sind wie sie sind.
Sie hätten es ja auch mal mit einer Antwort versuchen können, warum wohl tun sie es nicht?
Ich unterlasse mal jede weitere Spekulation und nehme es einfach so hin.
@Gerry, um meine Antworten richtig einordnen und verstehen zu können ist leider in der Tat eine eigene DD unumgänglich. So einfach ist deine Frage nämlich nicht zu beantworten.
Grundsätzlich kann man sagen, dass HIVE sehr effizient produziert.
Die Amortisation für die Erzeugung von einem Ether ist allerdings auch von der übergeordneten Ethereum-Netzwerk-Hashrate und der Belohnung fürs Mining bzw. der Validierung sowie einem sich verändernden Schwierigkeitsgrad (Difficulty) abhängig.
Nach meinen Berechnungen lag die Amortisationsschwelle Ende Juni bei 167 USD pro Ether.
Zu dieser Einschätzung komme ich wie folgt:
In Q1.19 erwirtschaftete HIVE im Quartal ein Einkommen von 10.660.664 USD, mit einer Bruttogewinnspanne von 6.441.181 USD ( entspricht ungefähr 60%).
Am Stichtag (30. Juni) betrug der Etherpreis ca. 444 USD, die mittlere ETH-Netzwerkhashrate ca. 280 TH/s.
Lt. Geschäftsbericht lag die ermittelte Bruttomarge im Berichtszeitraum bei ca. 60%.
Bezogen auf den Ende Juni gültigen Etherpreis von 444 USD erwirtschaftete HIVE im Berichtszeitraum somit einen Bruttogewinn von ca. 268 USD pro Ethercoin.
Ergo... kostete HIVE die Produktion von einem Ethercoin = 444 USD - 268 USD = ca. 167 USD.
Die Einschätzung des Users LS85 bewegt sich übrigens auf einem ähnlichen, nicht ganz so optimistischen Level. Nach seiner Einschätzung, siehe
#1956, kommt Hive bei einem Ether-Kurs von 220 USD und einer Hashrate von 250 Ths auf 0 USD Marge.
Ich schätze, dass die Amortisationsschwelle Ende Juni denn wohl irgendwo in der Mitte, also zwischen 167USD und 220USD gelegen haben dürfte.
Der niedrige Kurs demotiviert viele Miner, so dass die allgemeine Teilnahmequote im Ethereum-Netz sinkt.
bitinfocharts.com/comparison/ethereum-hashrate.htmlWas wiederum gut für HIVE ist weil deren Anteil an der Netzwerkbelohnung durch die geringere Teilnahmezahl halt steigt. HIVE akkumuliert seine generierten Ethercoins hauptsächlich.
Ergo... wer an die Zukunft von Blockchain glaubt und überzeugt davon ist, dass die Kryptopreise wieder steigen werden, dürfte hier bei dem erfahrenen HIVE/Genesis- Management bestens aufgehoben sein ...
Da HIVE ein im Aufbau befindliches Unternehmen ist, empfiehlt sich vorerst (noch ein bis zwei Jahre) alternativ zur KGV-Betrachtung eher eine Bewertung nach dem Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) vorzunehmen. Dieses errechnet sich, indem Du den Aktienkurs (bzw. die MK) durch den (Jahres)Umsatz teilst. Liegt der Wert über 1,5, gilt dies in der Regel als zu teuer. Da der Umsatzwert durch den miesen Etherpreis ebenfalls unbefriedigend ist, liegt das KUV weit höher als 1,5. Mit der vermutlich begonnenen Bitcoin-Produktion dürfte der Wert aber leider auch noch immer >1,5 betragen. Das ändert sich natürlich dramatisch (zugunsten von HIVE) sobald die Kryptopreise anziehen.