Anzeige
Meldung des Tages: Lettland-Defence-Zertifikat! Diese Aktie öffnet die Tür zu bis zu 3 Mio. € Finanzierung

Dax-Ausblick: Börse im Konjunktur-Sog


Beiträge: 9
Zugriffe: 1.432 / Heute: 1
DAX 25.238,08 +0,87% Perf. seit Threadbeginn:   +472,69%
 
EinsamerSam.:

Dax-Ausblick: Börse im Konjunktur-Sog

2
21.05.05 11:22
Hauptversammlung der Deutschen Börse im Fokus der Anleger

Dax-Ausblick: Börse im Konjunktur-Sog

In der kommenden Woche stehen wichtige Termine wie Ifo- und ZEW-Index und US-BIP an. Der Dax hängt damit am Tropf der Konjunktur. Der Dax dürfte sich in der kommenden Woche anfällig für fallende Kurse zeigen.


HB FRANKFURT. Das lasse sich aus der jetzt beendeten Berichtssaison schließen, heißt es im Handel. Obwohl die Gewinne allein in 14 von 18 europäischen Sektoren nach oben revidiert werden mussten, interessierte sich der Markt kaum dafür. Alle bisherigen Konjunkturdaten seien eher widersprüchlich bis negativ geblieben. Tendenziell sei daher bei den Zahlen nur Platz für positive Überraschungen, sagt ein Händler. Der Markt hege aber eher düstere Erwartungen.

Von der Öl-Front kamen indes bislang gute Nachrichten. Nachdem für die US-Lagerbestände für Erdöl im Wochenverlauf der höchste Stand seit sechs Jahren gemeldet worden war, ging der Ölpreis auf Talfahrt. Rund 20 Prozent hat er seit seinen Höchstständen verloren. Die anstehenden verbrauchsarmen Sommermonate sowie die Abschwächung im US-Wirtschaftswachstum dürften den Preis weiter unten halten.

Zudem könnte die am Freitag begonnene Dollar-Rally mit einem neuen Sieben-Monats-Hoch weiter freundlich für europäische Exportwerte stimmen. Allerdings nähre sich diese Stärke aus schlechten europäischen Konjunkturdaten, heißt es. So sei das belgische Verbrauchervertrauen nach -3 auf -11 kollabiert. Dies lasse am Dienstag ein „schlimmes“ belgisches Geschäftsklima erwarten, was von Volkswirten als Vorlaufindikator für die Euro-Zone betrachtet wird. Eine wirkliche Hilfe für den Aktienmarkt stellt der Dollar damit nicht dar.

Experten erwarten enttäuschende Konjunkturdaten

An Wirtschaftsdaten aus Deutschland stehen in der kommenden Woche der Konjunkturbericht des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW, Dienstag) und der Ifo-Geschäftsklimaindex (Mittwoch) an. Nach den Enttäuschungen der zurückliegenden Berichte erwarten Marktteilnehmer keine Wende. Beim ifo-Index wird im Konsens mit 93,5 nach 93,3 gerechnet. Sollten jedoch tiefere Werte vermeldet werden, wäre dies der vierte Rückgang in Folge: Nach üblicher Diktion der Volkswirte wäre dies ein Zeichen für eine Rezession.

Aus den USA wird die zweite Schätzung des Bruttoinlandsprodukts (US-BIP, Donnerstag) für das erste Quartal erwartet. Selbst diese US-Konjunkturdaten scheinen wenig Chancen auf Positives zu enthalten. Zwar wird mit einer Aufwärtsrevision auf 3,7 Prozent nach 3,1 Prozent gerechnet. Kritiker betonen jedoch, dass der Markt damit nur das zuletzt erfreulich gering gestiegene US-Handelsbilanzdefizit extrapoliert hätte. Tatsächlich wird am Markt für makro-ökonomische Optionen nur ein Anstieg um 3,4 Prozent bezahlt.

