Boeing erhält Milliarden-Auftrag für C-17-Transportflugzeuge
Washington/St. Louis - Boeing hat vom US-Verteidigungsministerium einen Großauftrag für zusätzlich 60 militärische Transportflugzeuge des Typs C-17 Globemaster III erhalten. Der Auftragswert beträgt 9,76 Milliarden Dollar (9,95 Milliarden Euro), teilten das Pentagon und Boeing mit. Die vierstrahligen Maschinen sollen bis 2008 ausgeliefert werden.
Boeing ist der weltgrößte Hersteller von Verkehrsflugzeugen und der zweitgrößte US-Rüstungskonzern nach Lockheed Martin. Für die Gesellschaft ist der Rüstungsauftrag eine hochwillkommene Nachricht. Boeing leidet mit seinem Verkehrsflugzeuggeschäft enorm unter den Auswirkungen der Terrorangriffe des 11. September. Die Auslieferungen von Verkehrsflugzeugen und der Auftragseingang sind stark rückläufig. Das Unternehmen hatte nach den Terrorattacken 30 000 Beschäftigte seiner Verkehrsflugzeugsparte nach Hause geschickt und die Verkehrsflugzeug-Produktion drastisch gedrosselt.
Boeing hatte bereits 89 der riesigen C-17-Transportmaschinen für die amerikanische Luftwaffe gebaut und sollte bis 2004 insgesamt 120 dieser Militärflugzeuge ausliefern. Durch den Neuauftrag wird die US- Luftwaffe bis 2008 über insgesamt 180 C-17-Maschinen verfügen.
Der neue Großauftrag lastet die C-17-Fertigungsstätte in Long Beach (Kalifornien) bis 2008 aus. Der Fabrik, in der etwa 7000 Beschäftigte das Flugzeug zusammenbauen, bleibt nun die befürchtete Schließung erspart. An mehreren anderen Boeing-Standorten sind weitere 3000 Arbeiter an der Produktion der Transporter beteiligt, die eine große Rolle im Afghanistankrieg gespielt haben. Es sind auch 700 andere Zulieferanten an der C-17-Produktion beteiligt.
Boeing verhandelt zur Zeit mit der Mechaniker-Gewerkschaft, die 24 000 Boeing-Mitarbeiter vertritt, über einen neuen Tarifvertrag. Die größte Boeing-Gewerkschaft will wegen des schlechten Verhandlungsklimas einen Vermittler einschalten. Die meisten der Arbeiter sind in den US-Bundesstaaten Washington, Kansas und Oregon beschäftigt. Der Tarifvertrag läuft zum Monatsende aus, und es droht ein Streik. Die Gewerkschaft verlangt die Sicherung von Arbeitsplätzen und höhere Löhne und Sozialleistungen. Boeing drängt hingegen auf mehr Flexibilität bei der Vergabe von Aufträgen an Fremdlieferanten. (dpa)
gruss
nick
Washington/St. Louis - Boeing hat vom US-Verteidigungsministerium einen Großauftrag für zusätzlich 60 militärische Transportflugzeuge des Typs C-17 Globemaster III erhalten. Der Auftragswert beträgt 9,76 Milliarden Dollar (9,95 Milliarden Euro), teilten das Pentagon und Boeing mit. Die vierstrahligen Maschinen sollen bis 2008 ausgeliefert werden.
Boeing ist der weltgrößte Hersteller von Verkehrsflugzeugen und der zweitgrößte US-Rüstungskonzern nach Lockheed Martin. Für die Gesellschaft ist der Rüstungsauftrag eine hochwillkommene Nachricht. Boeing leidet mit seinem Verkehrsflugzeuggeschäft enorm unter den Auswirkungen der Terrorangriffe des 11. September. Die Auslieferungen von Verkehrsflugzeugen und der Auftragseingang sind stark rückläufig. Das Unternehmen hatte nach den Terrorattacken 30 000 Beschäftigte seiner Verkehrsflugzeugsparte nach Hause geschickt und die Verkehrsflugzeug-Produktion drastisch gedrosselt.
Boeing hatte bereits 89 der riesigen C-17-Transportmaschinen für die amerikanische Luftwaffe gebaut und sollte bis 2004 insgesamt 120 dieser Militärflugzeuge ausliefern. Durch den Neuauftrag wird die US- Luftwaffe bis 2008 über insgesamt 180 C-17-Maschinen verfügen.
Der neue Großauftrag lastet die C-17-Fertigungsstätte in Long Beach (Kalifornien) bis 2008 aus. Der Fabrik, in der etwa 7000 Beschäftigte das Flugzeug zusammenbauen, bleibt nun die befürchtete Schließung erspart. An mehreren anderen Boeing-Standorten sind weitere 3000 Arbeiter an der Produktion der Transporter beteiligt, die eine große Rolle im Afghanistankrieg gespielt haben. Es sind auch 700 andere Zulieferanten an der C-17-Produktion beteiligt.
Boeing verhandelt zur Zeit mit der Mechaniker-Gewerkschaft, die 24 000 Boeing-Mitarbeiter vertritt, über einen neuen Tarifvertrag. Die größte Boeing-Gewerkschaft will wegen des schlechten Verhandlungsklimas einen Vermittler einschalten. Die meisten der Arbeiter sind in den US-Bundesstaaten Washington, Kansas und Oregon beschäftigt. Der Tarifvertrag läuft zum Monatsende aus, und es droht ein Streik. Die Gewerkschaft verlangt die Sicherung von Arbeitsplätzen und höhere Löhne und Sozialleistungen. Boeing drängt hingegen auf mehr Flexibilität bei der Vergabe von Aufträgen an Fremdlieferanten. (dpa)
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