Schließlich bin ich ein Mensch und keine deterministische Maschine. Als Mensch lerne ich, verändere meine Ansichten, habe Launen, Wünsche und Ängste. Das ist sicher normal und legitim, denn wer an der Börse nicht ständig an seiner Strategie feilt, der verliert. Insofern macht es auch wenig Sinn, mich mithilfe von Postings packen zu wollen, die ich vor 1/2 Jahr geschrieben habe. Was kümmert mich mein Gesülze von gestern?
Um deine Frage zu beantworten - auch wenn ich das nebenbei täglich hier im Thread tue: Hauptindikator ist unbestechliche Markttechnik und ein nebenbei wenig Fundamental- und Sentimentanalyse. Letztere ist per se immer fehlerbehaftet, daher benutze ich sie nur als eventuelles Warn- und Timingsignal.
Die Fantasie besteht darin, das Unmögliche zu denken, sprich - in meiner Situation - den gegenwärtigen Long-Signalen zu vertrauen und den durch mein HS gegebenen Shortsignalen zu mißtrauen, auch wenn mir medial das Gegenteil entgegenge-vuvuzelat wird. Eben weil der Wind einem ins Gesicht bläst und WEIL dieser Wind im Alltagsleben nicht im Geringsten zu spüren ist. (Es scheint manchmal, als lebten die Börsianer auf einem anderen Planeten)
Also: Nur mit Fantasie kommt man nicht weit (sonst würde man IMMER gegen den Markt anlegen, was falsch ist), auch nicht mit reinem Determinismus (sprich purer Markttechnik). Die Mischung macht es an der Börse. Wobei es die Aufgabe jedes Anlegers ist, an dieser Mischung beständig zu feilen. Stehenbleiben ist tödlich.
"Verhalten Sie sich christlich: Nehmen Sie wenn alle geben und geben Sie wenn alle nehmen wollen“ - Heiko Thieme