Wer am Jahresbeginn beim Bitcoin eingestiegen ist, hat jetzt einen Kursverlust von rund 50 Prozent. Die Erzählung von Wirtschaftsliberalen, dass Bitcoin als Schutz vor Inflation gelte, ist irreführend.
Der Bitcoin kann nur steigen, wenn immer mehr Leute von außen in den Markt rein wollen. Warum aber sollten Leute in Zukunft den Bitcoin halten? Der wird nicht staatlich durchgesetzt. Er bringt auch keine Zinsen. Deswegen kann der Bitcoin theoretisch auf null fallen. Es gibt nicht viel, was ihn stabilisiert, außer einem ideologischen Fanclub, der glaubt, im Bitcoin eine Befreiung von der bösen staatlichen Währung gefunden zu haben.
Eigentlich ist der Bitcoin nur ein feuchter Spekulantentraum, der auch morgen platzen kann. Ich halte ihn nicht für ein seriöses Anlageobjekt, und ich sehe es kritisch, wenn Crash-Propheten wie Marc Friedrich den Leuten teilweise mit Fake News einreden, in Bitcoin zu investieren, weil das staatliche Geld angeblich vor dem Ende stehe. Ein unredliches Geschäftsmodell.