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Börsengewitter oder heitere Wetterlage?


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Börsengewitter oder heitere Wetterlage?

 
17.07.04 15:46
Börsen steht Nagelprobe bevor
Die kommende Woche dürfte für Europas Aktienmärkte zur Nagelprobe werden. Dann nämlich rollt die Welle der Quartalsberichte auch auf dem alten Kontinent so richtig los. Zentrale Frage ist, ob die Märkte wie schon bei Intel und Yahoo das Haar in der Suppe suchen werden - oder ob allmählich wieder Realismus einkehrt.

Die Erwartungshaltung war einfach zu hoch und dementsprechend sind die Kurse der Realwirtschaft vorausgeeilt. Eigentlich nicht ungewöhnlich antizipiert doch die Börse als Frühindikator mit einem Vorlauf von ca. 6 Monaten die wirtschaftliche Entwicklung.
Nun hat aber der Wirtschaftsaufschwung, sowie die Gewinndynamik der Unternehmen, in den Industrieländern möglicherweise schon seinen (ihren) Höhepunkt überschritten. Darauf deutet der Frühindikator der OECD hin. Gleiches deuten die zuletzt veröffentlichten Wirtschaftsdaten der einzelnen Länder -allen voran der USA- an.

Genau diese Abkühlung ist von den Börsen noch nicht vorweggenommen, so zeigt die letzte Cognitrend Umfrage eine Zunahme der Bullen und eine Abnahme der Bären.

Ich gehe in den nächsten 4-6 Wochen von weiter fallenden Börsen aus (DOW Zielzone 9500-9800 // DAX Zielzone 3500 -3700) bevor es ab Mitte August zu einer kleinen Zwischenerholung kommen kann.

Der mittelfristige Trend wird abwärtsgerichtet bleiben da die volkswirtschaftlichen Ungleichgewichte zu groß sind. Hauptrisiko:
- weiter abschwächender Dollar mit zunehmender Dynamik
- Housing Bubble USA/GB
- Refinanzierung (USA) neigt sich dem Ende damit wird dem Konsum der Extrapush entzogen
- Rekordverschuldung der US- Haushalte
- Reformstau in Europa
- Ölpreishausse wird weitergehen
- Risiko von externen Schocks (Terrorismus, unerwartete Abkühlung der chinesischen Wirtschaft usw.)
Diese Liste ist nicht vollständig, gibt aber einen Überblick über das bestehende Risikopotential, welches in krassem Gegensatz zum Anlegeroptimismus steht.

Stockpicking ist angesagt. Daneben Derivate zur Depotabsicherung, Rohstoffwerte und Einzelinvestments in Rohstoffe.

Gruss und ein schönes Wochenende.  
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Gute Nachrichten aber keiner will Aktien

 
22.07.04 15:29
US-Börsen: Charttechniker erkennen brisante Lage

Nach den Einbußen vom Vortag dürften sich am Donnerstag die Kurse an der Wall Street zum Auftakt erst einmal stabilisieren.

          §

HB NEW YORK. Der Nasdaq-Future legt um 14.45 Uhr MESZ 0,1% zu, der S&P-Future liegt mit 0,1% im Minus. "Hier und dort werden Anleger in die niedrigen Kurse hineinkaufen, aber eine echte Erholung werden wir nicht sehen", prognostiziert ein Händler. Aus technischer Sicht sei die Lage brisant, ergänzt ein Beobachter: Sollte der Dow-Jones-Index nachhaltig unter die "psychologisch eminent wichtige" 10 000er-Marke rutschen, könnten die Dämme brechen, heißt es. Dann könne es bis auf 9.000 Punkte abwärts gehen. Am Mittwoch schloss der Blue-Chip-Index bei 10 046 Zählern.

Vorbörslich stützten gute Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt die Futures, sagt ein Händler. Die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe sind um 11 000 zurückgegangen, Volkswirte hatten mit einem Rückgang um lediglich 4 000 gerechnet. Trotz einer wahren Flut von Gewinnausweisen bereits vor der Startglocke warteten Investoren auf die "Trendsetter", die nachbörslich ihre Zahlen präsentieren: Microsoft und - wichtig für den Chip-Sektor - Broadcom dürften das Geschehen bestimmen. Broadcom ist im Halbleiterindex Sox mit 8,9% der viertgrößte Wert. Zudem steht mit Amgen nachbörslich ein Impulsgeber für die gesamte Biotech-Branche auf der Agenda. In den Hintergrund treten angesichts der Unternehmenszahlen Nachrichten von der Konjunktur.

