Dax setzt Konsolidierung fort


Thema
abonnieren
Beiträge: 2
Zugriffe: 875 / Heute: 1
DAX 25.051,21 +0,10% Perf. seit Threadbeginn:   +418,96%
 
EinsamerSam.:

Dax setzt Konsolidierung fort

 
05.08.05 17:10
Pro-Sieben-Übernahme im Fokus

Dax setzt Konsolidierung fort

Belastet vom hohen Ölpreis und dem seit Tagen steigenden Euro hat der Deutsche Aktienindex (Dax) am Freitag seine Konsolidierung fortgesetzt. Im Fokus der Anleger stand die milliardenschwere Übernahme von ProSiebenSat.1 durch Axel Springer.

HB FRANKFURT. Der Standardwerteindex gab bis zum Mittag 0,25 Prozent auf 4862 Punkte nach. „Der Dax legt eine kleine Pause ein, um Luft für weitere Kursanstiege zu holen“, sagte Postbank-Händler Thomas Stengl. Seiner Einschätzung nach könnte der Leitindex in den kommenden Tagen bis auf 4800 Punkte nachgeben. „Dann sollten die Anleger die Korrekturphase für weitere Käufe nutzen“, sagte Stengl.

Skeptisch sehen Börsianer derzeit die weiterhin angespannte Lage am Ölmarkt sowie den Höhenflug des Euro. Die Gemeinschaftswährung hat seit Mittwoch vergangener Woche über 3,5 Cent zugelegt und notierte am Freitag bei 1,2380 Dollar. Ein Barrel (159 Liter) US-Leichtöl kostete knapp 62 Dollar.

Wichtige Impulse dürfte gegen 14.30 Uhr (MESZ) der US-Arbeitsmarktbericht für Juli bringen. Von Reuters befragte Volkswirte rechnen mit einem Stellenzuwachs außerhalb der Landwirtschaft von 183.000 nach 146.000 im Juni.

Mit einer Berg- und Talfahrt reagierten die Aktien von Pro Sieben Sat 1 auf die angekündigte Übernahme der TV-Gruppe durch die Verlagsgruppe Axel Springer. Nachdem die Titel zunächst über drei Prozent auf 15,28 Euro zugelegt hatten, drehten sie im weiteren Handelsverlauf ins Minus. Gegen Mittag pendelten die im MDax notierten Pro-Sieben-Vorzugsaktien um ihren Schlusskurs vom Vortag von 14,80 Euro. „Bei den Anleger hat sich nach der anfänglichen Euphorie die Erkenntnis durchgesetzt, dass Springer wohl nicht mehr als die angekündigten 14,10 Euro je Pro-Sieben-Vorzugsaktien zahlen wird“, sagte LBBW-Analystin Iris Schäfer. „Das ist schlicht und einfach ein Eigentümerwechsel“, ergänzte sie. „Kurzfristige Synergien sind durch den Zusammenschluss nicht groß zu erwarten.“

Bei den Standardwerten rutschten die Papiere von Fresenius Medical Care (FMC) 2,5 Prozent auf 70,37 Euro ab. „Die FMC-Aktie ist im Vorfeld der Quartalszahlen sehr gut gelaufen. Nun nehmen die Anleger einfach ihre Gewinne mit“, sagte ein Händler. Der selbe Grund gelte auch für den Kursrückgang der Linde-Aktie um rund ein Prozent auf 59,61 Euro.

Zu den größten Gewinnern im Dax zählten mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 16,20 Euro die Aktien der Deutschen Telekom. „Einige Anleger nutzen die Kursschwäche der vergangenen beiden Tage aus und decken sich mit dem Papier ein“, sagte ein Händler. Die von der Deutschen Telekom anvisierte milliardenschwere Übernahme des österreichischen Mobilfunkanbieters tele.ring unterstützt seiner Aussage nach den Kurs der T-Aktie.

Leoni überzeugt mit Quartalsentwicklung

Größter Gewinner bei den Nebenwerten im MDax waren mit einem Plus von zeitweise über sechs Prozent die Titel des Automobilzulieferers Leoni. „Die Leoni-Geschäftszahlen haben trotz höherer als erwarteten Einmalaufwendungen positiv überrascht und die Markterwartungen übertroffen“, sagte Michael Schäfer, Analyst bei Equinet. „Nach der angehobenen Umsatzprognose für das Gesamtjahr könnte man die neue Ebit-Planung als konservativ ansehen“.

