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Der USA Bären-Thread


Beiträge: 156.448
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S&P 500 6.921,75 -0,33% Perf. seit Threadbeginn:   +374,42%
 
Anti Lemming:

10-jährige Zinsen schießen nach Fed hoch

8
14.12.10 21:34
Bubblevision meint, das läge an "stärker als erwartetem Wachstum". Ich wusste gar nicht, dass die Fed "Wachstum" beschließen kann. Sie kann eigentlich nur "Inflation" beschließen, und das hat sie heute auch wieder brav getan.

Die steigenden Bond-Yields - die in Wahrheit Inflationsängsten entspringen - als Wachstumsstory zu verkaufen, passt zu Bernankes Spinstory, dass steigende Aktien eine verbesserte Wirtschaftslage "hervorrufen".

www.marketwatch.com/story/...etail-sales-ppi-report-2010-12-14

Wobei in USA Wachstum und Inflation neuerdings eh quasi synonym verwendet werden (was inflationsbereinigt kompletter Humbug ist).



Dass die Aktien-Indizes nach der Fedsitzung bislang fielen (SP-500 steht aktuell 6 Punkte tiefer), spricht dafür, dass der Markt die obige "Wachstums-Interpretation" nicht teilt.

Wahrscheinlicher beginnt er sich Sorgen zu machen, dass QEx "anders als erwartet" die Longbondzinsen HOCHTREIBT.

Wenn sich durch Bernankes Geldgedrucke die Inflationsängste verselbstständigen und dementsprechend die Kreditkosten emporschießen, könnte dies die am Staatstropf hängende US-Päppel-Wirtschaft (die nach wie vor nicht organisch wächst) vollends abwürgen - und dem darbenden US-Housingmarkt, der auf günstige Hypozinsen angewiesen ist, den Rest geben.
(Verkleinert auf 96%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 365865
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wawidu:

malko # 72916

4
14.12.10 21:55
"... jetzt nimmst du (AL!) an, dass die Fed bewusst einen Anleihe-Crash erzeugen würde? Das sind mehr als feuchte Träume ..."

So verrückt erscheint mir eine solche potenzielle Strategie nicht. Die Regierung und die Fed spielen fraglos auf Zeit. Wenn die Fed auf Baisse bei den Treasury-Langläufern setzt, kann sie die Bonds zu fallenden Preisen aufkaufen und die steigenden Zinsen, für die ja im Prinzip die Steuerzahler geradestehen müssen, in ihrer Bilanz verbuchen. Dann hat sie wenigstens etwas Positives zu verbuchen - und alles bleibt schön "in der Familie". ;-)))
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wawidu:

Bemerkenswerte Divergenzen

9
14.12.10 22:59
zwischen der "grandiosen Erfolgsstory Deutschlands" und der Realität zeigt hier "Querschüsse" auf:

www.querschuesse.de/...-landern-alles-andere-als-im-xxl-modus/
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TurboLuke:

das Erschreckende, AL

5
14.12.10 23:21
ist doch meiner Ansicht nach, dass die FED (und auch die EZB!) mit ihren Aufkäufen nichts anderes mehr ist als ein riesiger Hedge-Funds, der die Dimensionen von LTCM (3,6 Mrd. zu 110 Mrd. FED) gerade zu lächerlich erscheinen lässt.
Und wenn man den 30-Jahre Zyklus des Wellenreiter glaubt, bekommt Bernanke auch noch genügend Gelegenheiten sein blutrotes Depot zu verbilligen. Eine Tendenz der Zinsen am langen Arm ist meiner Meinung nach schon sichtbar.

Irgendwann werden auch die Rating-Agenturen - auch die amerikanischen !! - nicht mehr in der Lage sein das Tripple A Rating zu halten, allein aus Glaubwürdigkeitsgründen und so könnte eine nette Lawine loslegen
nur ein Chart-Linien-Mal-Profi

Mein Blog:
www.depotblog.de
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WielandSchmi.:

Der XXL Aufschwung

10
14.12.10 23:26
Lt. dem letzten Querschuss scheint der XXL Aufschwung tatsächlich bei den Leuten angekommen sein;-)
www.querschuesse.de/...-landern-alles-andere-als-im-xxl-modus/
Die Lohnsteuereinnahmen sanken um 6,58% im Vergleich zum Vorjahr.
Die Umsatzsteuereinnahmen sanken um 4,79% und die aus Einkommenssteuer und Körperschaftssteuer um 1,55%.
Ist schon ein blöde Geschichte, wenn man die Steuereinnahmen nicht so schön rechnen kann, wie alles Übrige.
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permanent:

