Zwischenbericht!
Nüchtern betrachtet, kann man ohne weiters resümieren, dass der „Solarboom“ der letzten Jahre durch die Förderprogramme getragen wurde. Einen starken Hinweis dafür liefert Deutschland, das ja nahezu den halben Weltmarkt darstellt und auch die größten Fördermittel einsetzte.
Italien, Spanien und wohl auch Deutschland schleifen mehr oder weniger die Förderungen nun ein und ein wesentlicher Anreiz für die Solarenergie in diesen Ländern wird schwach. Andere Zukunftsmärkte, in erster Linie der amerikanische, bergen mehr Hoffnung wie Realität in sich. Sollte der momentane Präsident Obama dort von einem Republikaner abgelöst werden, dürften die Lichter wieder auf „Petroleum“ umgestellt werden. Für diese Vertreter (Republikaner), gibt es keine anthropologisch verursachten Klimaprobleme.
In anderen Ländern wie China, gibt es einen Energiebedarf ohne Ende, denen ist alles recht, was Energie bringt. Und nicht zu unterschätzen ist, dass gerade den Chinesen es bewusst ist, dass die vielen fossilen Verbrennungen nicht wirklich gut tun!
Fossile Energien werden jedoch auch wieder unsicherer. Das Säbelrasseln im persischen Golf, die Spannungen in Niger, die Ölverstaatlichung in Venezuela usw. lassen die Skepsis und auch den Preis wachsen.
Wie könnte unter diesen Vorzeichen die Zukunft für die Solarindustrie weitergehen?
Die momentane Gesetzeslage in Deutschland sieht vor, die AKW’s bis 2020 vom Netz zu nehmen. In Japan befinden sich wegen verschiedener Prüfungen momentan nur noch drei von 53 AKW’s am Netz. In Frankreich wird auch geprüft.
In Lettland wurde im Herbst 2011 der Bau eines AKW’s beschlossen. Den Auftrag erhielten im Herbst 2011, die japanisch amerikanische Unternehmen Hitachi-GE Nuclear und Westinghouse Electric, eine Tochter des japanischen Konzerns Toshiba.
Je mehr Zeit ins Land zieht, je einfacher eine Rückkehr der AKW’s. Auch deutsche Gesetze kann man ändern. Speziell wenn man Merkel aus dem Verkehr zieht. Wenn das Gefühl der Sicherheit und Notwendigkeit für AKW’s wieder Platz greifen sollte, die Energien knapp werden, werden auch Meinungen sich wieder verändern. Katastrophen wie Tschernobyl oder Fukushima geraten in Vergessenheit.
Das könnte jedoch die neue Renaissance der Atomkraftwerke werden.
Geld gibt es da immer noch genug. Hier wird ja nach wie vor ordentlich verdient.
Im Gegensatz dazu hat die PV-Branche einen enormen Nachteil. Das verdiente Geld der dezentralen Betreiber fließt nicht in die Forschung, Weiterentwicklung und sonstigen Investitionen der PV-Unternehmen zurück, sondern findet sich in der allgemeinen Wirtschaft wieder.
Ein Rücksetzer für die Solarwirtschaft ist nicht ausgeschlossen. Wie viel aus heutiger Sicht für diese Industrie dann noch übrig bleibt, kann man sich an einer Hand abzählen.
Das Solar wiederkommt scheint mir sicher, aber die Frage wird dann wohl sein: Wann und Wie?
Für Anleger nicht einfach. Da ja noch dazu kommt, dass es mit den Gewinnen der Soalris ziemlich mau aussieht. Ich kann mir schwer vorstellen, dass irgend ein vernünftiger Mensch sich hier long Positionen aufbaut. Unsicherheit ist nicht Liebling des sharholders.
Wunder sind selten, wie man ja weiß. Auch wenn man fest daran glauben mag.