Die Fakten zu den jüngsten Käufen
Massive Bestände: Strategy hält mittlerweile über 738.000 BTC. Das sind mehr als 3,4 % der jemals existierenden 21 Millionen Bitcoin.
Aggressives Nachkaufen: Allein in der ersten Märzwoche 2026 kaufte das Unternehmen weitere 17.994 BTC für rund 1,28 Milliarden USD.
Durchschnittspreis: Der durchschnittliche Kaufpreis des gesamten Bestands liegt bei etwa 75.862 USD. Da der aktuelle Kurs (ca. 69.000 - 71.000 USD) darunter liegt, agiert Saylor momentan als massiver "Dip-Käufer".
Warum die Käufe den Kurs stützen (Bullish)
Angebotsverknappung: Saylor entzieht dem Markt riesige Mengen an Bitcoin und schickt sie in das "HODL-Gefängnis" (er plant nicht zu verkaufen). Das verknappt das verfügbare Angebot an den Börsen.
Psychologischer Boden: Seine Käufe signalisieren Vertrauen. Wenn der Markt sieht, dass ein Milliarden-Unternehmen bei 67.000 USD massiv nachkauft, wirkt das für andere Investoren wie eine Absicherung nach unten.
Nachahmungseffekt: Andere Firmen (wie zuletzt Metaplanet in Japan) beginnen, Saylors Strategie zu kopieren, was zu weiterem Kaufdruck führt.
Warum sie allein nicht für eine Mega-Rallye reichen (Bearish/Neutral)
Marktvolumen: Der gesamte Bitcoin-Markt ist mittlerweile so groß, dass selbst Milliardenkäufe von Saylor oft nur kurzfristige "Spikes" verursachen. Für einen nachhaltigen Anstieg auf neue Allzeithochs (über 100.000 USD) braucht es globales Kapital von ETFs, Pensionsfonds und Privatanlegern.
Verkaufsdruck von anderer Seite: In Phasen geopolitischer Spannungen oder hoher Zinsen gibt es oft Verkäufe von anderen großen Haltern, die Saylors Käufe neutralisieren.
Hebeleffekt und Risiko: Saylor finanziert viele Käufe über Schulden oder die Ausgabe neuer Aktien. Wenn der Bitcoin-Kurs zu lange unter seinem Durchschnittspreis bleibt, gerät die Strategy-Aktie (MSTR) unter Druck, was wiederum die Stimmung am Kryptomarkt trüben kann.
Fazit
Michael Saylor fungiert aktuell eher als "Stoßdämpfer". Er verhindert durch seine massiven Käufe in Schwächephasen oft einen tieferen Absturz. Damit Bitcoin jedoch wieder stark ansteigt, müssen zusätzliche Faktoren zusammenkommen, wie z. B. sinkende Leitzinsen, positive Regulierungs-News oder eine erhöhte Nachfrage durch die Spot-ETFs.
Zusammengefasst: Er baut das Fundament, aber für das "Dach" (neue Rekordhochs) braucht es den Rest der Welt.