Börsen steht Nagelprobe bevor
Die kommende Woche dürfte für Europas Aktienmärkte zur Nagelprobe werden. Dann nämlich rollt die Welle der Quartalsberichte auch auf dem alten Kontinent so richtig los. Zentrale Frage ist, ob die Märkte wie schon bei Intel und Yahoo das Haar in der Suppe suchen werden - oder ob allmählich wieder Realismus einkehrt.
Die Erwartungshaltung war einfach zu hoch und dementsprechend sind die Kurse der Realwirtschaft vorausgeeilt. Eigentlich nicht ungewöhnlich antizipiert doch die Börse als Frühindikator mit einem Vorlauf von ca. 6 Monaten die wirtschaftliche Entwicklung.
Nun hat aber der Wirtschaftsaufschwung, sowie die Gewinndynamik der Unternehmen, in den Industrieländern möglicherweise schon seinen (ihren) Höhepunkt überschritten. Darauf deutet der Frühindikator der OECD hin. Gleiches deuten die zuletzt veröffentlichten Wirtschaftsdaten der einzelnen Länder -allen voran der USA- an.
Genau diese Abkühlung ist von den Börsen noch nicht vorweggenommen, so zeigt die letzte Cognitrend Umfrage eine Zunahme der Bullen und eine Abnahme der Bären.
Ich gehe in den nächsten 4-6 Wochen von weiter fallenden Börsen aus (DOW Zielzone 9500-9800 // DAX Zielzone 3500 -3700) bevor es ab Mitte August zu einer kleinen Zwischenerholung kommen kann.
Der mittelfristige Trend wird abwärtsgerichtet bleiben da die volkswirtschaftlichen Ungleichgewichte zu groß sind. Hauptrisiko:
- weiter abschwächender Dollar mit zunehmender Dynamik
- Housing Bubble USA/GB
- Refinanzierung (USA) neigt sich dem Ende damit wird dem Konsum der Extrapush entzogen
- Rekordverschuldung der US- Haushalte
- Reformstau in Europa
- Ölpreishausse wird weitergehen
- Risiko von externen Schocks (Terrorismus, unerwartete Abkühlung der chinesischen Wirtschaft usw.)
Diese Liste ist nicht vollständig, gibt aber einen Überblick über das bestehende Risikopotential, welches in krassem Gegensatz zum Anlegeroptimismus steht.
Stockpicking ist angesagt. Daneben Derivate zur Depotabsicherung, Rohstoffwerte und Einzelinvestments in Rohstoffe.
Gruss und ein schönes Wochenende.
Die kommende Woche dürfte für Europas Aktienmärkte zur Nagelprobe werden. Dann nämlich rollt die Welle der Quartalsberichte auch auf dem alten Kontinent so richtig los. Zentrale Frage ist, ob die Märkte wie schon bei Intel und Yahoo das Haar in der Suppe suchen werden - oder ob allmählich wieder Realismus einkehrt.
Die Erwartungshaltung war einfach zu hoch und dementsprechend sind die Kurse der Realwirtschaft vorausgeeilt. Eigentlich nicht ungewöhnlich antizipiert doch die Börse als Frühindikator mit einem Vorlauf von ca. 6 Monaten die wirtschaftliche Entwicklung.
Nun hat aber der Wirtschaftsaufschwung, sowie die Gewinndynamik der Unternehmen, in den Industrieländern möglicherweise schon seinen (ihren) Höhepunkt überschritten. Darauf deutet der Frühindikator der OECD hin. Gleiches deuten die zuletzt veröffentlichten Wirtschaftsdaten der einzelnen Länder -allen voran der USA- an.
Genau diese Abkühlung ist von den Börsen noch nicht vorweggenommen, so zeigt die letzte Cognitrend Umfrage eine Zunahme der Bullen und eine Abnahme der Bären.
Ich gehe in den nächsten 4-6 Wochen von weiter fallenden Börsen aus (DOW Zielzone 9500-9800 // DAX Zielzone 3500 -3700) bevor es ab Mitte August zu einer kleinen Zwischenerholung kommen kann.
Der mittelfristige Trend wird abwärtsgerichtet bleiben da die volkswirtschaftlichen Ungleichgewichte zu groß sind. Hauptrisiko:
- weiter abschwächender Dollar mit zunehmender Dynamik
- Housing Bubble USA/GB
- Refinanzierung (USA) neigt sich dem Ende damit wird dem Konsum der Extrapush entzogen
- Rekordverschuldung der US- Haushalte
- Reformstau in Europa
- Ölpreishausse wird weitergehen
- Risiko von externen Schocks (Terrorismus, unerwartete Abkühlung der chinesischen Wirtschaft usw.)
Diese Liste ist nicht vollständig, gibt aber einen Überblick über das bestehende Risikopotential, welches in krassem Gegensatz zum Anlegeroptimismus steht.
Stockpicking ist angesagt. Daneben Derivate zur Depotabsicherung, Rohstoffwerte und Einzelinvestments in Rohstoffe.
Gruss und ein schönes Wochenende.