weil Schulden nunmal das Schmiermittel des Systems sind. Ohne Kredit läuft (fast) nichts. Insofern sind die Banken NATÜRLICH systemrelevant, wenn man nicht zum Tauschsystem o.ä. zurückwill. Nicht umsonst begann der Aufschwung Europas (relativ gesehen zum Rest der Welt) im Mittelalter erst mit der Erfindung des Bankensystems.
Die aktuelle Krise ist im Prinzip nur ein bilanzielles Problem. Wie bilanziert man Schulden, die eigentlich schon immer unrückzahlbar waren? (Hier hinkt dein Vergleich mit Knöllchen, denn die Muss und kann man natürlich stets bezahlen) Zur Zeit ist es eben so, dass der Absturz des Underlyings, der Immobilien, dafür gesorgt hat, dass bei fairer Marktbewertung diese Schulden den Schuldnern das Genick brechen würden. Das darf nicht geschehen, daher wird kreativ bilanziert. So soll es sein, denn niemand außer ein paar Goldbärchies hat was davon wenn das System zusammenbricht. Wo liegt also dein Problem, wenn 99% aller Menschen froh über diese Lösung sind weil Arbeitsplätze und Vermögen gerettet werden?
Ein Vergleich: Der Banker hat sich als Stuntman versucht und sich dabei beide Beine gebrochen (Immobilienkredite platzten), und zwar so schwer, dass die Heilung sehr lange dauern wird. Aber der Banker darf nicht im Bett bleiben. Daher hat der Doktor (FED) dem Banker einen Rollstuhl geliehen, und zwar mit Raketenantrieb. Den nutzt der Banker jetzt ausgiebig, um damit durch die Gegend zu fetzen. Aber der Rollstuhl ersetzt auf Dauer die Beine nicht, daher droht der Doktor damit, den Rollstuhl wieder wegzunehmen. An dieser Stelle sind wir jetzt.
Die Frage für die Zukunft lautet: Heilen die Beine bevor der Doktor den Rollstulh wieder wegnimmt oder nicht? Steigen die Immobilienpreise wieder bevor die FED die Zinsen signifikant erhöhen muss um eine Inflation zu verhindern?
gez. metro, bekennender Trendfolgedepp.