Technische Analysten stimmen in das unausgegorene Gesamtbild mit ein. “Der Markt befindet sich an einer entscheidenden Wendemarke“, sagt ein Analyst. Die augenscheinliche Rally könne auch noch zum „Verrecker“ werden, da alle wichtigen Märkte an Widerstandsmarken notierten. So befinde sich der S&P-500 unter den April-Hochs bei 1192 und der Dax unter 4400 Punkten. Sollte der S&P-500 zurückkommen, bestehe zudem die Gefahr einer Kopf-Schulter-Formation. „Im laufenden Abwärtstrend wäre das verheerend“, so der Analyst. Positiv sei lediglich das US-Sentiment: Von stark bearisher Haltung steige es nun in den bullischen Bereich. Dies sei positiv, da es eine kaufbereite Öffentlichkeit zeige.

Einige Börsenexperten schätzen die Lage zwar verhalten, aber nicht ganz so pessimistisch ein. „Nächste Woche sollte es im Dax zu einer Konsolidierung kommen“, sagte Carsten Klude, Aktienstratege bei MM Warburg. „Es fehlen die Impulse: die Berichtssaison ist vorbei, dafür rücken makroökonomische Daten in den Fokus. Und da ist das Szenario nicht so klar, dass es für deutliche Kursgewinne sorgen könnte.“

Auch Aktienstratege Volker Borghoff von HSBC Trinkaus & Burkhardt rechnet für die kommende Woche mit wenig Veränderungen an den Aktienmärkten. „Der Markt dürfte sich seitwärts bis leicht aufwärts bewegen. Bis zur Jahresmitte dürfte der Dax wieder auf seinen Jahreshöchststand steigen“, prognostizierte er. In dieser Woche hat der Dax rund zwei Prozent an Wert gewonnen.

Börse: Experten blicken auf Hedge-Fonds

Bis auf die genannten Konjunkturdaten fällt die Termin-Lage kommende Woche dürftig aus. Zudem dürfte der Donnerstag als Feiertag in verschiedenen Bundesländern viele Marktteilnehmer zum verlängerten Wochenende einladen. Unternehmenszahlen stehen nur am Mittwoch von MLP, Südzucker und Web.de an. Außer bei Südzucker sind die Eckdaten überall bekannt. Aufmerksamkeit werden die zahlreichen Hauptversammlungen auf sich ziehen: am Dienstag bei KarstadtQuelle und FMC, am Mittwoch mit dem Event der Woche bei der Deutschen Börse, ferner Lufthansa.

Bei der Hauptversammlung der Deutschen Börse wird der erste öffentliche Auftritt der Hedge-Fonds-Vertreter erwartet, die Börsenchef Werner Seifert zum Rückzug zwangen. „Es muss ein Paket auf den Tisch: Die Hedge-Fonds müssen erst sagen, was sie wollen, und dann erklären, wer Vorstandschef werden soll. Der muss uns dann erzählen, wie er das umsetzen will, damit er die Unterstützung der Aktionäre hat“, sagte ein deutscher Fondsmanager, dessen Haus auf der Hauptversammlung vertreten sein wird. Es sei allerdings nicht damit zu rechnen, dass dies bereits am Mittwoch geschehen werde.

Bei der Hauptversammlung des Handelskonzerns KarstadtQuelle erhoffen sich Börsianer vom neuen Vorstandschef Thomas Middelhoff Details zur Sanierung. Zudem werden Informationen zum Anteil des Beteiligungspools um die Großaktionärin Madeleine Schickedanz erwartet. Interessant dürfte vor allem sein, ob die Spekulationen über eine Streichung vom Kurszettel oder eine Aufspaltung des Konzerns Nahrung erhalten.

