihe vorgeknöpft, bei dem Aussage gegen Aussage stand und nichts bewiesen werden konnte. Anschlund anschließend hat GS zur "Beilegung" einen Bagatellbetrag gezahlt, der dem Gewinn von einem einzigen Tag im Eigenhandel entspricht. Damit war der Suprime-Betrug von GS - nach US-Verständnis - komplett abgegolten!

Was also hat uns Goldman für 2011 an kontraindikatorischem "Ausblick" zu bieten?

Unten ein Auszug aus dem Link von Pfeifenlümmel (# 343).

Die Empfehlungen von Goldmans O'Neill sind mMn voller Widersprüche und entbehren jeglicher rationalen Grundlage:

O'Neill prophezeit, dass US-Aktien in 2011 ähnlich ausperformen werden wie Emerging Market-Aktien ab 2000. 2011 werde "das Jahr der US-Aktien". Die Stärke soll vor allem aus dem Export von US-Produkten kommen. In diesem Kontext soll auch der US-Dollar deutlich steigen.

Meine Einwände:

1. Was soll USA denn (zu annehmbaren Preisen) exportieren können außer IT-Produkten (inkl. iPods) und Software sowie den allgegenwärtigen Hamburgern/Fritten? USA fehlt für massive Exporte die industrielle Basis, da US-Industriebetriebe nur noch 11 % des BIPs generieren. 40 % hingegen erzeugen die Zockerbanken mit ihren Derivate-Schiebereien.

2. Wenn, wie O'Neill vorhersieht, der US-Dollar stark stiege, würden US-Exporte im Ausland zudem teurer. Da sie qualitativ eh nicht sehr attraktiv sind (siehe US-Autos), werden sie teurer erst recht unattraktiv. Bei steigendem Dollar würden nicht nur die Umsätze sinken, sondern auch die verbuchten Auslandsgewinne "in Dollar".

3. Alternativ könnten sich US-Firmen bei steigendem Dollar mit sinkender Marge zufrieden geben. Das aber würde unvermeidlich auf die Gewinne drücken und die Kurse von SP-500 und Nasdaq (die ja angeblich steigen sollen) nach unten bringen.

4. Überhaupt ließ sich in den letzten Jahren eine starke inverse Korrelation zwischen US-Aktien und Dollar beobachten. Je billiger der Dollar war, desto höher notierten US-Aktien - und umgekehrt. Dies ist u. a. eine Folge des verbreiteten Dollar-Carrytrades, der durch die Nullzinsen und QEx befeuert wird. Es wäre sehr erstaunlich und fundamental wenig schlüssig, wenn in 2011 nun US-Aktien UND US-Dollar synchron steigen sollten, wie es O'Neill prophezeit.



Even Employment Could Pick Up

O'Neill anticipates strong stock market gains of 20% in the year ahead. And while the jobs picture has continued to struggle even as the market surprised to the upside, that could change as well. "The growth is likely to be strong and robust enough to lead to declining unemployment which, if correct, should mean that the worst of the social consequences of the credit crisis should start to ease," he wrote.

Bonds would get hit as yields rise in anticipation of growth, and the dollar could rally substantially, he predicted.

Of course, the U.S. economy continues to face problems like indebted consumers, low personal savings rates and big current account deficits. But 2011 "will be the beginning of a new phase in which the U.S. has strong GDP growth," O'Neill wrote, led by exports an investments.

From "New Normal" to "Normal"

Bearish holdouts for much of the year (da wollte GS noch am Steigen verdienen), economists at Goldman Sachs recently threw in the towel and are now forecasting strong growth for the U.S. in the years ahead (d.h. nun will GS am Fallen verdienen). While government statistics released Wednesday revised third-quarter growth up to an annualized 2.6% from the initial 2.5% estimate, Goldman now predicts a growth rate of 3.4% for 2011 and 3.8% for 2012. (und Öl 350 Dollar ;-) - A.L.)

