Commerzbank-Chef: Dresdner-Kauf nicht in Gefahr - Rettungsschirm in Arbeit
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Commerzbank sieht auch nach dem jüngsten
Kursrutsch der eigenen Aktien den Kauf der Dresdner Bank nicht in Gefahr und
arbeitet derzeit mit Hochdruck an Verträgen für den eigenen Rettungsschirm. Die
Übernahme der Allianz-Tochter Dresdner Bank laufe nach Plan, sagte
Vorstandschef Martin Blessing am Freitag am Rande einer Bankentagung in
Frankfurt. Die Aktie der Commerzbank verlor seit Anfang November rund 40 Prozent
ihres Wertes. Die Commerzbank will die Dresdner Bank größtenteils mit eigenen
Aktien bezahlen.
Zu möglichen weiteren staatlichen Hilfen für Deutschlands zweitgrößte Bank
wollte Blessing sich nicht äußern. "Ich glaube, wir müssen erstmal den ersten
Schritt zu Ende bringen", betonte der Commerzbank-Chef. Aktuell bespreche man
mit der EU und dem Finanzministerium die Details der bereits beantragten
staatlichen Hilfen. Die Commerzbank hatte sich als erste große Privatbank unter
den Rettungsschirm des Bundes begeben und sowohl Bürgschaften als auch
Eigenkapital aus dem 500 Milliarden Euro schweren Paket beantragt.
Die EU-Kommission in Brüssel hatte mehr Informationen dazu gefordert. "Es
ist richtig, dass die EU sich das anguckt und sagt, wir müssen in der EU einen
fairen Wettbewerb haben", sagte Blessing. "Geld ist noch nicht geflossen, dazu
müssen erst die Verträge unterschrieben werden und daran arbeiten wir jetzt",
sagte Blessing. Es gelte nun, viele Informationen und Details zu besprechen.
"Der Teufel steckt wie immer im Detail, aber das kann man ja jetzt in Ruhe
einzeln abarbeiten."
Zu Marktgerüchten, dass chinesische Investoren an deutschen Instituten und
auch an der Commerzbank hätten sagte Blessing: "Davon habe ich noch nichts
gehört."/sb/zb/tw
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[COMMERZBANK AG,CBK,,803200,DE0008032004][ALLIANZ SE,ALV,,840400,DE0008404005]
2008-11-21 10:55:18
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"Worüber die Trader in den Foren im Internet meist diskutieren ist zwecklos. In der Regel sind Methoden, die Schweigen umgibt, häufig Gold." (Emilio Tomasini)
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