Der "Spekulation gegen den EURO"-Schwachsinn....

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EUR/USD (Euro /. 1,10058 -0,05% Perf. seit Threadbeginn:   -12,99%
 
Der
Tony Ford:

Der "Spekulation gegen den EURO"-Schwachsinn....

11
12.05.10 09:02
#1
Ich finde, dass man bei allen Diskussionen die man seitens den Regierungen und der EU erfährt, sich viel zu sehr auf EURO-Spekulationen konzentrieren.

Irgendwie bekomme ich da das Gefühl, dass man für die vielen Probleme in der EU die Spekulanten vorschieben und dadurch ablenken will.

Wie sinnlos diese Debatte über einen schwachen EURO ist, zeigt eine historische Betrachtung:

1. Ist der EURO historisch gesehen immer noch stark!! Erst bei Kursen um 1:1 kann man von einer EURO-Schwäche sprechen.

2. Ist Europa auf einen schwachen EURO angewiesen um mit seinen Produkten auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig zu sein und zudem sorgt es dafür, dass Länder im USD-Raum mehr Waren importieren können.

3. Ist der Einbruch des EUR/USD nicht wirklich dramatisch gewesen, sondern findet man solch große Bewegungen auch in der Vergangenheit immer wieder.

4. Ist es doch ein gewöhnliches Marktprinzip, wenn Investoren zunehmend aus den EURO in USD wandern, wenn die Gewinnperspektiven besser sind. Sowas nennt man nunmal Wettbewerb, wie man es z.B. im Handel und Wirtschaft für ganz normal hält. Wenn jemand bei einer anderen Bank einen höheren Festgeldzins bekommt, wechselt er ggf. ja auch die Bank.


Die ganze Diskussion über Spekulationen gegen den EURO sind definitiv Quatsch. Das Schlimme daran ist, dass für die spekulativen Spielereien, die die EU z.B. mit den Hilfpaketen macht, letztendlich die Steuerzahler draufzahlen werden. Man zahlt letztendlich für etwas, was nicht unnormal ist und es in der Vergangenheit immer wieder mal gab.
Der EURO kann meiner Meinung nach nicht zu schwach werden, denn je schwächer er wird, desto mehr wird der Export belebt und desto mehr ausländische Investoren werden hier Unternehmungen aufbauen.

Viel schlimmer wäre ein starker EURO, denn dieser würde zwar Importe billig machen, doch unsere Exportwirtschaft in den Ruin treiben. Die eh schon relativ teuren Exportwaren wären dann China & Co. völlig unterlegen, was man dann auch nicht mehr mit höherer Qualität oder besseren Service ausgleichen kann.
Komischerweise tat man bei Rekordständen von 1,50 nichts gegen den starken EURO.

Der
Calibra21:

@Tony Ford

4
12.05.10 10:21
#2
100 % Zustimmung. Endlich mal einer der sich vom Populismus der Medien distanziert. Das sage ich schon seit Tagen. Jede Spekulation hat eine Ursache. Die Politik sieht aber die Spekulation als Ursache. Genau das ist der Fehler und das Volk ist zu dumm um das zu verstehen.
www.wspa.de
Der
Calibra21:

Das Sentiment im Euro ist katastrophal

2
12.05.10 10:26
#3
bearish. Als der EUR über 1,5 notierte, sahen die meisten Marktteilnehmer bereits die 2,00 als baldiges Ziel. Nun ist es genau umgekehrt. Die meisten sehen schon eine 1:1 Bewertung zum Dollar in greifbarer Nähe. Deshalb habe ich mir gestern auch ein stark gehebeltes EUR LONG Zertifikat gekauft ( CB0941 ).
www.wspa.de
Der
Maxgreeen:

Es ist und bleibt ein Hilfspaket für Banken

2
12.05.10 10:28
#4
und Versicherungen. Da man das nicht dem Bürger verkaufen kann wird von Eurorettung geredet.
Nur im Wörterbuch steht Erfolg vor Fleiss.
Der
Maxgreeen:

wieviel % der Bundesbürger haben etwas von den

 
12.05.10 10:30
#5
DAX Gewinnen für die ihr Steuergeld genutzt wird ?  2% oder 3% ??
Nur im Wörterbuch steht Erfolg vor Fleiss.
Der
gixton:

Hab mich gegen den Euro entschieden

 
12.05.10 10:30
#6
Habe ein Frankenkonto, den Rest hab ich stark gehebelt short. Soros und CO ich rechne mit dir :-).
Der
Tony Ford:

und schon wieder auf Talfahrt...