During 2010, however, many in the U.S. worried about the prospects of a double-dip recession, while many emerging market juggernauts found themselves coping with strong growth. China and India raised interests rates to keep inflation in check (d.h. liegt nicht nur an Wirtschaftsstärke, sondern inbesondere an starken Mittelzuflüssen aus USA infolge von Nullzinsen und QEx! - A.L.), even as the Fed embarked on a second round of quantitative easing to try stimulating the economy and to avoid deflation.

Sour sentiment in the U.S. as high-profile investors predicted a long period of subpar growth under a "new normal" scenario weighed on financial markets. Investors huddled into safe assets like bonds despite meager yields even as corporate earnings boomed.

But brightening sentiment could change investor preferences and give stocks a boost. "All of this will result in a mood that the U.S. is returning to 'normal,' which will have predictable consequences for financial markets," O'Neill wrote.

O'Neill's predictions may seem farfetched to U.S. investors mired in years of pessimism following the financial crisis. But they should recall that his prescient call on the BRIC economies (hört, hört...) at a time when most investors were still focused on the aftermath of the dot-com bubble's bursting seemed even less likely. You may not want to ignore him again.

See full article from DailyFinance: srph.it/fws96r
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permanent:

Experten rechnen mit Hilferuf aus Portugal

9
26.12.10 15:54

Portugal könnte nach Ansicht von Experten schon bald auf Hilfe der Euro-Staaten angewiesen sein. Thomas Mayer, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, rät, diesen Schritt besser früher als später zu gehen. Irgendwann sei dies sowieso fällig. Viele Unternehmer fürchten, dass die Schuldenkrise den Aufschwung in Gefahr bringen könnten. Bundeswirtschaftsminister Brüderle warnt hingegen vor Aktionismus.

http://www.handelsblatt.com/finanzen/anleihen/...aus-portugal;2719229

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wawidu:

AL # 73354

2
26.12.10 17:50
Die Volumenbalken im Chart von # 73352 reflektieren die täglichen Handelsvolumina der iShares und nicht die von Gold-Futures. Hier noch ein Chart der physischen Lagerbestände (inventories) hinter den Gold Shares SPDRs in Tonnen.
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 368442
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Anti Lemming:

Wawidu - # 363

6
26.12.10 18:05
Auch der Chart in # 363 lässt die Interpretation offen, dass zwar SPDR Gold Shares in der angegebenen äquivalenten Menge von 1289 Tonnen  verkauft wurden, aber dennoch die entsprechenden Hinterlegungen nicht oder nicht komplett vorgenommen wurden.

Das Irreführende ist, dass die SPDR-Verkäufe als "verkaufte Goldmenge" angegeben werden, obwohl es sich de facto um Papier-Derivate handelt. Die Angaben in "Tonnen Gold" suggeriert, dass tatsächlich in dieser Menge Gold hinterlegt wurden. Doch nur Madoff weiß, ob dieser Hinterlegungspflicht hinreichend genüge getan wurde. So wie ich die Amis kenne, bestehen an den Angaben berechtigte Zweifel.

(Ich möchte aber nicht aussschließen, dass die SPDR Gold Shares zumindest mit Bananen hinterlegt sind, denn daran herrscht in einer Bananenrepublik nun wirklich kein Mangel ;-)
Der USA Bären-Thread 368443
Antworten
Anti Lemming:

Die Amis lügen ohne Ende

2
26.12.10 19:23
So schloss der Nasdaq-Index am Freitag deutlich im Minus. Bei Bigcharts jedoch wird heute +/- 0 % angegeben (Bild und Link unten). Solche Irrtümer finden grundsätzlich in der Weise statt, das Zahlen besser erscheinen, als sie tatsächlich waren.

bigcharts.marketwatch.com/
Der USA Bären-Thread 368449
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Anti Lemming:

Wie solide ist der "Aufschwung XXL" in D.

