Es ist Samstagmittag, die Hitze ist weniger geworden, meine Freundin liegt im Bett und pennt, weil sie gestern mit ihren Freundinnen am Start war. Und ich überlege, was die Woche gebracht hat, ob ich ärmer, reicher, dümmer oder schlauer geworden bin?
Und ich überlege, was die kommende Woche bringen könnte, ob ich mich neu positionieren sollte?
Ich versuche dies so weit möglich zu verdichten, an einem Bild erklären, was kommen kann, oder nicht. Das mache ich auch gerne bei Präsentation – an einem Big-Picture ein ganzes Projekt erklären. Und ich gebe zu, ich kucke mir gerne Charts an, Kerzencharts, weil die sehr viel aussagen, weil sie kompakt sind, aber deutlich wird, was „innerhalb“ dieser Kerze passiert ist.
Also etwas nach hinten blicken und die eingetretene Entwicklung mit der eigenen Einschätzung abgleichen und zwar anhand eines ganz simplen Chart:
Eines scheint sicher, dass es runter geht, aber was ist schon sicher?
Und wenn es nur runter geht, dann ein Stückl oder wieder nur ein kleines Hupferl und dann geht es wieder rauf?
Oder noch zugespitzter:
Wie geht die Börsenwelt damit um, wenn es jetzt mal ein gehöriges Stück gen Süden geht und die Stimmung kippt.
Aber warum sollen jetzt die Bären Mumm in der Hose haben, nachdem sie sich bei (4) mädchenhaft verhalten haben? Im Sinne von Dieter Nuhr habe ich mir auch abgewöhnt alle Verschwörungstheorien, die man so hört, einfach nicht zu glauben.
Schönes WE!
A.
Seit dem Jahre 2002 befragt die Deutsche Boerse AG wöchentlich etwa 170 institutionelle Marktteilnehmer mit einem mittelfristigen Handelshorizont (3 Wochen bis 12 Monate), die ständig Risiken im deutschen Aktienmarkt ausgesetzt sind: In erster Linie Fondsmanager und Vermögensverwalter prognostizieren, ob der DAX bzw. TecDAX (dort werden auch wichtige Privatanleger befragt) in einem Monat höher, gleichbleibend oder tiefer als zum Befragungszeitpunkt gehandelt wird. Wir sind uns bewusst, dass diese Gruppe den Markt zwar nicht alleine bewegt, aber dennoch einen wichtigen, repräsentativen Ausschnitt darstellt.
Bestätigt meine Vermutung. Pure Selektion. Da kann man doch besser auf Zocker schauen, und zwar nicht auf Befragungen sondern auf Positionierungen, siehe z.B. http://www.mastertraders.de/sentiment.php
das Deutsche Blogger-Sentiment, bei denen ich auch abstimme. Nachzulesen hier:
http://www.boersennotizbuch.de/...-den-mittelfristigen-aussichten.php
In den vergangenen 3 Wochen ist die bearische Stimmung förmlich verflogen wie die Befragung zur 6-Monatseinschätzung ergeben hat...
Insgesamt nehmen 14 Deutsche Blogger daran teil.
|