 
12.05.10 18:38
#7
1,264
Der
polo10:

als der Wechsekjurs bei 0,85 stand

2
12.05.10 18:45
#8
gab es auch keinen Weltuntergang ... ausserdem müsste der "schwache" Euro doch auch den Export ankurbeln ...
Der
Manager:

Trend

2
12.05.10 19:09
#9
Der Trend geht für den Euro nach unten, und wie das nun mal so ist mit den Trends: Sie halten erst mal an. Daran ändern kann auch kein Rettungspaket.

Aber: Irgendwann wird es mal auffallen, dass die USA ein weitaus höheres Haushaltsdefizit haben als alle Euro-Länder zusammen. Dann kehrt der Trend sich um. Bis in neue Höhen über 1,50 US-Dollar für einen Euro.  Die Exportwirtschaft wird sich zurück sehnen in die herrlichen Zeiten, als der Euro noch schwach war.
Der
wiesonur:

Der einzige der Angst

 
14.05.10 10:43
#10
vor einem schwachen Euro hat, sind die Amerikaner.

Der IWF als treibene Kraft meint, "HEy EU ihr müsst den Euro retten".

Und die Berichterstattung, verdreht sich das Genick mit Blick nach USA, und dann kommen halt solche Nachrichten wie wir Sie die letzten Wochen sahen.

Obama selbst hatte Merkel angerufen und darum gebeten etwas zu unternehmen.

Meine Meinung, den Amis ist der Euroraum eigentlich egal, ausser wenn der Abstatz der amerikanischen Produktion stagniert, dan wird Robin Hood gespielt.

Vielleicht kapselt sich der Euroraum in den nächsten Jahren ja von der Vormachtsstellung der USA ab. Aber das ist noch ferne Zukuntfmusik
Der
wiesonur:

Deshalb

 
14.05.10 10:44
#11
mehr im Deutschen Markt investieren.

Wenn der Euro so bleibt wird Deutschland wieder Exportweltmeister.

Und der Binnenmarkt der Eu sollte auch besser werden, vor allem in kleineren EU-Mitgliedsländern
Der
ashpidax7000:

wiesonur:

 
14.05.10 11:09
#12
Es ist totaler müll das durch den schwachen euro der Binnenmarkt profitiert... Vielleicht bei lebensmittel weil importfrüchte teuer werden...  Das habe ich oben schon mal geschrieben viele länder sind rohstoff arm.. und müssen abseits der eu importieren um produzieren zu können.... desweitern steigen transport kosten innerhalb des landes..
Der
wiesonur:

@ashpidax7000

 
14.05.10 11:38
#13
Das betrifft ja wohl auch nur die Werte die im Dollar gehandelt werden.

Und wie du ja selbst siehst wird da Öl auch immer billiger.

Binnenmarkt steigt durch Exporte, denn für mehr Aufträge braucht man mehr Personal.
Das widerum führt sehrwohl zur Steigerung des Binnenmarktes.  

und hier mal unsere Importstruktur(Deutschland)

Import-Gebrauchsgüter: machinery, vehicles, chemicals, foodstuffs, textiles, metals
Import-Partner: France 9%, Netherlands 8.3%, US 7%, Italy 6.1%, UK 5.9%, China 5.6%, Belgium 4.9%, Austria 4.2%
Der
ashpidax7000:

....

 
14.05.10 11:57
#14
Es wird grade günstiger weil die lagerbestände der art hoch sind....
Der
gixton:

@ashpidax7000

 
14.05.10 11:59
#15
endlich mal einer der mitdenkt... Mann ist das mühsehlig.
Der
Tony Ford:

Uiuiui Europa bald ein Anlegerzentrum?

 
14.05.10 12:58
#16
Die Rohstoffpreise / Basismetalle purzeln, EUR/USD fällt, wenn es so rasant weitergeht, dann könnte ich mir vorstellen, dass sich schon bald vermehrt wieder Anleger in europäische Aktien trauen.
Spätestens wenn sich der EUR/USD nach der noch andauernden Talfahrt stabilisiert, könnte auch Europa wieder interessant für internationale Anleger werden.

Der Grund dafür ist, dass Europa nach den ganzen Problemen mit Griechenland sich stabilisieren dürfte (zumindest für die nächste Zeit) und dann die fallenden Rohstoffpreise in Verbindung mit einem schwächeren EURO dazu führen werden, dass die Exporte massiv zulegen.
Ebenfalls nicht zu verachten ist der europäische Binnenmarkt, denn durch die zunehmende EU-Erweiterung steigt natürlich die innere Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen.
U.a. sei hier vor allem Polen zu nennen, die vermutlich zunehmend das deutsche Exportgeschäft beleben werden.