4
27.12.10 10:22
wenn allein aus dem Grund, dass China am Sonntag die Zinsen um 0,25 % erhöht hat, die drei großen Autobauer im DAX um bis zu 5 % einbrechen?

www.n-tv.de/wirtschaft/...ht-erneut-Zinsen-article2231636.html

Das spricht eher für eine Hysteriker-(Bärenmarkt)-Rallye als für eine fundamental solide V-Erholung. An Letzterer hegen inzwischen selbst ehemalige Perma-Bären (Gehrts ist neuerdings bullisch) keine Zweifel mehr - womit eine wichtige Top-Bedingung erfüllt ist...
Antworten
permanent:

Peking plant Kürzung der PKW Verkäufe

9
27.12.10 11:37

heute, 10:51 dpa-AFX

AKTIEN IM FOKUS: VW, BMW und Daimler brechen ein - 'HB': Peking plant Kürzung

FRANKFURT (dpa-AFX) - Autowerte sind am Montag von negativen Nachrichten aus China ans Dax-Ende gedrückt worden. BMW-Papiere BMW hielten gegen 10.30 Uhr mit minus 5,11 Prozent auf 60,030 Euro die rote Laterne in dem Leitindex hoch, die Vorzüge von Volkswagen (VW) VW VZ rutschten um 4,76 Prozent auf 122,00 Euro ab und Daimler DAIMLER AG NA O.N. verloren 3,87 Prozent auf 51,980 Euro. Der Dax DAX PERFORMANCE-INDEX gab 1,26 Prozent ab. Im MDax standen Aktien der Autozulieferer ElringKlinger ELRINGKLINGER AG NA O.N. mit minus 3,91 Prozent auf 25,525 Euro sowie Continental CONTINENTAL und Leoni LEONI mit Abschlägen von 3,07 Prozent und 2,53 Prozent am Ende. Der Index MDAX PERFORMANCE-INDEX verlor 0,87 Prozent.

 

Aktienhändler Andreas Lipkow von MWB Fairtrade sagte: 'Der Boommarkt China ist gerade für deutsche Autobauer ein sehr wichtiger Absatzmarkt, der zuletzt die Umsatzrückgänge in den anderen Schlüsselmärkten neutralisieren konnte. Absatzrestriktionen wären ein harter Schlag.' Marktstratege Thilo Müller von MB Fund Advisory sagte: 'Das schüttet Sand ins Getriebe der Autohersteller, die vom Wachstumsmotor China nach oben getrieben wurden. Zusammen mit der chinesischen Zinserhöhung an diesem Wochenende sowie der sehr guten Entwicklung der Autotitel in diesem Jahr reizt die Meldung zu Gewinnmitnahmen.' Das Bild sei nun nicht mehr uneingeschränkt wolkenlos, bleibe aber sehr freundlich. Zudem sollten Anleger bedenken, dass es China lediglich darum gehe die Dinge in geordnetere Bahnen zu lenken und nur den zu steilen Wachstumsgrad zu bremsen.

ANALYST: PEKING IST NICHT GESAMTCHINA

Ein Analyst stuft den Kursrutsch als 'Feiertagsstory' ein. Die Liquidität sei sehr dünn und kleine Aufträge führen zu großen Kursbewegungen, die aber nicht überbewertet werden sollten. Nachrichten aus China seien wegen der Bedeutung des Marktes wichtig. Peking sei aber nicht Gesamtchina, betonte der Analyst, und hier sei der Automarkt zuletzt zu stark gewachsen. Bremsmaßnahmen seien daher positiv. Der chinesische Staat wird aus seiner Sicht weiteres Wachstum gewährleisten, das werde aber in tragbaren Grenzen gedrückt. Analysten rechneten ohnehin derzeit mit Wachstumsraten um zehn Prozent./fat/rum

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imagine:

Die Euro-Krise geht auch 2011 weiter.

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27.12.10 11:42
Deutsche-Bank-Chefvolkswirt

„Die Euro-Krise wird 2011 weitergehen“

Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, warnt im Interview vor Staatspleiten, wackligen Banken und Verlusten für Anleihebesitzer: „Ich würde mich nicht wundern, wenn Portugal in absehbarer Zeit auch unter den Rettungsschirm schlüpfen muss.“

26. Dezember 2010
Herr Mayer, werden wir im nächsten Jahr zur D-Mark zurückkehren?

Nein, sicherlich nicht.

