Tick und ticki können nützliche Indikatoren sein, wenn es darum geht, Kauf - und Verkaufsdruck innerhalb des marktes zu messen.
Der Tick bezieht sich auf alle Aktien des Nyse, Der Tiki ist nichts anderes als der Tick des Dow Jones 30. Also auf den Index!
Damit kann er Spitzenwerte von +/-30 annnehmen. Beide Inidikatoren beziehen allerdings nicht das Handelsvolumen in ihre Berchnung mit ein.
Der tick besticht durch seine simple Berecvhnunsmethode und gleichzeitige Informationsfülle.
Der Indikator entsteht durch die Substraktion der Anzahl aller Fallender Aktien von der aller steigeneden.
Somit stellt er einen hervorragneden Intraday-Indikator in allen Zeit- Ebenen dar.
ein steigender Wert oder einer über Null unterstützt eine Long_Position, während ein fallender Wert bzw. unter Null generell eine Short-Position unterstützt.
Extreme Werte zeugen von großer Euphorie oder Panik; Stimmungen, dies isch gewähnlich nicht für längere zeit im markt halten.
Somit kann der Tick wie besipielsweise +/-900 hervorragend als Kontra-Indikator genutzt werden.
Es gibt aber auch die Forumulierung 5-Tick-Limit, das bedeutet, dass das Limit der order auf 5 Ticks oder Handelseinheiten über dem Kaufkurs festgelegt wird.
Nicht alle Börsensoftware unterstützen den Tick im Chart.
Quelle:
Traders Okt. 2003 und Techn.Analyse M.Kahn.
Habe leider kein Beispiel gefunden mit Bild um den Tick veranschaulichen zu können.
Sofern mir jemand helfen kann, danke.
Neue Charting Ansätze Teil 2
von Erich Florek, Freier Autor, 15.06.2001, 2641 Zugriffe
New Dimensions
Der Dynamik der Märkte kann man mit einer Dynamisierung der Chart-Darstellungen entgegentreten. Dies erfordert aber ein Umdenken der Chartisten, Trader und Software-Hersteller. Nachdem wir in der vorangegangenen Ausgabe des Technical Investor die Grundlagen des "Dynamik-Charting"-Ansatzes vorgestellt haben, wird Ihnen in diesem Heft das Problem des Datenfeeds erläutert. Während "End-of-Day"-Daten in den Datenbanken vieler Trader mittlerweile gut gepflegt sind, herrscht im Intraday-Bereich noch großer Mangel. Daher möchte ich einige Anmerkungen aufgreifen, die in unserem Internet-Forum des Technical Investor angesprochen wurden und zur weiteren Erläuterung sehr hilfreich sein können.
Verzerrungen der Schlussbars
"Wenn ich einen 44-er oder 66-er Tick-Chart verwenden möchte, wann fange ich an, die Ticks zu zählen? Zu Beginn eines jeden Tages? Dann hat die letzte Kerze des Tages in der Regel weniger als 44 oder 66 Ticks." Das ist richtig. Da der Börsenschluss nicht immer pünktlich erfolgt und sich die Händler bei ihren Aktivitäten nicht genau an die von Ihnen gewählte Tick-Anzahl im Chart halten, kann der letzte Bar eines Intraday-Charts sowohl im n-Minuten- als auch im n-Ticks-Chart unvollständig und damit verfälschend sein. Insofern trifft dieses Problem beide Chart-Versionen. Je kürzer der Zeitrahmen oder je geringer die Ticks pro Bar ausfallen, desto unbedeutender werden diese Schlussbar-Datenverzerrungen.
Zeitliche Fixierung versus Flexibilität
"Im Gegensatz zu den Multi-Ticks-Charts habe ich bei einem 5-, 10- oder auch 60-Minuten-Chart wenigstens zu Beginn einer jeden neuen Periode eine neue Chance, den Chart korrekt fortführen zu können" Bei den meisten Chart-Programmen und Datenfeeds wird für die Erstellung eines Intraday-Charts in der Regel die offizielle Eröffnungszeit als Ausgangspunkt/Beginn definiert. Unabhängig davon, ob zu diesem Zeitpunkt überhaupt schon Kursdaten vorhanden sind, wird bei einem 5-Minuten-Chart pünktlich um 9.00 Uhr (als "Default" definierte Börseneröffnung, z.B. beim DAX-Future) begonnen, Daten zu sammeln und sie in den ersten Bar zu laden. Sollte der von Ihnen gewählte Wert beispielsweise erst um 9.04 Uhr eröffnen (= erster Trade), wird der Anfangs-Bar eines 5-Minuten-Charts nur mit Daten aus einer Minute geladen. Da die Datenverarbeitung der Chartprogramme auf einer fest vorgegebenen Zeitschiene operiert, springt der Chart um 9.05 Uhr auf den nächsten Bar um. Streng genommen kommt es dadurch im n-Minuten-Chart bereits zu Beginn eines Handelstages zu Verzerrungen, die im Tagesverlauf nicht mehr ausgeglichen werden können. Ein Multi-Ticks-Chart beginnt seine Datensammlung dagegen erst mit dem zuerst gehandelten Kurs und wartet dann bis alle n-Ticks eines Bars vorhanden sind, bevor er auf den nächsten Bar umspringt. Die jeweiligen Bars bleiben hier zumindest bis zum Schlussbar identisch.