Landtagswahl NRW im Focus

Die Anleger werden wohl auch die Ergebnisse der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am Sonntag in ihre Entscheidungen einbeziehen. Umfragen zufolge liegt die CDU vor der SPD. Aktienstratege Borghoff erwartet jedoch kaum Marktreaktionen auf das Wahlergebnis. „Gewinnt die CDU, würde die Börse das im ersten Augenblick positiv sehen. Aber das würde vor der Bundestagswahl zu einer Hängepartie führen, weil kaum noch ein Gesetz verabschiedet würde“, sagte er. „Wenn Rot-Grün gewinnen würde, wäre die Börse enttäuscht, weil sie traditionell eher auf der anderen Seite steht.“

Nach Einschätzung von Aktienexperten könnte zudem ein Sieg der CDU die Diskussion um den Atomausstieg wieder entfachen und den Aktien der Energieversorger Eon und RWE Auftrieb geben. „Ein Sieg der Opposition wird aus unserer Sicht die Debatte über die Laufzeiten der Kernkraftwerke wieder anheizen“, sagte Caroline Randall, Analystin für Energieversorger bei der Investmentbank JP Morgan. Vor allem für Solaraktien könnte ein CDU-Sieg den Abschuss bedeuten, sagen andere Beobachter.

Quelle: HANDELSBLATT, Freitag, 20. Mai 2005, 16:35 Uhr

...be invested
  
Der Einsame Samariter

Dax-Ausblick: Börse im Konjunktur-Sog 1948208
Antworten
emarald:

Spelkulation auf Landtagswahl

 
21.05.05 12:31
Auch falls die CDU gewinnen sollte, wird das auf Dauer sicher nicht viel bringen:
denn wie heißt es so schön: "Politische Börsen haben kurze Beine".

Gruß emarald
Antworten
oneDOLLARsix:

gibt es mittlerweile schon Derivate auf

 
21.05.05 13:32
Konjunkturdaten, oder wie ist der Satz zu verstehen?

"Tatsächlich wird am Markt für makro-ökonomische Optionen nur ein Anstieg um 3,4 Prozent bezahlt."  
Antworten
EinsamerSam.:

Ein Grund, warum der Dax so stark ist

 
10.06.05 14:16
Von Jochen Steffens

Ein Grund, warum der Dax so stark ist

Warum ist wohl der Dax so stark, das habe ich mich gestern gefragt. Und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Der größere Teil der amerikanischen Analysten ist bearish für den Dollar, niedrige Zinsen, das Geldmengenwachstum, Doppeldefizit, das alles spricht mittelfristig für einen schwachen Dollar. Nun ist gerade der Euro eingebrochen, der Dollar zeigt Stärke. Nach dem langen Aufwärtstrend des Euro kann man das als einfache Konsolidierung auffassen, wenn man will.

Wenn Sie nun im Dollarraum leben, haben Sie ein gute Chance, von einem schwächeren Dollar zu "profitieren" (zumindest nicht darunter zu leiden), indem Sie Ihr Geld in Euro parken. Dabei ist es unerheblich, ob Sie direkt in den Euro investieren, oder Euro notierte Aktien kaufen. Unerheblich? Nein, nicht ganz. Wenn Sie in europäische Aktien investieren, haben Sie sogar noch ein zusätzliches Sicherheitsnetz. Nehmen wir an, Sie kaufen als US-Investor europäische, insbesondere deutsche Aktien, die bekanntlich deutlich unterbewertet sind. Es gibt nun vier Varianten: Wenn der Dollar wieder schwächer wird und der Dax steigt, machen Sie doppelten Gewinn. Wenn der Dollar wieder schwächer wird und der Dax fällt, machen Sie weder Gewinn noch Verlust. Wenn der Dollar steigt und der Dax steigt, machen Sie weder Gewinn noch Verlust. Wenn der Dollar steigt und der Dax fällt, machen Sie Verluste.