Pulverfass EZB

5
15.12.10 07:31

Die Wirtschaftswoche erkennt in dem Vorstoß ein Zeichen der Nervosität bei der EZB - das Pulverfass, auf dem die Währungshüter sitzen, drohe zu explodieren, sollten die gekauften Staatsanleihen massiv an Wert verlieren. Besonders aus deutscher Sicht hätte eine Kapitalerhöhung große Folgen, da die Bundesbank mit rund einer Milliarde Euro knapp 19 Prozent am Kapital der EZB halte und als größter Anteilseigner einmal mehr am stärksten zur Kasse gebeten würde. Doch die Zentralbank sei an einer Aufstockung ihres Kapitals nicht ernsthaft interessiert, vermuten die Düsseldorfer, da man sie dann ja erst recht in die Pflicht nehmen würde, Staatsanleihen aufzukaufen. "Das Signal aus dem Frankfurter Eurotower ist klar: Die Politik soll endlich die Verantwortung für die Euro-Schuldenkrise übernehmen, anstatt sie den Währungshütern aufzuhalsen."

Mehr Geld allein löse die Probleme der EZB nicht, ist der Tenor des Kommentars in der Neuen Zürcher Zeitung, die nach der Aufgabe der Notenbank fragt. Vorübergehend müsse diese zwar bei Refinanzierungsengpässen von Banken oder mangelnder Liquidität auf Teilmärkten aushelfen. Doch längerfristig könne ihre Aufgabe nicht darin bestehen, eine Hilfsbrücke aufrechtzuerhalten, damit einzelne Mitgliedsländer ihre Bankensysteme restrukturieren und Industrien wettbewerbsfähig machen können. "Was es wirklich braucht, ist nicht so sehr zusätzliches Kapital für die EZB, sondern Politiker, die einsehen, dass die Strukturprobleme in ihren Ländern nur von ihnen gelöst werden können."

Die Börsen-Zeitung firmiert die EZB in "European Central Bad Bank" um, da die Notenbank eine milliardenschwere Kapitalerhöhung brauche, um mögliche Abschreibungen auf die übernommenen toxischen Wertpapiere abzufedern. In dieser Situation solle sowohl den Bürgern als auch den Märkten reiner Wein eingeschenkt werden: Den Bürgern hinsichtlich der bisher geäußerten Behauptungen, die selbstverschuldete Krise von Griechenland & Co. koste die stabilen Länder und ihre Steuerzahler gar nichts. Den Märkten dahingehend, dass sich die EZB mit der Aufstockung der Eigenmittel auf den Ausfall von Forderungen an die Problemländer vorbereite.

Für die Financial Times Deutschland ist nicht die Tatsache, dass die EZB eine Kapitalerhöhung brauchen könnte, besorgniserregend - die Anleihekäufe seien für die EZB nicht existenzbedrohend. Gefährlich sei jedoch, dass einmal mehr ein Konflikt um den Euro auf offener Bühne ausgetragen und so die Finanzmärkte verunsichert würden. Das Signal, das von der Diskussion ausgehe, sei: Europas Notenbank richte sich auf Zahlungsausfälle bei europäischen Staatsanleihen ein.

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permanent:

Moody's droht Spanien mit weiterer Herabstufung

6
15.12.10 08:47

Moody's droht Spanien mit weiterer Herabstufung

Die Ratings europäischer Schuldenstaaten befinden sich weiter im Sinkflug. Die nächste Herabstufung könnte wieder Spanien treffen. Moody's fürchtet für das Land weitere Belastungen. Kritisch sei insbesondere die Situation der spanischen Banken.

http://www.handelsblatt.com/finanzen/anleihen/...herabstufung;2712714

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permanent:

C&P

6
15.12.10 09:08

Fed-Entscheidung

von Henrik Voigt

 

die Sitzung der US-Notenbank am gestrigen Abend blieb ohne Überraschungen für die Märkte. Der geldpolitische Ausschuss (FOMC) belässt den Leitzins unverändert bei einer Spanne von 0 bis 0,25 Prozent. Weiter wurde das Volumen des Aufkaufprogramms für US-Staatsanleihen in Höhe von 600 Milliarden Dollar bis Mitte 2011 bestätigt.

