So unmöglich halte ich das nicht, dass sich ein Chna-Solaris bei Conergy einkauft. Eine Sperrminorität mit 25,1% kostet nicht viel. Ist über eine 30%ige Kapitalerhöhung leicht durchzuziehen und die Chinesen haben dann das Sagen bei Conergy. Kostet die gerade mal so 30 Mio. €, wenn ich anehme, dass die Conergy-Aktie nach einer solchen Meldung um 60 bis 70% steigen würde. So ein Deal könnte auch Ruck Zuck über die Bühne gehen, denn Zeit ist Geld. Bei Solon würde eine solche Übernahme wesentlich länger dauern, denn zuvor müssten alle Solon-Gläubiger mit ins Boot geholt werden.
Sollte in den USA wirklich gegen die China-Solaris Strafzölle erhoben werden und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Amis dies tun, da ja die Chinesen in der letzten Woche Strafzölle gegen die in den USA produzierten Autos eingeführt haben, dann wird eine Conergy für die China-Solaris noch wesentlich intessanter. Dann könnten z.B. in Frankfurt die Module für den US-Markt produziert werden. Wobei aber derzeit in der Branche gemunkelt wird, dass die großen Chinesen sich gerade in Taiwan umschauen. Wäre logistisch natürlich der wesentlich einfachere Weg.
Es ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass die China-Solaris ins Projektgeschäft rein wollen und da wären sie dann mit Conergy sehr schnell und ohne Zeitaufwand drin. Dafür würde auch sprechen, dass Conergy ihre Stratgie im Projektgeschäft geändert hat. Siehe Thailand. Man könnte auch den Verkauf der Wechselrichtersparte durchaus als Bestätigung des Strategiewechsel sehen. Könnte durchaus sein Eflatun, ohne Frage. Aber dass die Spekulation von mir dem Notverkauf nicht stimmt Eflatun, dafür hast du trotzdem keine einzige stichaltige Begründung. Ich habe schon eine, denn Conergy braucht Liquidität, denn mit 19 Mio. € kommt man nicht allzu weit. Genau deshalb ist der Verkauf der Wechselrichtersparte für mich ein Notverkauf zur Sicherung der Liquidität. Ist ja keine Geheimnis, dass die Liquidität in der derzeitigen Marktfase das A und O ist in der PV-Branche