Warum nicht?
Ich denke, dass sich der Euro halten wird. Wir haben so viel politisches und ökonomisches Kapital in den Euro investiert, dass ein Auseinanderbrechen der Eurozone für uns kostspieliger wäre, als beim Euro zu bleiben.


Aber die Euro-Krise wird uns auch 2011 weiter beschäftigen?
Auf jeden Fall. Zumindest im ersten Quartal. Danach, hoffe ich, trifft die Politik Entscheidungen, die mehr Klarheit bringen, so dass sich die Märkte wieder beruhigen.

Was für Entscheidungen?
Es muss klar sein, wie künftig die Gläubiger von Staatsschulden bei Schuldenkrisen beteiligt werden. Und es muss klar sein, wie der Weg zu dem ab 2013 geplanten Stabilisierungsmechanismus aussieht. Beides ist bislang sehr vage. Deshalb sind die Anleger verunsichert. Das ist so, als ob Sie den Patienten in den Operationssaal führen und ihm dann sagen: Der Arzt studiert gerade die Operationstechnik.

Haben denn die jüngsten Beschlüsse auf dem EU-Gipfel keine Klarheit gebracht?

Nein. Er hat große Linien festgelegt, aber die Details bleiben offen.

Es wird ja sogar wieder über einen europäischen Währungsfonds diskutiert.

Der Vorschlag ist vom Frühjahr. Es sollte jetzt nicht mehr debattiert, sondern beschlossen werden. Im Januar nimmt der Druck der Märkte wieder zu, dann muss klar sein, wohin die Reise geht.

Wäre der Fonds eine gute Lösung?
Ja, dann würde der Fonds, besetzt mit Finanzexperten, unabhängig von der Politik über die Rettung und die Umschuldung von Staaten entscheiden. Die Politik war bisher mit den vielen praktischen Fragen überfordert.

Sollen die Gläubiger nur in Zukunft bei Staatspleiten beteiligt werden - oder auch schon bei den bestehenden Schulden?
Ich denke, wir müssen sie auch schon in Fällen wie Griechenland und möglicherweise Irland beteiligen. Ohne eine Umschuldung dürfte zumindest Griechenland kaum seine Schuldenlast senken können.

Das würde aber die Gläubigerbanken hart treffen.
Die müsste dann gegebenenfalls der Staat wieder kapitalisieren. Das ist besser, als Staaten zu retten, um die Banken zu retten.

Und dann müssten wir im nächsten Jahr keine weiteren Staaten mehr mit Hilfspaketen vor der Pleite bewahren?
Zusätzlich zu Griechenland und Irland würde ich mich nicht wundern, wenn Portugal in absehbarer Zeit auch unter den Rettungsschirm schlüpfen muss.

Kann Portugal das verhindern?
Portugal wäre gut beraten, zügig unter den Rettungsschirm zu gehen. Irgendwann wäre es wohl sowieso fällig. Man könnte eine Hängepartie abkürzen.

Also selbst wenn das Land ein massives Sparprogramm auflegte, hätte es keine Chance?
Diese Länder haben ein Glaubwürdigkeitsproblem. Sie könnten zwar jetzt ein Sparprogramm veröffentlichen. Aber es dauert zu lange, bis man sieht, ob es funktioniert. Deshalb bleiben die Märkte skeptisch.

Und Spanien?
Spanien, Italien und Belgien müssten mit ihren Schulden klarkommen können. Wenn die Aufregung weg ist und alle sich wieder auf die fundamentalen Wirtschaftsdaten konzentrieren, müsste Spanien aus dem Schneider sein. Spanien steht viel besser da als Griechenland, Irland oder Portugal.

Den Politikern gelingt es, die Investoren zu beruhigen?
Ja, durch mehr Klarheit und Transparenz. Die Märkte können sich ja auch auf einmal drehen. Die können sehen, dass eine Rendite von fünf Prozent für ein Land mit einer Staatsschuldenquote von etwas über 60 Prozent durchaus attraktiv ist. Die Leute suchen ja auch Rendite. Wenn Sie da die Angst wegnehmen, dreht sich das auf einmal.