 

Wichtiger für den Markt war der begleitende Kommentar der Notenbank. Darin führen die Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses an, dass sich die Erholung der US-Wirtschaft fortsetzt. Jedoch reicht der Grad der Erholung nicht aus, um die Arbeitslosigkeit zu reduzieren. Der Markt hatte sich hier wohl einen positiveren Kommentar erhofft. Der Chef der Fed-Filiale von Kansas City, Thomas Hoenig erklärte erneut seine abweichende Meinung. Seiner Ansicht nach könnte die erneute Öffnung der Geldschleusen die Inflation anheizen und eine Erholung der US-Wirtschaft abwürgen.

 

In der Tat ist dieser „Aufschwung“ äußerst merkwürdig, da er nach so langer Dauer noch immer keine neuen Jobs produziert. Von den elf Rezessionen nach dem zweiten Weltkrieg in den USA ist die von 2008 diejenige, die den größten Jobverlust gebracht hat und bisher nach ihrem offiziellen Ende als einzige noch immer keine nennenswerte Erholung am Arbeitsmarkt erkennen lässt. Und das trotz rekordtiefer Zinsen und den mit weitem Abstand größten staatlichen Subventionen aller Zeiten! Wie groß sind da wohl die Chancen, dass sich unter Fortführung der bisher erfolglosen Mittel daran etwas ändert? Etwas ist jedenfalls ganz gewaltig faul hier

 

Konsolidierung

von Henrik Voigt

 

Die kleine Aufwärtslücke von gestern wurde mit den minimalen Kursbewegungen (Handelsspanne von nur 20 Punkten!) noch nicht geschlossen. Das wird heute nachgeholt - mit einer kleinen Abwärtslücke. Von großer charttechnischer Bedeutung ist jedoch keine dieser Bewegungen.

Insgesamt sieht es nach den Mini-Tageskerzen der vergangenen Tage, die auf Unentschlossenheit hindeuten, nach einer kurzfristigen Konsolidierung und Marktbereinigung aus. Wenn genügend Anleger ihre Gewinne in der Hoffnung auf einen tieferen Wiedereinstieg mitgenommen haben und vom Markt mit einer plötzlichen Aufwärtsbewegung einfach stehen gelassen wurden, dann ist wieder genügend Käuferpotenzial vorhanden, welches zu höheren Kursen aktiv werden kann. An der allgemeinen Lage - window dressing, Liquidität, Aufschwung und Staatspleiten - hat sich nicht das Geringste geändert. An den Trends ebenso wenig. Achten Sie auf die unten stehenden Unterstützungen und Widerstände.

DAX im Tageschart

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Nächste Widerstände: 7200 Punkte

Nächste Unterstützungen: 6900, 6800, 6650, 6370, 6300, 6200, 6000, 5800 Punkte

 

Herzliche Grüße und viel Erfolg,

 

Ihr Henrik Voigt.

 

Chefredakteur DAX Profits

 

Wichtige Termine und Wirtschaftsdaten Mittwoch, den 15.12.2010:

08:00
EU: ACEA Kfz-Neuzulassungen November

11:00
EWU: Beschäftigung 3. Quartal q/q

13:00
US: MBA Hypothekenanträge (Vorwoche)

14:30
US: NY Empire State Index Dezember
Prognose: 4 Zuletzt: -11.14

14:30
US: Realeinkommen November

14:30
US: Verbraucherpreise November m/m
Prognose: 0.2 Zuletzt: 0.2

15:00
US: Nettokapitalzuflüsse Oktober in Mrd US$

15:15
US: Industrieproduktion November m/m
Prognose: 0.3

15:15
US: Kapazitätsauslastung November
Prognose: 75 Zuletzt: 74.8

16:00
US: NAHB/WF Hausmarktindex Dezember
Prognose: 16 Zuletzt: 16

16:35
US Öllagerbestände API und EIA

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schlauerfuchs:

Hindenburg Omen

8
15.12.10 09:20
"Der gestrige Tag brachte ein Hindenburg-Omen. 179 neue Hochs standen 113 neuen Tiefs gegenüber, der McClellan-Indikator war negativ und der 10-Wochen-GD der NYSE positiv."