"Bestenfalls gemischt" sind nach Aussage eines Händlers die vorbörslichen Gewinnausweise zahlreicher Unternehmen ausgefallen. So habe der weltweit größte Versicherer AIG die Markterwartungen beim Gewinn ebenso deutlich übertroffen wie der Telekomkonzern AT&T. McDonald's schnitt in den Monaten April bis Juni leicht besser ab als von Analysten erwartet. SBC Communications lag dagegen mit einem Gewinn je Aktie von 0,35 Dollar knapp unter der Konsensprognose von 0,36 Dollar. Das Schlusslicht bildet Eli Lilly: Mit 0,60 Dollar Gewinn je Aktie verfehlte der Pharmakonzern die Konsenserwartung von 0,68 Dollar recht deutlich. Bei MedImmune lag der Verlust je Aktie mit 0,40 Dollar weit über der Prognose von 0,17 Dollar.

Am Mittwoch fiel der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte um 1% bzw 103 auf 10046 Punkte. Der S&P-500-Index verlor 1,3% oder 15 auf 1.094 Zähler. Der Nasdaq-Composite-Index reduzierte sich um 2,2% oder 43 Zähler auf 1.874 Punkte.

HANDELSBLATT, Donnerstag, 22. Juli 2004, 15:07 Uhr
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US Immobilienmarkt

 
22.07.04 16:10
Kein Crash am US-Immobilienmarkt

"Es ist ein großer Irrtum, generell von einem Verkäufermarkt in Amerika zu sprechen", sagt Hans-Joachim Kleinert, Geschäftsführer der Kanam Grund Kapitalanlagegesellschaft. Der riesige amerikanische Immobilienmarkt müsse differenziert betrachtet werden. "Teilweise sind die Preise in bestimmten Märkten stark angezogen. Andere Standorte dagegen bieten nach wie vor beste Einstiegsmöglichkeiten, wenn man den Zugang hat", so Kleinert zu DER FONDS.com. Er widerspricht damit vielen Immobilienfonds-Manager, die meinen, dass der Markt derzeit heißgelaufen ist. Kleinert: "Teilweise kann man Büroobjekte sogar noch unter ihren Herstellungskosten erwerben."

Man sollte den gesamten US-Immobilienmarkt nicht über einen Kamm scheren. Kleinert: "Einkaufszentren mit einer Verkaufsfläche von über 100.000 Quadratmetern, so genannte super regional malls , leiden nicht unter hohen Preisen. Sie machen nur ein Prozent der Verkaufsflächen in den USA aus, haben aber die höchsten Zuwachsraten." Der Einzelhandel sei die zweitgrößte Industrie der USA; die Branche erwirtschafte jährlich 3,8 Billionen Dollar. "12,9 Prozent aller US-Unternehmen sind im Einzelhandel engagiert", so Kleinert. Die Aussichten für den Kanam US-Grundinvest (WKN 679 181) seien darum nach wie vor gut. Der Fonds investiere zu rund 50 Prozent in die riesigen Shopping-Center.

Die andere Hälfte des Portfolios besteht jedoch aus Bürogebäuden in Metropolen wie Washington. Doch auch hier ist Kleinert optimistisch: "Die US-Wirtschaft springt deutlich an, was für einen Beschäftigungsschub sorgt und die Nachfrage nach Büroräumen steigen lässt." Die Nettomieten für Bürogebäude werden seiner Meinung nach ab 2005 wieder steigen. "Der Immobilienmarkt reagiert etwas zeitverzögert auf die anziehende US-Wirtschaft. Diesen Time Lag gilt es für Käufe zu nutzen", sagt Kleinert. Für attraktiv halte er derzeit unter anderem Chicago.

