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| Steigender Novo-Nordisk AS-Kurs | 5,59 | 7,92 | ||
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| 19.09.2007 08:00 Uhr - Quelle: http://www.sueddeutsche.de/,ra9m5/finanzen/artikel/808/133559/ | |
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-->Bank of England: Höchstes Leitzinsniveau unter den großen Industriestaaten.Foto: AP Bank of EnglandAngekratztes ImageVon Andreas Oldag | |
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(SZ vom 19.9.07) |
Und zwar, die Unseriösen nicht nur weiter am Leben zu erhalten - sondern auch Ihnen noch einen Freibrief auszustellen. Jetzt wissen alle Hasardeure, das soeben die Eröffnung des Paradieses stattgefunden hat. Traurig, damit hat "Big Ben" allen Leuten, die glaubten das er vorsichtiger als Sein Vörgänger agieren wird, einen ordentlichen Tritt versetzt.
Nun dürfte auch dem Dümmsten klar sein, das man den letzten Pfeiler des amerikanischen "Wohlstands" mit aller Gewalt stützen wird. Trotzdem wird es nur eine Zeit lang glücken. Noch ist es auf lange Sicht keinem Volk gelungen, einfach nur durch eine geschickte Geldpolitik zu existieren. Die USA hat alles, was Arbeit im ursprünglichen Sinne ist, schon längst ausgelagert. Und sich zudem noch massivst bei Ländern verschuldet, die traditionell herzlich wenig von den Erleuchteten halten. Und ganz andere Vorgehensweisen haben.
Jetzt ist erst mal Euphorie angesagt. Nur das Volk wird über den kollabierenden Dollar jetzt bei jedem Einkauf gehörig zur Kasse gebeten. Gleichzeitig ist eine Neuaufnahme von Schulden, um den Lebensstandard zu halten, momentan nur noch für Leute mit allerhöchster Bonität möglich. Der Rest geht leer aus, da man nun die Kredite dieser Art von Schuldnern nicht mehr bündeln und weiter verkaufen kann. Und bevor man selber auf dem Mist sitzen bleibt, wird erst gar kein Kredit vergeben.
In dem Zusammenhang möchte ich nochmal einen kleinen Ausschnitt aus "Dollars and Politics" von A. Müller hier aufzeigen:
Wenn Güter aus dem Ausland importiert werden können, ohne für diese mit Schweiß und Anstrengung bezahlen zu müssen, verändert sich die heimische Kultur und machthungrige Politikereliten entstehen. Im ansässigen privaten Sektor wird die Produktion von Gütern durch die Produktion von Leistungen ersetzt, deren Wirtschaftlichkeit ein Hirngespinst des Unternehmers darstellen. Dieser Teufelskreis führte schlussendlich immer zum Niedergang des jeweiligen Reiches.
Die derzeitige globale Position der USA entspricht in etwa jener Spaniens zur Zeit seines Abstiegs. Obwohl ökonomisch ausgehöhlt, versuchte das Land an seinen weltweiten Besitzungen festzuhalten. Währendessen transformierte die heimische Wirtschaft in ihrem Wesen und wurde zunehmenden von Staat und Militär dominiert.
Und genau an der Stelle stehen wir momentan. Und alles - wirklich alles - was die USA als "Produzenten von Geld" noch am Leben hält, ist einerseits die militärische Stärke und andererseits, das die Hauptgläubiger Exportnationen sind. Nur werden selbst diese Länder irgendwann nicht mehr reale Ware gegen gedruckte Scheinchen liefern, die auch noch jeden Tag weniger wert sind.
Und den Irak konnte man plattmachen, als Saddam den Dollar als Zahlungsmittel für reale Ware ablehnte. Beim Iran wird es schon schwieriger. Nur was macht man, wenn China richtiges Geld sehen will? Oder Russland? Und gerade in den Ländern werden sich viele die Hände reiben, wenn der Dollar nicht mehr akzeptiert wird. Hat doch gerade Amerika auch deren Währungen eine lange lange Zeit lang nicht akzeptiert.... 
Wertzuwachs
....des Neuen Marktes...
...ja, da haben Fondmanager Ihre Positionen verkauft, wenn die Leute Ihre Anteile zurück gaben und so den Neuen Markt in "unverantwortlicher" Weise geschadet. Heute ist das alles Geschichte. Schnee von Gestern. Wenn jetzt jemand Seine Anteile zurückgeben will - so friert man einfach den Fond ein. Natürlich nur, weil "ein geordneter Verkauf der illiquiden Anteile für die Investoren so den maximalen Wert generiert"....
Warum ist man nicht damals schon drauf gekommen? Mensch, der Neue Markt wäre einfach zu Höchstkursen eingefroren worden und Hunderttausende Anleger in Deutschland wären immer noch Millionär. Zumindest auf dem Blatt Papier.....
Wertzuwachs
Der gestrige Zinsschritt ist einfach nur noch logisch: Der Trinker hat den Schlüssel für den Weinkeller und bei Bedarf setzt er ihn ohne Rücksicht auf Verluste ein. Und das Beste ist, wir werden dieses Jahr noch weitere Zinssenkungen sehen, vielleicht sogar bis zu 100 Bp.
Die Folgen einer sich weiter ausbreitenden Geldmenge (Stichwort: Inflation, gesteigerte Risikoaversion), werden hingenommen, weil es zum Selbsterhaltungstrieb der Wirtschaftsmacht USA dient und derzeit wohl das einzige Mittel (da keine Kriegsplätze mehr vorhanden) gegen wirtschaftlichen Abschwung ist.
Entsprechend bin ich fest davon überzeugt, dass der liquiditätsgetriebene Wahnsinn an den Aktienmärkten weitergehen wird. Die DJ 15,000-Champagner stehen bereits im Kühlschrank.
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