04.02.03 21:30
DAX Positions-Trading: Update 05.02.03
Kurzfristige Betrachtung:
Nachdem der Deutsche Aktienindex DAX in der letzten Handelswoche eine Verschnaufpause im Abwärtstrend eingelegt hat, ist es am heutigen Dienstag erneut zu verstärktem Abgabedruck gekommen. Damit ist die Doji-Formation, welche sich am Montag gebildet hatte, nach unten aufgelöst worden. Diese Formation hatte einen relativ langen Docht ausgebildet, welcher zeigt, dass im Bereich um 2800 Punkte mit verstärktem Angebotsdruck zu rechnen ist.
Die Interpretation der aktuellen Tagescandle fällt eher negativ aus: der Eröffnungskurs war zugleich der Tageshöchststand, der Schlusskurs lag nahe des Tagestiefstandes. Dabei hat der DAX heute den größten Verlust der letzten 13 Handelstage erlebt. Dies dürften erste Anzeichen für die Fortsetzung des Abwärtstrends sein.
img.wallstreet-online.de/news/010/32/08" style="max-width:560px" >
Dieses Szenario würde zum aktuellen Zeitpunkt durch die Markttechnik bestätigt werden. So ist die mittelfristige Bewegungsdynamik, gemessen über den ADX, hoch und weiterhin ansteigend. Dies dürfte dem Preisverhalten eine gewisse Stabilität verleihen. Bestätigt wird die hohe Bewegungsdynamik durch die Fibonacci-Retracements, auf die näher im Abschnitt "Trading" eingegangen wird (siehe unten).
Der Anstieg des slow stoch hat mit dem heutigen verlustreichen Handelstag ebenfalls einen Knick bekommen. Die überverkaufte Situation ist nun aber vollständig abgebaut, so dass der Kurs nach unten alle Entfaltungsmöglichkeiten hat.
Der MACD kann sich auf niedrigem Niveau stabilisieren, ist aber weiterhin negativ einzustufen.
img.wallstreet-online.de/news/010/32/09" style="max-width:560px" >
Trading:
Auf Hourly-Basis konnte sich die inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation, welche sich zum Ende der letzten Handelswoche ausgebildet hatte, nicht entfalten. Bei 2802 Punkten hat die technische Korrektur zunächst ihr Maximum gefunden. Dabei konnte der Index sein minimales Korrekturpotenzial (38,2%-Retracement) leicht übertreffen. Das schnelle und deutliche Abtauchen in diesem Bereich deutet allerdings darauf hin, dass die Korrektur womöglich beendet ist und sich die Marktteilnehmer jetzt wieder verstärkt auf der Unterseite ausrichten.
Auffallend ist, dass der DAX sein heutiges Low nur 4 Punkte unterhalb seines letzten markanten Lows markiert hat. Es hat sich also eine kurzfristige Unterstützung bei 2618/2622 Punkten herausgebildet. Sollte dieser Bereich nach unten durchbrochen werden, ist mit weiterem Abgabedruck zu rechnen. Charttechnische Unterstützungen befinden sich bei 2563 und 2519 Punkten.
img.wallstreet-online.de/news/010/32/10" style="max-width:560px" >
Es ist nicht unwahrscheinlich, dass der DAX in den nächsten Stunden eine technische Gegenreaktion vollzieht. Der slow stoch hat (auf Stundenbasis) seine untere Extremzone verlassen.
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Positionierungen:
Am Montag wurde kurz nach der Eröffnung die Marke von 2772 Punkten, welche als Long-Trigger fungierte, übertroffen. Der Kurs stieg etwa um 1,1% an, bevor die Bären das Zepter übernahmen. Der Stoppkurs wurde intraday nachgezogen, nachdem die Position in die Gewinnzone gelaufen war. Somit dürfte bei dieser Position kein Verlust mehr aufgetreten sein.
Am heutigen Dienstag wurde der prozyklische Short-Trigger bei 2622 Punkten gerissen, was zur Eröffnung einer Short-Position führte. Eine charttechnische Widerstandszone, welche als potenzieller Stoppkurs-Bereich dienen könnte, ist erst bei 2802 Punkten zu finden. Dies würde allerdings einem Risiko von 170 Punkten oder rund 6,5% entsprechen. Diese Zahlen sind eindeutig zu hoch, sodass andere Möglichkeiten des Stoppkurs-Managements gesucht werden müssen.
Eine Möglichkeit wäre wieder die Arbeit mit Fibonacci-Retracements. Das 61,8%-Retracement der Abwärtsbewegung seit 2802 liegt bei 2730 Punkten. Im Bereich 2725-2745 lagen in der letzten Woche einige Highs, sodass die Marke von 2745 Indexpunkten als Stopp genutzt wird. Dies entspricht allerdings immer noch einem Risiko von 113 Punkten oder ca. 4,3%.
Der DAX hat in den letzten 24 Handelstagen nie mehr als 64 Punkte an einem Tag auf Schlusskursbasis verloren. Die täglichen Ausschläge nach oben, d.h. also die Differenz zwischen High- und Openkurs, betrugen nie mehr als 87 Indexpunkte. Somit ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass die Position am morgigen Handelstag nicht ausgestoppt wird.
Kommt es am Mittwoch zu weiteren Abgaben, so wird der Stoppkurs immer so nachgezogen, dass er leicht oberhalb des 61,8%-Retracements liegt.
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FAZIT: Die technische Gegenreaktion scheint beendet zu sein. Auf der Oberseite ist im 2800er Bereich mit verstärktem Angebotsdruck zu rechnen. Sollte die Marke von 2618 Punkten nach unten durchbrochen werden, sind als Kursziel die aktuellen Jahres-Lows anzupeilen.
