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Es gibt, grob gesagt, drei Typen von "Meldepflichten". Die erste ist die für Insider (Forms 3 und 4). Diese sind in der Yahoo-Übersicht auch korrekt aufgeführt, es sind dies Boardmitglieder. Da muss jede Bewegung, und sei es auch nur eine Aktie, gemeldet werden. Die Boardmitglieder erhielten letzten November je 165.000 Aktien geschenkt und damit stehen sie auch in der Liste. Nur Willingham hat etwas mehr, weil er schon früher selbst Aktien hatte, aus dem Umtausch seiner Million Altcommons.
Die zweite Meldepflicht betrifft institutionelle Anleger (wie vor allem Fonds) direkt. Diese müssen ihre Holdings von allen Wertpapieren periodisch melden, egal wie groß die Holdings sind -- Form 13. Aus allen diesen Filings stoppeln sich solche Sites dann die Einträge zu den jeweiligen Wertpapieren zusammen. Dabei passieren, wie oft schon gesagt, Fehler. Es gibt, wenn man der Übersicht traut, nur einen Fonds, der eine nennenswerte Anzahl an Aktien hat, diesen Catalyst Value Fund. Das habe ich auch schon verifiziert, das stimmt wirklich. Die restlichen Fonds und Institutionellen sind nicht der Rede wert, sodass man hier von einem reinen Retailpapier sprechen kann.
Die dritte Meldepflicht, und gerade diese findet in der Yahoo Übersicht unter der irritierenden Überschrift "Haupteigentümer" keinen Niederschlag, sind die Meldungen von 5 % + Aktionären (z.B. Form 13G). Hier gibt es einen einzigen, Greywolf, einer der früher TPS besitzenden Hedgefonds, die nach dem Umtausch ihrer TPS zum effective date zirka 7,5 % der WMIH Aktien hatten. Siehe hier
www.sec.gov/Archives/edgar/data/933136/...gwmiholdingscorp.htm
Es kann sein dass sie inzwischen mehr oder weniger haben, aber nicht unter 5 % und nicht über 10 %. Ansonsten gibt es KEINE Leute mit mehr als 5 % der WMIH-Aktien.
Ich halte nicht viel von Theorien, die besagen dass Aktien, wo "Große" viel halten, automatisch gut laufen, und Aktien, wo das Retailpublikum nahezu 100 % hat, automatisch schlecht laufen. Da muss man vorsichtig sein. Aus dem Umstand, dass so gut wie kein Institutioneller WMIH-Aktien hält, sollte man daher noch nicht ableiten, dass die Performance automatisch schlecht sein wird.
Man sollte aber in der Tat mal akzeptieren, dass das hier ein Retailpapier ist. Märchen a la "wieviel Prozent hält JPM schon" oder den Glauben, dass irgendwelche Große hier geheimnisvolle Bestände aufbauen, wo man sich lemminghaft anhängen könnte, sollte man irgendwann mal ad acta legen.
Die anderen TPS-Hedgefonds werden halt, jeder für sich, auf weniger als 5 % der WMIH kommen. Verkäufe seit effective date können keine Rolle gespielt haben, denn sie hätten ja per effective date melden müssen.
Wenn man bedenkt dass auf alle TPS insgesamt nicht mal 40 % der WMIH Aktien entfallen, und das doch eine ganze Menge Einzelfonds waren, finde ich es nicht überraschend, dass nur einer über die 5 % kam.
Hallo Zocki,
Du schreibst: ".......Na ja VD denkst du dass in einem OTC Pinksheet ..auch wirklich alle Daten von den Shareholder und anderen Holders ,dort Transparent bekannt gegeben werden!!......."
Nein, genau das denke ich eben nicht (!), siehe auch meine Frage an Pfandbrief in Post 11.839. Ich muß gestehen: ich zweifle ein wenig daran, daß es genau so funktioniert, wie in Pfandbiefs Post 11.831 zu den Veröfffentlichungspflichten beschrieben (sofern ich seine Aussage nicht falsch verstehe).
