Ich bin selbst begeisterter Newsleser und interessiere mich sehr für Volkswirtschaftliche Themen. Aber man darf diese nicht direkt mit der Börse in Verbindung setzen.
1. Nachrichten sind chronisch negativ. Negative Nachrichten verkaufen sich einfach besser. Und Zeitungen usw. interessiert es grds. weniger, wenn die Südstaaten Erfolge haben als wenn diese keine Erfolge haben. Kein Mensch kauft eine Titelstorie "Portugal auf gutem Weg", aber viele kaufen eine Titelstorie "Kroatien der nächste Schuldenstaat".
2. Börse und Volkswirtschaft laufen nicht nebeneinander. Die Börse war schon immer eher als Frühindikator anzusehen und neigt zudem zu extremen Übertreibungen, die dann auch wieder ausgeglichen werden müssen. Der Crash 2008 kam, obwohl die bekannten Firmengewinne noch stiegen, aber die Konjunktur schwächte sich bereits ab. Damals wurden aber so weit nach unten übertrieben, dass die Aktien nur noch steigen konnten. In diesen Momenten löst sich dann die Börse von der Wirtschaft.
3. Die oft genannte Liquidität kommt natürlich nicht in großen Schwüngen beim Mittelstand an. Zum Einen muss der Mittelstand überhaupt zusätzliche Kredite anfordern, was gerade in Deutschland häufig nicht notwendig ist. Und zum Anderen kommt die Liquidität schleichend in Form niedriger Zinsen zu den Firmen, jede Kreditverlängerung zu günstigeren Konditionen bringt dann zusätzliche Liquidität.
4. usw.
www.kostolany-analyse.de