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Der USA Bären-Thread

Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs auf Infineon AG

Strategie Hebel
Steigender Infineon AG-Kurs 4,99 9,96 20,21
Fallender Infineon AG-Kurs 5,11 10,03 16,64
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB4M4X1 , DE000NB4YKS4 , DE000NB4ZQJ7 , DE000NG70083 , DE000NG64G04 , DE000NG555Z8 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Beiträge: 156.449
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S&P 500 6.966,05 +0,63% Perf. seit Threadbeginn:   +377,46%
 
Malko07:

A.L.(#42950), alle Aussagen

11
10.05.09 09:01
haben nur einen Sinn: Zeit gewinnen!

- Es braucht Zeit die notwendigen Gelder am Markt einzusammeln, ob durch den Staat oder durch die Finanzinstitute. Man kann die notwendige Neuverschuldung nicht innerhalb von 3 Monaten durchführen.

- Es braucht Zeit damit sich die Finanzmärkte stabilisieren und manche Papiere erholen können.

- Es braucht Zeit, dass sich die Wirtschaft stabilisieren kann.

- Es braucht Zeit damit sich der Verbraucher erholen kann.

- Es braucht Zeit, .......

Wieviel Zeit weiß allerdings niemand genau. Wo wir wirklich stehen weiß niemand. Ob wir es nochmals schaffen werden und wie lange das anhalten wird, weiß niemand.

Unter diesen Aspekten muss man viele Aktionen der US-Administration sehen, auch die Aussagen der Fed. Der Bankenstresstest ist auch eine dieser "billigen" Aktionen. Er ist auf jeden Fall billiger als die Garantien unserer Bundesregierung.

Die volle Wahrheit kennt keiner und könnte auch keiner begreifen. Also bleibt nur die alte Erkenntnis:

Die Zeit heilt alle Wunden.
Antworten
permanent:

Wer eimal lügt dem glaubt man nicht

6
10.05.09 09:21

selbst wenn er mal die Wahrheit spricht.
Die Kreativität der US Statiskiker ist seit langem bekannt. Entweder gibt es ständig Anpassungen an die Methodik oder eine anschließende Revisionen der Orginaldaten.
An diese kleinen Schwindel war der Makrt gewöhnt, die Marktteilnehmer hatten sich damit arrangiert.

Nun scheinen wir in eine neue Ära des offensichtlichen Betrug eingetreten zu sein.
 

Der USA Bären-Thread 5813148 permanent: Der Schwindel ist aufgefallen
09.05.09 22:31
8Der USA Bären-Thread 5813148
 
Sollte sich dieses bestätigen, so wird die US Regierung immer schlechtere Karten im globalen Finanzpoker haben. Es ist eine schwere Bürde seine Glaubwürdigkeit verspielt zu haben.
 
Gruß
Permanent
Antworten
nopanic:

der gefakede stresstest

4
10.05.09 09:21
erinnert mich an einen fußballspieler,der sich im strafraum fallen lässt und einen elfmeter rausschindet.der gilt dann heutzutage als clever und wird von seinen mitspielern beklatscht.obama und geithner sind gzwungen sich von einer lüge zur nächsten zu hangeln.sollte sich der steinbrück doch mal darüber aufregen.das getraut er sich aber nicht.
Antworten
Anti Lemming:

US-Bankentester: Ganz USA ist ein Madoff-Fall

14
10.05.09 09:34

Das Interview unten wurde geführt mit William K. Black, einem ehemaligen Bankenaufseher aus USA, der bereits in der Savings&/Loan-Krise der 1980-er Jahre aktiv war. Sein Fazit: Ganz Wall-Street ist ein riesiger Madoff-Schwindel.


Wall Street ist ein "Ponzi Scheme"

Ein Ponzi-Scheme ist die englische Bezeichnung für ein Schneeballsystem, benannt nach dem Betrüger Charles Ponzi, der sich durch den seinerzeit (1920´er) größten Betrug einen Namen machte. Aber das, was sich jetzt an den Finanzmärkten abspielt, stellt alles Dagewesene in den Schatten. Da sehen selbst die Bankrotteure hierzulande wie kleine Hütchenspieler aus.

Einen äußerst interessanten Einblick in das Geschäft der "securitisation", der Verbriefung von Kreditportfolios, gibt dieses Interview von Bill Moyers mit  William K. Black  einem ehemaligen US-Bankenaufseher, der bereits während der amerikanischen Sparkassenkrise Ende der 80´er Jahre tätig war und die Weltbank bei der Korruptionsbekämpfung beriet. Er ist Professor für Wirtschaftswissenschaften und Rechtswissenschaften an der Universität Missouri.

Für ihn ist flächendeckender Betrug an der Wall Street die Hauptursache für die Krise. Auszüge aus dem Transskript:

BILL MOYERS: Is it possible that these complex instruments were deliberately created so swindlers could exploit them?

Ist es möglich, dass diese komplexen (Finanz-) Instrumente absichtlich geschaffen wurden, damit Betrüger sie ausnutzen konnten?

   

WILLIAM K. BLACK: Oh, absolutely. This stuff, the exotic stuff that you're talking about was created out of things like liars' loans, that were known to be extraordinarily bad. And now it was getting triple-A ratings. Now a triple-A rating is supposed to mean there is zero credit risk. So you take something that not only has significant, it has crushing risk. That's why it's toxic. And you create this fiction that it has zero risk. That itself, of course, is a fraudulent exercise. And again, there was nobody looking, during the Bush years. So finally, only a year ago, we started to have a Congressional investigation of some of these rating agencies, and it's scandalous what came out. What we know now is that the rating agencies never looked at a single loan file. When they finally did look, after the markets had completely collapsed, they found, and I'm quoting Fitch, the smallest of the rating agencies, "the results were disconcerting, in that there was the appearance of fraud in nearly every file we examined."