Automatische Korrektur?
"Bei n-Minuten-Charts korrigiert sich das nach einem Bar". Mag sein, wenn Sie aber in einem n-Minuten-Chart das Umspringen auf den nächsten Bar mit einer Stoppuhr messen, werden Sie feststellen, dass beispielsweise ein 5-Minuten-Chart in den meisten Programmen je nach Volatilität relativ ungenau ist. Mal springt er nach 4.51 Minuten, ein anderes Mal nach 5.09 Minuten um. Während eingefleischte Zyklik-Experten von einer unverantwortlichen Verschiebung des 5-Minuten-Charts sprechen, bin ich der Meinung, dass solche kleinen Verzerrungen in beiden Chart-Varianten kaum eine Rolle spielen. Die meisten Leser wissen, dass zum Beispiel ein größeres Gap (=Kursdifferenz vom gestrigen Schluß zum heutigen Eröffnungskurs) im Chart wesentlich stärkere Auswirkungen auf Indikatoren und Handelsmodelle haben kann als die kleinen Ungenauigkeiten bei der Erstellung der Bars. Inwieweit diese Effekte relevant sind, müssten vielleicht Philosophen klären. Wenn Sie sich die nächste Rubrik durchlesen, werden Sie verstehen, warum die Zeitverzerrungen im Trading meines Erachtens kaum eine Rolle spielen dürften.
Fehlerquelle Datenfeed:
"Wenn auch nur ein Tick fehlt, stimmt die ganze Zeitreihe nicht mehr." Ja, das ist richtig. Abbildung 1 und 2 verdeutlichen Ihnen jedoch eindrucksvoll, dass diese Aussage auch für herkömmliche Minuten-Charts gilt.
Siehe Abb. Bund Future
Achten Sie im Bild oben auf die unterschiedliche Anzahl der Bars/Candles. Die gelben Markierungen zeigen von mir willkürlich herausgesuchte Hoch- und Tiefpunkte und deren Kursniveaus im 5-Minuten-Chart des Bund-Future und des DAX-Futures, die ich mit den Times&Sales-Übersichten (=Bildschirm einer elektronischen Börse, auf dem Sie alle Trades und Kurse eines Tages sehen können) des Eurex-Terminals verglichen habe. Unabhängig von dem Datenprovider entsprachen fast alle Zwischenhochs/-tiefs eines Tages nicht den wirklich gehandelten Kursen. In einigen Fällen wichen die dargestellten Kurse im Chart sogar 4,5 Punkte (siehe rote Zahlen im Chart 2) von den wirklich gehandelten Kursen ab. Daytrader sind mit diesem Phänomen durchaus vertraut, da sie oftmals auf ein im Chart "nicht vorhandenes" Kursniveau einen "Fill" (=Kauf oder Verkauf einer Position) bekommen. Von den übrigen Daten, die zwischen den Hoch- und Tiefpunkten verloren gehen, wollen wir hier nicht sprechen. In Bezug auf Datenvollständigkeit und Verfälschungsgrad macht es keinen Unterschied, ob man Tick- oder Minutenbars verwendet. Die Daten fehlen bei beiden Chart-Varianten.
Wenn man bedenkt, welche Auswirkungen das Fehlen dieser Daten auf einen Indikator haben kann, der das Verhältnis zwischen den Höchst- und Tiefstkursen als Berechnungsbasis verwendet, dann müsste man die Zuverlässigkeit eines darauf basierenden Intraday-Handelssystems eher als zufällig einstufen.
Gründe für die Datenproblematik
Elektronische Börsen müssen sicherstellen, dass die Orders der Händler möglichst "Realtime" umgesetzt werden. Um die bestehenden Order-Leitungen nicht zu überlasten, werden weiterführende Daten (z.B. Kurse für Datenprovider oder Back-office-Daten) in der Regel über andere "Streams" umgeleitet, die eine geringere Priorität haben. Bei dieser Umleitung gehen offensichtlich einige Daten verloren.
Wenn elektronische Börsen bereits Schwierigkeiten haben, verlässliche Daten zu liefern, dann können Sie sich sicherlich vorstellen, welche Daten Sie von einigen "Commodity-Pits" in den USA bekommen. Dort müssen Daten manuell von Leuten eingetippt werden, die mittendrin im Geschrei sitzen und zum Teil auf Zuruf oder gemäß eigener Beobachtung Kursdaten aufnehmen. Spätestens seit den US-Wahlen wissen wir, welche Probleme Amerikaner beim Zählen haben ("Sorry, just kidding"). Wie auch immer, je kürzer die Kursbetrachtung, desto schlechter ist leider die Qualität der Kurse, sowohl bei den Daten elektronischer als auch bei denen der Parkett-Börsen.
Quelle: Technical Investor Nr. 4, Dez. 2000, S. 62
www.tradesignal.com/content.asp?p=wsn/artikel.asp&id=1495