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Der Markt braucht den Neuen Markt!!??


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klecks1:

Der Markt braucht den Neuen Markt!!??

 
29.08.01 16:34
Neuer Markt Report
Der Kapitalmarkt braucht den Neuen Markt

In Zusammenarbeit mit den Kapitalmarktexperten der Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein, der internationalen Anwaltssozietät Shearman & Sterling sowie der Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants veröffentlicht die Deutsche Börse AG nun eine detaillierte Standortbestimmung des Neuen Marktes. Die Studie "Neuer-Markt-Report - Zugang zum Europäischen Kapitalmarkt - Schlüssel für Wachstum" analysiert den Neuen Markt aus Kapitalmarktsicht sowie aus juristischer und volkswirtschaftliche Perspektive. "Der Report unterzieht den Neuen Markt einer umfassenden Analyse und eröffnet damit neue Perspektiven bei der Betrachtung des Themas Wachstumsmärkte", sagt Rainer Riess, Head of Primary Markets bei der Deutsche Börse AG.
Herr Riess, in den vergangenen Monaten verabschiedete die Deutsche Börse AG bereits eine Reihe von Maßnahmen, um das Profil des Neuen Marktes zu schärfen.. Welches waren die Beweggründe, nun einen Neuer-Markt-Report zu erstellen?

Der Report leistet aus unserer Sicht einen wichtigen Beitrag im Hinblick auf eine Versachlichung der zuletzt sehr emotional diskutierten Frage über die Notwendigkeit von Wachstumsmärkten und die Rolle der Marktteilnehmer. Die Zusammenarbeit mit Dresdner Kleinwort Wasserstein, Shearman & Sterling sowie Roland Berger Strategy Consultants ermöglichte es, das Thema sowohl aus Kapitalmarktsicht als auch unter juristischen und volkswirtschaftlichen Aspekten zu beleuchten.

Der Neuer-Markt-Report belegt, dass der deutsche Kapitalmarkt und vor allem der Neue Markt gegen über den amerikanischen Strukturen und Börsen nachhaltig aufgeholt haben..

Wie lassen sich die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammenfassen?

Eine Gegenüberstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen an der Nasdaq und am Neuen Markt zeigte, dass beide Börsen, abgesehen von der herausragenden Stellung der Securities and Exchange Commission (SEC) in den USA, weitestgehend vergleichbar sind.

Ein Performancevergleich der beiden Wachstumsbörsen stellte sich indessen aufgrund der unterschiedlichen Marktgröße, Liquidität und Sektoreinteilung schwierig dar. Schließlich wurde die Nasdaq bereits vor mehr als 30 Jahren gegründet und beinhaltet nahezu alle nordamerikanischen Weltmarktführer im Technologiebereich. Viele der führenden europäischen Technologieunternehmen hingegen sind in Folge der vergleichsweise späten Gründung der europäischen Wachstumsbörsen häufig in den jeweiligen nationalen Bluechip-Segmenten gelistet.

Eine Untersuchung der unterschiedlichen Methoden der Unternehmensanalyse zeigte, dass auch für die jungen, dynamischen Technologieunternehmen der "New Economy" etablierte Methoden der Unternehmensbewertung wieder an Bedeutung gewinnen werden oder sogar müssen.

Bei der Betrachtung der volkswirtschaftlichen Aspekte wiederum zeigte sich die Bedeutung flexibler Kapitalmärkte für Wachstum und Beschäftigung. Die Liberalisierung der Arbeits- und Kapitalmärkte, eine konsequente Reduktion der Staatsquote und eine durch die US-Notenbank kontrollierte Geldpolitik, die ein Ansteigen der Inflation trotz des erheblichen Wirtschaftswachstums weitgehend verhindern konnte, waren entscheidende Voraussetzungen für die positive Entwicklung der US-Wirtschaft in den 90er Jahren.

Zudem ermöglichten es die weit entwickelten Kapitalmärkte vor allem jungen Unternehmen, neue Entwicklungen zu finanzieren - und somit die Position der USA als Innovationsführer in vielen Bereichen der "New Economy" zu stärken.

