da müsste man erstmal anfangen, den Begriff "seriös" zu definieren. Da fängt bei den meisten Lesern bereits das Problem an, dass "seriös" im Regelfall als das empfunden wird, wie man die Welt selbst sieht und sehen möchte. Da spielen vor allem Feindbilder und ein Schwarz-Weiß-Denken eine große Rolle.
Eine weitere Rolle spielen auch unterschwellige Wünsche eine Rolle, z.B. der Wunsch nach Sensation, nach Horror, nach Krise, nach Wunder, uvm.
Dann kommen auch noch wirtschaftliche und auch politische Interessen ins Spiel, denn jedes Medium "lebt" von irgendetwas, entweder vom politischen Idealismus oder rein von Profit durch möglichst hohe Umsätze, die wiederum durch Sensation, Krise und einer alles in Allem Randbetrachtung einer Gesamtheit möglich sind.
Oder anders gesagt, eine Betrachtung der Extreme bringt eben mehr Geld als die eigentlich neutrale Betrachtung der Mitte, die ziemlich unspektakulär ist.
Deshalb ist mein Tipp, Presse gar nicht weiter lesen bzw. als eine Information von Vielen anzunehmen ohne daraus eine Meinung abzuleiten.
Ich lese so gut wie keine Presseartikel und dass was ich lese oder betrachte, setze ich stets in Relation zum Gesamtbild, welche durch Statistiken, Charts, fundierten Studien im Web zu finden sind.
Bezüglich der Medien finde ich dennoch, gibt es qualitativ schon Unterschiede.
"BILD" --> sehr hohes kommerzielles Interesse, daher sehr geringe Qualität, lebt einzig von der Sensationsgier der Leser
"FOCUS" --> ebenfalls hohes kommerzielles Interesse, daher ebenfalls geringe Qualität, wenngleich deutlich besser als BILD
"SPIEGEL" --> ebenfalls hohes kommerzielles Interesse, zudem primär konservativ geprägt und daher tendenziell einseitig berichtend, zumindest aber besser als BILD.
"TAGESSCHAU","HEUTE" --> beides nicht von nennenswert kommerziellen Interesse, von allen Medien das Medium, welches u.a. mittels eines Faktenchecks auch Kritik und andere Sichtweisen prüft. Die Sichtweise mag tendenziell auch etwas einseitig, vielleicht zu positiv und pro-westlich sein, andererseits von allen genannten Medien haben die Informationen noch den höchsten Gehalt.
"NZZ", "WiWo", "Finanzen" --> Alles kommerziell geprägte Medien, deshalb eben auch oftmals konservativ/liberale einseitige Sichtweise. Schlagzeilen wie Grexit, Brexit, usw. verkaufen sich eben besser als "Griechenlandkrise entspannt sich"
"rtdeutsch" / "sputniknews" / "euronews" --> gehört alles zum "Sprachrohr" des Kreml. Die Berichte sind sehr stark ideologisch geprägt, Halbwahrheiten sowie schlichtweg erfundene Fakten / Lügen werden dazu eingesetzt um Stimmung gegen den bösen Westen zu machen.
Selbst Insider von rtdeutsch haben bereits zugegeben, dass die Berichte die sie zeigen, nicht selten frei erfunden sind oder man altes Videomaterial nutzt.
Bestes Beispiel ist die angebliche Entführung und Vergewaltigung eines russischen 13jährigen Mädchens, welches wie sich herausgestellt hat, lediglich bei einem Freund/Bekannten untergekommen ist.
Selbst der russische Außenminister ist auf diese selbst gestrickten Lügen aufgesprungen und da braucht man nicht viel Fantasie um zu erkennen, dass Russland bedingt der Sanktionen mit dem Rücken an der Wand steht und mittels solcher Propaganda versucht den Nationalismus im Lande und Europa zu wecken.
Und dies ist nur ein Beispiel von Vielen, so dass man eigentlich von solchen Medien einfach nur abraten kann, weil selbst wenn die man einen wahren Informationsgehalt kund tun, man es bedingt der vielen Lügen und Halbwahrheiten nicht einschätzen kann, ob es wahr ist oder doch wieder nur frei erfunden.
Generell bin ich der Meinung bzw. ist es mein Motto, dass man nicht zu viel Lebenszeit mit Negativschlagzeilen verbringen sollte, denn wenn man per se immer nur den negativen Randbereich erkundet, kann man nur zum Entschluss kommen, dass dies die Normalität darstellt, kann daraus nur destruktives Handeln und eine negative Grundeinstellung und Mißtraen entstehen.
Und mit solch negativen Grundeinstellung hat man sich bereits von vornherein zum Verlierer erklärt, weil man jede mögliche gute Entwicklung gleich wieder zerredet, weil man schlichtweg nicht den Glauben an eine gute Sache mehr haben kann.
Besser ist daher sich tendenziell (nicht ausschließlich) mit den positiven Schlagzeilen zu beschäftigen, denn dies schafft Vertrauen zu Menschen und ist nebenbei bemerkt wesentlich besser fürs Gemüt.
Es bringt auch wesentlich mehr sich an einer positiven Sache zu beteiligen und Verbesserung zu erreichen statt all seine Energie in die Bekämpfung negative Sachen zu stecken, wo man am Ende des Tages immer noch keine bessere Lösung erreicht hat.
Bezüglich Bitcoin, da würde ich eben nicht zu viel Energie in die bösen Banken, usw. verschwenden, sondern einfach schauen, wie ich die Verbesserungen durch Bitcoin gesellschaftlich mit etablieren kann. Wie ich Bitcoin zur Verbesserung meiner Zahlungsmöglichkeiten verwenden kann statt Bitcoin als Abwehrhaltung gegen ein böses Banken-/Geldsystem zu betrachten.
Mich interessiert ehrlichgesagt diese ganze Bankenwelt gar nicht weiter, weil ich weiß, dass die Ära der Banken eh zur Neige geht. Mich interessiert dass was ich mit Bitcoin tun kann, was ich zuvor so nicht tun konnte und dies ist eben sehr einfach und selbstständig Werte transferieren zu können.