Oh, absolut. Dieses exotische Zeug, von dem hier die Rede ist, wurde aus sog. Liar Loans (Lügner Kredite) gemacht, die als außerordentlich schlecht galten. Und dann haben sie tripple-A-ratings darauf vergeben. Nun bei einem tripple-A-rating nimmt man an, dass es kein Kreditausfallrisiko gibt. Also nimmt man etwas, das nicht nur ein erhebliches, sondern erdrückendes Risiko aufweist. Dies allein ist, natürlich, bereits ein betrügerisches Vorgehen. Deswegen sind diese (Wertpapiere) giftig. Und gleichzeitig erzeugt man die Vorstellung, dass diese (Wertpapiere) kein Kreditrisiko aufweisen. Und nochmals: Da hat niemand ein Auge drauf gehabt während der Bush-Jahre. Schließlich gab es vor nur einem Jahr eine Untersuchung dieser Ratingagenturen durch den Kongress, die ein skandalöses Ergebnis zu Tage förderte. Nach jetzigem Kenntnisstand haben die Ratingagenturen keine einzige Kreditunterlage geprüft. Als sie schließlich doch die Unterlagen prüften, nachdem die Märkte komplett kollabiert waren, haben sie herausgefunden, und ich zitiere jetzt Fitch, die kleinste von den Ratingagenturen, dass "die Ergebnisse bestürzend waren, da fast in jeder Kreditakte ein Fall von Betrug entdeckt wurde.

 

BILL MOYERS: So if your assumption is correct, your evidence is sound, the bank, the lending company, created a fraud. And the ratings agency that is supposed to test the value of these assets knowingly entered into the fraud. Both parties are committing fraud by intention.

Wenn also ihre Annahme wahr und ihre Beweisführung richtig ist, dann hat die Bank, der Kreditgeber, den Betrug begangen. Und die Ratingagenturen, von denen man erwartet hätte, dass sie den Wert dieser Kreditengagements testen würden, haben sich bewußt an diesem Betrug beteiligt. Beide Parteien haben sich absichtlich an diesem Betrug beteiligt.

WILLIAM K. BLACK: Right, and the investment banker that — we call it pooling — puts together these bad mortgages, these liars' loans, and creates the toxic waste of these derivatives. All of them do that. And then they sell it to the world and the world just thinks because it has a triple-A rating it must actually be safe. Well, instead, there are 60 and 80 percent losses on these things, because of course they, in reality, are toxic waste.

Richtig. Und die Investmentbanker haben diese faulen Hypothekenkredite, diese Liar Loans, gebündelt - man nennt es pooling - und diesen Giftmüll an Derivaten produziert. Alle haben das gemacht. Und dann haben sie den (Giftmüll) an die Welt verkauft und die Welt denkt, nur weil der ein AAA-Rating hat, muss er eigentlich sicher sein. In Wirklichkeit sind diese Dinger mit 60 bis 80 Prozent Abschreibungen belastet, weil dieses Zeug in Wirklich Giftmüll ist.

BILL MOYERS: You're describing what Bernie Madoff did to a limited number of people. But you're saying it's systemic, a systemic Ponzi scheme.

Sie beschreiben gerade, was Bernie Madoff einer bestimmten Anzahl von Anlegern angetan hat. Aber Sie sagen, dass dies systemisch ist, das dies ein systemisches Ponzi scheme (Schneeballsyystem) ist.

WILLIAM K. BLACK: Oh, Bernie was a piker.  He doesn't even get into the front ranks of a Ponzi scheme...

Oh, Bernie war eine Memme. Bernie kam nie in die Bestenliste von Schneeballsystemen.

BILL MOYERS: But you're saying our system became a Ponzi scheme.

Aber Sie sagen, unser System wurde zu einem Schneeballsystem...

WILLIAM K. BLACK: Our system...

Unser System

BILL MOYERS: Our financial system...

Unser Finanzsystem...

WILLIAM K. BLACK: Became a Ponzi scheme. Everybody was buying a pig in the poke. But they were buying a pig in the poke with a pretty pink ribbon, and the pink ribbon said, "Triple-A."

... wurde ein Schneeballsystem. Jeder kaufte die Katze im Sack. Aber sie kauften die Katze im Sack mit einem sehr schönen Geschenkband, und das sagte: AAA.

http://kuchentester.blogspot.com/2009/04/wall-street-ist-ein-ponzi-scheme.html

 

Antworten
Anti Lemming:

Link zum kompletten Black-Interview

3
10.05.09 09:49
...sehr interessant...

www.pbs.org/moyers/journal/04032009/transcript1.html
Antworten
Kicky:

H. Flasbeck:Die Politik versagt vor der Wirtschaft

3
10.05.09 10:06
Heiner Flassbeck, früher Staatssekretär bei Oskar Lafontaine, jetzt Chefökonom der Uno-Organisation für Handel und Entwicklung (Unctad) in Genf wirft einen schonungslosen Blick auf die Politszene: «Gescheitert – Warum die Politik vor der Wirtschaft kapituliert», lautet sein jüngstes Buch.Nie war es so deutlich wie in der internationalen Finanzkrise: Die Politik versagt vor der Wirtschaft. Dies hat System in Deutschland. Statt überzeugende Konzepte anzubieten, biedern sich alle Parteien ausschließlich der Logik von Unternehmen an. Die Politiker verhaspeln sich in Details, statt konkurrierende Lösungsansätze für die großen Probleme zu entwickeln. Heiner Flassbeck zeigt, wie und warum die Politik vor der Wirtschaft längst kapituliert hat, und fordert eine radikale Umkehr.