Quelle: wellenreiter-invest
The quick brown fox jumps over the lazy dog.
Antworten
Pichel:

angeblich Hindenburg Omen in USA ???

5
15.12.10 09:45
lt. N-TV
Bankraub ist ein Unternehmen für Dilettanten.
Wahre Profis gründen ein Bank.
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Pichel:

sorry, fuchs,nicht gesehen

 
15.12.10 09:47
Bankraub ist ein Unternehmen für Dilettanten.
Wahre Profis gründen ein Bank.
Antworten
relaxed:

"Hindenburg-Omen" ?!

6
15.12.10 09:50
... das weihnachtliche Grauen eines abfackelnden Christbaums ...
Antworten
permanent:

Zinsgefüge

3
15.12.10 09:53

Der USA Bären-Thread 9324158

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Malko07:

#72928: Hat irgendjemand

3
15.12.10 09:54
behauptet, die 2. Jahreshälfte 2010 wäre so gelaufen wie im 4 Quartal 2009 oder im 1. Quartal 2010 mit fast 10% annualisiertem Wachstum. Immerhin ist das Umsatzsteuereinkommen inzwischen immer noch so hoch respektive höher als vor der Krise.

Bei anderen Steuerarten sollte man auch wissen in welchem Umfange die Bemessungsgrundlage von dem vorangegangenen Jahr gilt und wie sich Steuersenkungen merkbar machen. Immerhin haben wird keine Spitzensteuersätze mehr von weit über 50%. Auch beinhalten die ganz aktuellen Zeiträume alles andere als die Wahrheit (z. Teil Berechnung und nicht konkrete Zahlen; Unternehmen schieben ihre Zahlungen schon immer so weit als möglich hinaus) Dazu braucht man diesbezüglich etwas Geduld.

Manchen gefällt es eben stark, wenn sie ein Bild nach eigenem Gusto gemalt bekommen. Deshalb lesen sie lieber komische Quellen als sich die Mühe zu machen mit dem Original zu beschäftigen. Wichtig ist ja nur die Bestätigung eigener festgefahrener Weltbilder.
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Anti Lemming:

Rote Soma-Bilanz der Fed

5
15.12.10 10:38
Die Fed hat in den letzten zwei Jahren für schätzungsweise über 1 Billion Dollar US-Staatsanleihen gekauft, die teilweise zwischenzeitlich fällig wurden. Aktuell hält sie für rund 950 Milliarden Dollar US-Staatsanleihen in ihrem Soma-Account (mehr als China), und sie wird laut QE2-Plan bis Juli 2011 in jedem Monat für 105 Mrd. Dollar neue hinzukaufen. Die Passiva-Seite des Soma-Accounts ist die ominöse "Fed-Festplatte", in der ein den Anleihen-Käufen entsprechender Minus-Saldo aufläuft. Die Dollars wurden aus dünner Luft kreiert, sind bilanztechnisch aber dennoch relevant, sofern die Fed überhaupt einen "Exit" anstrebt.

Von der EZB hören wir gerade, dass sie demnächst eine Kapitalerhöhung benötigt, weil die aufgekauften PIIGS-Anleihen weiter im Wert gefallen sind. Auch die EZB hat die Anleihen mit "Aus-dünner-Luft"-Euros von der EZB-"Festplatte" bezahlt.

Für die Solvenz beider Notenbanken entscheidend ist die Differenz zwischen Aktiva (gekaufte Staatsanleihen) und Passiva (aufgelaufener Minus-Stand auf der jeweiligen Schulden-"Festplatte").

Der Haken an der Sache ist, dass die Schuldenseite (Festplatte) ein akkumulierender Fix-Posten ist, während die Aktiva-Seite mit den Staatsanleihen eine Variable ist, deren Kurs der Anleihemarkt setzt. Bei Panik kann der Marktwert stark sinken.

Beide Notenbanken hatten den Anleihe-Markt mit ihren Käufen nach oben verzerrt. So entstand ein dynamisches Gleichgewicht auf künstlich überhöhtem Niveau. Werden die Aufkäufe ausgesetzt, fallen die Anleihen wieder auf Kurs-Niveaus, die den Marktwert realistischer widerspiegeln. Dies "droht" auch bei einer Erholung der Wirtschaft. Damit sinken die Aktiva der Notenbanken, während die Passiva konstant hoch bleiben. Folge: Die Notenbanken sind dann hoch verschuldet. Die Aktiva sind weit weniger wert als die Passiva aus der "Festplatten-Überziehung" zu deren Aufkauf.

