Meine Kommentare zu deiner "Interpretation" meines Posts inline:
An Deinem Verständnis für die Abläufe hier habe ich jedenfalls auch meine Zweifel ...
>> Ich an deiner Interpretation meines Posts
Rubelkurs? Nicht unwichtig, aber da dürfte Dijols schon richtig liegen, d.h. die meisten Umsätze sind in Rubel, Ausgabe und Einnahmen, da kann man jedenfalls nicht sagen, dass der Marktpreis "nahezu ausschließlich" auf dem Rubel basiert.
>> Berichtet wird in EUR. Eine Valuierung von der O2C Aktie in diesem Fall würde ich mittels DCF durchführen. Das mache ich auf Basis der EUR Zahlen, weil nur diese via B/S und P/L vorliegen. DCF hier würde ich auf Basis eines Pro-Rata machen und den Fokus auf den Sales Forecast legen. Der ist in EUR. D.h. wenn der Rubel fällt, gehen die EUR Zahlen runter, ceteris paribus. Damit muss ich meinen Sales Forecast nach unten revidieren. Das selbe gilt natürlich für die Kosten, ist aber keine 1:1 Revision. Wenn ich meine Sales nach unten revidiere, fällt damit der NPV Wert des Forecasted Equity und damit der Aktienwert.
Manipulation? Weiss keiner genau, aber was ist denn Deine Erklärung für den Kursanstieg vor 2 Monaten?
>> Der Kursanstieg kurz nach der Benennung des neuen Boards? Der Ansprache? M.E. Hoffnung, dass es bergauf geht. Ich habe den Ölpreis und die Nachrichten dazu gerade nicht im Kopf (langer Tag), meine mich aber zu erinnern, dass wir da nahe dem bottom beim Öl lagen und es wieder hochging. Kannst du ja für mich recherchieren.
Die "Liquidität ist gering weil viele Aktien bei einem Aktionär liegen" ???? Das ist, sorry, totaler Bullshit, die Liquidität einer AG hat mit der Aktionärsstruktur nun rein gar nichts zu tun!
>> Nicht Liquidität im Sinne des Kapitals der Firma, sondern der gehandelten Aktien natürlich. D.h. verhältnismäßig kleine Transaktionen (gemessen am Gesamtvolumen der verfügbaren Aktien) sorgen für unverhältnismäßig hohe Volatilität. Spreadsheet -> nachrechnen.
30% Safety Buffer ??? Na prima, da muss Dijols ein Pflichtangebot machen (hat er nicht freiwillig gemacht, jedenfalls nicht in der Höhe) und dann sollen da noch 30% Safety Buffer drin sein, dass ist jedenfalls mal total absurd.
>> Das Gesetz zum Pflichtangebot ist kein Geheimnis, d.h. Dijols wusste es vorher. Damit ist es das selbe Thema wie bei jedem Aktienkauf: Nicht zum echten Wert kaufen sondern mit Safety Buffer. Gilt auch bei Übernahmen, my friend.
Ich denke auch, dass der Fair Value sicher klar höher ist, als der aktuelle Kurs, aber sicher nicht über dem Angebotspreis, den wird hier keiner wiedersehen ...
>> Dann bist du schlauer als Dijols, der langjährige Erfahrung (ich unterstelle dir, dass du keine 30+ Jahre in der Brance als Führungskraft hast) und Insiderwissen hat? Dann hat er deiner Meinung nach einen schlechten Deal gemacht? "nie wieder"? Was ist dein Investment Horizont mit diesem Teil?
Also, das nächste mal bitte nachdenken, bevor du postest.
Cheers.