Warum ich daran zweifle ? Ganz einfach:
1. es gab zu WMI-Zeiten eine ganze Reihe sehr, sehr großer Shareholder. Von der Investiotionssumme (nicht von der Aktienanzahl) der Größte war damals, wenn ich mich recht erinnere, Toscafunds unter dem CEO Hughes. Die hatten, wenn ich mich recht erinnere, in 2009 oder Anfang 2010 ganz offiziell mit einem 13G-Filing bekanntgegeben, daß sie aus WMI raus sind.
Um diese Zeit herum, gab es auch zahlreiche andere ehemalige Bighands, die ihren Ausstieg bekanngegeben hatten. ABER es gab natürlich noch weit (!) mehr (!) institutionelle, sehr große Shareholder und es ist mir heute nicht klar, warum niemand auf den US-Foren und auch niemand hier in D entsprechende Filings dieser Shareholder zu deren Beständen gefunden hat, wenn es doch scheinbar aber die Verpflichtung zu solchen Filings gibt und gab.
Deshalb habe ich gewisse Zweifel, ob EDGAR (das SEC-Info-System) die einzige zuverlässige Datenquelle ist und deshalb bin ich auch nicht Rangers Ansicht, daß es keine weiteren offiziellen Quellen gibt und sich das weitere Suchen quasi nicht lohnt.
Wäre ich an Eurer Stelle, würde ich ganz sicher nach solchen Informationen suchen. Warum ? Naja, ich würde mich sehr wohl fühlen, wenn ich z. B. wüßte, daß in letzter Zeit einige vermutlich gut informierte professionelle Anleger/Fonds in WMIH eingestiegen wären. Ebenso wüßte ich natürlich auch gern, wer von solcher Art Anlegern ausgestiegen ist. Wären solche Informationen wertlos, dann gäbs wohl kaum die Verpflichtung z. B. zur Veröffentlichung von Insider-Käufen !
2. Nochmals: es ist aus meiner Sicht nahezu undenkbar, daß sich extrem spezielle Papiere wie die Trust Preferreds weitgehend im Streubesitz winziger Kleinanleger befanden. Geht man also davon aus, daß in diesen Papieren vorwiegend Professionelle (mit normalerweise eher größeren Positionen) drin waren, liegt auch nahe, daß Greywolf nicht die einzigen waren, die dick im Rennen waren.
Ein Fond, der z. B. nur 1 % der Trust-Preferreds hielt (statt Greywolf mit vermutlich rund 18 %) und releases erteilte, wurde zwangsläufig zu einem WMIH-Shareholder mit rund 760.000 WMIH-Shares !
Es ist aber nur ein einziger Laden, nämlich Catalyst mit rund 1,04 Mio. Stück per 13G-Filing erfaßt. Und da frage ich mich: wo sind die SEC-Filings zu den ganzen anderen Shareholdern, die zumindest mal in dieser Invest-Größenordnung gelegen haben müssen.
Und weil ich die Frage der Eigentümerstruktur für jeden Kleinen Anleger für ziemlich interessant halte (auch wenn dies vielleicht viele User anders sehen), hatte ich immer mal wieder angeregt, nach weiteren Informationen zu solchen Anlegern zu suchen. Man könnte ja z. B. bei anderen ehemaligen TPS-Holdern ein wenig graben oder man könnte auch mal nachforschen, was z. B. aus den Positionen von TPG wurde oder eben auch mal prüfen, welche der alten (vor 2009) Bighands sich in WMIH hat switchen lassen.
Nun kann ich verstehen, wenn einge User sagen: alles sinnlose Liebesmühe. Darauf sage ich: aus meiner Sicht ist einen halbwegs gute Ahnung davon, welche professionellen Mit-Shareholder ich in einer Firma habe, weit sinnvoller, als an sehr fest wirkenden Bewertungen von NOL´s herumzudiskutieren oder sich mit Träumereien zu noch nicht mal in weitester Ferne erkennbaren Vergleichszahlungen von Goldman Sachs zu beschäftigen.
Das ist auch in keiner Weise böse gemeint, sonderern einfach eine Anregung, die Prioritäten etwas anders zu setzen. Wenn ich hier zur Zeit mal wieder Shareholder wäre, würde ich dies so tun.
Grüße
VanDelft
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