Roger de Weck führt mit dem linken Ökonomen ein Krisengespräch gerade bei 3sat
Antworten
nopanic:

jau al

3
10.05.09 10:07
der mann hat sicher recht,aber um bei meinem beispiel mit dem elfmeterschinden zu bleiben,solange der markt von den lügen profitiert,spielt er bei dem falschen spiel mit.der markt hat keine moral sondern sucht das schnelle geld.hier wäre die politik gefordert,aber die ist am beschönigen der lage interessiert und obama und geithner geben den takt vor und von den zweien halte ich nichts.oder meinst du dass obama ein wort über den getürkten stresstest verliert.obama ist ein hütchenspieler.
Antworten
Kicky:

Brauchen wir Glass Seagull wieder ?

4
10.05.09 10:32
www.nytimes.com/2009/05/09/business/...tml?_r=1&ref=global
“Should we have a new Glass-Steagall?” asked Liam Halligan, the chief economist with Prosperity Capital Management, a London-based asset manager, who also writes a weekly column for The Telegraph. He felt very strongly that the answer was yes.

“We’ll see a Glass-Steagall-like environment,” predicted Michael Spencer, the billionaire founder of ICAP, a large interdealer broker whose headquarters is in the City of London.“We need to bring back Glass-Steagall,” said Terry Smith, the chief executive of Tullett Prebon, another big interdealer broker.

...Glass-Steagall, of course, was an American law passed during the Depression to separate investment banking and commercial banking. It was dismantled 66 years later, in 1999, because it was viewed by the American political establishment, starting with Treasury Secretary Robert Rubin, as an outmoded relic of an earlier age. Glass-Steagall never existed in Britain.

....... for all the talk in recent years about whether the City of London was “overtaking” Wall Street as the world’s financial capital, they have really become one and the same. All the big financial institutions operate in both places... The financial products unit of the American International Group traded credit-default swaps in both Wilton, Conn., and London, for instance.

Hedge funds are as large a part of the financial world in the City of London as they are on Wall Street. Banks in London chased the same deals, hired the same traders and followed the same business practices as their American competitors. “The right way of thinking about New York and London is that they are Siamese twins,” said Martin Wolf, the economics columnist for The Financial Times. “They were the same institutions doing the same things with the same set of regulations.”

Which is why it is only natural that Londoners would be closely tracking America’s response to the crisis — and thinking about whether old laws like Glass-Steagall should be revived. Because it turns out that, having hitched its wagon to Wall Street more than a decade ago, the City of London cannot afford to untether itself.
Antworten
Kicky:

Are we repeating our mistakes?

5
10.05.09 10:41
der oben zitierte Liam Halligan im Telegraph heute:

....Back in August 2005, despite rising inflationary pressures, the MPC elected to cut rates – to 4.5pc. It was the first time the Governor, Mervyn King, had been out-voted.All that cut did, as some of us warned at the time, was to stoke a lending boom that was already at alarming levels, pumping up the credit bubble to an even greater degree.

Future historians will judge that during the years leading up to this sub-prime debacle, Western central banks kept interest rates too low for too long. By fuelling indebtedness, cheap credit helped cause this economic trauma.
The main culprit was Alan Greenspan, who nailed US rates to the floor – not for good economic reasons but because, for all his scientific pretence, he was in the pocket of his political masters.

If we're honest, there's been a whiff of that tendency on this side of the Atlantic too.

Quite a few of Gordon Brown's MPC appointees have seemed very keen on cutting rates, and maintaining the "feel-good" factor that politicians crave, even if it meant out-voting the governor.....
.... Low rates helped cause this crisis, and slashing rates almost to zero since has, in my view, done more damage still.

Both monetary and fiscal policy in the UK are now wildly expansionary – to an extent that is extremely counter-productive. Our current policy stance is storing up enormous future problems – in the form of severely diminished inflation-fighting credibility and swathes of extra government debt.

In recent months, a mantra has gripped our policy-making process – "do something very drastic and do it now, and to hell with the consequences". That nostrum, however ill-judged and destructive, has utterly usurped considered thought and the heeding of the lessons of history when it comes to deciding how to tackle this mess.

So the Government is now repeatedly taking very radical steps that are barely thought-through – and with a steely resolve to wave away any objections about future damage.

.....This self-destructive tendency is most apparent, perhaps, in the Bank of England's utterly ghastly programme of "quantitative easing" – or QE. Under this ill-conceived practice, the Bank creates money and uses it to buy government bonds. Having already spent over £50bn on such measures, the Bank last week announced it would "print" another £75bn.

The idea behind QE is to stimulate the economy by bringing down gilt yields. It's scary, then, that despite these drastic steps, yields are now 40 basis points higher than when the QE purchases first began in mid-March.

What happens when QE ends – and when its obvious inflationary implications burst through? Who will buy the hundreds of billions of pounds of non-indexed sovereign paper the UK government will issue over the next few years, when inflation is surging and our debased currency is falling? The answer, quite simply, could be no one. .....
Antworten
Kicky:

Link dazu

 
10.05.09 10:44
www.telegraph.co.uk/finance/comment/...make-him-out-to-be.html
(war mal wieder ein Hacker unterwegs)
Antworten
Kicky:

Enjoy the Rally while it lasts

4
10.05.09 10:52
www.telegraph.co.uk/finance/comment/...ke-a-sucker-punchb.html     unser lieber Ambrose Pritchard-Evans heute
Our delicious spring rally is nearing the limits. The 40pc rise on global bourses since March assumes that central banks have conjured away the debt overhang by slashing rates to zero and printing money. Nothing of the sort has occurred. Two thirds of the world economy will be in deflation by July.
Bear market rallies can be explosive. Japan had four violent spikes during its Lost Decade (33pc, 55pc, 44pc, and 79pc). Wall Street had seven during the Great Depression, lasting 40 days on average. The spring of 1931 was a corker.