Für den DAX sehe ich daher eine rosige Zukunft und sofern die Märkte nicht doch noch in eine Korrektur verfallen, sieht es für eine anhaltende Hausse nicht schlecht aus.
Der
Tony Ford:

Supi...

 
14.05.10 20:37
#17
EUR/USD bricht weiter ein.
Dies schaut nach einer schnellen Korrektur aus, die natürlich irgendwo zum Stillstand kommen wird.
Eigentlich sollte sich der EUR/USD um die 1,25 stabilisieren, denn dort gibt es ne Menge Unterstützungslinien.

Spätestens wenn sich der EUR/USD wieder erholen bzw. seine Talfahrt beenden wird, könnte für den DAX eine nette Rally starten.

U.a. könnten nun auch die Spekulanten aus den Rohstoffen gehen und dann vielleicht zunehmend in Aktien investieren.

schauen wir mal
Der
gixton:

@Tony Ford Toll auf den Punkt gebracht.

 
16.05.10 19:12
#18
Da freut sich das Anlegerherz, bei den Aussichten.

Also Leute verkauft Eure Euros!!! Wir sanieren Europa...
Der
Tony Ford:

europ. Aktien werden interessant...

 
17.05.10 18:21
#19
denn ist der EURO erstmal eingebrochen, so drohen auch keine größeren Währungsverluste mehr.
Im Gegenteil, dem exportlastigen Europa kommt der schwache EURO mehr als recht ;-)
Ich hab mein Depot jedenfalls wieder voll mit Technologieaktien gemacht. ;-)
Der
Tony Ford:

EUR/USD wieder erholt...

 
11.08.10 18:17
#20
So schnell ändert sich das Bild und auch die Nachrichtenlage.
Jetzt hat man den "Hemmschuh" wieder zu den USA geschickt.

Es lebe der EURO und DOLLAR ;-)
Der
KarstenS:

Die Regierung hat das Thema

 
12.08.10 09:51
#21
aus den Augen verloren. Man hört nichts mehr... Die Macht der Unwissenheit.

Ansonsten bereits betrachtet: Die Macht der Presse - die Macht der Panik.
Der
Tony Ford:

EUR/USD über 1,30...

 
13.08.10 17:15
#22
und nun wieder konsolideren.

Ich denke, dass der EUR/USD die nächsten Wochen seitwärts laufen wird und sich irgendwo zwischen 1,25 und 1,32 einpegeln wird.
Der
Tony Ford:

Wachstum in Dtl. auf Rekordstand...

 
13.08.10 20:18
#23
Entgegen der Experten schnellt das Wachstum in Dtl. von einem Hoch zum nächsten Hoch.

Die große Frage ist nur warum?
Ist aus uns deutschen Pessimisten plötzlich ein Volk von Optimisten geworden, die positiv in die Zukunft blicken?

Naja ganz so weit würde ich noch nicht gehen und die Gründe wo anders suchen als im reinen Inlandskonsum, so wie sich vor allem die USA immer wieder aus den Krisen gezogen haben.

Die Hauptgründe sehe ich aber vor allem bei den günstigen Personalkosten. Ja richtig gehört, die Personalkosten sind in Deutschland mittlerweile relativ günstig geworden.

Dies hat vor allem folgende  Gründe, nämlich dass die Facharbeiterlöhne in den letzten 10 Jahren stagniert sind während im Ausland ringsum die Löhne deutlich gestiegen sind. So hat sich der Abstand zwischen den Löhnen in den Schwellenländern zu den deutschen Löhnen zu gunsten Dtl. entwickeln.
Weiterhin sorgt die hohe Inflation in China und den Schwellenländern, sowie Osteuropa dazu, dass die Löhne dort besonders stark steigen. So kann man in China durchaus davon ausgehen, dass die Facharbeiterlöhne jährlich um mind. 20% angestiegen sind und auch weiterhin noch mehr als 10% jährlich steigen werden.