Nehmen wir mal an, der Markt nimmt die Fed mit ihrem gezielten Schüren von Inflationsangst ernst - in den Rohstoffen ist das ja bereits unverkennbar - , dann würden, wenn gleichzeitig die Mär vom langsamen, aber stetigen Wachstum gesponnen wird, die Kurse von US-Staatsanleihen mindestens auf das Vorkrisen-Niveau zurückfallen. Das lag bei den Zehnjährigen bei etwa 110 %. Das Gros der QE-Aufkäufe hingegen erfolgte 2009 bei 118 bis 120 % und ab Nov. 2010 sogar bei 126 %.

Zwar betreffen nicht alle Aufkäufe 10-jährige, aber die Fed nimmt sich schon vorwiegend das längere Ende vor, weil die Zinsen am kurzen Ende eh bei Null sind und vor allem die Langlaufzinsen für bessere Kreditvergabe gesenkt werden sollen.

Gehen wir in einer Überschlagsrechnung davon aus, dass 2/3 der QE-Käufe "Langläufer" betreffen. Dann hat die Fed für ca. 600 Mrd. Dollar Langläufer zum Kurs von im Mittel rund 120 % gekauft. Entsprechend viele Dollars wurden von der Festplatte geschöpft. Fallen die aufgekauften Anleihen nun auf das Vorkrisen-Kursniveau zurück, so sinkt deren Marktwert um schätzungsweise 10 %. Die für 600 Mrd. Dollar überteuert gekauften Staatsanleihen wären dann nur noch 540 Mrd. Dollar wert. Die Schulden-Dollars in Höhe von -600 Mrd. blieben jedoch unverändert stehen.

Die Fed hätte dann, ähnlich wie ein US-Hausbesitzer, der zu Blasenzeiten ohne Eigenkapital eine 500-Mio-Dollar Immobilie gekauft hat, negatives Eigenkapital in Höhe von 60 Mrd. Dollar. Dieser Fehlbetrag könnte sich bis Juli 2011, wenn QE2 endet, auf knapp 100 Mrd. hochlaufen.

Käme stärkere Inflation auf, z. B. wegen weitere Rohstoffpreisanstiege oder wegen einer Herabstufung des AAA-Ratings Amerikas, könnten US-Staatsanleihen noch deutlich (auf unter 100 %) weiter fallen. Dann hätte die Fed schon 200 Mrd. "Unterdeckung" - was mit der Schieflage bei AIG vergleichbar wäre, die 2008 vom US-Steuerzahler 185 Mrd. benötigte. Diese potenziell 200 Mrd. Schulden blieben am US-Steuerzahler hängen.

FAZIT: QE ist hoch riskant, weil die Zentralbanken als Player ohne nennenswertes EK stark gehebelte und marktverzerrende Anleihenkäufe in drei- bis vierstelliger Milliardenhöhe tätigen, die ihnen - sobald sich die Kurse sich wieder der Normalität annähern - starke Verluste bescheren.

Problematisch sind insbesondere die EZB-Käufe von PIIGS-Anleihen. Bei einer Staatspleite in den PIIGS könnten die Verluste theoretisch bis zu 100 % betragen (Argentinien verlangte von Bondhaltern einen Haircut von 65 %). Würde die EZB zur Rettung der "Nordbanken" sämtliche faulen PIIGS-Anleihen aufkaufen, hätte sie für über 1 Billion Euro Schrott in der Bilanz, dessen Marktwert sich im Extremfall (Serienpleiten) dritteln könnte. Wer kommt dann für die potenziell 650 Mrd. Verlust auf - wo doch die EZB ihre Kreditwürdigkeit daraus schöpft, dass die Eurozonen-Staaten im Krisenfall kollektiv für sie geradestehen? Besteht dieser Krisenfall darin, dass die "Garantiestaaten" bankrott gehen, bleibt die EZB-Zeche mit ziemlicher Sicherheit größtenteils an Deutschland hängen.

Schäuble wird sich im Grab umdrehen.
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Der USA Bären-Thread 365952
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Anti Lemming:

"Das Kapital" zum OECD-Indikator

4
15.12.10 10:53

14.12.2010
FTD - Das Kapital
Die OECD sagt und verschweigt es zugleich

Die Industrieproduktion im OECD-Raum stagniert seit Mai. Dennoch zeigt der Frühindikator der Organisation unverdrossen eine stetige Expansion an. Oder doch nicht?