Vor dem Bericht zum US-Arbeitsmarkt im Juli sei mit deutlicher Zurückhaltung und einer Fortsetzung der Konsolidierung zu rechnen, sagten Händler. Charttechnisch könnte der Dax die Unterstützung bei 4.850 Punkten testen. Lediglich ein nachhaltiger Sprung über das Niveau um 4.880 Punkte würde die Lage insgesamt wieder bessern.

Quelle: HANDELSBLATT, Freitag, 05. August 2005, 12:49 Uhr

...be invested
 
Der Einsame Samariter

Dax setzt Konsolidierung fort 2044468
Antworten
EinsamerSam.:

Dax-Ausblick: Rally vorerst zu Ende

 
05.08.05 17:13
Euro und Ölpreis rücken wieder in den Fokus

Dax-Ausblick: Rally vorerst zu Ende

Der Deutsche Aktienindex (Dax) wird nach Einschätzung von Aktienstrategen auch in der kommenden Woche nachgeben und damit nach seiner jüngsten Kursrally weiter pausieren. Auch zahlreiche Geschäftsdaten von Branchengrößen dürften dem Leitindex keinen Auftrieb geben.

HB FRANKFURT. "Der Dax hat an Schwung verloren", sagt Steffen Neumann von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) mit Blick auf die jüngsten Kursverluste des Leitindex. Er bezeichnet diese Entwicklung aber ebenso wie sein Kollege Volker Borghoff von HSBC Trinkaus & Burkhardt als "gesunde Konsolidierung". Größere Kursverluste erwarteten sie nicht. "Der Markt ist nach unten abgesichert", betont Borghoff. "Unter die Marke von 4700 Punkten sollte der Dax nicht fallen."

Der deutsche Leitindex hat am Dienstag mit dem Erreichen eines Dreijahreshoch bei 4934,94 Punkten seine wochenlange Kursrally zunächst beendet. Seitdem hat der Standardwerteindex rund 1,5 Prozent eingebüßt. Mit einem Stand von rund 4860 Zählern am Freitag Nachmittag verlor der Dax im Wochenverlauf rund ein halbes Prozent.

Ein Grund für die derzeitigen Dax-Verluste ist nach Ansicht von Börsianern die zunehmende Ernüchterung im Zusammenhang mit den vorgezogenen Neuwahlen. Die jüngsten Umfragen deuteten auf eine Große Koalition hin, wodurch sich die Chancen auf tief greifende Reformen zur Ankurbelung der Konjunktur verringerten. Seit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) Ende Mai Neuwahlen angekündigt hatte, hat der Dax im europäischen Vergleich überdurchschnittlich stark zugelegt.

Analysten: Markt ist überhitzt

Die Stimmung war in den vergangenen Wochen am deutschen Aktienmarkt nahezu enthusiastisch. Der Dax eilte von einem Rekord zum nächsten. "Offensive play" war angesagt und jeder Anleger, der seine Millionen nicht in Aktien investiert hatte, spielte einfach nicht in der ersten Liga. In der vergangenen Woche ist nun etwas Ernüchterung eingekehrt. Der Markt ist völlig überhitzt, heißt es von den meisten Analysten.

Technische Analysten zeigen sich indes noch nicht alarmiert. Die Überhitzung im führenden deutschen Aktienindex hat sich bislang nur in Maßen entladen. Die obere Begrenzung der Wimpelformation bei rund 4850 Punkten wurde noch nicht nachhaltig nach unten durchbrochen. Auch die "Anschlussmarke" bei 4820 Stellen hielt. Das "Dax- Abwehrbollwerk" wartet beim 38,2-prozentigen Retracement des tertiärzyklischen Aufwärtstrends bei 4750 Punkten, sind sich Techniker sicher. Ein Rutschen unter diese Marke könnte zunächst den Schritt über 5000 Punkte blockieren.

Insgesamt stellt sich der Markt nach Einschätzung vieler Aktienstrategen noch robust dar. "Billiger geht´s nicht", erklären Analysten und Fondsmanager fast einhellig zur Bewertung der Aktien in Deutschland auch noch, nachdem nun schon zwei Drittel der Dax-Unternehmen ihre Ergebnisse vorgelegt haben. Immerhin zehn der Gesellschaften konnten positiv überraschen.