James Montier at Société Générale said that even hard-bitten bears are starting to throw in the towel, suspecting that we really are on the cusp of new boom. That is a tell-tale sign. "Prolonged suckers' rallies tend to be especially vicious as they force everyone back into the market before cruelly dashing them on the rocks of despair yet again," he said. Genuine bottoms tend to be "quiet affairs", carved slowly in a fog of investor gloom.

Another sign of fakery – apart from the implausible 'V' shape – is the "dash for trash" in this rally. The mostly heavily shorted stocks are up 70pc: the least shorted are up 21pc. Stocks with bad fundamentals in SocGen's model (Anheuser-Busch, Cairn Energy, Ericsson) are up 60pc: the best are up 30pc.

Teun Draaisma, Morgan Stanley's stock guru, expects another shake-out. "We think the bear market rally will end sooner rather than later. None of our signposts of the next bull market has flashed green yet. We're not convinced the banking system has been fully fixed," he said

Mr Draaisma said US housing busts typically last nearly about 42 months. We are just 26 months into this one. The overhang of unsold properties on the US market is still near a record 11 months. He expects the new bull market to kick off later this year – perhaps in October – anticipating real recovery in 2010.

Keep an eye on the upward creep in yields on the 10-year US Treasury, the benchmark price of world credit. This alone threatens to short-circuit the rally. .....

Governments need to raise $6 trillion (£4 trillion) this year to fund bail-outs and deficits, led by this abject isle with needs of 13.8pc of GDP (EU figures)..........
Antworten
Anti Lemming:

Wahre Worte von Bankenaufseher Black

9
10.05.09 10:58

(aus dem obigen Interview in # 42955)

William Black: Geithner is publicly saying that it's going to take $2 trillion — a trillion is a thousand billion — $2 trillion taxpayer dollars to deal with this [bank] problem. But they're allowing all the banks to report that they're not only solvent, but fully capitalized. Both statements can't be true. It can't be that they need $2 trillion, because they have masses losses, and that they're fine. Until you get the facts, it's harder to blow all this up. And, of course, the entire strategy is to keep people from getting the facts. The facts about how bad the condition of the banks is. So, as long as I keep the old CEO who caused the problems, is he going to go vigorously around finding the problems? Finding the frauds?

zu deutsch:

William Black: Geithner sagt öffentlich, dass zur Lösung der Bankenprobleme 2 Billionen (2000 Milliarden) Dollar nötig sind. Wie aber können sie dann den Banken erlauben zu behaupten, sie seien nicht nur solvent , sondern sogar voll kapitalisiert? Es kann nicht angehen, dass die Banken einerseits 2 Billionen benötigen, um solvent zu bleiben, und andererseits behaupten, in gutem Zustand zu sein.

Die Leute sollen die wahren Fakten über die Banken nicht erfahren, dahinter steckt eine Strategie. Können wir ernsthaft erwarten, dass die Banken-CEOs, die die Probleme verursacht haben, sich nun intensiv bemühen werden, Probleme und Betrug aufzudecken?


P.S. Das Interview wurde Anfang April geführt, als die Stresstest-Ergebnisse noch nicht vorlagen. Dennoch sind Blacks Worte vor dem Hintergrund der neuerlichen Täuschungsversuche beim Banken-Stresstest top-aktuell.

Antworten
Kicky:

Geheimes Papier d. Bafin:816Milliarden Toxic Waste

8
10.05.09 11:00
www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,621053,00.html
kann mich nicht erinnern ,das hier schon gelesen zu haben
Ein geheimes Papier der Bafin ist öffentlich geworden - und sorgt für Aufregung. Für 17 Banken schlüsselt es milliardenschwere Risikoposten auf. Die Behörde warnt vor Fehlinterpretationen und hat die Staatsanwaltschaft eingeschaltet....Die Bafin hat inzwischen die Staatsanwaltschaft München eingeschaltet. Die veröffentlichte Aufstellung sei "streng vertraulich" gewesen. Ihre Weitergabe stelle "möglicherweise einen Verstoß gegen die Verschwiegenheitspflicht dar", heißt es zur Begründung.Die Zahl von 816 Milliarden, über die die "Süddeutsche Zeitung" am Freitagabend vorab auf ihrer Web-Seite berichtet, ist dabei weniger überraschend. Neu an dem jetzt veröffentlichten Bafin-Papier, das auch dem SPIEGEL vorliegt, ist, dass erstmals nicht nur die geschätzte Gesamtsumme aller Risiken genannt wird - sondern dass detailliert aufgeschlüsselt ist, welche Kredite und Wertpapiere einzelne Banken konkret in problematischen Geschäftsfeldern besitzen.
   * Landesbanken: 355 Milliarden Euro
     Davon 180 Milliarden toxische Papiere, 175 Milliarden Euro derzeit nicht handelbare Papiere. Allein für die HSH Nordbank setzt die Bafin rund 100 Milliarden Euro an - etwa 13 Milliarden Euro davon sollen Giftpapiere sein. Nach Informationen der "SZ" sind bei der Landesbank Baden-Württemberg 92 Milliarden in der Bilanz, bei der Westdeutschen Landesbank 84 Milliarden.

   * Hypo Real Estate: 268 Milliarden Euro

   * Volks- und Raiffeisenbanken: 54 Milliarden
     25 Milliarden davon toxische Papiere und 29 Milliarden derzeit nicht handelbare Papiere.

   * Privatbanken - wie Commerzbank und Deutsche Bank: 139 Milliarden Euro
     Davon werden 53 Milliarden als toxisch angesehen, 86 Milliarden als nicht handelbare Papiere. Die Deutsche Bank hat allerdings so gut wie keine Giftpapiere.