Im OECD-Raum hat die Industrieproduktion zwischen Mai und September stagniert, und mit Blick auf die Daten aus Japan, Südkorea, Italien, Frankreich oder Amerika wird sich daran per Oktober wenig geändert haben, obwohl die Fertigung in Deutschland einen Satz gemacht hat. Müsste der Frühindikator der OECD das nicht angekündigt haben? Immerhin ist die annualisierte Sechsmonatsveränderungsrate der Produktion im Mitgliedsraum seit dem Frühjahr von zweistelligen Werten auf 2,7 Prozent per September gesunken. Hingegen weist die derzeitig bevorzugte Variante des Frühindikators (amplitude adjusted) unverdrossen auf eine stetige Expansion des industriellen Sektors hin.

Sind die Frühindikatoren der OECD also wertlos geworden? Mitnichten. Denn zum Glück berechnet die OECD nach wie vor die früher bevorzugte Variante der Frühindikatoren (trend restored). Und wie gehabt hat die Sechsmonatsveränderungsrate dieser Variante die industrielle Abkühlung mit einem Vorlauf von ein paar Monaten vorweggenommen. Nur deuten die jüngsten Daten für den Oktober auch darauf hin, dass die Abkühlung noch nicht vorbei ist. Neben Japan gibt der Indikator vor allem in Europa weiter nach, nicht zuletzt in Deutschland, wo die annualisierte Sechsmonatsveränderungsrate binnen einem Jahr von knapp 22 Prozent auf fast null gesunken ist. Eine Stabilisierung zeichnet sich in den USA ab, dies jedoch von einem schwachen Niveau aus.

Der größte Hoffnungsschimmer kommt aus China, wo der Frühindikator im Oktober einen Sprung gemacht hat, sodass der umfassendste Indikator (OECD-Raum zuzüglich sechs großer Schwellenländer) trotz mauer Daten etwa aus Brasilien gar leicht zugenommen hat. Und auch wenn das Niveau des Indikators sowohl in der umfassendsten Variante als auch für China dürftig bleibt, lässt das durchaus hoffen. Denn zumindest über die vergangenen Jahre scheint die Industriedynamik Chinas einen Vorlauf zu jener im OECD-Raum aufgewiesen zu haben. Stellt sich nur die Frage, wie hoch das chinesische Interesse an einer konjunkturellen Wiederbeschleunigung wohl ist, wenn selbst die offiziell ausgewiesene Inflation auf 5,1 Prozent gestiegen ist.

www.ftd.de/finanzen/maerkte/marktberichte/...ich/50205134.html

Der USA Bären-Thread 365987
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Anti Lemming:

Baltic Dry Index fällt immer tiefer

2
15.12.10 11:27
Wo bleibt der Aufschwung? Angeblich soll ja China boomen. Wieso fallen dann die Frachtraten?

Fakt bleibt: Im Bulk Shipping gibt es nach wie vor große Überkapazitäten. Zu viel neue bestellte Schiffe (Gier) treffen auf zu wenig Frachtaufkommen (Frust).

www.marketwatch.com/story/...-asian-shipping-stocks-2010-12-14

Dec. 14, 2010, 11:39 p.m. EST
Analysts gloomy on Asian shipping stocks
By Sarah Turner, MarketWatch

SYDNEY (MarketWatch) -- The Baltic Dry Index hit a multi-month low this week, and many shipping analysts aren’t hopeful about the performance of either the index or shipping stocks over the near term.

The Baltic Dry Index measures freight rates of dry bulk goods, including coal, iron ore and grain, and is viewed as a proxy for global demand of raw materials.

However, it also reflects available ship capacity, which could explain its divergence of late from the commodity-price sensitive Australian dollar, which this week moved back up to parity again with the greenback.

Bank of America Merrill Lynch analysts said Wednesday that they believe the dry bulk shipping sector is set to remain “plagued with overcapacity for at least another two years”  as new ships come on to the market.

There were around 70 million dead weight tons of new orders for dry bulk ships in 2010, they said, which is equivalent to around 14% of the existing fleet.

“Even with demand growing at a healthy 5% to 6% per annum, we see little hope that the market can absorb the 41% theoretical fleet growth over the next three years,” they said.