Aber gegen Spanien wird doch schon spekuliert?
Was ich sehe, sind Fondsmanager, die sich nicht trauen, spanische Anleihen zu kaufen. Denen würde helfen, wenn das Risiko der Umschuldung eines Landes der Eurozone kalkulierbar wäre. Wenn sich der Anleger also ausrechnen kann, wie viel er im schlimmsten Fall bei einer Umschuldung verliert. Die Verunsicherung im Moment ist so groß, weil keiner genau weiß: Wann rettet Europa wen zu welchen Kosten.

Wenn ich als möglicher Käufer spanischer Staatsanleihen aber weiß, dass ich bei Ausfällen beteiligt werde - mache ich dann nicht einen großen Bogen darum?
Nein. Wenn man das Risiko kalkulieren kann, bildet sich einfach ein angemessener Marktzins für die Anleihen.

Bleibt das Risiko eines Staatsbankrotts nicht trotzdem?
Ja. Aber man hat dann Planungssicherheit.

Würden dann die Renditen der Staatsanleihen zum Beispiel für Spanien weiter steigen?
Ich glaube, das Misstrauen gegenüber Spanien ist übertrieben. Deshalb könnten ihre Renditen sogar sinken, wenn nächstes Jahr mehr Klarheit herrscht.

Werden dann im Gegenzug im nächsten Jahr die Renditen für Bundesanleihen steigen?
Ich denke schon. Aber nicht unbedingt wegen der Schuldenkrise im Euroraum. Eher, weil die langfristigen Zinsen überall steigen werden.

Auch wenn weitere Länder in Europa unter den Rettungsschirm schlüpfen müssen?
Wenn Spanien gerettet werden muss, hängt das sehr von den Umständen ab.

Inwiefern?
Wenn Deutschland sagt: Das war das letzte Mal, nach Spanien machen wir bei keiner Rettungsaktion mehr mit - dann gehen die Anleger aus Angst vor einem großen Finanzkrach raus aus allen risikoreichen Anlagen und rein in die deutschen Staatsanleihen. Deutschlands Renditen würden dann noch weiter sinken.

Und der andere Fall?
Spanien wird gerettet und Deutschland kann sich nicht erwehren, immer weiter mitzuretten. Es gibt Euro-Anleihen für alle. Dann schießt die deutsche Rendite nach oben, weil Deutschland selbst finanziell überfordert wird.

Und wenn Spanien unter den Schirm gehen muss - nehmen sich die Märkte dann das nächste Land vor?
Ich fürchte ja. Spanien hat fundamental keine schlechteren Daten als Italien oder Belgien. Es steht sogar nicht so viel schlechter da als Frankreich. Wenn Spanien unter den Schirm geht, wird sich die Spekulation auf den Nächsten richten.

Und dann kämen die Eurobonds?
Nicht unbedingt. Natürlich könnten die Euroländer ihre schwächsten Staaten schützen, indem sie gemeinsame Anleihen auflegen. Aber die Bundesregierung ist entschieden dagegen. Wahrscheinlicher ist deshalb wohl, dass die Europäische Zentralbank einspringen muss und die Anleihen aufkauft - und so zur Bad Bank Europas wird. Das wäre eine gewaltige Belastung für die Zentralbank.

Wie sieht es mit den Geschäftsbanken aus? Könnten die überhaupt einen Gläubigerverzicht im nächsten Jahr überstehen?
Griechenland, Irland, Portugal könnten die Banken verkraften. Wer die Staatsanleihen schon jetzt zu Marktwerten in den Büchern hat, für den würde sich überhaupt nichts ändern. Das ist aber die Minderheit.

Und die anderen Banken?
Für die anderen gäbe es Abschreibungsbedarf. Für einzelne Institute sähe das problematisch aus. Aber das sind die üblichen Verdächtigen, die ohnehin verstaatlichte HRE, die Landesbanken und Ähnliche. Die müssten sich wieder an den Staat wenden.

