26.06.2008 , 16:38 Uhr Marktbericht Frankfurt
Dax: Der Verfall geht weiter
Der deutsche Aktienmarkt ist am Donnerstag kräftig unter Druck geraten. Schlechte Nachrichten kommen wieder einmal aus der Finanzbranche. Besonders hart traf es die Aktien von Hypo Real Estate. Zudem meinen Händler, die Anleger seien nach der Sitzung der US-Notenbank verunsichert.
HB FRANKFURT. Der deutsche Aktienmarkt hat seine Verluste im Laufe des Tages ausgebaut. Der Dax rutschte um 1,9 Prozent auf 6 491 Punkte. Händler meinen, die Anleger seien nach der Sitzung der US-Notenbank verunsichert.
Aus technischer Sicht bleibe das Zwischentief vom 11. Juni bei 6 637 Punkten nun ein wichtiger Widerstand für eine nachhaltigere Entspannung, meinen Anhänger der technischen Analyse. Unterstützt sei der Dax bei den Januar-Tiefs um 6 400 Punkte.
Als Hauptbelastungsfaktor nannten Marktteilnehmer sich wieder verstärkende Zinserhöhungsfantasien. „Die Importpreise in Deutschland sind sehr stark gestiegen. Die Europäische Zentralbank hat gar keine andere Chance, als die Zinsen zu erhöhen, das dürfte den Euro weiter stärken“, sagte Marktanalyst Heino Ruland von FrankfurtFinanz. Die nach Deutschland gelieferten Waren haben sich im Mai so stark verteuert wie seit fast acht Jahren nicht mehr. Ein steigender Euro belastet insbesondere die exportorientierten deutschen Unternehmen.
Gestärkt werden dürfte der Euro nach Einschätzung von Börsianern auch durch den jüngsten Zinsentscheid der US-Notenbank Fed. Die US-Notenbank hatte den Leitzins unverändert bei 2,00 Prozent belassen und sich nicht auf weitere Schritte festgelegt. „Die Inflationsrisiken in den USA bestehen weiter, und die Fed hat die Unsicherheit nicht aus dem Markt genommen“, sagte ein weiterer Börsianer. Dies spiegele sich insbesondere in den erneuten Kursverlusten der Finanzwerte wider. Commerzbank notierten knapp drei Prozent, Deutsche Bank zwei Prozent tiefer.
Händler berichteten allerdings von geringen Umsätzen – Hauptgesprächsthema in den Handelsräumen sei die Fußball-Europameisterschaft. „Wir kommen langsam ins Sommerloch, es fehlen positive Nachrichten. Der Markt ist angeschlagen“, sagte ein Händler. Die gelbe Karte zeigen Investoren den Aktien der Hypo Real Estate, nachdem der Finanzinvestor JC Flowers seinen Einstieg abgeschlossen hat.
Live Charta
Dax: Der Verfall geht weiter
Der deutsche Aktienmarkt ist am Donnerstag kräftig unter Druck geraten. Schlechte Nachrichten kommen wieder einmal aus der Finanzbranche. Besonders hart traf es die Aktien von Hypo Real Estate. Zudem meinen Händler, die Anleger seien nach der Sitzung der US-Notenbank verunsichert.
HB FRANKFURT. Der deutsche Aktienmarkt hat seine Verluste im Laufe des Tages ausgebaut. Der Dax rutschte um 1,9 Prozent auf 6 491 Punkte. Händler meinen, die Anleger seien nach der Sitzung der US-Notenbank verunsichert.
Aus technischer Sicht bleibe das Zwischentief vom 11. Juni bei 6 637 Punkten nun ein wichtiger Widerstand für eine nachhaltigere Entspannung, meinen Anhänger der technischen Analyse. Unterstützt sei der Dax bei den Januar-Tiefs um 6 400 Punkte.
Als Hauptbelastungsfaktor nannten Marktteilnehmer sich wieder verstärkende Zinserhöhungsfantasien. „Die Importpreise in Deutschland sind sehr stark gestiegen. Die Europäische Zentralbank hat gar keine andere Chance, als die Zinsen zu erhöhen, das dürfte den Euro weiter stärken“, sagte Marktanalyst Heino Ruland von FrankfurtFinanz. Die nach Deutschland gelieferten Waren haben sich im Mai so stark verteuert wie seit fast acht Jahren nicht mehr. Ein steigender Euro belastet insbesondere die exportorientierten deutschen Unternehmen.
Gestärkt werden dürfte der Euro nach Einschätzung von Börsianern auch durch den jüngsten Zinsentscheid der US-Notenbank Fed. Die US-Notenbank hatte den Leitzins unverändert bei 2,00 Prozent belassen und sich nicht auf weitere Schritte festgelegt. „Die Inflationsrisiken in den USA bestehen weiter, und die Fed hat die Unsicherheit nicht aus dem Markt genommen“, sagte ein weiterer Börsianer. Dies spiegele sich insbesondere in den erneuten Kursverlusten der Finanzwerte wider. Commerzbank notierten knapp drei Prozent, Deutsche Bank zwei Prozent tiefer.
Händler berichteten allerdings von geringen Umsätzen – Hauptgesprächsthema in den Handelsräumen sei die Fußball-Europameisterschaft. „Wir kommen langsam ins Sommerloch, es fehlen positive Nachrichten. Der Markt ist angeschlagen“, sagte ein Händler. Die gelbe Karte zeigen Investoren den Aktien der Hypo Real Estate, nachdem der Finanzinvestor JC Flowers seinen Einstieg abgeschlossen hat.
Live Charta
Werbung
