Bush oder Kerry-Wahlsieg: Wer profitiert?


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Parocorp:

Bush oder Kerry-Wahlsieg: Wer profitiert?

 
17.10.04 09:45
Die Entwicklungen im Irak, die Angst vor neuen Terrorattacken und die hohen Energiepreise waren für in diesem Jahr für die Börsen Unsicherheitsfaktoren. Das gilt auch für den ungewissen Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen Anfang November.


New York (01.09.2004, 16:28 Uhr) - Je nachdem ob US-Präsident George W. Bush wiedergewählt oder sein demokratischer Gegenspieler John Kerry ins Weiße Haus einziehen wird, dürften unterschiedliche Branchen und Unternehmen profitieren oder leiden. Ihre Geschäfte, Gewinne und Aktien dürften von den unterschiedlichen Prioritäten der beiden Kandidaten sowie der Republikaner und Demokraten beeinflusst werden. Der Dow-Jones-Index notiert momentan um 2,68 Prozent niedriger und der technologielastige NASDAQ-Index um 8,25 Prozent niedriger als zum Jahresauftakt.
 
Die Demokraten dürften ein niedrigeres Haushaltsdefizit anstreben, dies wäre gut für die Anleihen und den Rentenmarkt. Die Wall Street hofft aber auf einen Wahlsieg des Republikaners Bush und glaubt, dass er für die Aktienbörsen besser wäre. Dies hat sich jedoch in der Vergangenheit immer wieder als falsch heraus gestellt, da die US-Börsen viel häufiger unter demokratischen Präsidenten stark zugelegt hatten als unter Republikanern.

«Kerry wäre besonders negativ für große Pharmaproduzenten», schrieb die Investmentbank Charles Schwab kürzlich. Er würde die Beschränkungen für die Einfuhr preisgünstiger Medikamente aus Kanada lockern. Er würde auch die staatlichen Krankenversicherungen für Sozialhilfeempfänger und Rentner direkt mit den Pharmafirmen über Arzneimittelpreise verhandeln lassen. Für die Generika-Pharmafirmen hingegen, die Billigmedikamente offerieren, wäre Kerry positiv.

Kerry würde voraussichtlich auch riesige Rüstungsprogramme streichen oder reduzieren, erklärte Schwab. Er wäre voraussichtlich auch sparsamer mit den Geldern für Informationstechnologie für die amerikanischen Sicherheitsbehörden und das Militär. Kerry will die steigende US-Abhängigkeit von Öl, Kohle und Erdgas durch Energiesparmaßnahmen reduzieren. Dies würde die Autounternehmen General Motors, Ford und DaimlerChrysler in Form von niedrigeren Obergrenzen für den Treibstoffverbrauch von Autos treffen. Zu Gute komme würde Kerry hingegen Firmen, die alternative Energiequellen anbieten.

Bei einem Wahlsieg von Bush würden Rüstungsunternehmen wie Lockheed Martin, Raytheon und General Dynamics wahrscheinlich größere Aufträge aus Washington erhalten. Große Pharmafirmen wie Pfizer und Merck könnten weitere vier Jahre lang aufatmen. Versicherungen wie Aetna ebenfalls.

Der Präsident will bei einer Wiederwahl auch verstärkt Kohle-, Öl- und Erdgasvorkommen erschließen, einschließlich Bohrungen im Naturschutzgebiet Arctic National Wildlife Refuge in Alaska. Dies würde Energiekonzernen wie ExxonMobil und ChevronTexaco zu Gute kommen. Die Finanzdienstleister wie Merrill Lynch und Citigroup könnten große Geschäfte machen, falls die von Bush angestrebte Rentenreform durchkommen sollte. Die US-Arbeitnehmer sollen dann teilweise selbst in ihre Altersversorgung investieren, wobei sie einen Teil ihrer Beiträge zur staatlichen Rentenversicherung dafür abzweigen könnten.

