das Klientel, dass nach höheren Löhnen schreit.
Wir haben in Deutschland erheblich soziale Probleme. Die Mittelschicht wird weiter ausgedünnt. Renten werden stark besteuert und sind für jüngere Generationen unsicher. Deutschland ist sicher ein reiches Land und niemand muss hier hungern, aber die Lohndiskussion wird zurecht geführt. Und diejenigen schütteln doch nur mit dem Kopf, wenn ihnen jemand sagt, sie sollen private Altersvorsorge betreiben. Dazu sind sie schlichtweg nicht in der Lage, von Aktieninvestments ganz zu schweigen. Und das werden leider immer mehr.
Das Problem ist doch eher, dass diejenigen, die in der Börse aktiv sind, immer reicher werden, aber ihr Geld nicht in die Wirtschaft investieren, sondern lieber zuschauen wie es weiter wächst. Wird sicherlich immer mehr Börsenmillionäre geben. Das ist prozentual nur ein kleiner Teil der Bevölkerung, aber genau durch diejenigen wächst das private Geldvermögen, dass du eben mit 5,9 Billionen beziffert hast. Die kaufen sich dann vielleicht irgendwann ein Haus, was ja legitim ist, zumal wir zu wenig Eigenbesitz und zu viele Mieter haben, aber es ändert nichts am Grundproblem. Die Löhne müssen rauf, jedenfalls bei Geringverdienern und der unteren Mittelschicht. Die Margen der Unternehmen wachsen seit den späten 70er Jahren kontinuierlich, aber es kommt kaum was bei den Mitarbeitern an. Die Reallöhne stagnieren seit 20 Jahren.
the harder we fight the higher the wall