Eine Bafin-Sprecherin bemühte sich am Abend um Schadensbegrenzung. In die als Risikobeträge angeführten Zahlen seien auch Vermögenswerte eingeflossen, "die nach Angaben der Banken nicht mehr zur aktuellen Geschäftsstrategie passen und die daher ausgegliedert werden könnten", sagte sie
Antworten
Kicky:

Die Politik täuscht die Bürger über die Kosten

9
10.05.09 11:20
www.sueddeutsche.de/finanzen/363/467933/text/

Können wir unseren Wohlstand nur erhalten, wenn es den Banken gut geht? Die Politik täuscht die Bürger über die Kosten der Bankenhilfspakete.

Bundeskanzler Konrad Adenauer prägte einst den Begriff der Deutschland AG: Was gut ist für deutsche Unternehmen, nutzt auch dem Bürger. Im Laufe der Jahre verlor sich das Diktum, später verkehrte es sich sogar ins Gegenteil. Deutsche Konzernchefs feierten steigende Gewinne; immer mehr Arbeiter und Angestellte hatten dagegen Mühe, ihr Leben zu finanzieren.

Die globale Finanzkrise setzte dem Treiben ein abruptes Ende und bescherte der Bundesregierung ein neues Leitmotiv. Was für Adenauer die Deutschland AG war, ist für Merkel die systemrelevante Bank: Nur wenn es unseren Banken gut geht können wir unseren Wohlstand erhalten.
Unter dieser Annahme eilt die Regierung einer Bank nach der anderen zu Hilfe. Sie spannt einen nationalen Rettungsschirm auf, sie lässt die Bilanzierungsregeln lockern und breitet ein Netz aus, in das die Institute ihre Schrottpapiere abwerfen sollen. Sie gibt das Geld der Steuerzahler aus, weil sie glaubt, nur so ließe sich die Kernschmelze des Finanzsystems - und damit ein Absturz der gesamten Wirtschaft - verhindern.


Und stets heißt es: Die Hilfsaktionen seien gar nicht so teuer. Der größte Teil der Milliarden, die der Staat bereit stelle, seien ja Garantien - also gar kein richtiges Geld. Zahlen müsse der Staat nur dann, wenn die Sache schief gehe. Und die staatlichen Retter tun so, als ob sie diesen "worst case", diese denkbar schlechteste Entwicklung, tatsächlich verhindern können.
Doch können sie das wirklich? Oder übernimmt der Staat sich nicht mit seinen Rettungspaketen? Und täuschen die Politiker nicht die Bürger, wenn sie versprechen, dass all die Milliarden, die sie in die BayernLB, die WestLB, die Hypo Real Estate oder die Commerzbank gesteckt haben, auch irgendwann zurückfließen werden?

Geschäfte unterm Schirm

Tatsächlich würde es viele Banken heute gar nicht mehr geben, wäre der deutsche Staat ihnen nicht finanziell zur Seite gesprungen. Dennoch kann die Politik nicht so weitermachen wie bisher. Das Vertrauen, das sie vom Bürger permanent für sein Krisenmanagement fordert, ist erschüttert.
Denn über die Risiken der Rettungspläne sagen die Retter nur wenig, zudem werden unter dem Schutz der staatlichen Rettungsschirme längst wieder kräftig Geschäfte gemacht - in Deutschland ist das nicht anders als in den USA. Und so entsteht der Eindruck, als werfe der Staat  den Banken das Geld nach. 155 Milliarden Euro hat die Bundesregierung schon in die Hand genommen. Weitere 60 Milliarden sind als Staatsgarantien beantragt. Von den 400 Milliarden des Rettungsfonds Soffin sind gerade noch 188 Milliarden übrig.

Und auch dieses Geld ist praktisch weg. Denn nach dem ersten Rettungspaket im Herbst haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Peer Steinbrück jetzt ein zweites Hilfsprogramm auf den Weg gebracht: Die Banken sollen, unterstützt mit Milliardengarantien vom Staat, viele kleine Bad Banks schaffen, also spezielle Finanzgesellschaften, in die sie einen Teil ihrer riskanten (und zum Teil wertlosen) Schrottpapiere auslagern.

Diese Schrottpapiere vergiften die Bilanzen, sie sorgen für Misstrauen bei Anlegern und Investoren und verhindern, dass Banken ihrer Bestimmung nachgehen, mit Krediten Unternehmen und Geschäfte zu fördern. Um den Schrott aus den Bilanzen herauszuholen, muss wieder der Steuerzahler ran. Und wieder, so behauptet die Politik, soll die Aktion fast nichts kosten.
Tatsächlich hat die Regierung eine Zeitbombe geschaffen. Ursprünglich sollten über einen komplizierten Mechanismus allein die Steuerzahler für alle Verluste haften, die am Ende entstünden, falls die Schrottpapiere nicht wieder zu einem bestimmten Preis verkauft werden könnten.

Das Risiko für künftige Generationen wäre nicht zu kalkulieren gewesen. Inzwischen sollen die Banken diese Verluste selbst abstottern. Doch auch dem neuen Konzept haftet ein gefährlicher Zeitzünder an. Schließlich muss der Staat zunächst alle Schrottpapiere über staatliche Garantien sichern. Zudem verheimlicht die Bundesregierung, wie hoch die Summe der toxischen Papiere ist, für die der Bund bürgen soll - zum Schutz der Banken, wie es heißt.
Nur die halbe Wahrheit mutet die Bundesregierung ihren Bürgern auch bei der geplanten strengen Finanzaufsicht zu. Sie verspricht, den Managern künftig streng auf die Finger zu schauen. Kein Produkt, dass sie verkaufen, soll unkontrolliert bleiben, kein Finanzmarkt ohne Aufsicht.

