Wie der Nobel economist Paul Krugman kürzlich bemerkte: “...the biggest trouble spot isn’t Greece, it’s Spain”. Eine Krise der Kreditgabe an Griechenland, welche in diesem Moment schon eine Wirklichkeit ist, wird wahrscheinlich mMn den lang erwarteten Domino Effekt starten und wird sich dann zu dem "default risk" der Haushaltspleite für alle Staaten der EU ausbreiten. Wenn das passiert wird dieses Risiko auch nach Westen über den Atlantik und nach USA emigrieren. Aus dieser Hinsicht sollte man Spaniens CDS wie die der anderen Staaten der EU oder der US als sehr billig heute einschätzen müssen trotz ihren Anstieg letztlich. Dabei kommt auf Spanien eine grosse Rolle zu wie sich das alles entwickeln könnte. Mann muss sich deshalb sehr genau die finanzielle Lage dieses Staates anschauen:
McKinsey Global Institute publizierte letzten Monat einen sehr detailierten Report über die globale Kreditblase mit Hochrechnungen über die Gesamtschuld der Staaten (Gesamtschuld des Privat- und Staatssektors sowohl im Inland als auch im Ausland):
Gemäss diesen Daten beträgt die Gesamtschuld Griechenlands nur 220% des BIPs und ist somit die kleinste in der Euro-Gruppe!
Von der anderen Seite, mit einem ca. 366% des BIPs in 2009 ist Spanien der meistverschuldete Staat in Euroland, folgend von Frankreich mit 323% des BIPs und Italien mit nem 315% des BIPs. Spitzenreiter der EU Grossbritanien hat ein "domestic private and public sector debt" von ca. 466% des BIPs (s. Grafik unten "Debt grew in most mature economies" Exhibit 1).

Obwohl in den meisten Staaten das "leverage" (ratio tangible assets to tangible common equity) des finanziellen Sektors unter dem historischen Medium gefallen ist, ist das in Fall Spaniens nicht so, dort haben wir einen Zuwachs von 11%, den grössten von allen. Japan hat fast den zweifachen finanzsektoralen leverage als Spanien oder USA, es ist einfach eine Krise die zu passieren wartet (s. Grafik unten "Financial sector leverage has fallen below the historic average in most countries" Exhibit 2).

Das kommt nicht überraschend her, weil sich das leverage der finanziellen Institutionen sich verminderte (in Spanien hatten wir destotrotz ein plus von 11%) nahm das leverage der privaten Haushalte seinen Platz ein. Es ist bemerkenswert wie sich all diese Nummern (siehe dazu auch Grafik Exhibit 2) revertierten als Einsparen das erste Prerogativ bekam. Man kann freilich bemerken dass heute das leverage der Privathaushalte (gemessen am Ratio: debt to disposable income) historisch gesehen an seinen Höhepunkt angelangt ist und dramatisch seit 2000 angestiegen ist. Spanien ist auch hier der Spitzenreiter mit einem 88% Zuwachs in der Periode 2000-2008. (s. Grafik unten "Household leverage measured as debt/income increased in most countries" Exhibit 12).

Eine sehr nützliche Abbildung der absoluten und relativen Kompositionen der Gesamschuld in den verschieden Staaten. Spanien und Grossbritanien, von der Seite der EU, haben sehr grosse Probleme in dieser Hinsicht. Spanien weist wieder die grösste Zuwachsrate unter allen Staaten auf mit nem 14.5% per Jahr!
Die Gesamtschuld des Privatsektors Spaniens verglichen zu ihrem BIP Niveau ist dramatisch gestiegen. Spaniens Konstruktions Industrie im Baugewebe betrug 11% 2008 des BIPs (verglichen mti 5.4% in den USA). In Spanien 60% der domestische Kredite bezug sich zudem auf Immobilien (verglichen mit 53% in den USA). Jetzt wo die Immobilie-Blase geplatzt ist werden ihre Effekte nicht nur von den privaten Haushalten gespürt sondern auch von den finanzielle Institutionen, den konstruktionsbauverwandten und anderen Wirtschaftszweigen die in der Zeit der Expansion prosperierten und massiv Kredite aufnahmen; die Finanzlage Spaniens ist jetzt absolut hoffnungslos! (s. Grafik unten "The sectorial composition of debt differs across economies" Exhibit 7).
Das grösste Problem mit dem "deleveraging" (i.e. Verminderung des Ratios: Gesamtschuld/BIP) das die Regierungen haben ist dass das BIP Wachstum nach einer solchen Periode verkümmert minimal ist. Wenn man die staatlichen Stimulierungs-Pakette wegnimmt, kann man sicher sein dass der BIP Zuwachs zu seiner negativen Trendlinie bald zurückkehren wird. Alles spricht also dafür dass es eine "W" förmige Entwicklung in der Wirtschaft und den Börsen geben wird! (s. Grafik unten "Real GDP growth is significantly slower in the first 2-3 years of deleveraging" Exhibit 4).

Ausserdem gilt bei den Staaten nicht wie bei den Banken das Motto "to big to fail...", jeder Staat ist alleine der akuten Gefahr ausgesetzt wegen seiner Haushaltspleite in den Bankrott zu gehen:
z.B. in den USA, obwohl Citibank $45 Mrd. in "bailout money" vom Staat bekam, Wells Fargo $25 Mrd. und Bank of America $45 Mrd., um erst gar nich die Garantien von $300 Mrd. an Citibank und die $118 Mrd. für Bank of America zu erwähnen, weigerten sich diese selben Banken Kalifornien Kredit Garantien von $6 Mrd. zu geben obwohl der Governor Schwarzenegger nur diese kleine Summe von ihnen verlangt hatte um das "credit rating" von Kalifornien zu stützen, dannach blieb dem Finanzminister bzw. Californias State Treasurer Bill Lockyer nichts anderes übrig als zu sagen er sei "disappointed"!
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I will also add that according to some estimates Greece spends roughly 15% of its GDP on defense! Who benefits finacially from this spending? Greece itself ofcourse not! The US, the UK, France and Germany. What are the chances that Greece curbs its military spending in the near future? Given the tensions with Turkey, and as long Turkey remains not a EU member, and the fact that military spending is big business, not very likely, but that would be the only european way to do it.