Das heißt, wenn Sie direkt in den Euro investieren, haben Sie nur ein 50/50 Chance. Steigen Sie jedoch in den Dax ein, machen Sie in zwei von vier denkbaren Fällen Gewinn, in einem von vier Fällen keinen Verlust und lediglich in dem letzten von vier Fällen können Sie Verluste machen. Gegen diese Verlustmöglichkeit sprechen dann auch noch sämtliche fundamentalen Aspekte. Das sind genau die Trades, die sich langfristig positiv auf die Performance auswirken. Aus diesem Grund kaufen offenbar auch US-Investoren immer mehr in den Deutschen Markt ein. Zumindest würde ich Ihnen genau das empfehlen, wenn ich in den USA Analyst wäre. Wie immer bin ich sicherlich nicht der einzige, der auf diese Idee gekommen ist und so denke ich, daß ein Teil der Stärke des Dax aus den USA kommt. Der Dow hingegen ist nun schon seit 15 Handelstage, knapp einen Monat in einer Range von nur 100 Punkte (auf Schlußkursbasis) gefangen, das ist weniger als 1 Prozent. Das ist schon beeindruckend wenig.

Jochen Steffens ist Autor des kostenlosen Newsletters "Investor's Daily".

Quelle: in-stock.de

...be invested
 
Der Einsame Samariter

Dax-Ausblick: Börse im Konjunktur-Sog 1973776
Antworten
EinsamerSam.:

Dax dürfte sich in Richtung 4600 Punkte bewegen

 
16.06.05 08:33
Verfall-Termin an der Eurex steht an

Dax dürfte sich in Richtung 4600 Punkte bewegen

Der Deutsche Aktienindex (Dax) wird am Donnerstag nach Einschätzung von Händlern zur Eröffnung zulegen.

HB FRANKFURT. „Der Dax wird wohl freundlich starten und sich in Richtung der 4 600-Punkte-Marke bewegen“, sagte ein Händler. Positiv wirkten sich die Kursgewinne an den US-Börsen von Mittwoch aus, insgesamt sei die Nachrichtenlage aber dünn.

Börsen und Handelshäuser rechneten zur Eröffnung mit einem Plus des Dax von 0,6 Prozent auf 4577 Punkte. Im Blickpunkt der Anleger könnten erneut die Aktien der HVB stehen. Die Bank und ihr Fusionspartner Unicredito wollen einem Zeitungsbericht zufolge Tochterunternehmen verkaufen.

Einfluss auf den Kurs der BMW-Aktien könnte eine Zeitungsmeldung haben, wonach auf den bayerischen Autobauer Kosten in dreistelliger Millionenhöhe für die Verschrottung von Autos des insolventen britischen Herstellers Rover zukommen.

Gewinnmitnahmen bei ausgesuchten Aktien und ein kräftiger Anstieg der Ölpreise hatten am Mittwoch die deutschen Aktien ins Minus gedrückt. Der Dax war um rund ein Prozent auf 4548,42 Punkte gefallen und hatte damit die Kursgewinne der vergangenen sechs Handelstage auf einen Schlag abgeben.

Für Bewegung könne im Verlauf der nahende große Verfall-Termin an der Eurex sorgen. Dabei dürfte der Fälligkeitstermin der Futures und Optionen den Dax nach Aussage eines Händlers weiter „deckeln“. Das Interesse von Marktteilnehmern sei groß, den Juni-Kontrakt unter 4 600 Punkten verfallen zu lassen. Dies sei wohl auch der Grund für den Einbruch am Vortag gewesen, als der Abgabedruck auf die Kasse im späten Handel in erster Linie über die Futures gekommen sei. Ferner müsse darauf geachtet werden, ob über einen fortgesetzten Ausverkauf am Rentenmarkt erneut Druck auf die Aktienseite kommt.

Der September-Kontrakt des Bund-Futures hatte am Vortag bei außerordentlich hohen Umsätzen deutlich verloren und unter 122% geschlossen. Im frühen Handel notiert der September-Kontrakt mit einem kleinen Plus von 5 Ticks bei 121,83%.