(Von Peter Bauer, dpa)

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Parocorp:

Mögliche Folgen für die Aktienmärkte

 
17.10.04 09:48

Bush oder Kerry: Mögliche Folgen für die Aktienmärkte
Von Amey Stone, BusinessWeek Online
Bush oder Kerry-Wahlsieg: Wer profitiert? 1676610
23. August 2004 Die Wahlbeobachtung durch Investoren wird voraussichtlich mit den Parteitagen der Republikaner ab dem 30. August verstärkt beginnen und mit den ersten Fernsehdebatten Ende September intensiver werden. Der Ausgang der Präsidentschaftswahlen sei „definitiv etwas, das Investoren in ihre Erwägungen einbeziehen sollten”, sagt Michael Panzner, Börsenhändler bei Rabo Securities und Autor des Buches „The New Laws of the Stock Market Jungle” („Die neuen Gesetze im Aktienmarkt-Dschungel”).
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„Professionelle Investoren werden dafür bezahlt, daß sie sechs Monate vorausblicken”, so Greg Valliere, Chefstratege bei der Washingtoner Research-Abteilung von Charles Schwab. „Sie dürften jetzt anfangen zu prognostizieren, wie die Dinge nach den Wahlen aussehen könnten.” Professionelle Investoren können den Wahlausgang zu diesem Zeitpunkt zwar ebenso wenig vorher sagen wie die politischen Experten. Statt dessen schauen sie sich jedoch beide Szenarien an - eine Wiederwahl von George Bush und einen Sieg John Kerrys.

Kerry trotz republikanischer Kongreßmehrheit mit großem Einfluß

Ein Blick auf die Geschichte ist dabei wenig hilfreich. Die Aktien entwickelten sich unter Bill Clinton wesentlich besser als unter Bush II, aber im laufenden Jahr hat der S&P 500-Aktienindex ziemlich genau die Futures-Preise widergespiegelt, die eng mit einer Wiederwahl Bushs verbunden sind. Wenn Bush in Wahlumfragen an Popularität gewinnt, steigen auch die Aktien und umgekehrt.

Dieser Zusammenhang wird nach Ansicht mancher Analysten zum Zeitpunkt der Wahlen so vielleicht nicht mehr bestehen. Sie gehen davon aus, daß sich Investoren mit Kerry anfreunden, je mehr sie über seine zukünftige Regierungssituation wissen. Ein Kongreß mit einer republikanischen Mehrheit würde Kerry die Verabschiedung von Gesetzen zwar erschweren, meint Valliere, aber ein Präsident könne dennoch enormen Einfluß haben. Beispielsweise glaubt er, daß das ordnungspolitische Umfeld unter Kerry ungünstiger wäre.

Gesundheitssektor profitiert von Bushs Wiederwahl

Nur bestimmte Branchen würden eventuell durch neue Regularien betroffen. „Für die meisten Branchen macht es keinen großen Unterschied, wer gewinnt”, so Andy Laperriere, Leiter der Research-Firma International Strategy & Investment (ISI) in Washington. „Aber für einige wenige macht es einen großen Unterschied”. Es folgt eine Übersicht, wie wichtige Branchen vom Wahlausgang betroffen sein könnten.

Der Gesundheitssektor würde nach Ansicht von Analysten am meisten von einer Wiederwahl Bushs profitieren. Für die großen Pharma-Firmen wären vier weitere Jahre unter einer Bush-Regierung wahrscheinlich eine große Erleichterung. Pharma-Aktien haben in den vergangenen Monaten einiges einstecken müssen, weil sich Investoren Gedanken über Kerrys Pläne gemacht haben, die Kostenerstattung für verschreibungspflichtige Medikamente zu senken und die Einfuhr billigerer Medikamente aus Kanada zu erleichtern. Ebenso würden andere Firmen im Gesundheitsbereich, beispielsweise Versicherer durch eine Wiederwahl Bushs einen positiven Impuls erhalten.

Bush-Sieg bringt psychologischen Vorteil für Rüstungsindustrie

Die Energie- und Rüstungsindustrien sind unter der Regierung Bush am besten gediehen. Peter Cohan, Autor und Management-Berater in Marlborough, Massachusetts, hat einen Index entwickelt, der sich aus global führenden Unternehmen der Öl-, Kohle-, Gas- und Rüstungsindustrie zusammensetzt. Der so genannte W Industrial Complex Index (WIC) hat seit Januar 2001 um 39 Prozent zugelegt, während der Referenzindex S&P 500 um 18 Prozent und der Nasdaq-Index im selben Zeitraum um 34 Prozent sanken.

Politikanalysten gehen davon aus, daß ein Wahlsieg Bushs kurzfristig ein Plus für diese Industrien bedeuten würde. Die tatsächlichen Auswirkungen der weiteren Politik Bushs auf die Umsätze und Gewinne dieser Unternehmen wären jedoch schwer vorhersehbar. Beispielsweise könne die Rüstungsindustrie einen psychologischen Vorteil aus einer Wiederwahl Bushs erhalten, erläutert Lapierre, die Beschaffung von Waffen würde jedoch unabhängig vom Wahlausgang steigen. „Falls Kerry gewinnt, würden die Rüstungsaktien verlieren, aber das wäre eine gute Kaufgelegenheit”, ergänzt Lapierre noch. Panzner ist dagegen der Ansicht, dass Bush die Verteidigungsausgaben insgesamt reduzieren könnte, zum Teil, um das Haushaltsdefizit zu begrenzen.

