dem neuen Exportrekord der USA heute bei knapp zwei Million Barrel pro Tag, was immerhin Steigerung von gut 30% zum vorherigen Rekordwert aus Vorwoche ist, habe ich mir nochmal die Preischarts diverser anderer Oelsorten auf oilprice.com/oil-price-charts angeschaut.
Interessant ist, das - abgesehen vom WTI - quasi alle Oelsorten wieder an ihren Tops vom Fruehjahr notieren, auch klassische Leichtoele wie Basra light, oder Bonny light aus Nigeria - WTI hat sich somit selbst zu vergleichbaren Sorten stark unterproportional entwickelt, der Abstand ist nun gut 3-3,5$ hoeher wie im Fruehjahr.
Was schließe ich nun aus dieser Preisentkopplung:
Um den hohen Aufschlag zum sehr stark boersengetriebenen, spekulativen WTI Preis zu rechtfertigen duerfte der physische Markt aktuell tatsaechlich deutlich angespannter sein.
Sollte WTI das Preis-Gap nicht schliessen duerften die hohen Exporte der USA anhalten, was die Lager auch im schwachen Herbst in USA weiter herunterfahren duerfte - allein der US Export Anstieg von letzter auf dieser Woche entspricht der gesamten US Produktionsteigerung dieses Jahres.
Das heißt aus dieser Perspektive laeuft weiter alles nach Plan fuer Opec.
... und es sieht so aus das WTI aktuell Spekulationsgetrieben relativ zum Gesamtoelmarkt unterbewertet ist.