Nun ist mal wieder Draghi schuld an allem?
1.
Wenn ein Anleger falsch liegt mit seinen Erwartungen, dann hat er irgendwelche Aspekte nicht berücksichtigt. Die Fehler liegen dann an ihm und nicht an anderen Marktteilnehmern.
Immerhin hat die Zahl der Aktien in den Depots der Anleger weltweit zu keinem Zeitpunkt abgenommen. 1000 VW Aktien bleiben 1000 VW Aktien, egal ob der Kurs bei 1 liegt oder bei 1.000 .
Und in den letzten Jahren waren diejenigen die Gewinner, die Aktien im Depot hatten. Irgendwann werden die Aktienbesitzer auch wieder die Verlierer sein, vielleicht sind sie es aktuelle sogar.
Seit 2011 oder sogar seit 2009 waren aber eigentlich diejenigen die Verlierer, die überall Übertreibungen gesehen haben.
2.
Draghi rettet die EU derzeit im Alleingang, und außer Milliarden und Billionen in den Markt zu pumpen hat er keine Mittel.
Die Politik hilft hier reichlich wenig bis gar nicht.
Hätte Draghi in den letzten Jahren nicht reagiert, wären in der EU mehrere Staaten Pleite gegangen.
Und das hätte uns deutsche Steuerzahler gar nicht so viel Geld gekostet. Aber unsere Ersparnisse wären natürlich drastisch geschmolzen. Den häufig sind wir mit unseren Rentenverträgen, Lebensversicherungen, Banksparplänen usw. Gläubiger von anderen EU-Staaten. Und wenn die ausfallen, dann verlieren auch wir Geld.
Wer dann hofft, dass die Verträge doch eine feste Verzinsung garantieren oder dass im Worst Case eine Einlagensicherung irgendetwas auffangen könnte, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.
Geld, dass es nicht gibt, kann auch nicht verteilt werden. Und wenn Banken und Versicherungen keine Zinserträge generieren können, können sie auch keine Zinserträge an Kunden weitergeben.
Hier kann man natürlich noch darüber diskutieren, ob die EZB Guthaben retten musste. Dass ich aber ein politisches Thema.
3.
Don`t Fight the FED. Ganz einfacher Anlegerspruch, den man auch beherzigen sollte.
Wenn die Zinsen sinken, dann ist die Wahrscheinlichkeit steigender Kurse nicht ganz gering.
www.daxtrend.blogspot.de