Rechnen Sie denn damit, dass 2011 weitere Banken ausfallen?
Ja. Das europäische Bankensystem ist durch die Finanzkrise noch geschwächt. Schauen Sie sich nur den spanischen Sparkassensektor an. Aber auch in anderen Ländern gibt es Wackelkandidaten.

Dann gerät der Kurs des Euro im nächsten Jahr kräftig unter Druck?
Ich glaube nicht. Die Amerikaner haben selbst zu viele Schwierigkeiten, als dass der Dollar gegenüber dem Euro stärker wird.

Aber der Schweizer Franken und das Pfund könnten gegenüber dem Euro gewinnen?
Der Franken bleibt natürlich weiter unter Aufwertungsdruck. Das Pfund dagegen leidet unter den Schwierigkeiten, die England hat.

Wer wird denn mehr wachsen, Amerika oder Europa?
Amerika. Aber das Wachstum dort reicht nicht aus, um die Arbeitslosigkeit deutlich zu reduzieren. Und das Land hat als eines der wenigen noch keine Pläne, die immense Verschuldung zurückzuführen.

Wächst Amerika auch stärker als Deutschland?
Ja, aber Deutschland wird unter den großen Euroländern am meisten zulegen.

Was bedeutet das für die deutschen Aktien? Werden sie sich weiter von allen Sorgen unbeeindruckt zeigen?
Ich rechne mit einer erfreulichen Entwicklung. Die Dax-Unternehmen sind eher von China abhängig als von der Schuldenkrise in Europa. Und für China rechne ich nur mit einer leichten Abschwächung des Wachstums, vielleicht neun statt zehn Prozent Wachstum. Dann müsste sich der Dax weiter gut entwickeln.

Das Gespräch führten Dyrk Scherff und Christian Siedenbiedel

www.faz.net/s/...F8A219DEEB397BCD4D~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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Malko07:

#73367: Die Kurse machen wie

10
27.12.10 11:52
üblich die Nachrichten.

Zwischen den Feiertagen und noch die ersten Tage im Januar haben sehr viele Profis nur noch eine Notmannschaft in Bereitschaft, gehandelt wird im Regelfall kaum etwas. Die Privaten hingegen sitzen zwischen den Feiertagen an ihren Jahresabschlüssen und ziehen oft Konsequenzen. Die deutschen Automobilwerte sind dieses Jahr weit davongelaufen und bringen Ergebnisse von +40 bis +100%. Da ist es verständlich, dass nicht wenige meinen sie müssten Gewinne mitnehmen. Dabei verhalten sie sich genau entgegengesetzt zu den Profis, aber schlauer. Die Profis haben noch vor kurzem diese weit davon gelaufenen Werte gekauft um ihre Bücher zu frisieren.

Und dann gibt es noch die Superprofis, welche fundamentale Schlüsse aus den Kursbewegungen zwischen den Feiertagen ziehen.
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permanent:

Das Geheimnis des deutschen XXL-Aufschwungs

4
27.12.10 12:07

Das Gravitationszentrum der Weltwirtschaft verschiebt sich, viele Schwellenländer ziehen wirtschaftlich an den klassischen Industriestaaten vorbei. Aber gerade Deutschland hält in dem Wettlauf besser mit als Japan oder die USA. Denn die deutsche Exportindustrie hat sich perfekt auf den Aufschwung vorbereitet.

http://www.handelsblatt.com/politik/...tschen-xxl-aufschwungs;2716182

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permanent:

Das Lobeslied auf Deutschland wird immer

8
27.12.10 12:12

lauter und in jeden Winkel dieser Erde getragen. Deutschland hat in vielen Technologiebereichen eine gute oder gar Spitzenposition inne. Vernachlässigt wird jedoch die Absicherung für die Zukunft. Zu wenig Geld wird in das Bildungswesen -speziell die Universitäten- gesteck, zu wenig wird darauf geachtet Know How zu schützen und zu sicheren, zu wenig Aufmerksamkeit wird dem Thema strategische Rohstoffsicherung gewidmet.
Unsere politische Führung in Regierung und Opposition ist schwacht. Zukunftsthemen stehen kaum auf der Tagesordnung, lieber streitet man sich um die HartziV Regelsätze.
Dabei sollte jedem Politiker einleuchten, dass HartzIV immer  nur eine vorrübergehende Lösung für einen Menschen sein kann.