Alle Anleger sollen sich geschützt fühlen. Die Kehrseite der strengen Aufsicht erklärt sie nicht. Die jetzt unverkäuflichen Papiere haben die Banken herausgegeben, als die Märkte unkontrolliert waren und die Gewinnaussichten hoch. Werden die Geschäfte risikoärmer, sinkt auch die Rendite. Für Schrottpapiere bedeutet das, dass sie kaum an Wert gewinnen und wahrscheinlich unverkäuflich bleiben.

Die Bundesregierung betreibt also vor allem Seelenpflege
....
Antworten
fkuebler:

#42955, #42962: Black-Interview

4
10.05.09 11:38

Ich habe mal das gesamte Interview gelesen. Danke für den Hinweis, das ist wirklich starker Tobak.

Ich fand den Tobak allerdings so stark, dass mir fast schon wieder Zweifel kamen ("...kann das wirklich so sein?...")  Aber wenn ich die Hintergründe zum Bair <-> Geithner/Bernanke-Konflikt (www.ftd.de/politik/international/...ampf-der-Bankenretter/510835.html) dazunehme, dann gewinnt die Black-Einschätzung der unguten Kumpaneien eine sehr beunruhigende Aktualität.

Natürlich habe ich mich sofort wieder gefragt, ob solche teil-betrügerischen Aspekte wohl die Balance eher in Richtung Inflation oder Deflation tilten können. Ein vages Gefühl sagt mir, eher in Richtung Deflation, auch wenn ich die 30-er Depression dazunehme, bei der ja auch betrügerische Aspekte eingemischt waren (auf die sich auch Black bezieht, wenn er von der Rückabwicklung dessen spricht, was man aus der Depression gelernt hatte).

Für den Augenblick halte ich als am wenigsten schlechter Modell-These immer noch an "Japan 1990" fest.

 

Antworten
B.Helios:

Das Momentum ist auf Seite der Bullen.

3
10.05.09 11:49
Dax vor Sprung über 5000 Punkte
von Karsten Röbisch, Doris Grass (Frankfurt) und Lia Petridis (New York)

Nach dem Stresstest für die US-Banken in dieser Woche steht in den nächsten Tagen auch der deutsche Aktienmarkt vor einer wichtigen Belastungsprobe. Der Dax notiert kurz vor der 5000-Punkte-Marke und damit vor einer wichtigen Widerstandlinie - die fallen könnte.

Experten glauben, dass der positive Trend der vergangenen Wochen anhält und der Index die Barriere nehmen wird. Dafür sprechen aus Sicht der Analysten nicht nur bessere Frühindikatoren, es sind schlichtweg technische Faktoren und der wachsende Optimismus unter den Investoren, die den Aufwärtstrend stützen. Oder in die Sprache der Börsianer übersetzt: Das Momentum ist auf Seite der Bullen.

www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/...te/511124.html?mode=print
"Die Aktienbörsen werden im wesentlichen von Psychopathen bevölkert."
Altkanzler Helmut Schmidt
Antworten
permanent:

Daten und Ereignisse

7
10.05.09 11:59
Wichtige Daten und Ereignisse - Woche: [11.05. - 15.05.2009]

TagRegionArt des TerminsHSBC TuBKonsensVorperiode
DiGBIndustrieproduktion, März (10.30)-0,5 % gg. Vm.-0,7 % gg. Vm.-1,0 % gg. Vm.
 USHandelsbilanz, März (14.30)-27,0 Mrd. USD-29,2 Mrd. USD-26,0 Mrd. USD
MiGBBoE-Inflationsbericht, 2. Quartal (11.30)   
 USEinzelhandelsumsätze, April (14.30)0,6 % gg. Vm.-0,1 % gg. Vm.-1,2 % gg. Vm.
  ex Autos, April (14.30)0,7 % gg. Vm.0,0 % gg. Vm.-1,0 % gg. Vm.
DoEUREZB-Monatsbericht, Mai (10.00)   
 USProduzentenpreise, April (14.30)0,1 % gg. Vm.0,1 % gg. Vm.-1,2 % gg. Vm.
  Kernrate, April (14.30)0,1 % gg. Vm.0,1 % gg. Vm.0,0 % gg. Vm.
FrDEBIP, 2. Quartal (08.00)-2,9 % gg. Vq.-3,0 % gg. Vq.-2,1 % gg. Vq.
 FRBIP, 2. Quartal (08.45)-1,2 % gg. Vq.-1,3 % gg. Vq.-1,1 % gg. Vq.
 EURBIP, 2. Quartal (11.00)-2,0 % gg. Vq.-2,1 % gg. Vq.-1,6 % gg. Vq.
  Konsumentenpreise, April (11.00)0,6 % gg. Vj.0,6 % gg. Vj.0,6 % gg. Vj.
 USEmpire State-Index, Mai (14.30)-12,0-15,0-14,7
  Konsumentenpreise, Mai (14.30)0,0 % gg. Vm.0,0 % gg. Vm.-0,1 % gg. Vm.
  Kernrate, Mai (14.30)0,1 % gg. Vm.0,1 % gg. Vm.0,2 % gg. Vm.
  Industrieproduktion, April (15.15)-0,6 % gg. Vm.-0,5 % gg. Vm.-1,5 % gg. Vm.
  Kapazitätsauslastung, April (15.15)68,8 %68,9 %69,3 %
  Verbrauchervertrauen (UoM), Mai (16.00)66,065,065,1
Quelle: HSBC Trinkaus

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musicus1:

Malko, deine aussage

8
10.05.09 12:13
teile ich, und weil das ganze zeit braucht...baut man einen pseudo positiv invest an den märkten auf, heisst sie steigen........und deshalb nochmal,  der hinweis auf euro-usd....liegt im aufwärtstrend...und ich lehne mich mal aus dem fenster...1.40 sind nicht mehr weit......und  wir wissen doch, währungen laufen dem tatsächlichen geschehen immer wieder voraus....
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Anti Lemming:

USA wird zur Bananenrepublik

12
10.05.09 12:35

Im Link von Fischerei (# 42947) findet sich ein weiterer Link zu einem Interview mit Simon Johnson, der von 2007 bis 2008 Chefsvolkswirt des Internationalen Währungsfonds (IWF) war und dort viele Problemstaaten betreut hat. Johnson sieht USA auf dem besten Weg, ebenfalls zu einem solchen Problemstaat (Bananenrepublik) zu werden. Details dazu auf Deutsch hier.

