Vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen wie ich den Crack Up Boom vorhergesehen habe.
Nun ja zu meiner Person, ich bin nicht so der Typ der gerne nach Charttechnik oder Handelssystemen handelt; ich verteufle sie aber auch nicht, da ich sie nützlich finde, je nach ihrem Aufbau. Ich orientiere mich lieber an der Makroökonomie. Ich war schon einige Jahre vorher mit Investments an den Märkten aktiv, bevor ich mich der Spekulation zuwendete. Diese Erfahrung bringe ich in meiner Art des Handels mit ein.
Wo wir doch nun in dieser geselligen Runde offen miteinander diskutieren, ohne Diskreditieren, möchte ich dankend den Ball von Fummel aufnehmen ,,Handeln nach Bauchgefühl".
Ein weiser Mann sagte einmal:
,,Ein Gedanke, der richtig ist, kann auf Dauer nicht niedergelogen werden."
Otto von Bismarck
Der Kardinalsfehler der Bären im Bärenthread und warum ich den Crack Up Boom gesehen habe
Erstmal möchte ich die Bären im Bärenthread für ihre gute Arbeit danken, denn ohne Sie wäre mir der Crack Up Boom nicht aufgefallen. Dabei unterlief den Bären der Kardinalsfehler in den schlechten Meldungen eine negative Kette von Ereignissen aufzubauen, die sich fortsetzte und an deren Ende sie die EXIT-Strategie vergessen hatte; sie hatten einfach eine Bärenbrille sich aufgesetzt, könnte man sagen.
Nun behaupteten die Bären die USA würden weniger Kreditwürdig sein, durch höhere Staatsschulden. Sie sprachen vom kreditunwürdigen Staat und führten als Argument die Verweigerung Chinas, an erster Stelle an, USA-Staatsschuldscheine zu kaufen. Dabei sind Staatsschuldscheine so etwas ähnliches wie Geld und später hat China - das haben selbst die Bären so analysiert - US-Staatsschuldscheine in Sonderziehungsrechte, im Werte von 50 Milliarden US-Dollar, umgewandelt.
Die USA haben sich einfach arm gerechnet, dabei sind sie es gar nicht. Sehr interessant sind daher auch die Carrytrades zu verfolgen. Ich hatte damals immer schon in den Anfängen vor einer Rückführung der Carrytrades gewarnt - siehe Beispiel Yen (Japan).
Nun haderten die Bären allzu gerne auf Herrn Bernanke herum. Dieser öffnete die Kapitalschleusen mit einen niedrig Zins von 0,25%. Doch die Inflation blieb aus.
Spätestens hier hätten die Bären selber drüber fallen können, ich tat es zumindest, denn ich glaube nicht an den Mythos der Staatsschuld, so wie die Bären.
Warum ich nicht an den Mythos der Staatsschuld glaube
,,Man kann den Kredit, den die Bürger dem Staat geben, als Dauerinvestition ansehen und braucht sich, wenn die Zinslast nicht wäre, auch bei >>sehr großer Verschuldung keine Sorgen>> zu machen. Ein Papier, das eine >>ewige<< Forderung enthält, ist >>ebenso wertvoll<< - und daher im Bedarfsfall verkäuflich (wie die Chinesen in Sonderziehungsrechte umwandelten) - wie eine Aktie... Wie hoch auch immer die Zinslast ist: soviel der Staat seinen Bürgern an Steuern zur Bestreitung der Zinsen abnimmt, lässt er ihnen als Zinszahlungen wieder zufließen. Daher stellt die Verzinsung der inneren Schuld in der Tat keine echte Last für die Volkswirtschaft dar... Vielmehr handelt es sich lediglich um eine Umleitung von Beiträgen aus einer Tasche in die andere.
Erich Preiser (1946)
- Er war ein deutscher Ökonom des 20. Jahrhunderts. -
Wenn man aber nur der aktuellen Bildung nach Keynes folgt oder Adam Smith dann kann man das ja auch nicht wissen. Und wenn man dies weiß, dann weiß man auch was der Herr Bernanke getan hat.
Ich will das alles mal so ausdrücken, wie Herr Professor Wilhelm Hankel es sagte und schrieb: ,,Gerade der sich verschuldete Staat ist bürger- und unternehmerfreundlich, denn er hält den konfiskatorischen Zugriff auf die privaten Einkommen und Vermögen niedrig."
>>Ein Staat ohne Staatsverschuldung tut entweder zu wenig, oder er fordert zu viel von seiner Gegenwart<<, konstatiert einer der großen Finanzwissenschaftler des 19 Jahrhunderts: Herr Lorenz von Stein.
Ohja, wie es liebe den angeblich kundigen Wirtschaftswissenschaftler von Heute die deutschen Wirtschaftswissenschaftler des 19 und 20 Jahrhunderts um die Ohren zu hauen und eben nicht die Wallstreet Zeitungsliteratur von Heute.
Nun kann sich jeder denken was mit den Gelder, die immer weniger zurückgehalten werden, passiert - mit denen man sich aus den Fängen der Finanzkrise befreit hatte. Der Markt war durch diese Maßnahme von Herrn Bernanke mal eben übertrieben nach unten ausgebrochen: Die auf so eine Vorgabe erfolgende Erholung nennt man >>Crack up Boom<< oder wie auf Ariva Libuda schreibt ,,eine super V-Formation".
Ich danke ihnen für das lesen.
Marlboromann