Ein weiterer Grund ist der starke Einbruch beim EURO, der im Gegensatz den Erwartungen vieler Experten die Wirtschaft richtig in Fahrt gebracht hat. Die Panik um die EURO-Schwäche ist also völlig unbegründet gewesen und es zeigt, dass eben Experten nicht immer kompetent sind bzw. man daraus ein unnötiges Politikum machen kann.
Hierbei sei erwähnt, dass die Schweinegrippe diese Woche für beendet erklärt wurde ;-)

Was nun nur noch fehlt ist eine Honorierung an der Börse. Nachwievor kann man am DAX die Stärke der deutschen Wirtschaft nicht erkennen und es gibt auch keine Reaktion auf die überraschend guten Zahlen und Wachstumsperspektiven.

nu denn der DAX wird wohl zunehmend neue Hochs ansteuern, vor allem wenn der EURO nicht wieder seine Stärke erreicht und unterhalb 1,30 notiert.
Der
81martini:

euro....

 
13.08.10 22:42
#24

Also, wir sind uns einig, dass ein schwacher Euro gut für uns und schlecht für die USA ist.... das sagt uns, dass wir in Zukunft einen starken Euro sehen werden - weil die USA im Prinzip den Kapitalmarkt steuern und Angst vor uns haben. Oder wer kauft schon diese hässlichen US-Karren? Die Amis stehen immer häufiger auf Spritgünstige Euro-Autos.....wir werden sehen. Der Euro wird bald neue Höhen erklimmen. 1.60 fände ich ganz net für mein Long-Papier.... ;)

ahoy...

Der
Calibra21:

Kurzfristig war es das im EUR

 
14.08.10 09:51
#25
Kreuzunterstützung voraus
(Verkleinert auf 35%) vergrößern
Der Spekulation gegen den EURO-Schwachsinn.... 337865
www.wspa.de
Der

martini...

 
#26
Deine Schlussfolgerungen sind nicht ganz korrekt.
Ein schwacher EURO ist gut für Europa UND den USA.
Der Export in den USA ist schlichtweg viel viel zu gering als dass ein schwacher Dollar einen Vorteil bringt. Im Gegenteil, dadurch dass die USA weitestgehend Importeur sind, werden mit einem starken Dollar die Importwaren günstiger und so unlogisch es auf den ersten Blick erscheinen mag, damit auch das Außenhandelsdefizit geringer.

Die USA müssen eben weniger Geld für den Import aufwenden um einen entsprechenden Warenanteil zu bekommen bzw. ihre Bedürfnisse zu decken.

Und auch in Punkto US-Automarkt sieht es anders aus, als du es hier erzählst, denn die aktuellen Renner in der Krise sind und bleiben die fetten US-Cars und von einem schnellen Umschwung zu spritsparenden Autos wird es nicht kommen, dazu ist der allgemeine US-Bürger viel zu kurzsichtig. Dazu muss eben erst der Ölpreis wieder auf 150$ schnellen und der Spritverbrauch wieder 50% von den Haushaltskosten ausmachen.
Aber so sind sie unsere amerikanischen Freunde, immer schön aufblasen und dumm schwätzen mehr passiert eben nicht.

Auch Obama ist für mich ein großer Reinfall, nachdem er solch große revolutionäre Reden gesprochen hatte, muss er wohl oder übel einsehen, dass die US-Bürger sehr leicht beeinflussbar sind und nicht bereit sind etwas ändern zu wollen.
Lieber lassen die ihren Nachbarn verrecken, damit sie sich selbst weiterhin ihren Luxus gönnen können (Thema Gesundheitsreform).

Langfristig gesehen, also auf Sicht von einigen Jahrzehnten wird die USA eine immer weiter untergeordnete Rolle spielen, so wie es Russland heute tut. Die Musik wird langfristig in Asien und Europa spielen.

Naja und selbst Südamerika sollte man nicht außer Acht lassen und die könnten in den Bereichen Rohstoffe und Agrar noch zunehmend eine wichtige Rolle spielen.

Eine solche Veränderung wird natürlich nicht innerhalb von wenigen Jahren stattfinden, doch auf längere Sicht haben die USA ihren Zenit schon längst überschritten. Momentan ist die USA also wiegesagt angewiesen an einen starken Dollar und muss versuchen über Jahre eine stärkere Exportwirtschaft aufzubauen. Erst dann macht ein schwacher Dollar auch einen Sinn.

Das Problem hierbei ist jedoch, dass US-Produkte kein besonders gutes Image haben und die Qualität nicht selten zu wünschen übrig lässt. (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel ;-)
Kann sich ja jeder auch mal fragen, woher z.B. sein Auto und die Technologie stammt, nämlich Kleinkram aus China und Osteuropa (weils nirgendwo billiger geht) und Motor, Getriebe, etc. bevorzugt aus Europa oder Japan (weil man dort meist hohe Qualität bekommt).
Und selbst ein Ford in Deutschland wird zum großen Teil in Europa und Asien produziert.


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