sag ich seit langem und endlich spricht es mal einer aus
Einer der einflussreichsten Personen dabei war einer der führenden Goldman-Sachs Manager, der ehemalige Vizepräsident ausgerechnet des Unternehmens, das aktiv und wissentlich dabei half, jahrelang den wahren Zustand der griechischen Banken zu verschleiern.
Heute ist Mario Draghi Chef der Europäischen Zentralbank. In seine Zeit als Chef der italienischen Notenbank fällt ein Skandal mit einer Bank, die hochriskante Geschäfte tätigte, ohne dass die Bankenaufsicht (die Notenbank) auch nur ansatzweise die Bevölkerung über die Gefahr informiert, geschweige denn sie abgewendet hätte. Wer sich informieren will: das Internet bietet kostenlose Informationen über die Banca Monte dei Paschi di Siena S.p.A. , eine der ältesten Banken der Welt, die trotz ihres Alters und ihrer Erfahrung durch riskante Geschäfte in massive finanzielle Schwierigkeiten geriet.
Zufall ist das keiner. Inzwischen gibt es, weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit, in zahlreichen EU Ländern drastische Bargeldeinschränkungen. Mario Draghi weiß, dass sowohl im EU Vertrag wie in verschiedenen nationalen Bankgesetzen Bargeld als gesetzliches Zahlungsmittel akzeptiert werden muss. Faktisch hat die EZB in letzter Zeit alle Gesetze, die die Abschaffung des Bargeldes fördern, durchgewinkt - obwohl sie, dem Gesetz entsprechend, hätte einschreiten müssen. Dass die Deutsche Bank unlängst vorpreschte und ihr Vorstand lautstark vom Ende des unrentablen Bargeldes in nur zehn Jahren sprach, dürfte - nicht nur in Richtung Brüssel - mit der Politik abgesprochen gewesen sein.