Wenig Impulse durch Unternehmensnachrichten

Nun neigt sich die Berichtssaison dem Ende zu. Von den zahlreichen noch zur Veröffentlichung anstehenden Quartalsberichten erwarten die Experten keine weiteren Aufwärtsimpulse für den deutschen Aktienmarkt. "Zwar legen nächste Woche auch ein paar Schwergewichte Zahlen vor. Es ist aber fraglich, ob einer das Potenzial hat, den Gesamtmarkt nach oben zu ziehen", sagt LRP-Experte Neumann. "Die Ergebnissaison ist bisher gut verlaufen", ergänzt HSBC-Analyst Borghoff. Allerdings seien die Ergebnisse schon weitgehend in den Kursen enthalten. Von den großen Dax-Unternehmen wollen am Mittwoch unter anderem Bayer und Eon ihre Zwischenbilanzen präsentieren. Am Donnerstag folgen RWE und Deutsche Telekom. Den Abschluss bilden Allianz und ThyssenKrupp am Freitag.

Auch aus der zweiten und dritten Börsenreihe legen zahlreiche Firmen Zwischenberichte vor. Unter anderem informieren Mobilcom (Montag), Fraport (Dienstag), Hypo Real Estate (Mittwoch), ProSiebenSat.1 (Donnerstag) und United Internet (Freitag) über die Geschäftslage. Außerdem äußern sich Beiersdorf, Premiere, Celesio, Stada und Salzgitter zum Geschäftsverlauf. Aus den USA werden zudem die Ausweise von Cisco und Dell erwartet, die für Impulse in der gesamten Technologiebranche sorgen dürften.

Derzeit gewinnen Fusionsphantasien wieder an Bedeutung, ausgelöst durch die Übernahme von Reebok durch adidas. Ein Kandidat für einen großen Deal bleibt die Commerzbank, die weiterhin mit spanischen und britischen Banken in Verbindung gebracht wird. Gerüchte um BOC und Linde verstummen ebenfalls nicht. Puma wird von Analysten nun Nike "empfohlen". Und wer schließlich Stada übernimmt, ist auch noch offen. Die Spekulation von morgen gleicht bei diesem "M&A-Game" selten der von gestern. Wie bei den Transfers gibt es immer wieder neue Gerüchte.

Euro und Öl rücken wieder in den Blick

Neben den Quartalsberichten der Unternehmen richten Börsianer ihre Aufmerksamkeit auf den Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Dienstag. Zwar rechnen fast alle mit einer Anhebung des US-Leitzinses um weitere 25 Basispunkte auf dann 3,5 Prozent. Von den begleitenden Kommentaren erhoffen sie sich aber Hinweise darauf, ob der derzeitige Zinserhöhungszyklus bald endet oder fortgesetzt wird. Nach den jüngsten Konjunkturdaten dürfte die US-Notenbank das Bild von einem gesunden Wachstum bei moderater Inflation ebenfalls für weiter intakt halten und an ihrer Politik nichts ändern. Ansonsten sollten allenfalls die US-Einzelhandelsumsätze (Donnerstag), die Handelsbilanz und der Index der Uni Michigan für Bewegung am Aktienmarkt sorgen.

In den Vordergrund rückt auch wieder der Euro. Mit dem Bruch der Marke bei 1,2250 US-Dollar besitzt die Gemeinschaftswährung nun erhebliches Potenzial nach oben. Dies könnte die Exportwerte und insbesondere die Automobiltitel wieder unter Druck setzen. Zudem besteht weiterhin die Gefahr, dass der Ölpreis die Stimmung trübt. Das "schwarze Gold" wird immer mehr zum Luxusgut, da der Einkaufspreis sich weiter verteuert und sich deutlich über der Marke von 60 US-Dollar je Barrel zu etablieren scheint. Gut ist das allenfalls für die Ölwerte, Doping für die Konjunktur ist es hingegen nicht. Eine ölpreisinduzierte Inflation wird durch den Preisanstieg zudem immer wahrscheinlicher.

Quelle: HANDELSBLATT, Freitag, 05. August 2005, 16:54 Uhr

...be invested
 
Der Einsame Samariter

Dax setzt Konsolidierung fort 2044470
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.


Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen

Neueste Beiträge aus dem DAX Index Forum

Wertung Antworten Thema Verfasser letzter Verfasser letzter Beitrag
328 314.760 COMMERZBANK kaufen Kz. 28 € semico Highländer49 15:08
62 5.071 2026-QV-GDAXi-DJ-GOLD-EURUSD-JPY lo-sh Potter21 11:17
52 1.377 Die Links zu den Sternenkinder (DAX Spiel) Teil2 BackhandSmash BackhandSmash 09:42
143 77.591 Börse ein Haifischbecken: Trade was du siehst gekko823 Top-Aktien 05:35
10 918 Beiersdorf wird vermutlich Byoersolany thefan1 18.06.26 15:56

--button_text--