A.Vester Autor: Andreas Vester, 21:30 04.02.03
DAX Positions-Trading: Update 05.02.03
Kurzfristige Betrachtung:
Nachdem der Deutsche Aktienindex DAX in der letzten Handelswoche eine Verschnaufpause im Abwärtstrend eingelegt hat, ist es am heutigen Dienstag erneut zu verstärktem Abgabedruck gekommen. Damit ist die Doji-Formation, welche sich am Montag gebildet hatte, nach unten aufgelöst worden. Diese Formation hatte einen relativ langen Docht ausgebildet, welcher zeigt, dass im Bereich um 2800 Punkte mit verstärktem Angebotsdruck zu rechnen ist.
Die Interpretation der aktuellen Tagescandle fällt eher negativ aus: der Eröffnungskurs war zugleich der Tageshöchststand, der Schlusskurs lag nahe des Tagestiefstandes. Dabei hat der DAX heute den größten Verlust der letzten 13 Handelstage erlebt. Dies dürften erste Anzeichen für die Fortsetzung des Abwärtstrends sein.
Dieses Szenario würde zum aktuellen Zeitpunkt durch die Markttechnik bestätigt werden. So ist die mittelfristige Bewegungsdynamik, gemessen über den ADX, hoch und weiterhin ansteigend. Dies dürfte dem Preisverhalten eine gewisse Stabilität verleihen. Bestätigt wird die hohe Bewegungsdynamik durch die Fibonacci-Retracements, auf die näher im Abschnitt "Trading" eingegangen wird (siehe unten).
Der Anstieg des slow stoch hat mit dem heutigen verlustreichen Handelstag ebenfalls einen Knick bekommen. Die überverkaufte Situation ist nun aber vollständig abgebaut, so dass der Kurs nach unten alle Entfaltungsmöglichkeiten hat.
Der MACD kann sich auf niedrigem Niveau stabilisieren, ist aber weiterhin negativ einzustufen.
Trading:
Auf Hourly-Basis konnte sich die inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation, welche sich zum Ende der letzten Handelswoche ausgebildet hatte, nicht entfalten. Bei 2802 Punkten hat die technische Korrektur zunächst ihr Maximum gefunden. Dabei konnte der Index sein minimales Korrekturpotenzial (38,2%-Retracement) leicht übertreffen. Das schnelle und deutliche Abtauchen in diesem Bereich deutet allerdings darauf hin, dass die Korrektur womöglich beendet ist und sich die Marktteilnehmer jetzt wieder verstärkt auf der Unterseite ausrichten.
Auffallend ist, dass der DAX sein heutiges Low nur 4 Punkte unterhalb seines letzten markanten Lows markiert hat. Es hat sich also eine kurzfristige Unterstützung bei 2618/2622 Punkten herausgebildet. Sollte dieser Bereich nach unten durchbrochen werden, ist mit weiterem Abgabedruck zu rechnen. Charttechnische Unterstützungen befinden sich bei 2563 und 2519 Punkten.
Es ist nicht unwahrscheinlich, dass der DAX in den nächsten Stunden eine technische Gegenreaktion vollzieht. Der slow stoch hat (auf Stundenbasis) seine untere Extremzone verlassen.
Positionierungen:
Am Montag wurde kurz nach der Eröffnung die Marke von 2772 Punkten, welche als Long-Trigger fungierte, übertroffen. Der Kurs stieg etwa um 1,1% an, bevor die Bären das Zepter übernahmen. Der Stoppkurs wurde intraday nachgezogen, nachdem die Position in die Gewinnzone gelaufen war. Somit dürfte bei dieser Position kein Verlust mehr aufgetreten sein.
Am heutigen Dienstag wurde der prozyklische Short-Trigger bei 2622 Punkten gerissen, was zur Eröffnung einer Short-Position führte. Eine charttechnische Widerstandszone, welche als potenzieller Stoppkurs-Bereich dienen könnte, ist erst bei 2802 Punkten zu finden. Dies würde allerdings einem Risiko von 170 Punkten oder rund 6,5% entsprechen. Diese Zahlen sind eindeutig zu hoch, sodass andere Möglichkeiten des Stoppkurs-Managements gesucht werden müssen.
Eine Möglichkeit wäre wieder die Arbeit mit Fibonacci-Retracements. Das 61,8%-Retracement der Abwärtsbewegung seit 2802 liegt bei 2730 Punkten. Im Bereich 2725-2745 lagen in der letzten Woche einige Highs, sodass die Marke von 2745 Indexpunkten als Stopp genutzt wird. Dies entspricht allerdings immer noch einem Risiko von 113 Punkten oder ca. 4,3%.
Der DAX hat in den letzten 24 Handelstagen nie mehr als 64 Punkte an einem Tag auf Schlusskursbasis verloren. Die täglichen Ausschläge nach oben, d.h. also die Differenz zwischen High- und Openkurs, betrugen nie mehr als 87 Indexpunkte. Somit ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass die Position am morgigen Handelstag nicht ausgestoppt wird.
Kommt es am Mittwoch zu weiteren Abgaben, so wird der Stoppkurs immer so nachgezogen, dass er leicht oberhalb des 61,8%-Retracements liegt.
FAZIT: Die technische Gegenreaktion scheint beendet zu sein. Auf der Oberseite ist im 2800er Bereich mit verstärktem Angebotsdruck zu rechnen. Sollte die Marke von 2618 Punkten nach unten durchbrochen werden, sind als Kursziel die aktuellen Jahres-Lows anzupeilen.
A.Vester Autor: Andreas Vester, 21:30 04.02.03