Was die Ölindustrie betrifft, wäre eine Wiederwahl Bushs ein klarer Gewinn für die meisten traditionellen Energieunternehmen. Kerry steht dagegen für höhere Emissionsstandards und die Förderung erneuerbarer Energien. Analysten weisen jedoch darauf hin, daß die Aktien von Energieunternehmen zuletzt vor allem wegen steigender Ölpreise gestiegen seien, die außerhalb von Bushs Einflußbereich liegen.

Baufinanzierer und alternative Energien profitieren von Wahlsieg Kerrys

Ein Sieg Kerrys würde dagegen positive Aussichten für andere Branchen bedeuten. Nach Ansicht Vallieres würden Aktien der großen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac einen Aufschwung erleben. Diese operieren unter Federal Charter und sahen sich zunehmend kritischer Prüfung von Seiten der Republikaner ausgesetzt, die den  Draht zur Regierung vielleicht kappen könnten. „Das ordnungspolitische Klima wäre [für diese von öffentlicher Seite gesponserten Unternehmen] unter Kerry weit freundlicher”, erläutert Valliere.

Alternative Energien sind eine andere Branche, für die ein Präsident Kerry positive Aussichten bedeuten könnte. Die Förderung erneuerbarer Energien „ist ein Eckstein des Kerry-Programms”, so Jack Robinson, Co-Manager des Winslow Green Growth Fund, der viele Unternehmen besitzt, die von einem Wahlsieg Kerrys profitieren würden. Er erläutert, daß der heutige Senator im Präsidentenamt beispielsweise Steuerermäßigungen für Solar- und Windenergie sowie restriktivere Standards für Treibstoff-Effizienz einführen will.

Das einzige Problem mit der Investition in alternative Energien sei, daß viele Unternehmen klein und spekulativ seien, meint Dan McNeela, der bei Morningstar für den Energiesektor zuständig ist. Selbst wenn Kerry gewänne, wäre es eine riskante Investition. Im Portfolio von Robinson finden sich beispielsweise Quantum Tech, die Treibstoffzellen produzieren, Vestas Wind Power, ein Hersteller von Windturbinen sowie FuelTech, die Produkte herstellen, die eine effizientere Kohleverbrennung ermöglichen.

Kerry bringt Impulse für Biotechnologie

Manche Investoren gehen davon aus, daß auch Biotechnologieaktien ebenso wie einige andere forschungsintensive und risikokapitalfinanzierte Industrien wie Nanotechnologie durch einen Sieg Kerrys gewinnen würden. Beispielsweise würde die Liberalisierung der Stammzellenforschung, die in den Vereinigten Staaten durch die Kürzung von Forschungsgeldern durch die Regierung Bush deutlich behindert war, der amerikanischen Biotech-Industrie einen wichtigen Impuls geben, erläutert Robinson. Sein Fonds besitzt Thermogenesis, die Ausrüstungen zur Gewinnung von Blutbestandteilen einschließlich Stammzellen herstellen.

Nach Ansicht Robinsons würden auch Unternehmen im Bereich „gesünderes Leben” von Versuchen einer neuen Regierung Kerry profitieren, die Gesundheitsausgaben des Staates zu reduzieren. Er setzt dabei beispielsweise auf Whole Foods, United Natural Foods und Chiquita Bananen.

Demokraten innovativer, aber auch regulierungswütiger

Robinson hofft mit seinem Fonds klar auf einen Wahlsieg Kerrys. „Unter Bill Clinton hat sich der Aktienmarkt gut entwickelt, und ich spüre bei den Demokraten eine größere Offenheit gegenüber neuen Ideen und Technologien”, so Robinson. Andere Investoren sind der Ansicht, daß Kerry schädlich für das Wirtschaftswachstum wäre, da er wahrscheinlich für höhere Steuern und stärkere staatliche Regulierung steht. „Wir haben große Bedenken bezüglich einer negativen Wirkung auf die Wirtschaft und die Märkte, falls Kerry gewinnt”, schrieb Donald Luskin, Chief Investment Officer der Research-Firma TrendMacrolytics am 13. August.

Außerdem gibt es da noch den dritten Kandidaten, Ralph Nader. Obwohl Investoren nicht wissen, ob sie nun auf Bush oder auf Kerry setzen sollen, müssen sie sich immerhin keine Gedanken darüber machen, wie die Märkte sich unter einem Präsidenten Nader entwickeln würden.