Permanent

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DOOMSTER:

Permanent der Satz ist echt Klasse

8
27.12.10 12:41

Dabei sollte jedem Politiker einleuchten, dass HartzIV immer  nur eine vorrübergehende Lösung für einen Menschen sein kann.

 

Das ist doch mittlerweile schon der angestrebte Lebenszweck einiger Bevölkerungsgrüppchen in Deutschland und man kann es denen nicht mal verübeln, denn Deutschland ist wohl offensichtlich eines der wenigen Länder die derart grotesk auf der Stirn geschrieben haben "f*** me, f*** me".

 

Und während es diesen Schmarotzern blendend geht, muss z.B. die  Krankenschwester mal ne glatte 60 Stundenwoche hinlegen um im Endeffekt auf die gleiche Kohle zu kommen.

HIer wird doch arbeitendes Volk von diesen Politikerheinis am laufenden Band verhöhnt und ausgelacht!

Antworten
permanent:

Doomster

12
27.12.10 13:38
Aus diesem Grund habe ich den Satz so formuliert. Diesen Bevölkerungsschichten muss vermittelt werden, dass ein Leben auf Kosten der Gesellschaft asozial ist und keine Akzeptanz mehr findet.
Härten muss man hier sicher ausnehmen. Diese Härten sind aber nach meiner Erfahrung die Ausnahmen. Viele Hartzler sind einfach Menschen ohne Motivation oder Antrieb.
Für diese Menschen kann und soll eine Gesellschaft nicht aufkommen.

Permanent
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DOOMSTER:

permanent da dürften die Politfritzen wohl in

5
27.12.10 13:48
Argumentationsschwierigkeiten kommen, denn wie möchte man das wohl vermitteln, wenn man im gleichen Atemzug dieses ganze Bankergesockse auf genau selbige Art und Weise sponsort?:)
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Anti Lemming:

Fette Posis, dünner Handel, flattrige Nerven

10
27.12.10 17:19

Deutsche Börse 

Rätselhafter Kursrutsch in Frankfurt

Eine einzige Verkaufsorder lässt den DAX-Future und den deutschen Leitindex binnen Minuten um mehr als 100 Punkte abstürzen. Der Hauptgrund dafür sei schlechtes Timing, sagen Händler. Anlass für den Auftrag war möglicherweise die Zinserhöhung in China. von Barbara Schäder  Frankfurt

Kursrutsch an der Terminbörse Eurex: Der DAX-Future, ein Terminkontrakt auf den deutschen Leitindex, ist am Montag kurz nach Handelseröffnung um 9:06 Uhr um rund 150 Punkte in die Tiefe gerauscht. Binnen Sekunden verlor er damit zwei Prozent. Der Kassa-DAX  wurde mit in die Tiefe gerissen, er stürzte binnen Minuten um 100 auf 6950 Punkte ab. Bis zum Nachmittag erholte er sich auf 6967 Punkte.

Auslöser war nach Angaben der Deutschen Börse ein großer Verkaufsauftrag auf den DAX-Future. Um Panik zu vermeiden, wurde der Handel mit dem Papier kurzzeitig unterbrochen. Auch der Handel mit dem Terminkontrakt auf den Euro Stoxx 50 wurde nach starken Verlusten vorübergehend ausgesetzt.

"So etwas hatten wir zuletzt beim 'Flash Crash' sagte Christoph Schmidt, Analyst beim Wertpapierhändler N.M.F. AG, FTD.de. Als "Flash Crash" wird der Kursrutsch an der Wall Street am 6. Mai bezeichnet. Damals brach der US-Aktienindex Dow Jones Industrial Average binnen Minuten um 1000 Punkte ein. Die meisten anderen wichtigen Indizes verloren daraufhin vorübergehend ebenfalls etwa neun Prozent....

www.ftd.de/finanzen/maerkte/...tsch-in-frankfurt/50209260.html

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