With this expected growth in capacity, they remain downbeat on the prospects for the Baltic Dry Index, which they see at 2,250 in 2011 and 2000 in 2012. The index closed at 2,069 on Tuesday....
(Verkleinert auf 94%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 365999
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Pichel:

Amerika prescht vor.

4
15.12.10 11:34
Es war eine Art Sell-off mit Ansage. Denn im Markt für Staatsanleihen hatten natürlich viele Investoren
darauf gesetzt, dass das amerikanische Fed auf seiner gestrigen Sitzung etwas zu seinem Anleihenkauf-
Programm über 600 Mrd. Dollar sagen würde. Tat es auch, allerdings nicht so, wie erhofft wurde.
Denn nachdem Fed-Chef Ben Bernanke höchstselbst ins Spiel gebracht hatte, dass das Volumen
ausgeweitet werden könnte, veränderte das Federal Reserve nun erst einmal nichts. Und folgt man
den weiteren Einschätzungen, dürfte eine Ausweitung des Programms komplett vom Tisch sein. Denn die
Währungshüter schätzten richtigerweise ein, dass die US-Wirtschaft weiter auf Erholungskurs ist.
Im Ergebnis gaben die US-Treasuries
auf breiter Front ab. Die Rendite der 10-
jährigen Anleihen schnellte auf 3,49%
hoch und erreichte damit den höchsten
Stand seit 7 Monaten. Ähnliches war auch
bei den 30-jährigen Langläufern zu
beobachten, die auf 4,53% kletterten. Wie
sich heute Morgen zeigte, gibt es aber
immer noch Anleger, die solche Kurs-Dips
zu Käufen nutzen.
Was auch damit zusammenhängt, dass
viele institutionelle Investoren, wie
Pensions-Fonds, ja gesetzlich
gezwungen sind, in Staatsanleihen als vermeintlich risikofreie Anlagen zu investieren. Und da das
Gegengewicht der Euro-Anleihen wegen der dortigen Krise sehr an Reputation eingebüsst hat, finden eben
Treasuries immer wieder Käufer. Was aber nichts daran ändert, dass offensichtlich die Trendwende in den
Renditen nachhaltig ist.
Am Aktienmarkt bzw. an der Wall Street sah das Bild gestern Abend gänzlich anders aus. Denn dort
feierte man natürlich die Aussicht, dass die Konjunkturerholung weitergeht. Und bekam auch gleich eine

Bestätigung von den gespannt erwarteten Einzelhandelsumsätzen. Denn diese fielen im Kern besser aus
als erwartet. Nachdem es im Vormonat einen revidierten Zuwachs um 1,7% gegeben hatte, kletterten die
Umsätze insgesamt nun im November um 0,8%. Zwar ein Rückgang, aber besser als die nur erwarteten
0,6%.
Richtig positiv wurde es aber, wenn man die volatileren Segmente wie Autos und Treibstoff-Verkäufe
herausrechnet. Ohne Autos gab es einen Anstieg um 1,2% nach 0,8% im Vormonat. Treibstoffe ebenfalls
noch abgezogen, verzeichneten die Einzelhandelsumsätze ein Plus von 0,8%. Dies war das gleiche
Wachstumsniveau wie im Vormonat und um 0,2 Prozentpunkte besser als erwartet.
Damit stand der Fortführung der bisherigen guten Performance des Marktes nichts im Wege und der
Dow Jones sowie alle anderen US-Indizes verzeichneten weitere Zugewinne.

Quelle: Zürcher Börsenticker
Bankraub ist ein Unternehmen für Dilettanten.
Wahre Profis gründen ein Bank.
Antworten
Malko07:

#72940: Die Fed und die EZB sind

2
15.12.10 11:48
nicht ansatzweise vergleichbar. Dazu sollte man sich etwas in die Regelwerke einlesen. Ist wahrscheinlich etwas zu mühsam. Deshalb wird dann lieber von Verschwörungsseiten abgeschrieben.
Antworten
wawidu:

"Kaffeeröster vom Grüneberg" im Rückwärtsgang

 
15.12.10 11:58
Im Chart liegt ein potenzielles Doppeltop vor:
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 366029
Antworten
Pichel:

