Was sagste dazu dass der Vertrag vom 24.September 2008 datiert?
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Was sagste dazu dass der Vertrag vom 24.September 2008 datiert?
Also wenn sie aufgrund dieses Vertrages eine Klage machen wollen, kenne ich das Resultat. Das kann nichts werden. Was soll GS an diesem einen Tag noch groß mit "shorten" kaputt gemacht haben?
Beachte auch ganz am Schluß die Bestimmungen zum Gerichtsstand.
Entweder sie haben noch irgendwas in der Hand (z.B. Vorverträge u.dgl.) oder die ganze Sache ist, wie der Ami so schön sagt, "dead on arrival".
Ist es überhaupt ein Vertrag? Das was da eingereicht wurde, ist erstmal ein Vertragsvorschlag, den GS an Wamu gesandt hat, mit Datum 24.9. Mit Glück ist es auch am selben Tag angekommen. Ob das dann auch von Wamu unterschrieben retourniert wurde, wissen wir schon mal nicht, es ist plausibel anzunehmen dass dazu gar keine Zeit mehr war (am 25.9. war bereits die Seizure).
Ich sags nochmal, könnte natürlich sein dass die noch irgendwas anderes haben, aber mit DIESEM Vertrag bzw. Vertragsentwurf werden sie nichts erreichen können...
naja, ich bin vor allem über den Umfang der Haftungsausschlüsse im Annex erstaunt.
Ich bin kein Jurist, aber wenn ich das lese, habe ich das Gefühl, daß sich GS hier einen Freifahrtsschein zu jede Art von Fahrlässigkeit, interner Unseriosität und grenzwertigem Handel hat absegnen lassen (sofern dieser "Vertrag" überhaupt von den zuständigen WaMu-Direktoren unterzeichnet wurde - denn eine Unterschrift unter dem Doc fehlt ja!).
Aber gut: meine Überraschung über die Härte dieser Formulierungen rührt vielleicht daher, daß ich nie vorher in meinem Leben einen solchen Vertrag zu Beratungs-Leistungen und zur makelnden Verkaufsunterstützung von Großunternehmen gesehen habe. Eins kann ich sicher sagen: ich würde nicht im Traum auf die Idee kommen, meinen Kunden einen solchen Vertrag vorzulegen.
Bezüglich des Gerichtsstandes ist mir wegen der dortigen Angaben nun noch unklarer, als es mir vorher schon war, warum sich Walrath (die ich ohnenhin nie für zuständig gehalten hätte) die Untersuchungsanträge in Sachen GS überhaupt angenommen und sich für zuständig erklärt hat.
Und bezüglich des Zeitraumes, der hier zum "Shorten" verblieb: wenn der Vertrag z. B. erst am Abend unterzeichnet oder rechtswirksam wurde, gabs hier faktisch für GS keine Minute mehr für vertrags- und treuwidriges "Shorten".
Außerdem ergibt sich hier im Forum erneut ein Logik-Barriere: warum sollte GS, wenn man viele Millionen oder gar Milliarden mit illegalen Short-Positionen auf WaMu verdiente, all diese unzähligen Millionen wegen einer vergleichsweise lächerlichen "initial fee" von USD 5 Mio. juristisch gefährden ? Die Jungs sind doch nicht bescheuert.
Deshalb bleibe ich dabei: die Nummer gegen GS wird zwar möglicherweise durchgezogen werden, wird aber m. E. nichts Nennenswertes (für die eEquity-LTI-Holder) bringen und die 4 ohne jegliche diesbezügliche Bemühungen verstrichenen Jahre sind ein gutes Indiz dafür.
Wenn ich hier falsch liege: herzlichen Glückwunsch bereits im Voraus an die Begünstigten der Beträge, die GS dann vielleicht löhnen wird.
Grüße
VanDelft
Ja, so sehe ich das auch. Es ist ja auch bekannt dass GS seit etwa 17.9.2008 in dieser Sache gearbeitet hatte. Deshalb irritiert mich ja nun auch dass scheinbar (bestenfalls) ein Vertrag per 24.9. vorliegt. Wie dem auch sei, es wird ganz schwer, hier irgendwas nachzuweisen, und dieses Exhibit bringt uns dem Erfolg jedenfalls nicht näher.
Demnächst wird ja wohl die Objection von GS eintrudeln, danach kann man vielleicht besser abschätzen ob die Discovery überhaupt eine Chance auf Genehmigung hat.
Hallo Informierter,
Du schreibst: "......wenn (WENN!) Goldman Tatsachen, die ihnen durch das WMI Mandat beaknnt geworden wären, dazu benutzt hätten, die Aktie zu shorten......."
Ich weiß es nicht, aber ich nehme an, daß ein Laden wie GS, der sich ausdrücklich vertraglich vorbehält, Wertpapiere von Mandanten in alle (!) Richtungen zu handeln, dafür erstklassig juristisch präpariert ist und sei es durch ein Instrument wie interne Firewalls.
Der Rajaratnam-Fall war da wohl anders gelagert. www.foxbusiness.com/markets/2011/11/08/...d-28-million-by-sec/
Und aktives IT zu Lasten eines Mandanten wird vermutlich immer nur sehr schwer nachzuweisen sein. Wenns im Fall von Goldman aber statt um "naked shorten" (wie bisher hier im Forum behauptet, um einen Fall von IT ginge, käme für die hier anwesenden Shareholder natürlich noch ein erhebliches weiteres Problem auf die Tagesordnung: wer ist denn in den Staaten Empfänger von Strafzahlungen in IT-Cases ?
Ich bin da nicht sicher, aber wenn ich mich recht erinnere, ist das ein Offizialdelikt und damit die SEC im Rennen und nicht der "Geschädigte". Ich bitte um Korrektur, wenn ich hier falsch liege.
Grüße
VanDelft
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