Johnson zeigt auf, dass sich USA zurzeit in einer ähnlicher Abwärtspirale (inkl. Überschuldung) befinden wie angeschlagene Schwellenländer, die sonst typischerweise beim IWF vorsprechen.  Am interessantesten fand ich seine Aussage, dass Reflationierungsversuche nach Überschuldung historisch bislang fast immer gescheitert sind.

Man könnte fast meinen, es gelte ein ökonomisches Murphy's Law (oder: das physikalische Gesetz der Entropie). Wenn in einem Staat - nach einer anfänglichen Initialzündung in einem Sektor - durch Gier und politische Verquickung der Wirtschafts- und Politik-Eliten eine Blase hochgepumpt wird (z. B. Energie in Russland, Kreditverbriefung in USA), ist es nach einer kurzen Scheinblüte geradezu zwangsläufig, dass die Blase an ihrer eigenen Hybris scheitert und anschließend "rückabgewickelt" wird - gefolgt von einer schmerzhaften "Übertreibung nach unten". Die Entwicklung nimmt dabei typischerweise den Verlauf eines "kollabierenden Kirchturm-Charts".

So war es auch, als in USA 2000 die Tech/Dot.com-Blase platzte und Greenspan durch Tiefzinsen von 2002 bis 2004 die Reinflationierung versuchte. Sie klappte zunächst auch pro forma, erzeugte aber in der Folge die Housing- und Verschuldungs-Blase  - die wiederum Auslöser für die jetzige Weltfinanzkrise und Banken-Malaise wurde.

Bei Finanzblasen scheint noch eine Art "Rachsucht" von Mr. Market hinzuzukommen, der Exzesse (wie Over-Leverage) grundsätzlich abstraft. Das gilt nicht nur für kleine Aktienzocker, die am Hoch Aktien auf Kredit kaufen und später rausliquidiert werden, oder für Investmentbanken wie Lehman, die mit einem Hebel von 60 gearbeitet hatten -sondern auch für ganze Staaten:

Als 2008 die Ölstaaten in Nahost - inspiriert durch Ölpreise weit über 100 Dollar und der Hoffnung, dass der Preisanstieg "immer so weiter geht" - sich enorm zu verschulden begannen und plötzlich (z. B. in Dubai) Unmengen Wolkenkratzer mit Eigentumswohnungen und Büros in den Wüstensand setzen (wer will da eigentlich wohnen?), war es im Sinne von Mr. Market nur "folgerichtig", dass dieser Turmbau zu Babel in finanziellem Kollaps endet. Ich glaube, dass der Ölpreis allein deshalb, um diesen "irrationalen Überschwang" gründlich abzustrafen, noch weiter fallen wird. D. h. Deflation. Der Grund ist einfach: Ein steigender Ölpreis würde den Verzockern nützten, also sind Anstiege schon von daher gemäß Murphy's Law und Mr. Markets Rachsucht ausgeschlossen.

Bei der Housing-Blase in USA samt der damit einhergehenden Verschuldungs-Blase dürfte es auch kein "sanftes Aufsetzen" auf die alten Trend geben, sondern eine spiegelbildliche "Übertreibung nach unten" - inkl. Börsen-Tiefststände.

Das gilt für das gesamte US-Finanzsystem. Die nicht zuletzt durch Massenarbeitslosigkeit forcierte Abwärtsspirale dürfte - dem Stresstest zum Trotz - noch weitere große Banken in den Abgrund reißen. Wie verspannt die Lage bei den Rettungsaktionen ist, zeigt nicht zuletzt der schwelende Konflikt zwischen FDIC-Chefin Blair und Geithner. Blair ist der Ansicht, dass das "too big to fail" Konzept ein Irrweg ist. Ich stimme ihr zu. Es ist reine Bonzenpolitik zugunsten von Wall Street auf Kosten des Steuerzahlers. Das gilt auch für Merkel (# 42964).

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Anti Lemming:

Im Falle einer sich fortsetzenden Deflation

6
10.05.09 13:16

sollte der Dollar mMn wieder anziehen; EUR/USD würde dann also FALLEN. Ebenso sollten Öl- und Rohstoffpreise dann wieder sinken.

EUR/USD (und Rohstoffe) folgt seit einiger Zeit den Börsen. Kehrt der Börsenzug (wegen Deflationstendenzen) um, dürfte EUR/USD nach unten folgen.

Diese Aussagen gelten aber nur in einem "geregelten" Szenario. Sollte sich der Abverkauf bei längerlaufenden US-Staatsanleihen aus Sorge wegen des Gelddruckens beschleunigen, wäre auch eine Stagflation in USA denkbar. Dann könnte der Dollar (trotz sinkenden Börsen) stark fallen, weil er nicht mehr als "sicherer Hafen" betrachtet wird. Die bisherige Korrelation US-Aktien zu EUR/USD würde sich dann also umkehren.

 


 

B. Helios: Im Nasdaq ist das Aufwärtsmomentum nach der Trendumkehr bereits stark am Abflauen. SPX und DOW stiegen Freitag mit den Banken - wegen der "positiven" Ergebnisse zum Banken-Stresstest. Nach dem gestrigen kritischen WSJ-Artikel zum Bankentest könnten Bank-Aktien nächste Woche aber abverkaufen - was den SPX dem Nasdaq noch unten folgen ließe.

