Der Wochenchart im DAX zeigt noch immer einen intakten, übergeordneten sekundären Abwärtstrend, dessen obere Begrenzung im Bereich um 2.900 Indexpunkte verläuft, so Uwe Wagner, Händler der Deutschen Bank AG.
Innerhalb dieses Abwärtstrends habe sich in den letzten Tagen / Wochen eine Konsolidierungszone ausgebildet, welche das Jahrestief bei 2.528 Indexpunkte umfasse und innerhalb derer sich eine Stabilisierung vollziehe, welche auch Implikationen auf die kurz- und mittelfristige Markttechnik hätte. Daraus wäre bereits letzte Woche der Schluss gezogen worden, dass diese Stabilisierung durchaus weiterführenden Charakter tragen sollte, eine Erwartungshaltung, an der man weiterhin festhalten könne.
Diese Konsolidierungszone begrenze sich nach unten hin in den Bereichen um 2.528 bis 2.519, auf der Oberseite seien die Grenzen bei etwa 2.750 bis etwa 2.800 Indexpunkte, wobei der 2.750 eine höhere analytische Bedeutung zukomme, definiert.
Markttechnisch werde dem DAX über eine Kombination aus trendfolgenden Indikatoren ein sogenanntes neutrales set-up ausgewiesen, die mittelfristige Bewegungsdynamik, bezogen auf den übergeordneten sekundären Abwärtstrend sei rückläufig.
Mittelfristig geht der Handelsexperte davon aus, dass sich diese Stabilisierungstendenz fortsetzt. Von den zwei wahrscheinlichsten Szenarien (ein Überspringen der Widerstände im ersten Anlauf und Fortsetzung des Aufwärtsimpulses bzw. eine seitwärts ausgerichtete Konsolidierung innerhalb der Konsolidierungszone) sei wahrscheinlich das zweite Szenario zu präferieren. Somit orientiert sich Uwe Wagner, Eigenangaben zufolge, strategisch nach oben hin, was taktisch bedeutet, dass er sich für Positionsaufbauten eher auf der Kaufseite umsieht und die Short-Seite nur mit kleinsten Einsätzen handelt.
Oberhalb der 2.800 seien die nächsten untergeordneten Widerstände um 2.840 und dann um 2.932 wahrscheinlich.