Zulegen dürfte im Tagesverlauf die Aktie von Merck, die bereits im vorbörslichen Handel bei 64,40 Euro gesehen wird nach einem Schlusskurs von 63,41 Euro am Mittwoch. Die höheren Renditeziele des Unternehmens sorgen laut Händlern für Optmimismus. Merck sieht die Umsatzrendite nun mittelfristig bei 20% statt vorher bei 15% und die Rendite auf das eingesetzte Kapital bei 25% statt vorher bei 15%. Oberhalb von 64 Euro rücke zunächst das Jahreshoch von 64,50 Euro in den Blick.

MLP könnten einem Händler zufolge in die Widerstandszone zwischen 15,30 bis 15,60 Euro vorstoßen, im vorbörslichen Handel wird die Aktie nach Aussage eines Marktteilnehmers allerdings noch unverändert zum Schlusskursniveau von 15,15 Euro gestelt. Der Verkauf der beiden Versicherungsgeschäfte Leben sowie Schaden und Unfall steht laut „FTD“ vor dem Abschluss, es seien Käufer gefunden worden. Es handele sich um ein oder zwei europäische Versicherer. Laut dem Händler erwarten Analysten Erlöse von 200 Mill. bis 500 Mill. Euro. MLP selbst rechne mit 400 Mill. Euro.

Quelle: HANDELSBLATT, Donnerstag, 16. Juni 2005, 08:20 Uhr

...be invested
 
Der Einsame Samariter

Dax-Ausblick: Börse im Konjunktur-Sog 1979629
Antworten
EinsamerSam.:

Dax - Vorbörslicher Bericht (20.06.2005)

 
20.06.05 08:41
Dax - Vorbörslicher Bericht (20.06.2005)

Nach dem neuen 3-Jahreshoch vom Freitag wird der Dax heute voraussichtlich wieder mit der 4.600 Punkte Marke zu kämpfen haben. Die vorbörslichen Indikatoren deuten derzeit auf eine schwächere Eröffnung hin. Die Wertpapierhandelsbank Lang & Schwarz berechnet den Dax knapp eine halbe Stunde vor Börsenbeginn mit 4.597 Punkten nach einem Xetra-Schlusskurs am Freitag von 4.604,57 Zählern (L-Dax: 4.605,09).

Der Euro präsentiert sich wieder etwas fester. Bereits am Freitag stieg die Europäische Gemeinschaftswährung nach dem neuen Rekord beim US-Leistungsbilanzdefizits über 1,22 USD. Aktuell notiert der Euro bei 1,2224 USD.
Der Ölpreis ist ebenfalls wieder deutlich angezogen. Zur Stunde kostet der Juli-Kontrakt für ein Barrel Rohöl der US-Sorte Light Crude 59,13 USD. Damit liegt der Ölpreis nur noch knapp unter seinem Rekordhoch von Anfang April.

Quelle: boerse-go.de

...be invested
 
Der Einsame Samariter

Dax-Ausblick: Börse im Konjunktur-Sog 1983503
Antworten
emarald:

Was macht das Öl?

 
20.06.05 10:34
Nachdem die Zahl der 1-Tages-Gewinner zwei Tage hintereinander auf einem Niveau von über 80%lag, dürften Gewinnmitnahmen eigentlich überraschen, s.a www.traducer.de/star/include/chart3a1.htm

In solchen Konsolidierungsphasen könnte sich der Blick dann auch wieder auf bisher ausgeblendetes richten...

Gruß emarald

Antworten
EinsamerSam.:

Ölpreis setzt Rekordjagd fort

 
20.06.05 10:50
60-Dollar-Marke im Visier

Ölpreis setzt Rekordjagd fort

Der US-Ölpreis hat seinen Höhenflug am Montag mit neuen Rekordständen fortgesetzt und sich der Marke von 60 US-Dollar angenähert. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostete im frühen Handel in der Spitze 59,18 Dollar. Zuletzt lag der Ölpreis mit 59,10 Dollar noch um 63 Cent über dem Stand zu Handelsschluss am Freitag. Am Freitag war die Notierung mit dem Rekordstand von 58,47 US-Dollar aus dem Handel gegangen. In den vergangenen 30 Tagen ist der Ölpreis damit um gut zehn Dollar gestiegen.