Text: Bearbeitung: @thwi
Bildmaterial: dpa/dpaweb
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Parocorp:

Hier das Kerry-Lager

 
17.10.04 09:57
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DarkKnight:

Hatten wir diese fruchtbare Diskussion nicht

 
17.10.04 10:55
schon mal vor vier Jahren?

Ich denke: ja.

Und hiermit einen Dank an alle Bush-Befürworter. Er hat die Welt tatsächlich besser gemacht.

Früher haben wir geglaubt, wir könnten das Regieren den Politikern überlassen. Damit ist Schicht im Schacht, denn die Kakerlakenkaste hat sich endgültig geoutet.

Früher haben wir geglaubt, daß jemand sich wenigstens ansatzweise an Parteiprogramm anstatt an seine Ankündigungen hält. Damit ist Schicht im Schacht, denn die Irren haben sich geoutet.

Früher haben wir geglaubt, daß wir mit "Wählen gehen" noch was bewirken können. Damit ist Schicht im Schacht, denn der militärisch-industrielle Interessenzusammenhang, kombiniert mit dem Shareholder Value macht aus uns Dreckspack das, was es immer war: Sklaven.
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ecki:

Hauptsache sie kriegen einen

 
17.10.04 23:16
überhaupt an die Urne:

aerztezeitung.de
12.10.2004

Strip nur gegen Wahlschein

Einen eher ungewöhnlichen Weg, US-Amerikaner zur Wahl im November zu bewegen, hat jetzt eine Organisation für Strip-Clubs gestartet. Kunden bekommen nur Zutritt, wenn sie ihren Wahlschein vorlegen.

Wenn sie keinen haben, müssen sie sich hinsetzen und einen Antrag ausfüllen. Erst dann gibt es erotischen Striptease zu sehen. Ein Club in Austin (Texas) hat nach eigenen Angaben seit Mai bereits 4700 neue Wähler hinzugewinnen können. Mittlerweile machen etwa 800 der 4000 offiziell registrierten Nachtclubs in den USA bei der Aktion mit. (dpa)

Copyright © 1997-2004 by Ärzte Zeitung

Grüße
ecki  
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Happy End:

Postbank Studie zur Präsidentschaftswahl in den US

 
31.10.04 13:52
Bush oder Kerry-Wahlsieg: Wer profitiert? 1692247

US-Dollar verhält sich überparteilich

Bonn (ots) - Republikaner oder Demokraten, welche Partei ist
historisch betrachtet besser für die Börse? Nach Einschätzung der
Postbank ist es sekundär, ob der US-Präsident Republikaner oder
Demokrat ist. Die Kursentwicklung an der Wall Street hängt primär von
der konjunkturellen Entwicklung in den USA und der Welt sowie von
externen Sonderfaktoren ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der
Postbank, die die Entwicklung des Standard & Poors 500 seit 1948
analysiert hat.
 
  Die Demokraten haben aber statistisch die Nase leicht vorn. Unter
demokratischen Präsidenten legte der Index mit 52 Prozent stärker zu
als unter republikanischen. Hier lag das Kursplus durchschnittlich
nur bei 37 Prozent. Aufgrund von externen Faktoren kann diese bessere
Performance statistisch aber nicht als signifikant angesehen werden.
 
  Die stärksten Kursanstiege sind in der Regel im zweiten und
dritten Jahr einer Präsidentschaft zu verzeichnen. Danach folgt das
vierte Jahr einer Amtsperiode, das Wahljahr, das entgegen aller
Erwartung nicht die beste Performance aufweist. Am wenigsten positiv
entwickelten sich die Börsen im Durchschnitt im ersten Amtsjahr.
 
  In der Gesamtbetrachtung verlief der Kursanstieg unter
demokratischer Regentschaft gleichmäßiger, während im ersten Amtsjahr
republikanischer Präsidenten per Saldo die Kurse gefallen sind. So
gaben die Kurse im ersten Amtsjahr von sechs der sieben
republikanischen Amtszeiten nach, während sie unter fünf der sechs
Demokraten im gleichen Zeitraum zulegten.
 
  Allerdings fiel das erste Amtsjahr eines republikanischen
Präsidenten mehrfach mit einer Rezession oder auch mit den
Ölpreisschocks der 70er und 80er Jahre zusammen.
 
