Da hast du viele Dinge rot markiert und aufgeführt, wiederum lohnt es sich hinter solchen Aussagen und Texten auch mal etwas in die Tiefe zu gehen.
1. Thema Fehlbuchungen, dies betrachte ich als einen großen Vorteil, denn die Rückgängigmachbarkeit von Transaktionen sind die Eintrittskarte zur Manipulation. Ferner regt es auch die Aufmerksamkeit bei den Beteiligten an. Wenn ich überlege wie oft ich in den letzten Jahren Fehlbuchungen bei klassischen Überweisungen gemacht habe, so fällt mir da kein Fall ein.
Häufigster Grund für Fehlbuchungen bei Fiatgeldkonten sind im Grunde Zahlendreher. Diese Zahlendreher sind beim Bitcoinsystem jedoch faktisch ausgeschlossen, so wie es ausgeschlossen ist, dass Jemand zwei 6er im Lotto hat.
2. Bestätigung der Zahlung, diese dauert bei mir in der Regel wenige Sekunden, wenn ich mit Jemanden Handel betreibe und mir dieser vertrauenswürdig erscheint.
Erscheint mir ein Handelspartner nicht vertrauenswürdig oder bin ich mir unsicher, dauert es aktuell etwa 7 Min. bis zur Bestätigung und je nachdem wie man seinen Clienten eingestellt hat, sind die Bitcoins dann auch angekommen und können weiter transferiert werden.
Bei einer Bank dauert eine Transaktion übrigens einen Tag.
Bei einem Handel mit Aktien oder Derivaten dauert es ebenfalls einen Tag, bis man auf das Geld direkt zugreifen kann.
3. zerstörte Bitcoins
Auch dies ist zu kurz gedacht, denn es spielt überhaupt keine Rolle wie hoch die Anzahl der Bitcoins ist.
Man könnte auch einen einzigen Bitcoin verwenden und darüber den ganzen Zahlungsverkehr der Welt abwickeln, da der Bitcoin beliebig teilbar ist und beliebig viel Nachkommastellen haben kann.
Ferner sei noch zu erwähnen, dass man jene Bitcoins mit viel Rechenpower auch wieder neu aktivieren bzw. sich den Zugang verschaffen könnte. Im Grunde funktioniert das Mining ja ähnlich, man findet mit viel Aufwand den passenden Code wie den 6er im Lotto.
4. Softwarefehler
Softwarefehler stellten am Anfang sicherlich noch ein größeres Problem dar, weil man mit den Updates relativ schnell eine Mehrheit der sich im Netzwerk befindlichen Nutzer erreichte.
Mit der zunehmenden Verbreitung rückt dieses Problem immer weiter in den Hintergrund ist ist meiner Meinung nach schon Heute irrelevant, da man mit keinem Update binnen kürzester Zeit eine Mehrheit an Nutzern erreicht und Softwarefehler deutlich früher erkannt werden würden als dass der Softwarefehler Schaden anrichten kann.
Um es zu veranschaulichen, es wäre so als würde man behaupten, dass wenn VW einen fehlerhaften Motor einbaut, dass dann der Verkehr droht zum Erliegen zu kommen. Da aber auf den Straßen nicht mehr als 50% VWs herumfahren, wird dies nicht passieren.
Zudem müsste der Fehler erst Jahre später bekannt werden, denn nicht jeder Fahrer kauft sich gleich den neuen VW mit fragwürdigem Motor.