"Der Schwung wird wohl auch für die Marke von 60 Dollar ausreichen", sagte Rohstoffanalyst Daniel Hynes von der ANZ Bank. Derzeit gebe es nichts, was den Ölpreisanstieg aufhalten könnte. Die Ausweitung der Förderquoten der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) in der vergangenen Woche hatte zu keiner Entspannung an den internationalen Ölmärkten gesorgt. Mit der beginnenden Sommerreisesaison stünden die Benzinvorräte und damit die knappen Raffineriekapazitäten und nicht die Rohölförderung im Mittelpunkt des Interesses.

Quelle: n-tv.de

...be invested
 
Der Einsame Samariter

Dax-Ausblick: Börse im Konjunktur-Sog 1983686
Antworten
EinsamerSam.:

Dax läuft Prognosen davon

 
11.08.05 08:25
Anleger honorieren erfolgreichen Umbau der Konzerne

Dax läuft Prognosen davon

Die Börsen eilen von Rekord zu Rekord. Da kommen die Analysten nicht mehr mit. Obwohl der Grundtenor positiv bleibt, billigen die fünf größten deutschen Bankinstitute dem Deutschen Aktienindex (Dax) zum Jahresende nur ein Niveau von 4940 Zählern zu. Das sind sieben Prozent mehr als zu Jahresbeginn, aber inzwischen 40 Punkte weniger, als das Börsenbarometer gestern erreichte.

DÜSSELDORF. Rekordgewinne der Unternehmen, niedrige Zinsen in Euro-Land und vor allem die Neuwahl-Reformphantasie treiben den Dax. Die Experten verweisen auf die wachsende Aufbruchstimmung und gestiegene Wirtschafts-Frühindikatoren wie Ifo- und ZEW-Index. Viele Unternehmen berichten zudem über einen stärkeren Abbau ihrer Lager. Werden sie wieder gefüllt, steigt die Produktion. „Das sind klare Aufschwungsignale, die sich im zweiten Halbjahr beim Wachstum niederschlagen werden“, erwartet Gerhard Schwarz, Leiter der Strategiegruppe bei der Hypo-Vereinsbank (HVB). Nach der liquiditätsgetriebenen Hausse – auf Grund niedriger Zinsen fließt billiges Geld an die Börse – ständen die Aktien vor einem vom Wirtschaftsaufschwung gestützten zweiten Schub.

Haupttriebfeder bleiben aber die starken Firmengewinne. Nach Berechnungen des französischen Finanzdatenanbieters JCF rechnen die Analysten internationaler Investmentbanken damit, dass die Gewinne der Dax-Unternehmen 21 Prozent höher als im Vorjahr ausfallen. Bereits 2004 hatten die Konzerne so viel wie noch nie verdient. „Die Restrukturierungsstory ist in vollem Gang. Zwei Drittel der Unternehmen überraschen mit ihren Quartalsberichten positiv“, sagt Torsten Soika, Vermögensverwalter bei der Commerzbank.

Anders als in der Euphorie Ende der 90er-Jahre, als die Bewertungen Schwindel erregende Höhen erreichten, sind die Börsen derzeit immer noch preiswert. So kostet die Allianz-Aktie beispielsweise nur das Neunfache des erwarteten Jahresgewinns pro Anteilsschein – so wenig wie noch nie. „Die Gewinne steigen schneller als die Kurse. Dadurch werden Aktien trotz der Rally billiger“, sagt Frank Schallenberger von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Im Dax-Durchschnitt bezahlen Investoren für ein Unternehmen das Zwölffache der erwarteten Jahresgewinne pro Anteilsschein – im Schnitt der vergangenen 30 Jahre war es rund das Fünfzehnfache. „Bei den Unternehmen verbessern sich die Rahmenbedingungen immer weiter. Deshalb werden auch die Bewertungen steigen, und der Abschlag gegenüber den USA wird sich verringern“, ist sich HVB-Experte Schwarz sicher. Die Folge wären weiter steigende Kurse. An der Wall Street handeln Investoren die großen Aktien mit dem Fünfzehnfachen der erwarteten Jahresgewinne, also 25 Prozent höher als in Deutschland.