  Interessant ist ein Blick auf die Kursentwicklung des US-Dollar
zum Euro bzw. zur D-Mark. Der Greenback zeigt innerhalb fast aller
Amtsperioden seit 1976 unabhängig von der regierenden Partei ein
ähnliches Verlaufsmuster: Einem richtungslosen ersten Jahr mit
leichten Kursanstiegen bzw. -verlusten des US-Dollars folgen
deutliche Kursrückgänge im zweiten und dritten Jahr. Und mit einer
Ausnahme glänzte der Greenback in allen beobachteten Amtszeiten im
Wahljahr mit einem Kursanstieg, der im Durchschnitt zehn Prozent
betrug. Lediglich in der aktuellen Präsidentschaft entwickelt er sich
eher flat.
 
  Die vollständigen "Postbank Perspektiven" für den
November und
zurückliegende Monate finden Sie auch im Internet unter
www.postbank.de/research.
Antworten
Happy End:

US-Konzerne: Die Bush-Profiteure

 
04.11.04 19:18
Die Niederlage John Kerrys haben die meisten US-Unternehmen mit Genugtuung verfolgt. Einige Branchen profitieren besonders von einer weiteren Amtszeit des Republikaners George W. Bush.

Bush oder Kerry-Wahlsieg: Wer profitiert? 1697202
GroßbildansichtREUTERSWahlsieger Bush: Keine wirklichen Kerry-Verlierer bei den Unternehmen

New York/Hamburg - Die Pharmaindustrie etwa musste bei einem Kerry-Sieg verordnete Preissenkung fürchten. Der Bush-Herausforderer hatte Verhandlungen darüber angekündigt. Nachdem der Demokrat seine Niederlage eingeräumt hatte, reagierten die Börsen daher entsprechend. Merck-Aktien verteuerten sich um vier Prozent, Konkurrent Pfizer Bush oder Kerry-Wahlsieg: Wer profitiert? 1697202 legte um 2,6 Prozent zu, Papiere von Johnson & Johnson Bush oder Kerry-Wahlsieg: Wer profitiert? 1697202 gewannen 2,4 Prozent.

Erleichtert zeigen sich auch die so genannten "Big Three", Amerikas drei große Autobauer Ford Bush oder Kerry-Wahlsieg: Wer profitiert? 1697202, General Motors Bush oder Kerry-Wahlsieg: Wer profitiert? 1697202 und Chrysler. Kerry wollte die Verbrauchsvorschriften für Pkw, Geländewagen, Pickups und Minivans nach unten korrigieren. Dies hätte vor allem die benzinfressenden Allrad-Modelle getroffen, mit denen die Konzerne glänzende Geschäfte machen.

Freudig dürfte der Triumph des Amtsinhabers auch bei den Ölkonzernen aufgenommen worden sein, nicht nur weil die Bush-Administration schon bisher personell eng mit der Branche verbunden war. Die Unternehmen rechnen jetzt mit neuen Explorationsmöglichkeiten. Nach wie vor spekulieren die Ölgiganten auch auf Bohrungen in den Naturschutzgebieten Alaskas.

Rüstungskonzerne hoffen auf neue Projekte

Der Erfolg des "Kriegspräsidenten" Bush stärkt selbstredend die Rüstungsindustrie. Boeing-Papiere
Bush oder Kerry-Wahlsieg: Wer profitiert? 1697202 kletterten am Mittwoch um 2,5 Prozent, Northrop Grumman um 4,1 Prozent und General Dynamics 3,8 Prozent. Allerdings hat der Wahlsieger bereits in seiner ersten Amtszeit derartig viel für Waffensysteme und Feldzüge ausgegeben, dass hier das Geld knapp werden könnte. Das überbordende US-Haushaltsdefizit engt den Spielraum für neue Rüstungsprojekte jedenfalls ein.

Bush oder Kerry-Wahlsieg: Wer profitiert? 1697202
ZUM THEMA IN SPIEGEL ONLINE
Bush oder Kerry-Wahlsieg: Wer profitiert? 1697202 Feiernde US-Börsen: "Die Wall Street liebt Bush" (03.11.2004)

Insgesamt beurteilen die Unternehmen die Entscheidung für Bush positiv, zumal der Präsident seine zurückhaltende Kartellrechtspolitik fortsetzen wird. Mit Eingriffen von Staatsseite ist künftig kaum zu rechnen. Entsprechend gibt es auch keine wirklichen Kerry-Verlierer. Nicht einmal die Aktie des Ketchup-Produzenten Heinz schwächelt. Immerhin ist Teresa Heinz, Witwe des Soßen-Tycoons John Heinz, mit dem demokratischen Herausforderer verheiratet.

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