Nasdaq und Öl: Hedgefonds haben sich verspekuliert
Hedgefonds gelten als wahre Geldmaschinen. Doch bei US-Technologiekaktien und bei Öl hatten sie zuletzt kein glückliches Händchen.
Nicht nur private Trader, sondern auch milliardenschwere Hedgefondsmanager können bei der Einschätzung künftiger Marktbewegungen manchmal gehörig daneben liegen. Besonders beim Ölpreis und beim US-Technologieindex Nasdaq-100 hatten die milliardenschweren Anleger in den USA zuletzt kein glückliches Händchen.
So wurden die Hedgefonds von der Ölpreisbewegung nach der jüngsten OPEC-Einigung auf dem völlig falschen Fuß erwischt. Das zeigen Daten aus dem sogenannten "Commitment of Traders Report" (CoT-Report), in dem wöchentlich die Positionen von Spekulanten und anderen Marktteilnehmern auf dem US-Terminmarkt veröffentlicht werden. Die CoT-Daten werden jeweils freitags veröffentlicht und beziehen sich auf den vorherigen Dienstag. Mit dem CoT-Widget auf der Investment- und Analyseplattform Guidants können die Daten kostenlos betrachtet und analysiert werden.
Beim Ölpreis lagen die Hedgefonds gleich zwei Mal völlig falsch, wie der folgende Chart aus dem CoT-Widget auf Guidants zeigt. Am 25. Mai hatte die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) sich auf die Verlängerung ihrer Förderbremse um neun Monate geeinigt. In Erwartung steigender Kurse durch die OPEC-Einigung hatten die Hedgefonds ihre Wetten auf steigende Kurse bereits bis zum 23. Mai deutlich ausgebaut, wie die CoT-Daten zeigen. Doch die Ölpreise reagierten nicht wie erwartet auf die OPEC-Einigung, sondern rauschten gehörig in die Tiefe. / Quelle: Guidants News news.guidants.com