Hier besteht auf europäischer Seite teilweise noch erheblicher Nachholbedarf, aber auch Entwicklungspotenzial.

Welche Ergebnisse des Reports waren für Sie als Chef des Neuen Marktes besonders interessant?

Die Studie zeigt deutlich, dass dem Neuen Markt trotz der jüngsten Konsolidierungsphase hinsichtlich so wichtiger Kriterien wie Marktkapitalisierung, Börsenumsatz, Anzahl der Neuemissionen und Transparenz nach wie vor eine dominierende Stellung unter den europäischen Wachstumsmärkten zukommt. So konnte sich der Neue Markt seit seiner Gründung vor gut vier Jahren zu einer festen Größe in der europäischen Börsenlandschaft etablieren und damit einen wichtigen Beitrag zu Wachstum und Beschäftigung in Deutschland und Europa leisten.

Werden die Ergebnisse der Studie als Grundlage für weitere Maßnahmen der Deutsche Börse AG dienen?

Natürlich werden wir auch zukünftig das Regelwerk kontinuierlich an die jeweiligen Erfordernisse des Marktes anpassen. Unser Ziel ist es, die größtmögliche Transparenz und Liquidität für die Marktteilnehmer zu erreichen. Man sollte aber nicht außer Acht lassen, dass die Deutsche Börse AG bereits in den vergangenen Monaten eine Reihe von Maßnahmen getroffen hat, die darauf abzielen, die ohnehin hohen Standards am Neuen Markt sukzessive auszubauen. Hierzu zählen weitergehende Standards für Quartalsberichte, verschärfte Sanktionsmaßnahmen bei Regelwerksverstößen, die Berichtspflicht über Director's Dealings - also Verkäufe von eigenen Aktien durch die Unternehmensführung - und natürlich auch die jüngste Verschärfung der Delisting-Regeln.

Die Deutsche Börse hat seit Beginn des Neuen Marktes eine Vorreiterrolle eingenommen. Im Rahmen der Gestaltung des Neuen Marktes sind wir bei zahlreichen Maßnahmen in Vorlage getreten. Daher begrüßen wir es natürlich, dass viele dieser Punkte vom Gesetzgeber aufgegriffen wurden und in das vierte Finanzmarktförderungsgesetz einfließen sollen.

Die Studie beinhaltet auch einen Vergleich mit der US-Wachstumsbörse Nasdaq. Auch dort gab es zwei bis drei Jahre nach Gründung ähnliche Probleme, die zu einer Verschärfung des Regelwerks führten. Was lässt sich anhand des Beispiels Nasdaq lernen?

Zunächst einmal wird deutlich, dass die Ereignisse am Neuen Markt kein deutsches Phänomen sind. Auch an der Nasdaq kam es in den ersten Jahren zu starken Übertreibungen und einer anschließenden Konsolidierungs-Phase.

Betrachtet man zudem Kennziffern wie die Kapitalaufnahme und die Zahl der Neu-Emissionen, zeigt sich, dass am Neuen Markt im vergangenen Jahr etwa 13 Milliarden Euro an Kapital aufgenommen wurde und über 130 Börsengänge statt fanden. Dies entspricht knapp einem Viertel der entsprechenden Nasdaq-Zahlen und spiegelt somit auch die Relation der beiden Volkswirtschaften recht genau wider.

Das Gespräch führte Torsten Schuster

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cap blaubär:

schwad verzäll in der Tendenz denkichmal wollen

 
29.08.01 16:58
Banken den NM kurzhalten,dank Steuerreform sollen Bankenanteile möglichst gewinnbringend verhökert werden(DAX-Klamotten in der Regel)auch nicht unerwähnt sollten die Aktienpakete die dank 1a US Käufe auf den Markt prasseln+werden,Politik und sowas intressiert Banken nicht erst wird gehandelt dann gedacht(DB Drsdnr Coba+Co machen da keinen Unterschied)  
Also solche Studien dienen dem Pack bestenfalls der PR mehr nicht
blaubärgrüsse
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