Verstoß gegen des ersten Verfassungszusatz der USA

9
15.12.10 12:46
dpa-AFX: POLITIK: US-Luftwaffe sperrt Zugang zur 'New York Times'
   WASHINGTON/BERLIN (dpa-AFX) - Die amerikanische Luftwaffe hat wegen der
Veröffentlichung von Wikileaks-Dokumenten den Zugang zu beteiligten Medien wie
'New York Times', 'Guardian' oder 'Spiegel' von ihren Computern aus gesperrt.
Eine Sprecherin der Air Force bestätigte dem 'Wall Street Journal' vom Mittwoch,
dass insgesamt 25 Websites blockiert werden. Sie wollte sie nicht nennen,
dementierte aber nicht, dass auch Medien-Seiten darunter sein können. Der
Zeitung zufolge taucht beim Ansteuern der Websites von Air-Force-Computern aus
die Nachricht 'Zugang verweigert' auf dem Bildschirm auf.

   Betroffen seien auch andere Medien wie die französische Tageszeitung
'Le Monde' oder die spanische 'El Pais'. Sie alle hatten Dokumente aus dem
Wikileaks-Fundus veröffentlicht und ausführliche darüber berichtet. In den USA
wird derzeit über die Rolle der 'New York Times' diskutiert, da sie als
amerikanische Zeitung geheime US- Dokumente veröffentlichte. Das Blatt hatte
allerdings vor der Veröffentlichung von Diplomaten-Depeschen Kontakt zu den
Behörden gesucht, um die Gefährdung von Menschenleben durch Preisgabe der
Informationen zu verhindern.

   Angehörige der Bodentruppen oder der Marine könnten die
Medien- Websites weiterhin besuchen, berichtete die Zeitung weiter. Das
US-Verteidigungsministerium hatte lediglich grundsätzlich davor gewarnt, die
Wikileaks-Seiten zu besuchen oder sich Dokumente von dort herunterzuladen. Die
Regierung vertritt den Standpunkt, dass geheime Dokument nur von Berechtigten
eingesehen werden dürfen, selbst wenn sie durch Wikileaks einer großen
Öffentlichkeit bekanntgemacht wurden. Kritiker sehen in der Sperrung einen
Verstoß gegen des ersten Verfassungszusatz der USA, der die Meinungsfreiheit
garantiert./so/DP/he
Bankraub ist ein Unternehmen für Dilettanten.
Wahre Profis gründen ein Bank.
Antworten
Anti Lemming:

Für alle Zentralbanken gilt

3
15.12.10 12:47
dass Anleihen, deren Kurse sie mittels QE künstlich hochtreiben oder hoch halten (PIIGS), später im Wert unter den Einkaufspreis fallen können. Dann macht die Zentralbank Verluste. Bei PIIGS-Anleihen ist das offenbar jetzt schon der Fall.

Um diesen einfachen Sachverhalt zu konstatieren, muss ich nicht die Statuten der Fed und EZB im Detail studieren. Es reicht, von den Aktiva (fallende Anleihen) die Passiva (nicht fallende Schulden für die Käufe) abzuziehen.

Wenn die EZB keine Problem hat, warum führt sie dann eine Kapitalerhöhung durch?
Antworten
Anti Lemming:

Pichel - Zensur gibt es nicht nur in China...

3
15.12.10 12:52
sondern auch in Obamas Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken von Amerika (USSA)

Back in the U S S A, sangen schon die Beatles.
Antworten
WielandSchmi.:

@Malko 72939

6
15.12.10 13:27
Sektive Wahrnehmung? Die Einnahmen aus der Umsatzsteuer waren über dem Vergleichszeitraum  2008. Die Einnahmen aus Lohnsteuer gingen -6,58 zu 2009, -11,38 zu 2008, -7,13 zu 2007 zurück. Die aus der Einkommenssteuer um -1,55 zu 2009 und -17,88 zu 2008.  Dabei ist aber nicht berücksichtigt, dass 2007 die MWSt von 16 auf 19% erhöht wurde.  Es scheint Fakt zu sein, dass die Steuereinnahmen sinken. Ebenso, wie die Gehälter und die Einkommen.
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permanent:

JPMorgan soll mit Zinsderivaten auf den

8
15.12.10 13:33
TBond schwere Verluste eingefahren haben. Ich habe dies nur als Gerücht gehört und kann keine Quelle liefern.
Also ist die Meldung durchaus mit Vorsicht zu genießen.

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