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Anti Lemming:

Bankrettungen liefern falschen Ansporn

9
10.05.09 14:17
Der USA Bären-Thread 232155
Antworten
Anti Lemming:

Bankgeschäfte in der Ära des knappen Geldes

5
10.05.09 14:25
Der USA Bären-Thread 232156
Antworten
permanent:

Häme bei Deutscher Bank nicht angebracht

3
10.05.09 14:42
„Häme bei Deutscher Bank nicht angebracht“
von N. Bastian, H.-J. Knipper, R. Landgraf und O. Stock
Bankenpräsident Andreas Schmitz hält die von der Bundesregierung geplante Ausgliederung von Risiko-Wertpapieren aus den Bankbilanzen in sogenannte Bad Banks für dringend notwendig. Im Interview mit dem Handelsblatt erläutert er, wie die Krise die Finanzlandschaft verändern wird und warum Häme bei den Renditezielen der Deutschen Bank fehl am Platze ist.

www.handelsblatt.com/unternehmen/...k-nicht-angebracht;2271762
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fkuebler:

@musicus1, AL: Dollar rauf oder runter?

5
10.05.09 14:59
Ich glaube nicht, dass der USD sehr viel weiter läuft (gebe aber zu, dass ich mich geärgert habe und noch ärgere, dass ich meine long EUR/USD, EUR/JPY, AUD/JPY, NOK/JPY schon am Montag glattgestellt hatte).

Inhaltlich stimme ich mit AL überein, dass der USD eher wieder stärker werden dürfte, kurz- und vielleicht mittelfristig. Was langfristig ist, das hat uns ja schon der gute John Maynard erklärt: langfristig sind wir alle tot ;-)

AL, ich glaube allerdings von der Mechanik her, dass die kurz- und mittelfristige Entscheidung über den USD-Verlauf nicht so sehr von der Frage Inflation oder Deflation bestimmt wird, die sich ja sowieso nicht so ganz schnell manifestieren wird.

Die Mechanik ist übrigens auch eine andere als die typische "sicherer Hafen"-Bewegung. Ich kann den Terminus (AL, in allem Respekt, ich darf es hoffentlich sagen) fast schon nicht mehr hören, so oft wird er durch die Medien wiedergekäut. Den wirklichen Mechanismus hat mir mein Überheld George Soros mal erläutert. Nein, leider nicht persönlich, sondern per Interview ;-)

Der Grund, warum in der Krise der Dollar steigt, ist dass er die Haupt-Verschuldungswährung ist. Niemand will eigentlich den Dollar haben, und in der Welt ist auch kaum jemand so blöd, ihn für etwas sicheres zu halten. Aber es nützt nichts: Bei dem ganzen Deleveraging seit Herbst mussten Dollar-Kredite getilgt werden. Und dafür musste man seine Assets in anderen Währungen in Dollars umtauschen, um mit diesen dann Kredite zurückzuzahlen.

Bei den kleineren derzeitigen Börsen-Aufs und -Abs ist es wieder genauso: die Haupt-"Macht" und Hauptbewegung auf den Märkten geht immer noch von US-basierten Investoren aus. Wenn die Risiko-Aversion abnimmt, dann kaufen die irgendetwas, Aktien z.B., aber egal was. Ein Teil davon ist in USD nominiert, das hat dann keine Wirkung. Aber für den anderen Teil, der in anderen Währungen nominiert ist, z.B. auf emerging Markets oder in Europa, muss man erstmal USD (egal ob kreditiert oder nicht) gegen diese andere Währung tauschen. Und das drückt natürlich den Dollar. Wenn dann die Risikoaversion wieder zunimmt, dann geht es umgekehrt, und für den externen Teil werden Fremdwährungen in USD eingetauscht, der daraufhin steigt. Natürlich gibt es auch die umgekehrte Route, also Ausländer an den US-Börsen, wo die Bewegung entsprechend umgekehrt läuft. Aber das ist relativ kleiner.

Insofern ist die Mechanik ziemlich simpel: die Börsen steigen, der Dollar fällt. Die Börsen sinken, der Dollar steigt.

Aber dieses gilt, und da stimme ich AL völlig zu, alles nur im derzeitigen "geregelten" Szenario. Für den Weltuntergang werden dann sicher noch neue Verkehrsregeln aufgestellt ;-)

Eine artverwandten Grundmechanismus konnte man übrigens auch beim Yen beobachten.
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fkuebler:

#42969, USA wird Bananenrepublik und ich depressiv

4
10.05.09 16:24
OMG...!

Ich glaube ich muss mich bald aus diesem Blog wieder verabschieden, weil ich sonst die Rechnungen für die Antidepressiva nicht mehr bezahlen kann... Den Black habe ich heute morgen ja noch knapp weggesteckt, aber für den Simon obendrauf war in der Schachtel heute am Sonntag schon nicht mehr genug drin... ;-)

Das Problem ist halt, es sagt sich so schön "Bananenrepublik", und viele mögen mit einem Tick klammheimlicher Schadenfreude den Titan USA auch unter diesem Blickwinkel angucken, aber die Situation hat/hätte ja leider noch etwas besonderes: "Bananenrepublik" ist so eine nette Operettenkategorie, wo die Chose auf's allerlustigste kollabiert, und auch in der Wirklichkeit war das ja vielleicht spannend, vielleicht belustigend, aber irgendwie eben auch nicht so furchtbar wichtig. Im schlimmsten Fall gab's vielleicht keine Bananen mehr ;-). Legal, illegal, scheissegal...

Hier haben wir es mit dem Finanz- und Systemzentrum unserer Welt zu tun. Ja, "unserer" Welt. Es gibt keinen Präzedenzfall in neuerer Zeit, allenfalls die 30-er Depression.

Ich kann schon die Goldbugs verstehen. Trotzdem kaufe ich erstmal keins.
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