Dennoch äußern sich einige Großbanken für die Börse zurückhaltend. Denn angesichts der zuletzt drastisch gestiegenen Kurse sehen sie Korrekturbedarf. LBBW-Experte Schallenberger verweist auf die schwachen Börsenmonate August und September. In diesem Zeitraum verlor der Dax seit seiner Einführung 1988 durchschnittlich acht Prozent an Wert. „Belastungen wie das teure Öl und höhere Zinsen in den USA werden die Anleger bald wieder stärker beachten“, erwartet der Leiter für Volkswirtschaft bei der Dresdner Bank, Rolf Schneider. Commerzbank-Experte Soika rechnet gar mit einem zehnprozentigen Verlust, sollte es am 18. September zu einem unerwarteten Wahlausgang kommen. Bislang setzen die Finanzmärkte eindeutig auf einen Sieg von CDU/CSU und FDP.

Während Commerzbank, Hypo-Vereinsbank und Deutsche Bank ihre Kursziele in den vergangenen Wochen auf 5100 bzw. 5000 hochgesetzt haben, wollen LBBW und Dresdner Bank „vorerst“ an ihren 4800 bzw. 4700 Punkten festhalten. „Wir überdenken ein neues Kursziel, wenn nach der Bundestagswahl konkrete Reformen vorgelegt werden und die Rahmenbedingungen stimmen“, sagt Dresdner-Bank-Experte Schneider.

Mindestens einmal haben die fünf Großbanken im Laufe des Jahres bereits ihr Kursziel angehoben. HVB und Commerzbank zogen schon zweimal an. Anstatt also den Verlauf vorzuempfinden, laufen sie alle den Kursen hinterher. Zwar machen die Banken veränderte Rahmenbedingungen geltend wie den wieder schwächeren Euro, der die Firmengewinne zusätzlich treibt. Auch war kaum vorhersehbar, wann Investoren die Anlageform Aktie nach dem schweren Vertrauenverlust infolge der großen Talfahrt bis zum Frühjahr 2003 wieder entdecken würden.

Doch hinter vorgehaltener Hand räumen Strategen ein, dass sie gar nicht anders können, als ihre Kursziele der Rally anzupassen – selbst dann, wenn sich die Rahmenbedingungen verschlechtern würden und sie eine größere Kurskorrektur fürchten würden. Denn: Mit Kurszielen, die deutlich unter dem gegenwärtigen Niveau liegen, ließen sich schließlich keine Aktienprodukte mehr verkaufen.

Quelle: HANDELSBLATT, Donnerstag, 11. August 2005, 08:15 Uhr

...be invested
 
Der Einsame Samariter

Dax-Ausblick: Börse im Konjunktur-Sog 2051773
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.


Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen

Neueste Beiträge aus dem DAX Index Forum

Wertung Antworten Thema Verfasser letzter Verfasser letzter Beitrag
12 1.301 Was ist eigentlich mit Fresenius? acker newson 21.02.26 22:44
55 1.359 2026-QV-GDAXi-DJ-GOLD-EURUSD-JPY lo-sh Laterne 21.02.26 19:06
196 313.706 QV ultimate (unlimited) erstdenkendannle. ARIVA.DE 21.02.26 15:15
29 3.809 Banken & Finanzen in unserer Weltzone lars_3 youmake222 20.02.26 19:05
101 38.845 QuoVadisDax - das Original - Nachfolgethread MHurding MHurding 20.02.26 17:09

--button_text--