ruhig Blut, ich lecke ständig meine Wunden - so ist das Spiel an der Börse nun einmal. Ich habe die Wahl auch kleineren Kursrücksetzer das Spiel ständig auf das neue zu spielen und direkt zu gewinnen, oder eben zu früh eingestiegen zu sein.
Bis man die richtige strategische Mittelverteilung heraus findet dauert einige Zeit, völlig normal, so geht es den meisten, keiner liegt jemals wirklich aus "können" wirklich immer richtig.
In der Vergangenheit der letzten der letzten Monate, wäre es oft klug gewesen zischen € 33,20 - € 34,40 sein Pulver voll zu verschießen und sofort bei € 35,50 - € 36,00 auszusteigen, aber so darf man nicht agieren, spätestens wenn man auf die Idee kommt und sie umsetzt, fällt diese einem auf die Füße.
Mit diversen Abständen im fallenden Kurs sich weiter ein zu kaufen, bezeichnen viele als "Dummheit", da kann man drüber streiten ob es nicht besser wäre direkt auf ein extremes Tief des Kurses zu warten. Es weiß keiner wo ggf. dieses extreme Tief sein wird, die meisten parken ihn Geld dann in einem anderen Wert, wahrscheinlich ganz andere Branche, d.h. ab nicht das dieser Wert ggf. am Tag X der Chance nicht auf kräftig im Minus gelandet ist - somit wäre ein Ausstieg dort mit Verlusten verbunden um auf die Chance mit der Coba zu setzen.
Ob dieses dann gut geht, weiß auch niemand wirklich - ggf. verliert man 2 x Geld oder darf sich ärgern weil der andere Wert nach der Verlustrealisierung mächtig steigt und Coba nicht - oder der Kurs wenige Cent über der Kaufmarke für die Coba extrem schnell dreht und nach oben schießt. Für mich selbst habe ich heraus gefunden, dass es für die Nerven besser ist ein wenig direkt im Spiel zu sein und ggf. mit steigenden Summen dort für eine Zeit gewaltig im Minus lande.
Ich habe im laufe von 40ig Jahren so einiges ausprobiert und für mich heraus gefunden, das es ratsam ist mehr oder weniger immer in ein und der gleichen Aktie investiert zu sein mit unterschiedlichem Einsatz je nach Kurs.
Den Verlust von Aktie A durch ausstieg dann mit einstieg in Aktie B auszugleichen und ggf. in einen Gewinn zu verwanden klappt selten, i.d.R. hättest Du auch die Aktie A bleiben können die Du wahrscheinlich besser kennst als Aktie B. Wenn Aktie B nach dem Einstieg auch stark fällt, ist dieses maximal schlecht für die Psyche, im besonderen wenn Aktie A zu steigen beginnt und die Verlustrealisierung sich als unnötig heraus stellen wird.
Aktuell mag es vielleicht unklug erscheinen frühzeitig im Spiel immer zu sein, aber i.d.R. verbessert es die Chancen auf viele kleiner Gewinne die in Summe größer sind als einzelne Nutzung diverser extrem tiefer Kurse die eine "Ewigkeit" nicht bedient werden und ggf. o.g. den Einstieg auf diesem dann erreichten gewünschten Einstiegskurs unmöglich macht.
Wer eine Ewigkeit hier bei der Coba im Depot nur grüne Zahlen und ständig leichtes anwachsen dieser Position sah, muss sich eben erst mal an hohe 4 bzw. 5 stellige rote Zahlen gewönnen, gehört zum Spiel.
Ich kann Dir aber versichern, das selbst ich, immer noch teilweise einen kleinen Schock erleide diese Zahlen nicht nur im Kopf zu haben, sondern sie fett rot leuchtend zu sehen. Ab und an brauche ich da einige Moment um mich zu sammeln und zu realisieren, das dieses ganze ja hervor gerufen nur ist durch meine Strategie. Wer viele schneller kleinere Gewinne erwirtschaften will und die Börse liefert diese am laufenden Band, landet auch mal tiefer ggf. etwas dauerhalber in den roten Zahlen.
Mit Geld, Geld verdienen zu wollen, ist jedes mal ein Risiko bei neuem Einsatz und man tut gut daran sobald man Gewinn erwirtschaftet, diesen zu realisieren. Einige haben das Glück in einem Tief einsteigen zu können, aber dann zu hohe Erwartungen und steigen einfach nicht aus, ggf. sind sie durchschnittlich längere Zeit zwar etwas im Plus, verlieren in dieser Zeit ein Vermögen an nicht realisierten Gewinnen.
Vor diesem Hintergrund solltest Du dieses alles für Dich betrachten, im Moment erscheinen Du, andere und ich selbst für einige als die großen Verlierer hier, dieses ist aber nur eine Momentaufnahme der Dinge.
Wer die 1. Börsenregel befolgt und wie @Greyhound59 es so schön sagte:
"autarkes versorgen von der eigenen Scholle ( Betongold und Bares ) sollte das "Boot" sein, welches auch bei stürmischer See nicht untergeht"
In Panik zu verfallen ist nur selten der richtige Weg, ganz gleich ob Börse oder im realen Leben - Börsenregel 1 gilt immer, blutig wird es nur für die welche diese nicht befolgen.