INFO: Der US-Grundinvest (WKN 679 181) kam im Mai 2003 auf den Markt. Er ist in Deutschland der erste offene Immobilienfonds, der nur in den USA anlegt und in Dollar geführt wird. Der offene Immo-Fonds verwaltet derzeit rund 341 Millionen Euro (per Ende März) und hat fünf Immobilien im Portfolio. Seit seiner Auflegung erzielte er ein Plus von 6,5 Prozent. Die Erträge sind zu 98,4 Prozent steuerfrei, heißt es bei Kanam.
Quelle: DER FONDS
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US Wirtschaft nicht so stark wie erwartet

 
22.07.04 16:33
US-Frühindikatoren sinken überraschend

Das private Wirtschaftsforschungs-Institut Conference Board veröffentlichte in Washington die saisonbereinigte Entwicklung der US-Frühindikatoren für Juni 2004. Demnach verringerte sich die wirtschaftliche Aktivität binnen Monatsfrist um 0,2 Prozent auf 116,2 Zähler. Volkswirte hatten einen unveränderten Indexstand erwartet. Für Mai wurde der Indexanstieg von vorläufig 0,5 auf 0,4 Prozent revidiert.

In die Berechnung des Haupt-Indikators fließen Daten wie Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, Baugenehmigungen, Aktienkurse, Verbrauchervertrauen und Industrieaufträge ein.
Quelle: FINANZEN.NET
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Gute Quartalszahlen bringen keinen Schwung

 
22.07.04 16:42
in den Aktienmarkt.
Der Markt interpretiert jede Nachricht negativ somit sollte man weiter Zuschauer sein.


Gruss
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Ich sehe noch kein Ende des Abwärtstrend.

 
23.07.04 13:39
Vor dem Wochenende kann es sogar zu verstärktem Abgabedruck kommen. Die Anleger suchen nach Gründen für Kursbewegungen, dabei ist das Potential derer die Aktien zu kaufen bereit sind weitgehend ausgeschöpft.
Pessimisten sitzen mit ihrem Geld am Rand und schauen zu wie die Kurse purzeln.
Überrascht worden sind viele Anleger von der Schwäche des Euro. Wobei ich mich zu dieser Grupppe zählen muß.
Ich sehe die Eigendymamik der Euro-Wirtschaft im Aufwärtstrend, noch werden die vielen kleinen Reformschritte in den einzelnen Ländern (auch in Deutschland, Arbeitszeitverlängerung, Arbeitslosengeld II etc.) von den Anlegern nicht gewürdigt. Es besteht ein Hang das Glas der US Wirtschaft immer als halb voll und das der EU Wirtschaft immer als halb leer zu interpretieren.
Es ist auch an den deutschen Wirtschaftsführern positive Signale ans Ausland zu senden.

Gruss
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Es bewegt sich etwas im Lande

 
23.07.04 13:41
Kommentar

Steilvorlage für VW und Opel

Von Carsten Herz

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Carsten Herz, Handelsblatt-Korrespondent

Es geht also doch. Der Abschluss beim Autokonzern Daimler-Chrysler beweist, dass auch in Deutschland flexible Lösungen möglich sind - und war ein Sieg der Vernunft. Denn beide Seiten gehen ohne Gesichtsverlust aus den Gesprächen. Dass bis zum Jahr 2012 in den deutschen Daimler-Werken die Beschäftigung gesichert ist, wird von den Arbeitnehmern zu Recht als einmalig gefeiert.

Aber auch Konzernchef Jürgen Schrempp kann sich zu den Gewinnern zählen. Er hat persönlich immer klar gemacht, dass es ihm nicht um Symbole a la Steinkühler-Pause geht, sondern auf die 500 Mill. Euro Einsparungen ankomme. Und die hat er schließlich bekommen. Stolz spricht Schrempp vom Modellcharakter der Einigung. Zumindest die Konkurrenten Opel und VW, die beide ebenfalls in nächster Zeit über Kostensenkungen verhandeln, dürften genau hingeschaut haben. Die Belegschaften in Rüsselsheim und Wolfsburg müssen sich warm anziehen: Das Stuttgarter Sparpaket ist eine Steilvorlage - und zwar nicht nur für die Konzernchefs bei VW und Opel.

HANDELSBLATT, Freitag, 23. Juli 2004, 13:33 Uhr
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